UNICEF Foto des Jahres

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Da hat ja mal ein tolles Bild gewonnen - Respekt! Jetzt wüsste ich bloss noch gerne, welcher Zyniker auf die Idee verfallen ist, diese Ansammlung von Wellblechhütten, Cité Soleil zu nennen. Weia!
 
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Keine schönen, aber sehr eindrückliche Bilder! Danke für den Link.
+
Grüße
Oliver
 
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UNICEF ist ehrenwert und das Thema ernst, ich weiß.

Bei der Bildstrecke ist mir aufgefallen, dass man ohne künstliche Vignettierung wohl vor jeder Jury einpacken kann. Die Fotografie als solche hat klar ein Authentizitätsproblem und wurde längst durch den ambitionierten Dokumentarfilm abgelöst.
 
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UNICEF ist ehrenwert und das Thema ernst, ich weiß.
Naja, ich weiß nicht so recht:
http://www.zeit.de/online/2007/52/unicef-skandal

Bei der Bildstrecke ist mir aufgefallen, dass man ohne künstliche Vignettierung wohl vor jeder Jury einpacken kann. Die Fotografie als solche hat klar ein Authentizitätsproblem und wurde längst durch den ambitionierten Dokumentarfilm abgelöst.
Da bin ich mir auch nicht ganz so sicher.
 
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Ihre Ziele sind zumindest ehrenwert. Diese werden mit Hilfe eines gewaltigen
Apparates verfolgt. Gewaltige Apparate können von Menschen nicht oder nur
unzureichend kontrolliert werden und Menschen halten sich eigentlich
immer an Brecht:

Zuerst der Bauch und dann die Moral.

Eigentlich wollte ich mit meinem Kommentar einem Sturm der Entrüstung vorbeugen,
wenn ich Kritik an den Bildern übe.

(...) Während Unternehmen derzeit brav Unicef-Grußkarten mit Weihnachtsmotiven verschicken und die Armen dieser Welt traurig von den Werbeplakaten blicken, das Geschäft mit dem Gewissen also brummt (...)

Zitat von haraclicki
Bei der Bildstrecke ist mir aufgefallen, dass man ohne künstliche Vignettierung wohl vor jeder Jury einpacken kann. Die Fotografie als solche hat klar ein Authentizitätsproblem und wurde längst durch den ambitionierten Dokumentarfilm abgelöst.
Da bin ich mir auch nicht ganz so sicher.
Vielleicht so: Seit das Filmen durch bezahlbare (und vor allem kleine) Hardware
jedem (Westler) ermöglicht wurde, blüht die Dokumentarfilmsparte auf. Es gab noch nie
so viele erstklassige Dokus zu sehen. Das ein Film aber auch auf eine seinem Charakter
entsprechende Weise lügen kann, setze ich als bekannt voraus.
Nur lässt sich eine Doku eher der Lüge überführen als ein einzelnes Foto.

Das Rumgefummel an den hier verlinkten Bilder, um die "Armen dieser Welt" noch
trauriger von den Plakatwänden schauen zu lassen, finde ich halt zum kotzen.
Dies geht sehr wohl "ehrenhafter", die (Gegenwarts) Fotografie hat ein Authentizitätsproblem,
solange es kein verbindliches Übereinkommen über Bildmanipulationen per EBV gibt.

Und Versuche dieser Art gab es schon einige.
 
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Bei der Bildstrecke ist mir aufgefallen, dass man ohne künstliche Vignettierung wohl vor jeder Jury einpacken kann. Die Fotografie als solche hat klar ein Authentizitätsproblem und wurde längst durch den ambitionierten Dokumentarfilm abgelöst.

Hier geht es ja um Fotografie als Dokument und nicht um künstlerische oder Modefotografie.

Die Bilder berühren durch das, was sie zeigen und das ist wohl das Bedeutendste, was ein Foto leisten kann. Hier ist ein Foto sogar dem Film überlegen, da man immer wieder ansehen kann, was beim Film nach einem kurzen Moment vorbei ist und durch neue Eindrücke verwischt wird.
 
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... ein sehr beeindruckendes Foto. Mich bewegt die mir im Moment nicht ganz zugängliche
Spannung im Bild - einserseits die trostlose "Schweinerei", andererseits das in weiß/sauber gekleidete Mädchen, das es scheinbar sehr eilig hat...
Tschüs - Gerhard
 
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