Und immerwieder Rügen

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Wir nähern uns dem Königsstuhl.
Unübersehbar frequentiert mit Hinterlassenschaften.
Dort wo gegessen wird liegen markante Wegweiser.
Servietten und Taschentücher.
Schade, ich finde nie Kameras. Passen wohl leider nicht durchs Hosenloch.


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dembi64
dembi64 kommentierte
was soll ich sagen, fototechnisch ein erstklassiges Bild, vom Inhalt eher traurig........................
 
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Noch herrscht idyllische Ruhe bevor im Sommer vollgestopfte Reisebusse Massen von hungrigen Touristen ankarren,
weil sie das ganze Jahr nichts zu essen hatten. Mit der Limonade am Kreidefelsen. Welch ein Traum.


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Danke das Du uns auf die Reise mitnimmst. Ich war als Kind zuletzt an der Ostsee, das war 1990, Graal-Müritz noch beschaulich. Was dort und anderswo inzwischen abgeht und manche Orte bis zur Unkenntlichkeit verändert hat, hält mich bis heute von einem Besuch an der Ostsee ab. Deine Fotos zeigen eine ganz besondere Sichtweise.
 
H
HeNoNi kommentierte
Ich war von 1972 bis 1975 auf Rügen, im allseits bekannten Prora, im letzten Teil in Richtung Mukran. Danach hatte ich ein gestörtes Verhältnis zu der Gegend. Vor ca. fünf Jahren war ich dann mal wieder dort. Bei den Preisen habe ich aber ein Hotel in Stralsund genommen. Die Landschaft ist sehenswert aber ich fühle mich immer dort immer abgezockt. Rügen soll nach Sylt das zweitteuerste Urlaubsgebiet in Deutschland sein.
Die Bilderserie ist trotzdem sehr ansehenswert.
 
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Danke dir!
Prora folgt auch noch in dieser Serie
 
of51
of51 kommentierte
Kinder gehören in die Natur, auf einen Baum klettern kostet nichts außer Überwindung...

Da mußt man aber unter jeden Baum dicke Fallschutzmatten verlegen. Die könnten ja einen blauen Fleck gekommen.
Dann muß Mutti gleich einen Anwalt beauftragen. Das arme Kind.
 
B
Brunke kommentierte
Nach der Wende habe ich mich gleich aufgemacht und die Ostseeküste und Sachsen erkundet. Die Schönheit dieser Landschaft hat mich begeistert und wir haben die verfallenen Häuser und den Rott gesehen, der dort allenthalben zu entdecken war. In der Folge gab es um die Jahrtausendwende Familienurlaube auf Rügen und Usedom mit den Kindern und auch einen Segeltörn Rund-Rügen. Danach 15 Jahre Pause bis es uns im Sommer 2021 wieder nach Usedom verschlagen hat. Wir haben uns gar nicht wohlgefühlt und das lag vor allem an dem Autoverkehr, den wir zugegebenermaßen selber mit bereichert haben. Jetzt sind die Häuser alle toll saniert, aber alles ist zugeparkt und verstopft. Mir ist klar geworden, dass es so nicht weitergehen kann. Man wird Konzepte entwickeln müssen, den touristischen Straßenverkehr auf der Insel drastisch einzuschränken. Für uns ist die Reise nach Rügen oder Usedom weit und wir werden uns nicht wieder auf den Weg machen.

@svantevit Ich folge Deinem Reisebericht trotzdem gerne. Die Buchenwälder an den Steilküsten haben mich stets begeistert.
 
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Usedom ist verkehrsmässig eine Katastrophe. Eine Verbindungsstraße Ost West. Dort schiebt sich im Sommer alles durch. Anreise. Abreise. Ansonsten ist Usedom Badeurlaub für Kinder. Auto 2 Wochen abstellen und jeden Tag zum Strand tippeln. Ist aber nicht mein Fall, 2 Wochen hinterm Windschutz liegen und dahinbrutzeln. Viele mögen das. Kinder sind sicherlich glücklich. Immer am Strand um zu spielen. Ich kenne es selbst aus tiefsten Kindertagen. Da donnerten noch die Mig‘s in100 Meter Höhe übern Strand von Peenemünde. Das war natürlich was 😊 Und die Anreise belief sich mit 9 Stunden im Trabi. Plupp plupp plupp auf der Autobahn aus altdeutschen Zeiten. Ging alles 😂 Wir sind auch groß geworden.
 
Links zu sehen das neu erbaute frei schwebende Dingens.
Um etwas moderner zu sein oder vielleicht die Eintrittspreise zu rechtfertigen heißt er nun protzig Skywalk.
Mir tun die Familien mit Kindern leid. Ein Blick aufs Meer und Mutti Vati verziehen ihr Gesicht.
Zahlen aber doch für die quengelnden Kinder die natürlich einmal um den Bogen rennen wollen.

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Capt. Forty
Capt. Forty kommentierte
...immerhin haben sie das Ding so gebaut, daß es von der Viktoriasicht kaum zu sehen ist - die 12 € Eintritt kann man sich aber sparen (sofern man nicht in das Museum will), denn das Erlebnis, auf dem Königstuhl zu stehen ist futsch und von oben auf die Kuppe zu schauen ist witzlos.
Ein Tipp für Alle, die sich das trozudem mal selbst anschauen wollen: eine halbe Stunde vor Museumsschluss (Vor-/Nachsaison 18:00, Saison 19:00) konnte ich ohne Eintritt auf das Gelände. Früher war das Gelände und der Königstuhl zumindest ausserhalb der Saison ohne Eintritt zugänglich, in den letzten Jahren war aber selbst im Winter der Zutritt nur mit Eintrittskarte möglich - blöd wenn man gar nicht in das Museum will. Das Museum ist zwar durchaus sehenswert und besonders für Familien mit Kindern zu empfehlen, aber mehr als 2x muss ich es mir dann doch nicht anschauen ;) .
 
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Ja Matthias. Jetzt ist Schicht im Schacht. Früher oft nach 20.00h in Ruhe ohne Massenansammlung Schiffe geguckt und die klare Luft und die Lichtstimmung genutzt.
Und schon beginnt wieder eine weitere Einschränkung die man nur mit Zahlungen erleben kann.
Das Museum ist allerdings auch für Groß und Klein ein Besuch wert, wenn die Regentropfen den Badeurlaub der Familien verderben wollen.
 
Die Victoria-Sicht befindet sich rechts neben dem Königsstuhl.
Frei zugänglich. Jedoch vermute ich, diese wird bald gesperrt.
Man steht am Gitter direkt an der Abbruchkante. Selbst ich hatte Bedenken wie lang das noch für Touristen verantwortbar ist.
Jeder kommende Winter birgt ein Risiko weiterer Abbrüche.


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Capt. Forty
Capt. Forty kommentierte
Es ist zu befürchten, daß auch hier der Zugang gesperrt oder zumindest stark limitiert wird. Für mich ist dieser kleine Balkon einer der schönsten Aussichtspunkte an der ganzen Kreideküste. In der Saison und an schönen Wochenenden auch ausserhalb der Saison muss man allerdings mit längeren Wartezeiten rechnen, bis man da rauf kann, weil nur 1-2 Leute draufpassen.
 
Weiter geht es den Hochuferweg in Richtung Sassnitz.
An beliebten Aussichtspunkten mit Freiblick findet man die Entspannung und sucht den Horizont mit dem Fernglas ab.


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MartinA
MartinA kommentierte
Ich habe mich gefragt, ob Du diese Touren alleine machst - oder in Begleitung.
Nun, dieses Bild lässt mich vermuten, dass Du zumindest zu zweit unterwegs warst.
 
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Wir waren zu Zweit. Ist jedoch immer abhängig vom Arbeitgeber. Man richtet sich ja nach ihm und stellt sein Leben darauf ein.
Wenn es passt, dann ist das positiv und erlebt zusammen.
 
Capt. Forty
Capt. Forty kommentierte
Eine meiner Lieblingsstellen - etwas oberhalb der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht. Das Oberflächen-Wurzelwerk der Bäume, kombiniert mit den Schatten des Geästs, dazu die Tiefe durch den Fernblick und deine Frau als Eye-Catcher ;) ...fast zu viel des Guten, aber mir gefällt das Bild sehr gut!
 
In all den vielen Jahren habe ich mir immer vorgenommen,
mal ganz früh vor Sonnenaufgang die Kreidefelsen am Ufer zu besuchen um ganz besondere Lichtstimmungen einzufangen.
Mein innerer Schweinehund hatte einen anderen Kopf und zu mir gesprochen, "Junge bleib noch etwas liegen."
Mit den Abend-Nachtexkursionen habe ich da weniger Probleme.
Somit verbleibt es an der Kreideküste wieder nur bei Tageslichtaufnahmen.


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Capt. Forty
Capt. Forty kommentierte
...frühmorgens bei Sonnenaufgang sind sie wirklich am Schönsten - es lohnt sich!
(Ja ich weiß, ich hab gut reden - ich werde dafür bezahlt, so früh aufzustehen und mit'm Boot dran vorbeizufahren ;))
 
Hinter den Kreidefelsen befinden sich die Häfen von Sassnitz und Mukran.
Im Horizont erkennt ihr das edle Binz. Wer dort gern Urlaub machen möchte......Bitte schön!

Rechts daneben Prora. Diesem Thema widme ich mich im nächsten Abschnitt.

Ich hoffe Euch hat die kleine Wanderung entlang der Kreideküste gefallen.
Selbst im Herbst und Winter genial.
Und gerade bei Nebel am Ufer und eisiger Kälte enstehen Fotos mit Eindrücken die meist zur gemäßigten Jahreszeit verborgen bleiben.

Vielleicht lege ich mir doch mal einen Grauverlaufsfilter zu. Hier ist der Himmel grenzwertig.
Mehr wollte ich allerdings nicht an den Reglern spielen sonst fällt es auf.

Nun bereite ich den nächsten Rügenabschnitt bildtechnisch vor......Bis dahin....Geht raus fotografieren!


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Der Ort Prora mit seinem gigantischen Bauwerk prägt das architektonische Gesicht Rügens.
Zu Beginn der 90er Jahre erkundeten wir die Ruinen vom Keller bis zum Dachgeschoß.
Heute ist alles abgesperrt oder modernisiert worden.


Zu Beginn 3 Beispiele aus damaliger Zeit.
Zu sehen sind die Ruinen am Ende dieser über 4 Kilometer Bauwerkslänge.
Diese stehen heute noch und sind fast zugewachsen.

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H
HeNoNi kommentierte
So habe ich die Ruinen in Erinnerung, nur etwas weniger zugewachsen. In den Ruinen haben wir, vor nunmehr 50 Jahren, geübt, es gab eine lange Seilbahn, eine spezielle Sturmbahn mit viel Stacheldraht und höherer Eskaladierwand auch "durften" wir in ein Sprungtuch springen. Lang lang her...
 
Die Natur erobert sich mich aller Macht ihren Anteil zurück und verdeckt frühere Ansichten.




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Auch die Menschen hinterlassen vergessene Ostereier und verzieren mit besonderen Relikten die Landschaft
und stehen mit der Natur im Wettstreit.

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Das ehemals Kraft durch Freude Objekt, geplant für Mitglieder der DAF wandelt sich in ein
Kraft durch Finanzen Objekt für zahlungskräftige Interessenten und Spekulanten.


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Und wenn man denkt, es reicht, gehts locker weiter.

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Ganz richtig doll archithektonisch interessant haben die die Fassaden der alten Prora Gebäude ja leider nicht gestaltet. Ziemlich einfallsloses WDVS, das bakd unansehnlich ausschauen wird. Schade.
 
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Der Denkmalschutz hatte garantiert ein Mitspracherecht Christian.
Glasfassaden oder sonstiges Spielereien tanzen aus der Reihe.
 
C
Christian B. kommentierte
Aber so ein WDVS sieht mir nicht sehr nach Denkmalpflege aus…
 
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Gedämmt wird doch heute Alles.
Zumindestens die originale Grundoptik wurde erhalten. Landseite. Kein zusätzlicher Schnickschnack.
Ausser auf den Dächern Balkons und Farbgebung hat man zugeschlagen.
Ich bin da kein Fachmann und stecke nicht in der Materie was erlaubt ist was nicht.
 
Capt. Forty
Capt. Forty kommentierte
Ich hatte bereits Mitte 90er schon mal detaillierter mit diesem Objekt zu tun, als das Architekturbüro, in dem ich damals beschäftigt war, eine Bestandsanalyse und sog. Machbarkeitsstudie erarbeitete. Die Gebäude sind bereits strukturell problematisch - Stahlbetonskelett mit dünnen gemauerten Trennwänden, dünne Beton-Hohldielendecken, niedrige Geschosshöhen. Das man das überhaupt unter Denkmalschutz gestellt hat, ist ausserordentlich fragwürdig - sowohl baulich als auch geschichtlich ist das nur ein gigantisches Negativbeispiel für schlechte Architektur.
Vor knapp 10 Jahren habe ich mir dann angeschaut, was man daraus zu machen versucht. Die ersten Teile waren bereits fertiggestellt, andere Teile waren noch in unterschiedlichen Stadien in der Sanierung. Die Gebäude wurden komplett bis auf das Stahlbetonskelett zurückgebaut. Statt Ziegelwände, wurden Gipskartonwände eingezogen. Weil die Geschosshöhen für einen ordentlichen Trittschallschutz und schallisolierende Decken zu niedrig sind, wurden die Böden nur mit der geringstmöglichen Trittschalldämmung versehen und die Decken als rohe Betondecken nur etwas gespachtelt und gestrichen - kann man machen, mag aber sicher nicht jeder. Mit höherwertigen Boden- und Wandbelägen (Fliesen, Laminat, z.T. auch dünnes Parkett, Vliestapete) versucht man hohe Bauqualität vorzugaukeln und offenbar gelingt das auch, denn die Appartments wurden bereits von Beginn an zu horrenden Preisen verkauft. Allerdings dürfte das Wohnen in diesen Touristenschlafregalen der blanke Horror sein, denn man hört jede zu Boden fallende Stecknadel in der Wohnung darunter und jedes leise Hüsteln der Nachbarn nebenan.
Da hilft es meiner Meinung auch nicht, dass der Strand nur etwa 100 m entfernt ist. Und das Meer kann man - ausser vom obersten Stockwerk aus - übrigens auch nicht sehen, da eine Düne und ein kleines Wäldchen die Sicht versperrt.
 
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