Taufe Fotografieren, na toll !

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Laru$$o

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Hallo zusammen,

das hat man jetzt davon, dass man eine D40 hat und mit seinen Bildern immer so angibt :eek:! Jetzt soll ich die Taufe meines Neffen in Bildern festhalten. Die Familie meint , dass könnte ich wohl.

Gut, also zur Verfügung hab ich die D40 mit 18/55 KitObjektiv, SB 600, 55-200VR 4,5/5,6 und ein Stativ.

Also nach Rücksprache wurde uns mitgeteilt, dass wir fotografieren und blitzen dürfen. Da ich ja nur die lichtschwache Kit-Scherbe habe, komm ich ums Blitzen wohl nicht herum.

Da ich mit dem SB noch nicht oft geblitzt habe, stellt sich mir die Frage der Einstellung des Blitzgerätes allgemein , und ob ich den Blitz nach oben 45° stellen soll oder nicht. Aber da die Deckenhöhe ja in Kirchen etwas höher ist,
verliert sich das Licht doch bzw. wird nicht reflektiert ?!

Sollte ich mir noch einen Bouncer kurzfristig zulegen?

Die Einstellung der D40 mach ich glaub ich auf "automatik" , besser ist das...

Also Fragen über Fragen..... und ich ich bin ja so nervös... :cool:

Für Hilfe wäre ich super dankbar... hab ja nur noch 7 Tage...

Ganz liebe Grüße

Michael:up:
 
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Hallo Michael

Wenn ich in einer Kirche fotografieren muss, geh ich zuvor immer hin und schau wie die Licht- und Platzverhältnisse dort sind. Licht ist ansich besonders heikel, da sich das immer wieder ändern kann, aber generell erkennst Du bei einem Besichtigungstermin ob z.B. der Raum eher hell oder düster ist.

Gruß, Bernd
 
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Hallo,

in Kirchen über die Decke zu Fotografieren ist selten möglich, deine Idee mit einem Boucer ist schon recht gut.

Wenn du in der Kirche mit Blitz Fotografieren darfst dürftest du kaum Probleme haben. Ich Fotografiere hier meist auf Zeitautomatik und Blende 5,6 - 8.0 da man dann meistens genug Tiefenschärfe hat, die ISO-Zahl setze ich meist auf 400 damit men etwas mehr Reichweite mit dem Blitz hat.
Wie schon geraten unbedingt vorher die Kirche aufsuchen und einige Testbilder machen.

Gruss

Patrick
 
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Lass mal die Automatik weg und arbeite mit von Dir vorgegebener Blende.
Wie schon geschrieben wurde, ist es sinnvoll, vorher Bilder in der Kirche zu machen, dann weisst Du wei weit das Motiv weg ist, wie Du am besten ausleuchtest (Blitz) und mit welche ISO Zahl Du noch gut hinkommst.
Mach einfach mal 50 Aufnahmen, dann wirst Du sehen, wo der Blitz zu schwach ist, Reflexionen auftreten und wie Du den Bildausschnitt wählen kannst.
Habe ich auch so gemacht - an der Taufe war ich dann ganz "cool", ich kannte ja schon alles.
Viel Glück
Martin
 
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Damit das Umgebungslicht noch ne kleine Chance hat sich in s Bild zu schmuggeln würde ich, bei eher dunkleren Verhältnissen, den Blitz auf den 2. Vorhang und die Belichtungszeit auf etwa 1/30 stellen. Blende wie schon weiter oben geschrieben
 
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das hat man jetzt davon, dass man eine D40 hat und mit seinen Bildern immer so angibt :eek:! Jetzt soll ich die Taufe meines Neffen in Bildern festhalten. Die Familie meint , dass könnte ich wohl.....

Du schaffst das, keine Angst.

Ein Tipp noch von mir: Stell die Kamera auf Serienaufnahme und mach immer 2 oder 3 Bilder hintereinander (oder direkt nacheinander mehrmals auf den Auflöser), gerade wenn die Leute in die Linse kucken sollen, sind sie erst mal angespannt und das 2. Bild ist dann oft erst richtig gut. Das Material kostet Dich ja nix!

Wichtig ist natürlich ein voller Akkusatz für den Blitz und ein Satz in Reserve, Blitzen kostet viel Energie.
 
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ich würde wie folgt herangehen:

1. Location besichtigen und Testaufnahmen machen. am besten bei einer normalen Messe/Gottesdienst. Das Taufbecken wird sich bis zur Taufe nicht bewegen, du kannst also experimentieren und dann alles fast 1zu1 übernehmen

2. probier es auch ohne den doofen blitz aus. Taufe ist kein Formel1-Rennen sondern eine Stimmungsveranstaltung mit Kerzenlicht.

Das 55-200 VR dürfte bei 55mm mit !/30sec (möglicherweise 1/15 sec, ich weiss nicht, was VR so kann und man muss den Cropfaktor berücksichtigen, einfach ausprobieren, vielleicht findest Du ja ein Lichtdoubel, das am Taufbecken ein bissi rumhampelt wenn die Messe vorbei ist) noch aus der hand gehen. mehr als 125mm wirst du nicht brauchen, da müsste so 1/60 (evtl auch 1/30) sec noch gehen. wenn Du bis auf 400 oder 800 ISO hochgehst, sollte das für available light ohne Blitz in der Kirche reichen. für das kürzere zomm bracuhst Du ohnehin nur 1/60 sec bei 55mm bis 1/15sec bei 17mm.. das dürfte also auch kein Problem sein.

3. Belichtung würde ich bei dieser Spielvariante als Nachführmessung auf "M" machen, damit längere Zeiten keinen strich durch die Rechnung machen und alles verwackeln. aufhellen kann photoshop ganz gut-amateurkunden merken das selten. Allenfalls kannst Du die Blendenautomatik "S" verwenden und die Belichtungszeit auf 1/60 festsetzen. ich weiss allerdings nicht, wie die D40x dann auf zu wenig Licht reagieren würde. (eine Minolta XD7 verlängert dann z.B. automatisch die Belichtungszeit. und das willst Du ja gerade nicht.)

4. Zur Not hast du das stativ: montier die Wechselplatte schon unter die D40x und platzier das Stativ so, dass der Vorgang des Taufens mit dem Wasser mit langer Brennweite ganz nah draufkommt, ohne dass Du dem Täufling dabei auf die Pelle rücken musst. Dann kannst du das wichtigste zur Not auch mit Stativ aufnehmen. (bei Stativaufnahmen soll man VR ausschalten, hab ich gelesen) Du brauchts dabei den Täufling im halbprofil als portrait. und geiz nicht mit Serienbildern in der Situation: die meisten Kinder verziehen mordsmäßig das Gesicht und plärren los. Das will die Verwandschaft hinterher sehen. nichts anderes!

insgesamt wünsch ich dir viel Glück bei der Reportage. Ist nicht einfach...

ach so: ausprobieren musst Du das ganze vorher unbedingt. kann sein, meine Rechnung mit der Lichtempfindlichkeit geht nicht auf oder die Bilder sind einfach zu verrauscht. dann musst Du doch blitzen und alles umändern...
 
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Hallo,

super lieben Dank für die bis jetzt gelieferten Antworten. Die Hilfe kann ich gut gebrauchen. Man erhält sie hier ja recht schnell... *freu*:up::up:

Ich hätte noch eine Frage, sollte ich das 55-200 direkt aufschnallen, da ich den Täufling ja auch gern mal etwas näher ran holen möchte oder kommt der SB 600 dann nicht mehr mit?

Für mich kommt ein Objektivwechsel während der Messe denk ich nicht in Frage, dass wird mir dann alles zu kompliziert....

Nochmal vielen Dank und ein dickes Hallo in diesem Forum !!

Gruß Michael
 
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Ich glaube, es war einer der hier oft zitierten Fotolehrgänge aus dem Netz, der Schritt 1 eines solchen Vorhabens beschreibt mit:
Lehnen Sie höflich ab. :hehe:

Das mit dem Objektiv ist eine gute Frage... nur leider sagt die vorhandene Brennweite noch nicht ganz aus, wie weit du tatsächlich vom Motiv entfernt bist. Mach doch wirklich erst mal eine Besichtigung, such dir den günstigsten Platz und guck dann, welches der beiden Objektive eher in Frage kommt.

Ich glaube eher nicht, dass du viel zum Wechseln kommst. Die tatsächliche Reichweite des Blitzes findet man übrigens in den gerne missachteten Beschreibungen etc. Ich würd ja gucken, aber sie liegt ganz unten im Koffer. :winkgrin:

Nicht vergessen: es ist eine D40! Ein wenig höhere ISO Zahlen kann man nach meiner Meinung ruhig ansteuern.

Ansonsten viel Spaß! Großes Vorhaben. Mir hat schon die letzte Vereinsversammlung gereicht, das war Herausforderung genug... vorerst... Meine Blitze bedauern sich immer noch gegenseitig :hehe:
 
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moin Michael,

noch ein Tipp, der gar nichts mit Fotografieren zu tun hat, sondern eine Sache der Höflichkeit, und Wertschätzung seiner Religion.

sprich vorher mit dem Pfarrer, und frag ihn ob Du in SEINEM Haus fotogrfieren darfst, ob es ihn stört wenn Du SEINEN Altarraum betrittst usw.


Grüße Dirk
 
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...
sprich vorher mit dem Pfarrer, und frag ihn ob Du in SEINEM Haus fotogrfieren darfst, ob es ihn stört wenn Du SEINEN Altarraum betrittst usw.
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Wenn ich mich recht an den Religionsunterricht erinnere, ist das mit dem Beitzverhältnissen nicht ein bisschen anders im Hause des Herren ?

Das mit dem höflichen Ablehnen klappt in der Familie meist nicht. Und die Standardempfehlung vorher schon mal hinzugehen und mit dem Pfarrer zu sprechen ist sicherlich nicht die schlechteste. Ich würde auch eine Testperson zum Austesten mitnehmen, da es was anderes ist, eine Kirche zu fotografieren als Menschen in einer Kirche zu fotografieren.
 
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Ich glaube, es war einer der hier oft zitierten Fotolehrgänge aus dem Netz, der Schritt 1 eines solchen Vorhabens beschreibt mit:
Lehnen Sie höflich ab. :hehe:

Das mit dem Ablehnen ist in der Familie so eine Sache und außerdem auch eine Herausforderung und man fühlt sich ja auch geschmeichelt, wenn einem so etwas zugetraut wird.

Im Prinzip wurde sonst auch schon alles gesagt. Das mit dem Bouncer möchte ich Dir noch empfehlen.

Und ich würde auf jeden Fall in RAW aufnehmen. Ggf. RAW und Jpeg (in der besten Qualität). Und ausreichend Speicherkarten und Akkus mitnehmen.
 
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Bitte kein Dauerfeuer mit dem Blitz und ganz wichtig - wie bereits erwähnt - vorherige Absprache mit dem Pfarrer. Die fotografischen und videotechnischen Aktivitäten vom Rest der Verwandtschaft sollten ebenfalls besprochen und gegebenenfalls eingeschränkt werden.

Am Taufbecken herrscht meistens ein Gedränge und alles geht auf einmal ganz schnell, mach' Dir im Vorfeld schon Gedanken über Deinen genauen Standort.
Der Pfarrer wird Dir sagen, wo er am Taufbecken stehen wird.

Die Taufe ist eine sehr festliche und stimmungsvolle Zeremonie, sie sollte nicht durch Hyperaktivität in der Kirche entwürdigt werden.

Du beschäftigst Dich im Vorfeld schon rechtzeitig mit Deiner Mission und wirst das deshalb auch ganz bestimmt gut schaffen!

