[MENTION=102420]2000volt[/MENTION],
starke Fotos, die unglaublich authentisch wirken! Da wird mir vom Anschauen schon ganz schlecht, und außerdem brechen mir so leicht die Fingernägel ab.
Da bleibe ich doch lieber auf meinem schwankenden Bootsdeck.
Danke für deine Rückmeldung.
Nun, ich beschreibe mal wie die authentischen Fotos aus dem Thread entstehen, klingt nach Jammern, ist es aber nicht.
http://www.nikon-fotografie.de/vbul.../263530-gegen-den-strom-in-der-silk-road.html
Er klettert seit 14 Jahren bereits an der Weltspitze, in seinem Heimatgebiet ist er der stärkste Kletterer.
Trotzdem ist er kein Profi und verdient nicht sein Lebensunterhalt mit Klettern wie bei anderen Sportarten, die sich besser vermarkten lassen, wo Sponsoren gerne Euros in die Sportler und Werbung investieren. Er studiert noch, wie viele andere von denen, andere erledigen bereits täglich ihren Job. In Deutschland gibt es nur 2 Kletterer, die vom Klettern tatsächlich leben können. Beide habe ich auch schon fotografiert. Alle anderen bekommen Material oder nichts und der ein oder andere paar Euro für Reisen.
Dh, die meisten, die ich z.Z fotografiere für mein Projekt, Klettern verdammt stark und das Klettern wurde integraler Bestandteil ihres Lebens. Aber für ein Foto, so wie wieder gestern Abend, diesen Aufwand betreiben, da muss man aussergewöhnlich motiviert und bereit sein, um nach einem Arbeitstag noch alles zu geben. Gestern bei 38°C braucht es zudem eine hohe Leidensbereitschaft. Um 17 Uhr raus aus dem Büro, nach 2 LKW Blockaden hatte ich es doch noch nach 1.5 Stunden geschafft, den Parkplatz im Wald zu erreichen, entspannt ist das nicht, Nerven lagen etwas blank. Meine 2 Modelle, ähnlich: Um 17 Uhr raus aus der Uni und in 50 Minuten zum P. In 25 Minuten Aufstieg zum Fels, nass geschwitzt und fertig, schon bevor es losging. Dann Seil installieren für mich, um von oben die Bilder zu machen. Um 21:15 waren wir durch, 3 neue Bilder im Kasten, rund 200x ausgelöst. Danach in die Pizzeria entspannen und in einer gemütlichen Stunde auf der deutlich ruhigeren Straße wieder nach Hause. Kurz vor 0 Uhr war ich zuhause bei einem guten Glas Wein.