Wandern auf Madeira

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Crossi

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Wie das manchmal so ist. Seit Monaten will ich euch einige Eindrücke von meinem Wanderurlaub auf Madeira zeigen. Dieses Wochenende habe ich mich endlich aufgerafft und da wird der sehr schöne Thread von Schachspieler "Madeira-SW" eröffnet. Guntram hat freundlicherweise nichts dagegen, dass ich zeitgleich Eindrücke von dieser wunderschönen Insel poste und wer Spaß daran hat, mich auf den Wanderungen zu begleiten, ist gerne dazu eingeladen.
VG
Uli



picture.php
 
Anzeigen
Eine Woche war ursprünglich auf dieser schönen kanarischen Insel geplant. Ein einheimischer Wanderführer stand uns zu Verfügung und unser Gepäck wurde ganz bequem zu den vorgebuchten Hotels mit einem Bus transportiert. Die Wandergruppe war bunt gemischt und jeden Tag waren wir mindestens 6 Stunden unterwegs. Alle zwei Tage wurden die Hotels gewechselt und auf diese Art und Weise haben wir recht viel von der Insel gesehen.
Die erste Wanderung führte uns von unserer Unterkunft in Machico über das alte Walfängerdorf Canical zur Halbinsel Sao Lourenco.
Während ich den ersten Teil der Wanderung recht unspektakulär empfand, Carnical einige nette Lokale und eine schöne Badestelle hatte, fand ich die ehemals üppig bewaldete Halbinsel Sao Lourenco mit seinen bizarren ockerfarbenen, rostroten, grauen und grünschwarzen Felsen im türkisblauen Meer ganz schön eindrucksvoll.

#1
picture.php


#2
picture.php


#3
picture.php
 
Kommentar
Tolle Bilder, die Du uns zeigst. :up::up:

Da es zur gleichen Zeit auch einen S/W Thread über Madeira gibt, können die
Bilder gut miteinander verglichen werden. Beide Arten haben Ihre Daseinsberechtigung, sind auch jeweils toll fotografiert. Mir persönlich
gefallen die Farbbilder besser.

Freue mich auf eine Fortsetzung von Dir :up:
 
Kommentar
Während die Gruppe locker in Richtung Porto da Cruz lief, verlor ich beim Abstieg den Anschluss, da mein Knie beim Abstieg überraschend nicht mehr belastbar war. Fotografieren machte überhaupt keinen Spaß mehr und vergeblich versuchte ich in dem netten kleinen Ort, eine geöffnete Apotheke zu finden. Wie ich später erfuhr, konnte ich mir das auf der ganzen Insel schenken. Es war kurz vor den Feiertagen und die Apotheker schienen geschlossen zur vorgelagerten Badeinsel Porto Santo gefahren zu sein. Die alte Zuckerrohrfabrik in dem Ort hätte ich noch gerne besichtigt, aber so ertränkte ich mein Leid in Poncha, einer süffigen Mischung aus Zitrone, Honig und Zuckerrohrschnaps. Unten in der Touristenversion, vor Ort in einer kleinen Bar frisch zubereitet, heilt es sogar Knieverletzungen.

#19
picture.php


#20
picture.php


#21
picture.php
 
Kommentar
Von nun an bekam ich von einer netten Mitwanderin jeden Morgen ein Glückspillchen und siehe da, entgegen meiner Befürchtungen, ging es für mich doch weiter.
Die nächste Tageswanderung führte uns zunächst entlang der Levado de Caldao Verde. Levadas sind die künstlichen Wasserläufe, die bereits kurz nach Entdeckung der Insel, etwa 1350, geschaffen wurden. Das Netz wurde im 19. Jahrhundert wegen der verstärkten Nachfrage nach Zuckerrohr deutlich ausgebaut und erneuert. Aktuell umfasst das Kanalsystem etwa 2000 km und dient auch heute noch der Bewässerung der überwiegend terrassierten Felder.
Die Bauern kaufen jedes Jahr eine gewisse Wassermenge, deren Verteilung ein Levadeiro überwacht.
Der Bauer, den ich unterwegs ansprach, war aufgeschlossen und sehr freundlich. Für das Foto zierte er sich zunächst etwas, weil er doch nicht rasiert sei und aussehen würde wie ein Bandit.

#22
picture.php


#23
picture.php


#24
picture.php


#25
picture.php
 
Kommentar
Mir gefällt diese Reportage... bis auf die Thumbnails, die solltest du noch einmal überarbeiten (nachschärfen).
 
Kommentar
Danke. Ohne deinen Hinweis wäre es mir gar nicht aufgefallen. Hab ein neues Collagen Programm ausprobiert, versuche es nachzubessern. Da es aber etwas zeitaufwändiger ist, setze ich zunächst den Bericht fort und kümmer mich etwas später darum.
Gruß
Uli
 
Kommentar
Angenehm bei den Levada Wanderungen ist, hat man einmal die Höhe erreicht, geht es lange Zeit nur noch mit leichtem Gefälle auf- oder abwärts.
Dafür mussten die Errichter der Levadas enorm schuften. Höhenunterschiede mussten durch Tunnel ausgeglichen werden. Stockdunkel, teilweise mehrere hundert Meter lang und meistens ganz schön niedrig. Unbedingt sollte man Stirnlampen mitnehmen und ratsam ist auch eine gepolsterte Kopfbedeckung.
Die Wasserqualität in den oberen Höhen schien deutlich bessser zu sein.
Während unten so manche Ratte in dem Kanal ihr Leben ließ, schwammen im oberen Bereich zum Teil sogar Fische.

#26
picture.php


#27
picture.php


#28
picture.php


#29
picture.php
 
Kommentar
.....Stockdunkel, teilweise mehrere hundert Meter lang und meistens ganz schön niedrig. Unbedingt sollte man Stirnlampen mitnehmen und ratsam ist auch eine gepolsterte Kopfbedeckung.
.......

stimmt, die Narbe an meiner Stirn ist heute noch, nach mind. 15 Jahren, nicht zu übersehen :mad:

Insgesammt ein sehr schöner Bericht :up:
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten