Umorientierung DSLR

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bfischer

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Hallo zusammen,

nun, wo die Katze aus dem Sack ist und Nikon gezeigt hat, wo es mittelfristig langgeht, habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, ob ich meine Kameraausrüstung nicht komplett umkrempeln sollte.

Früher habe ich mit KB-Film (fast nur Dias) und dem Mittelformat (6x6 und 645) (fast nur s/w) gearbeitet (auch 4x5, aber immer alles nur geliehen). Beim Umstieg auf Digital wollte ich eine universelle Lösung, die mir einen Querschnitt meiner bisherigen Fotografie erlaubt. Ich habe mich intensiv mit der EOS 5D und der D200 beschäftigt (also nicht nur im Laden ausprobieren, sondern im Feld, 90x60 Großprints, etc). Letztlich bin ich an der D200 hängengeblieben, weil ich es für die universellste Lösung hielt und weil mir der Telebereich plötzlich viel mehr Spaß gemacht hat. Für WW gibt es ja das 12-24 und die rein technische Bildqualität der D5 fand ich nicht so viel besser, daß es was ausgemacht hätte. Auch die Unterschiede beim Freistellungspotential empfand ich als nicht weltbewegend (in der Praxis ca. eine knappe Blende, eher weniger).

Meine D200 habe ich jetzt schon recht lang, aber es gibt etwas, das mich massiv stört: Der AF, der mir auch bei statischen Motiven nicht präzise genug ist. Meine D200 ist technisch völlig in Ordnung, war schon mehrfach beim Service, und wenn ich sie anderen Leuten in die Hand drücke, habe ich noch nie Klagen gehört. Den AF in einer geliehenen D2X fand ich hingegen genau richtig: Schade, daß Nikon nicht das CAM-2000 in die D200 gepackt hat. Dabei haben sie das schonmal gemacht: In der F100 steckte genau das gleiche AF-Modul, wie in der F5. Aber mit den Neuvorstellungen gehe ich davon aus, daß ein Upgrade auf die D300 das Problem aus der Welt schafft.

Aber da ist noch etwas: Ich bekomme den "Look" (Schärfeverlauf, DOF, etc) des kleinen Mittelformats bei längeren Brennweiten recht gut hin. Aber bei mittleren Brennweiten muß ich dafür sehr nah ans Motiv ran. Bei kürzeren Brennweiten (gemäßigtes WW) geht es gar nicht. Möglicherweise fehlt mir die knappe Blende DOF-Wirkung gegenüber dem KB-Format ja doch. Aber ich fürchte, da bedarf des mehr als einer Blende.

Meine beiden Ideen sind nun folgende:

1. Upgrade auf die D300. Viel später (nicht vor Dez. 2009) evtl. KB-Format ergänzend dazu. Wenn das Sigma 30/1.4 ordentlich auf der D300 fokussiert, fällt mir das Warten auf eine D300 mit FX nicht sonderlich schwer. Selbst, wenn sie gar nicht kommt, kann ich mir so etwas wie eine Canon 5D zusätzlich zur D300 durchaus vorstellen, da mich an KB-Format eh nur 35/1.4 und 85/1.8 interessieren, da ich damit eher so arbeiten würde, wie mit dem Mittelformat.

Oder 2. das DX-Format ganz sein lassen, und auf KB setzten (ob nun D3, mögliche D300fx, oder auch den EOS 5D-Nachfolger, sei erstmal ungeklärt) und neben 35/1.4 und 85/1.8 noch die ein oder andere Linse mehr. Und für "die schnelle Nummer" eine hochwertige Bridge-Kamera nehmen.

Kann mir im Prinzip beides vorstellen. Ich weiß nur, daß ich mich ins Knie beißen werde, wenn ich Nr. 2 wähle und in 5-6 Jahren das digitale Mittelformat vom Schlage Mamiya ZD unter 5000 EUR zu haben ist.

Habt Ihr noch irgendwelche Anregungen?

Grüße,

Björn, der sich wieder an seine Versuche macht, Geld zu sch***en -- sprich an seinem Buch weiterschreibt.
 
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Flori123 schrieb:
Aber diese Variante, den AF zu überlisten ("AF-C + Schärfepriorität"), ist mir neu. Haben noch andere gute Erfahrungen damit gemacht? Habe ich was überlesen?

Naja, überlisten ist schon fast übertrieben. Es gibt Fälle, wo der AF der D200 bei AF-S machmal daneben einrastet. Fokussiert man dann nochmal, paßt es. Das kann man ein paar Mal wiederholen und wenn man feststellt, daß von ein paar korrekten Fokussierungen immer mal wieder ein Ausreißer dabei ist, dann bietet AF-C einen Vorteil: Wenn sich die Fokusierung beruhigt hat, paßt es auch. Man hat auch eine Art Indikatorfunktion: Wenn der AF sehr zappelig ist, und sich kaum beruhigen will, ist das genau eine von den Situationen, in denen die D200 Schwierigkeiten hat und mit AF-S sehr häufig daneben liegen würde.

Zur Zeit vermeide ich einfach Motive, die in den Problembereich fallen, oder mache ggf. eine Fokusreihe. Der AF ist ja sonst sehr gut, sogar bei sehr wenig Licht.

Flori123 schrieb:
Deine Entscheidungssituation ist ja wirklich sehr komplex, zumal Du sogar einen Parallelbetrieb zweier Systeme (Nikon, Canon) in Betracht ziehst. Davor hätte ich zwar auch keine Scheu, das würde mir aber ganz entschieden zu teuer... Darf ich fragen, wieso Du die D2x(s) nicht in Betracht gezogen hast? Ich schwanke nämlich gerade zwischen D2xs und Hoffen auf die D300.

Ein andere APS-C-DSLR interessiert mich ja nur wegen des AF der D200. Alles andere paßt wunderbar (auch für 60x90 Großprints). Aber ich bin nicht bereit, für eine APS-C-DSLR mehr als 2000 Ocken auszugeben, egal wie gut sie ist: Es bleibt APS-C.

Den Parallelbetrieb sehe ich nicht kritisch: Auf einer hypothetischen D5 würde ich eh nur das 85/1.8 und das 35/1.4 betreiben, wenn ich parallel dazu eine Nikon-APS-C-Cam hauptsächlich 2,8er Zooms und evtl. einem längeren Tele nutze. Da kommt sich nichts ins Gehege, finde ich. Und Teuer? Eine D2Xs kostet mehr als eine 5D + 35/1.4 + 85/1.8.

Aber ich bin mir ganz sicher, daß Nikon und Sony mittelfristig versuchen werden, je einen D5- bzw. D5-Nachfolger-Killer zu bringen. Aber selbst dann hat Nikon immer noch kein AF 35/1.4...

Grüße,

Björn
 
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bfischer schrieb:
...Es gibt Fälle, wo der AF der D200 bei AF-S machmal daneben einrastet. Fokussiert man dann nochmal, paßt es. Das kann man ein paar Mal wiederholen und wenn man feststellt, daß von ein paar korrekten Fokussierungen immer mal wieder ein Ausreißer dabei ist, dann bietet AF-C einen Vorteil: Wenn sich die Fokusierung beruhigt hat, paßt es auch. ...
Hallo Björn,

danke für Deine ausführliche Antwort. Dann werde ich die AF-C-Variante auch mal ausprobieren. Die hatte ich bis jetzt nur bei bewegten Objekten im Einsatz.

Beim Preis für die D2x(s) hast Du natürlich recht, ich habe nicht nachgerechnet und nur noch den momentan vergleichsweise günstigen Preis der Kamera im Kopf gehabt. Absolut ist sie natürlich trotz der günstiger gewordenen Angebote immernoch teuer und auch teurer als beispielsweise eine EOS 5D.

Viele Grüße
Flori
 
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Flori123 schrieb:
Beim Preis für die D2x(s) hast Du natürlich recht, ich habe nicht nachgerechnet und nur noch den momentan vergleichsweise günstigen Preis der Kamera im Kopf gehabt. Absolut ist sie natürlich trotz der günstiger gewordenen Angebote immernoch teuer und auch teurer als beispielsweise eine EOS 5D.

Ich würde unbedingt warten bis November, wenn die D300 in die Läden kommt. Denn bei dieser Kamera scheint Nikon alle Schwächen der D200 konsequent beseitigt zu haben. Neuer CMOS-Sensor, der hoffentlich weniger rauscht, neues AF-Modul mit mehr Kreuzsensoren, 100%-Sucher, mehr Speed, besser verarbeiteter Batteriegriff. Soweit das Papier, fehlt noch der Praxistest. Wenn der so gut ausfällt wie die Angaben auf dem Prospekt, dann sehe ich keine Notwendigkeit mehr für die D2X. Dann fehlt höchstens noch eine DE3 (E = Economy) als preiswerte Vollformat-Kamera.

Grüßle
Uwe
 
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UweFlammer schrieb:
Ich würde unbedingt warten bis November, wenn die D300 in die Läden kommt.
Ja, das wird sowieso das Beste sein. Warten. Dieses Jahr wird das dann aber eh nichts mehr bei mir, selbst wenn die Kamera im November erhältlich sein sollte.

Ich möchte nämlich erst noch die Erfahrungsberichte abwarten, bis sich einigermaßen realistisch die Stärken und Schwächen im Praxisbetrieb abzeichnen. Anfangs surfen sowieso erst mal alle auf der Euphoriewelle und alles ist "super" (menschlich). Mal sehen, wie lange meine Geduld dann reicht...;).

Viele Grüße
Flori
 
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Maik Musall schrieb:
Du bist uns immer noch ein überzeugendes Beispiel für diese "Bildsprache" schuldig, Kai. Gegenbeispiele gibt es schon. ;)

Maik

Maik,

1. ich bin Dir persönlich (hoffentlich) gar nichts schuldig und für allen anderen hier kannst Du schwerlich sprechen; das sind doch nur rhetorische Pirouetten, die Du an sich gar nicht nötig hast!

2. das von Dir zitierte Gegenbeispiel hat mit dem Thema Bildsprache nichts zu tun. Das ist ein simpler headshot, fertig und ihm geht's dort nur um Tiefenschärfe (ob ich da folgen will, ist eine andere Frage, alles ziemlich theoretisch).

3. kommen wir zum Punkt: ich habe hier schon mal klar erläutert, warum die Bildsprache, die ich möchte, mit einem APS-C-Sensor nicht geht.

Damit ist klar, dass für mich nur die Nikon D3 oder die Canon 5D (bzw. natürlich Canons 1er F-Serie) in Frage kommen. Die Ergebnisse sehe ich doch täglich. Mach doch selber einen kurzen Test, wie in meinem Link beschrieben! Geht schnell, tut nicht weh, öffnet aber Augen... :eek:

Die von Björn angeführten digitalen Mittelformate beäuge ich schon lange, leider ist es einfach mit den Zeiten nicht möglich, einigermaßen passable Bilder z. B. auf einem Laufsteg oder on location beim Aussteigen aus einer Limo zu machen. Da frickelst Du Dir einen ab. Eine ZD ist auch ziemlich umständlich außerhalb des Studios, finde ich – man braucht einfach das KB-Tempo, wenn es nicht nur Studio sein soll. Und im Studio wird halt ein MF gemietet, jedenfals weiter solange die so teuer sind und die Backs noch jedes Jahr besser werden.

Alles in allem bleibt jedem überlassen, ob er die Crop-Geschichte mag, wie Du oder volkerm oder man halt einfach FF braucht. Ich bin froh, dass sich da nun was bewegen wird, wenn ich auch Nikon noch nicht so ganz verstanden habe, was die D3 so genau nun sein soll oder will; wahrscheinlich am ehsten Reportage).

@ Björn: gerade der Vergleich der beiden 85er hat mir den letzten Schubs gegeben, einen Teilumstieg zu vollziehen. Das Canon 85/1,2 L USM ist wirklich großartig und direkte Vergleiche mit Bokeh, Luftigkeit waren ausschlaggebend für Canon. Das hat sich die letzten 10 Tage hier sehr bewährt! Anyway, ich schätze, dass Nikon sehr bald auch neue 50er und 85er mit AF-S bringen wird.

Ansonsten habe ich ja meinen Rat schon gegeben. Ich denke, dass durchaus der Schritt von DX zu KB-Format sehr gut sichtbar ist. Das werden auch die Nikon-Puristen sehen, wenn sie die D2X-Bilder nochmal mit der D3 machen, vermute ich mal... :hehe:

SG,
Kai
 
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Kai Licht schrieb:
Unter 16 geht doch fast nichts mehr am Markt (daher muss auch endlich eine 5D-Nachfolgerin her!) aber derzeit ist sie sicher für die nächsten vier Monate bis die D3 oder was auch immer wirklich erhältlich ist, das Arbeitspferd.

Gruss,
Kai

Also ich persönlich glaube, daß die Erwartungen an einen Nachfolger der 5D nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Was kann Canon im (bezahlbaren) Vollformat denn bringen, um weiterhin den exorbitanten Preis der 1Ds Mark III zu rechtfertigen? Einen Body, von den Daten her vergleichbar zur 1Ds Mark II zu einem Drittel des Preises einer 1Ds Mark III? Nee...
 
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ulipl schrieb:
Also ich persönlich glaube, daß die Erwartungen an einen Nachfolger der 5D nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Was kann Canon im (bezahlbaren) Vollformat denn bringen, um weiterhin den exorbitanten Preis der 1Ds Mark III zu rechtfertigen? Einen Body, von den Daten her vergleichbar zur 1Ds Mark II zu einem Drittel des Preises einer 1Ds Mark III? Nee...

Da ist schon was dran. Eine schwierige Schere für die Hersteller, die Neuigkeiten in den teuren Topmodellen einerseits und dann wieder Nachfolger für die Oberklasse, die die eigenen Spitzenprodukte nicht kannibalisieren dürfen. Ist ja bei Autos ähnlich. Warten wir's ab. Konkret denke ich schon, dass 16 MP kommen werden mit der Nachfolgerin der 5D und bei Nikon kommt sicher auch noch was Hochpixeliges, was man so liest in den Foren.

Meine Infos waren wie schon hier Anfang Juli richtig prophezeit bisher nur die beiden neuen Modelle und vier Linsen in 2007 und genauso ist es gekommen. Sicher bin ich nicht wegen einer weiteren Kamera bei Nikon.

Dass 2008 nochmals sechs Linsen kommen, ist ziemlich sicher.

Gruss,
Kai
 
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ulipl schrieb:
Also ich persönlich glaube, daß die Erwartungen an einen Nachfolger der 5D nicht zu hoch gesteckt werden sollten. Was kann Canon im (bezahlbaren) Vollformat denn bringen, um weiterhin den exorbitanten Preis der 1Ds Mark III zu rechtfertigen?

Mir reichen die 12 MP allemal. Ein gedichtetes Gehäuse und ein 1D-AF mit Feinkalibrierung würden eine 5D MkII sehr interessant machen. Dann noch ein paar Verbesserungen am Sensor, wie 14 Bit, größere Pixel, usw. und die knarzende Klappe vom Speicherkartenfach sowie den Print-Button beseitigt, und schon werde ich schwach.

Grüße,

Björn
 
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Kai Licht schrieb:
@ Björn: gerade der Vergleich der beiden 85er hat mir den letzten Schubs gegeben, einen Teilumstieg zu vollziehen. Das Canon 85/1,2 L USM ist wirklich großartig und direkte Vergleiche mit Bokeh, Luftigkeit waren ausschlaggebend für Canon. Das hat sich die letzten 10 Tage hier sehr bewährt! Anyway, ich schätze, dass Nikon sehr bald auch neue 50er und 85er mit AF-S bringen wird.


Als ich die 5D ausgiebig getestet habe, habe ich auch alle vier 85er (Nikon 1.8 und 1.4, Canon 1.8 und 1.2 MkI) genau unter die Lupe genommen. Optisch fand ich kaum einen Unterschied zwischen 85/1.2 und 85/1.4 -- die leicht größere Öffnung mal außen vor. Aber mit dem 1.2er konnte ich mich wegen Größe und Gewicht und wegen der manuellen Fokussierung "Fly-by-Wire" nicht anfreunden (hat das MkII die auch noch?). Bei den 1.8ern fand ich das Nikkor schlicht schärfer und kontrastreicher, insbesondere am Rand (habe auf D70 und F100 getestet).

Ob Nikon lichtstarke AF-S Festbrennweiten herausbringt, glaube ich schon fast nicht mehr. Aber an einer D3 würde ich mein Ai 35/1.4er ohne zu zögern mit manuellem Fokus einsetzen. Das habe ich schon mit der F100 gemacht und es ging wunderbar.

Kai Licht schrieb:
Ansonsten habe ich ja meinen Rat schon gegeben. Ich denke, dass durchaus der Schritt von DX zu KB-Format sehr gut sichtbar ist. Das werden auch die Nikon-Puristen sehen, wenn sie die D2X-Bilder nochmal mit der D3 machen, vermute ich mal... :hehe:

Mit normalen 2.8er Zooms ist mir der Unterschied viel zu gering, um in die Richtung zu investieren. Aber in Verbindung mit 35/1.4 und 85/1.8 wird es etwas interessanter.

Grüße,

Björn
 
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