Verwacklung verhindern, wie?

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Ferdinant

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Wie kann kann ich bei meinem 18-70mm, das keinen VR hat, die Verwacklungsgefahr möglichst gering halten?
Gibt es irgendwelche Tricks, die Kamera besonders ruhig zu halten, wenn man aus der Hand fotografiert(z.B. Atemtechnik)?
Es gibt ja Gelegenheiten, bei denen sich für ein Stativ kein Platz ist oder es sich schlecht machen lässt.
 
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Warum gibt es das 18-55 mit und ohne VR, das 18-70 hingegen nur ohne VR?

Das 18-55VR ist neu bzw. angekündigt, ob es schon erhältlich ist, weiß ich leider nicht, ebensowenig, ob das 18-55 ohne VR dann weiter hergestellt wird. - Ob das 18-70 eventuell auch mit einem VR upgegradet wird, wissen nur die Nikon-Auguren.

Gründe für diese Modellpolitik könnten in der Nachfrage genau in diesem Marksegment liegen, mit der VR-Technik lässt sich trefflich werben, besonders eben im Einsteiger-/Consumerbereich.

Vermutlich versucht Nikon mit dem nachträglichen VR-Feature auch auszugleichen, dass es im "preisgünstigen" Bereich kein einziges lichtstarkes Objektiv mit AF-S für die D40/x gibt.
 
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Gibt es tatsächlich. Ich nutze beispielsweise eine simple Technik, die ich beim Bogenschiessen gelernt habe: tief einatmen und dann ca. die Hälfte der Luft wieder langsam ausatmen und anhalten. (Den exakten Punkt spürt man ziemlich genau.)
Richtige Körperhaltung, also ausbalancierter, sicherer Stand, ist auch sehr wichtig.
Und ebenso sollte man darauf achten, dass Schultern, Nacken und Oberarme möglichst gelockert sind, da Verspannungen bei Konzentration kontraproduktiv sind.

Ich habe damit jedenfalls deutlich bessere Ergebnisse erzielt - bis hin zu 3 Sek. aus der Hand - als mit hochgeschraubten ISOs.

moin david,

3 sec - wow !

ich kenne das auch so. sicherer, entspannter stand. luft kurz anhalten und auslösen oder während des langsamen ausatmens. 1/15 sec bis 85 mm schaffe ich so meistens. wenn ich mir unsicher bin und die situation es erlaubt wiederhole ich die aufnahme.

"tief einatmen und dann ca. die Hälfte der Luft wieder langsam ausatmen und anhalten." - welche auslöseverzögerung hat da ein geübter taucher ?

gruß
klaus ;-))
 
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Früher tranken die Biathleten vor dem Schießen einen kleinen Schnaps. Mal ausprobieren. Aber nur ohne Auto. Klaus
 
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Das war eine Wette um eine Flasche Champagner, Klaus. (Details eines dunkelblauen Porsche in einer mies beleuchteten Tiefgarage mit ISO 100.) Das steigert Motivation und Konzentration erheblich! :D

Im Normalzustand komme ich immerhin auf 1,5 bis 1,8 wackelfreie Sekunden mit dem 28-70er. (Ausser, das Modell ist weiblich, ledig, hübsch... :rolleyes:)
 
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Das wichtigste wurde hier noch gar nicht genannt: die Stirn zum Abstützen zu nehmen. Der Kopf hat eine große Masse und die Muskeln sind so ausgelegt, dass der Kopf stets sehr ruhig bleibt, auch ohne Bodybuilding! Also, immer die Okularmuschel fest gegen die Stirn drücken (das Display gegen die Nase zu drücken, bringt dagegen gar nichts!). Für Brillenträger ist das leider so ohne weiteres nicht machbar, ich habe mir darum bei meinen D70 oberhalb des Okulars einen kleinen Holzklotz angeklebt (mit der Heissklebepistole) - sehr wirksam! Geht aber leider auch nicht mit jeder Brille.
Leider sieht die Bauweise der Kameras die Abstützung an der Stirn eigentlich nicht vor, in meinen Augen ein echter Konstruktionsmangel.
Gruß, Dirk
 
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Hallo Ferdinant,
bei Eventreportagen habe ich fast kein Licht und Stativ geht auch nicht immer. Ich helfe mir immer so:

Kamerahaltung: rechte Hand an die Kamera, Zeigefinger auf dem Auslöser und den Druckpunkt finden - üben, testen und herausfinden ab welchen Punkt die Kamera auslöst. Linke Hand unter das Objektiv/Kamera. Beide Ellenbogen an den Korper anlehnen. Auf gar keinen Fall pressen - das verkrampft und führt zum verwackeln. Gerade stehen und beide Füße gleichmäßig belasten. Einatmen und wärend des ausatmens auslösen aber nicht erst wenn schon blau anläuft ;-)

Die Belichtungszeit der Brennweite anpassen. Brennweite = Mindestbelichtungszeit. 50mm = 1/50 sec oder 200mm = 1/200 sec

Mit Übung kann man die Belichtungszeiten auch unterschreiten. Bedenke aber nicht jeder Schuß wird ein Treffer rechne mit 70% Ausschuß. Weitere Hilfen sind irgendwo anlehnen.

Man kann auch die Kamera irgendwo draufstützen - Tisch, Stuhllehne, Türrahmen oder irgendwas passendes was irgendwo rumsteht und sich nicht bewegt. Wenn man dann noch ein gut durchgekautes Kaugummi zwischen Kameraboden und Tisch kleben hat sind auch sehr lange Zeiten von mehreren Sekunden möglich.

Viele Grüße
Holger
 
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...und last not least gibt es noch die Bruststative, meist sind diese für Videokameras gedacht, aber einige lassen sich auch sehr gut an der SLR verwenden. Damit ist man viel flexibler als mit dem Einbein, sie sind leichter und griffiger.

Wenn keine sonstige Abstützmöglichkeit nutzbar ist, bietet der eigene Körper eine Menge Möglichkeiten, man muß nur immer dran denken: Arme an der Körper, gelassener Stand auf beiden Beinen, Kamera gegen die Stirn drücken, Atemtechnik, innere Ruhe (Ooommmm...):cool:, und langsames Abrollen des Fingers über den Auslöser.
Gruß, Dirk
 
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