Tokina 16-50 vs. Tamron 17-35 vs. MF-Nikkor 35/2
Ich hatte ja vor einigen Tagen über schlechte Bildergebnisse mit meinem Tokina 16-50 berichtet und habe gerade in meinem Arbeitszimmer einen kleinen Vergleich geschossen (Stativ, SVA) gegen mein Tamron 17-35 2,8-4 an der D2x bei kürzester Brennweite und jeweils 2,8, 4 und 5,6.
Anbei einige Bilder (alle in PS nur Zugeschnitten und ansonsten völlig unbearbeitet). Fokus lag im Regal, AF-Feld war bei beiden Optiken auf die gleiche Stelle platziert. Zunächst verkleinerte Vollansicht vom Tokina dann 2 Ausschnitte (PS-Elemets-Packung) und dann Blechdose auf dem Schrank oben.
- Bei Offenblende ist das Tamron über das gesamte Bildfeld deutlich (!) schärfer. Ecken vignettierungsfrei. Tokina starke Vignettierung und sehr weiche Ergebnisse
- leicht abgeblendet steigert sich das Tokina überal deutlich (stärker als das bereits offen ordentliche Tamron), das heißt die Unterschiede zwischen den Optiken werden kleiner, sind aber nach wie vor sichtbar. Die Schärfe in der Bildmitte ist bei 4 und 5,6 vergleichbar, aber im Gegensatz zum relativ gleichmäßigen Tamron fällt das Tokina zu den Rändern hin auch abgeblendet deutlich ab.
Das Ergebnis bestätigt meine Eindrücke aus der Praxis und spricht klar gegen das Tokina und lässt das Tamron als auch an Digital sehr ordentliche Optik erscheinen. Es ist offen schärfer und damit im Gegensatz zum Tokina offenblendtauglich, vignettiert praktisch nicht an meiner D2x und fällt zu den Bildecken hin auch viel weniger ab. Alles in allem recht brauchbar.
Das Tokina ist, man muss es wohl so deutlich sagen, unbrauchbar und für die gebotene Leistung mit mehr als 500 Euro eigentlich auch überteuert.
Nachtrag: Zusätzlich habe ich gerade mal bei 35 mm geschaut und mein manuelles 35/2.0 mit einbezogen. Es lässt sich grob sagen, dass bei Offenblendbende (4) das Tamron minimalst vor dem Nikkor liegt (2) und beide deutlich (!) vor dem Tokina (2,8). Das Tokina muss eine Blende angeblendet werden, damit es etwa die Schärfe der beiden anderen bei voller Öffnung erreicht. Blendet man hingegen das Nikkor auf 2,8 ab, behält es noch immer einen sichtbaren Vorsprung zu dem auf 4 abgeblendeten Tokina. Interessanter Nebeneffekt: Bei Blende vier (offen) ist das Tamron immer noch, wenn auch minimal besser als das abgeblendete Tokina (4) und beide müssen sich dem ebenfalls auf 4 abgeblendeten Nikkor DEUTLICH geschlagen geben.
Einfach gesagt: Das Tamron ist offen ordentlich, das Nikkor ebenfalls (nur eben zwei Blenden lichtstärker) und bietet bei gleicher Abbildungsleistung höhere Öffnung oder wahlweise bei gleicher Blende die bessere Abbildunsgleistung. Das Tokina ist auch hier im Dreiervergleich bei 35mm der klare Letzte. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass die Konstruktion des Tokina die Öffnung von 2,8 einfach nicht hergibt und man hier aus Verkaufsgründen auf Biegen und Brechen die Profi-Lichtstärke anbieten wollte.
Ich hatte ja vor einigen Tagen über schlechte Bildergebnisse mit meinem Tokina 16-50 berichtet und habe gerade in meinem Arbeitszimmer einen kleinen Vergleich geschossen (Stativ, SVA) gegen mein Tamron 17-35 2,8-4 an der D2x bei kürzester Brennweite und jeweils 2,8, 4 und 5,6.
Anbei einige Bilder (alle in PS nur Zugeschnitten und ansonsten völlig unbearbeitet). Fokus lag im Regal, AF-Feld war bei beiden Optiken auf die gleiche Stelle platziert. Zunächst verkleinerte Vollansicht vom Tokina dann 2 Ausschnitte (PS-Elemets-Packung) und dann Blechdose auf dem Schrank oben.
- Bei Offenblende ist das Tamron über das gesamte Bildfeld deutlich (!) schärfer. Ecken vignettierungsfrei. Tokina starke Vignettierung und sehr weiche Ergebnisse
- leicht abgeblendet steigert sich das Tokina überal deutlich (stärker als das bereits offen ordentliche Tamron), das heißt die Unterschiede zwischen den Optiken werden kleiner, sind aber nach wie vor sichtbar. Die Schärfe in der Bildmitte ist bei 4 und 5,6 vergleichbar, aber im Gegensatz zum relativ gleichmäßigen Tamron fällt das Tokina zu den Rändern hin auch abgeblendet deutlich ab.
Das Ergebnis bestätigt meine Eindrücke aus der Praxis und spricht klar gegen das Tokina und lässt das Tamron als auch an Digital sehr ordentliche Optik erscheinen. Es ist offen schärfer und damit im Gegensatz zum Tokina offenblendtauglich, vignettiert praktisch nicht an meiner D2x und fällt zu den Bildecken hin auch viel weniger ab. Alles in allem recht brauchbar.
Das Tokina ist, man muss es wohl so deutlich sagen, unbrauchbar und für die gebotene Leistung mit mehr als 500 Euro eigentlich auch überteuert.
Nachtrag: Zusätzlich habe ich gerade mal bei 35 mm geschaut und mein manuelles 35/2.0 mit einbezogen. Es lässt sich grob sagen, dass bei Offenblendbende (4) das Tamron minimalst vor dem Nikkor liegt (2) und beide deutlich (!) vor dem Tokina (2,8). Das Tokina muss eine Blende angeblendet werden, damit es etwa die Schärfe der beiden anderen bei voller Öffnung erreicht. Blendet man hingegen das Nikkor auf 2,8 ab, behält es noch immer einen sichtbaren Vorsprung zu dem auf 4 abgeblendeten Tokina. Interessanter Nebeneffekt: Bei Blende vier (offen) ist das Tamron immer noch, wenn auch minimal besser als das abgeblendete Tokina (4) und beide müssen sich dem ebenfalls auf 4 abgeblendeten Nikkor DEUTLICH geschlagen geben.
Einfach gesagt: Das Tamron ist offen ordentlich, das Nikkor ebenfalls (nur eben zwei Blenden lichtstärker) und bietet bei gleicher Abbildungsleistung höhere Öffnung oder wahlweise bei gleicher Blende die bessere Abbildunsgleistung. Das Tokina ist auch hier im Dreiervergleich bei 35mm der klare Letzte. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass die Konstruktion des Tokina die Öffnung von 2,8 einfach nicht hergibt und man hier aus Verkaufsgründen auf Biegen und Brechen die Profi-Lichtstärke anbieten wollte.