Der vorderste Jeep, zufällig der meiner Frau und der Mädchen, diente als Pionierfahrzeug.
Da seine Reifen trotz Allradantrieb nicht ausreichend Halt fanden, wurde er nach mehreren Streckennachbesserungen von vielen Helfern angeschoben, bis er durch die Engstelle durch war. Danach stieg der Fahrer aus und half bei dem nächsten Fahrzeug, und so weiter. Niemand fuhr einfach weiter, bevor nicht alle durchgekommen waren und der Weg wieder voll benutzbar war.
Nach vielen Stunden Schaukelei erreichten wir dann endlich wieder eine Teerstraße. Wenn auch die Aussicht hier immer noch sehr schön war, hatten wir die Höhe nun doch einigermaßen hinter uns gelassen.
Am späten Nachmittag machte ich bei schlechter, regengetrübter Sicht im Vorbeifahren aus dem Auto heraus noch ein Handyfoto von Kathmandu.
Dem Titel meines Berichts zum Trotz hieß unser eigentliches Ziel, kaum 20 Kilometer von Kathmandu entfernt und erst in der Dunkelheit erreicht, Bhaktapur. In beiden Städten waren wir zuvor schon gewesen, hatten uns aber klar für Bhaktapur als letzte Station entschieden, weil es die schönere der beiden Städte ist. (Der Flughafen von Kathmandu liegt genau dazwischen.)
Mit dieser Stadt schließe ich morgen meinen Bericht ab. Sie ist durchaus ein weiteres Highlight dieser an solchen nicht gerade armen Reise.
An das Hotel in Benares habe ich eine markante Erinnerung: Die Bettwäsche roch sehr unangenehm. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Wenn Wäsche dort gewaschen wird, wo neben den Abwässern von Millionenstädten Wasserbüffel baden, Leichen verbrannt oder unverbrannt im Fluss treiben, wundert man...
www.nikon-fotografie.de
Der sollte jetzt funktionieren. Danke für den Hinweis, Wuxi.
Bhaktapur ist eine der Königsstädte Nepals. Ihre Altstadt ist bereits seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe. Warum, erschließt sich schnell. Dabei ist es fast egal, wo in der sehr großen Altstadt man sich gerade befindet.
Im Jahr 2015 wurde Nepal von einem starken Erdbeben getroffen, bei dem etwa 200 Menschen starben und kaum ein Gebäude in der Altstadt unbeschädigt blieb. Wir waren 2017 das erste Mal hier. Damals hatten die Restaurierungsarbeiten begonnen, die Verwüstungen waren aber nach wie vor heftig. Hier ein Foto von damals zur Illustration:
Wie kommst du mit der Geruchsverteilung auf den Straßen in Nepal zurecht? Ich habe in Erinnerung: 5 Schritte = 7 Gerüche in der Nase und das meine ich nicht abwertend, sondern spannend!
Das ist in Bhaktapur fast kein Problem, in Kathmandu schon eher.
Ich war mittlerweile in 75 Ländern der Erde, da sind Gerüche immer wieder anregend, aber oft auch schwer auszuhalten. Insgesamt würde ich sagen, dass Indien in dieser Beziehung deutlich schlimmer ist.
Zufällig und uns zunächst unbekannt, traf der Tag unseres Aufenthalts mit dem größten Fest der Stadt, Bisket Jatra, zusammen. Auf dem Taumadhi-Platz, auf dem das Ganze stattfindet, fanden gerade Vorbereitungen statt. Höhepunkt ist eine Art Wettziehen zwischen den Bewohnern zweier Stadtteile, in dem der links zu sehende überdimensionierte Wagen in die eine oder andere Richtung bewegt werden muss.
Zu dem eigentlichen Ereignis am späteren Nachmittag fanden wir leider keinen Zugang. Der Platz, hier von der Rückseite aus fotografiert, war durch dicht-an-dicht stehende Zuschauer quasi abgeriegelt, so dass wir nichts vom (sicher spannenden) Geschehen erhaschen konnten.