Versteh' ich nicht

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

sisti

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Hallo,
ich brauche mal wieder Hilfe :nixweiss:!
Ich zähle mich eigentlich nicht mehr zu den blutigen Anfängern, aber folgende Feststellung verstehe ich nicht:
In seinem Buch "Digitale Fotografie, Die Profitechniken" schreibt Tom Ang auf Seite 12: "Der Verschluß der Kamera läuft unabhängig von der Einstellung immer mit derselben Geschwindigkeit ab, ganz gleich ob es sich um eine lange Belichtungszeit von einer Sekunde oder eine kurze Verschlußzeit von z.B. 1/1000 s handelt."
Kann mir das bitte mal jemand erklären?
Ich dachte immer, über die Blende steuere ich die Lichtmenge und die Tiefenschärfe, und über die Belichtung die Zeit, die der Verschluß geöffnet ist. Wobei dieser mit den unterschiedlichen Geschwindigkeiten arbeitet.
Danke für Eure Antworten und noch schöne Restpfingsten :hehe::hallo:
 
Anzeigen
die Belichtungszeit bildet der Verschluss durch die Verzögerung, mit der der 2. Vorhang startet.
Die eigentliche Bewegung der Verschlusslamellen ist immer gleich schnell
 
Kommentar
Das steuern der Belichtung über die Verschlussgeschwindigkeit ist schon richtig. Allerdings ist die Dauer der Belichtung gemeint und nicht die Geschwindigkeit in der der Verschluss bewegt wird...!
 
Kommentar
mir aus einem anderen Zusammenhang schrieb:
Da ein wenig Basiswissen nie schaden kann, folgt jetzt ein Ausflug in den Bereich der Technik: Quasi alle aktuellen Spiegelreflexkameras nutzen als Verschluss heute einen vertikal ablaufenden Schlitzverschluss. Im nebenstehenden Schnittbild einer Nikon D3 [Anm.: Bild fehlt hier im Beitrag] ist der Schnitt durch den Verschluss eingekreist. Was zeigt das Bild denn nun und was bedeutet ‚Schlitzverschluss‘ genau? Zunächst ist es wie der Name schon sagt: Ein Schlitzverschluss gibt einen Schlitz vor dem Sensor frei durch den das Licht fällt. Dafür werden im Moment der Auslösung die Lamellen die den Schlitzverschluss bilden von oben nach unten – oder von unten nach oben, je nach Kameramodell und Hersteller – bewegt. Wenn die vorgesehene Belichtungszeit erreicht ist, dann kommt der zweite Verschlussvorhang ins Spiel. Der fährt in diesem Moment in dieselbe Richtung wie der erste Vorhang und beendet somit den Lichteinfall auf den Sensor. Als letztes gehen dann beide Vorhänge wieder in ihre Ausgangsposition und sind bereit für die nächste Belichtung.
Die Belichtungszeit wird bei einer Spiegelreflexkamera also gebildet durch das Zeitfenster zwischen dem Ablaufen zweier Verschlussvorhänge. Konkreter: Die Zeit zwischen dem Starten des ersten und des zweiten Belichtungsvorhangs ist die Belichtungszeit. Wenn die lang genug ist, dann öffnet sich der erste Verschlussvorhang und gibt den Sensor frei, wenn die Belichtungszeit erreicht ist, schließt sich der zweite Verschlussvorhang und der Sensor liegt wieder im Dunkeln. Wenn die Belichtungszeiten aber kürzer werden, dann gibt es ein Problem: Die Vorhänge laufen nicht schnell genug. Als Beispiel: Es soll 1/1000 Sekunde belichtet werden. In dieser kurzen Zeit schafft es der Verschlussvorhang aber nicht, den kompletten Sensor freizugeben. Also behilft man sich mit einem ‚Trick‘: Der zweite Verschlussvorhang wird bereits gestartet, bevor der erste den Sensor komplett freigegeben hat. Zwischen beiden Vorhängen bildet sich somit ein Schlitz, der sozusagen über den Sensor fährt. Die Größe dieses Schlitzes ist abhängig vom Startzeitpunkt des zweiten Vorhangs, sie entscheidet in diesem Fall also darüber wie viel Licht auf den Sensor fällt. Je schmaler der Schlitz, desto kürzer also die resultierende Belichtungszeit.

Gruß
Dirk
 
Kommentar
Jetzt hab ich's:D:up:
Danke für Eure Erklärungen, die besonders im Beitrag von Dirk alle entstehenden Fragen beantworten. :hallo::hallo:
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten