Ihre Ziele sind zumindest ehrenwert. Diese werden mit Hilfe eines gewaltigen
Apparates verfolgt. Gewaltige Apparate können von Menschen nicht oder nur
unzureichend kontrolliert werden und Menschen halten sich eigentlich
immer an Brecht:
Zuerst der Bauch und dann die Moral.
Eigentlich wollte ich mit meinem Kommentar einem Sturm der Entrüstung vorbeugen,
wenn ich Kritik an den Bildern übe.
(...)
Während Unternehmen derzeit brav Unicef-Grußkarten mit Weihnachtsmotiven verschicken und die Armen dieser Welt traurig von den Werbeplakaten blicken, das Geschäft mit dem Gewissen also brummt (...)
Zitat von
haraclicki
Bei der Bildstrecke ist mir aufgefallen, dass man ohne künstliche Vignettierung wohl vor jeder Jury einpacken kann. Die Fotografie als solche hat klar ein Authentizitätsproblem und wurde längst durch den ambitionierten Dokumentarfilm abgelöst.
Da bin ich mir auch nicht ganz so sicher.
Vielleicht so: Seit das Filmen durch bezahlbare (und vor allem kleine) Hardware
jedem (Westler) ermöglicht wurde, blüht die Dokumentarfilmsparte auf. Es gab noch nie
so viele erstklassige Dokus zu sehen. Das ein Film aber auch auf eine seinem Charakter
entsprechende Weise lügen kann, setze ich als bekannt voraus.
Nur lässt sich eine Doku eher der Lüge überführen als ein einzelnes Foto.
Das Rumgefummel an den hier verlinkten Bilder, um die "Armen dieser Welt" noch
trauriger von den Plakatwänden schauen zu lassen, finde ich halt zum kotzen.
Dies geht sehr wohl "ehrenhafter", die (Gegenwarts) Fotografie hat ein Authentizitätsproblem,
solange es kein verbindliches Übereinkommen über Bildmanipulationen per EBV gibt.
Und Versuche dieser Art gab es schon einige.