Gruß

Roger
 
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... und mach den Verwandten einfach klar, daß sie keine "Profifotos" erwarten sollen.

Das hab auch ich gemacht, als ich angesprochen wurde, eine Kommunion zu fotografieren.
Alle beteiligten waren einfach heilfroh, daß sich jemand anders ums "Knipsen" kümmert. Da hat die ganze Familie mehr von der Kommunion ;)
 
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hallo, da hast du dir eine verantwortungsvolle aufgabe eingetreten:dizzy:

bitte nicht den automatikmodus verwenden - der ist zwar einfach, aber schöne bilder werden damit bestimmt nicht entstehen.

was bis jetzt noch gar nicht angesprochen wurde, ist der weißabgleich, der mE über leben und tod entscheiden kann. wichtig wäre in diesem zusammenhang, dass du schon im vorfeld weißt, wie die lichtverhältnisse in etwa bei der taufe sein werden. kommt das licht von einer deckenbeleuchtung, von kerzen, oder vom tageslicht, dass durch die fenster kommt, etc., - kann man ja schon mal vorab abklären.

schöne fotos werden sicher mit dem blitz auf den 2. vorhang entstehen - mit stativ natürlich.

vielleicht kannst du ja schon vorher mit der taufgesellschaft und mit dem pfarrer einiges abklären, vorallem am taufbecken wird es ohne vorherige abstimmung meist etwas eng, es geht alles eher schnell, und unwillkürlich sind gerade auf diesen fotos hinterköpfe und körperteile auf den bildern, die dort nichts verloren haben.

wir hatten unsere taufe vor einem monat, und der bekannte der dabei fotografierte hatte leider keine ahnung davon, die bilder sind leider dementsprechend schlecht geworden:motz:

ohne vorher in der kirche probefotos zu machen, geht so ein projekt zu 99% in die hose.

lg
 
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moin Michael,

noch ein Tipp, der gar nichts mit Fotografieren zu tun hat, sondern eine Sache der Höflichkeit, und Wertschätzung seiner Religion.

sprich vorher mit dem Pfarrer, und frag ihn ob Du in SEINEM Haus fotogrfieren darfst, ob es ihn stört wenn Du SEINEN Altarraum betrittst usw.


Grüße Dirk

Pfarrer vorher sprechen ist natürlich ein "Muß". Sag ihm doch einfach, wie es ist: Herr Pfarrer, ich soll zum ersten Mal eine Taufe fotografieren. Können Sie mir helfen? Von wo aus gibt es eine gute Sicht? Wann stehen Sie wo? ... Was passiert dann? ...

Wenn Du so auf ihn zugehst, gibt es Vielleicht sogar eine gute Zusammenarbeit!
 
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Bei der Taufzeremonie kommt nur dein 18-55 mm in Frage, da du im engen Raum die Hauptpersonen auf das Bild bringen musst. Vor oder nach der eigentlichen Taufe hast du dann Zeit, mit dem Tele den Täufling auf den Sensor zu bannen.

Ich verwende in einer Kirche zum Blitzen gerne die manuelle Einstellung, denn mit f5,6 - f8 (wegen der Tiefenschärfe) und einem 1/30 kommst du der Sollbelichtung, außerhalb des Wirkungsbereiches vom Blitz wesentlich näher, als z. Bsp. mit 1/250 und gleicher Blende. Willst du hingegen den Hintergrund dunkel haben, dann verwende eine kurze Belichtungszeit. Einen Bouncer würde ich zur Vermeidung der roten Augen verwenden. Da dir auch noch etwas Erfahrung (aber auch mit) fehlt, empfiehlt sich die Speicherung im RAW-Format.

Meine fast 40-jährige Blitzerfahrung habe ich nun in wenigen Zeilen weiter gegeben.

Gruß
Hans
 
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Hallo,

als sehr wichtig empfinde ich auch die Absprache, wieviele Leute fotografieren.
Ich habe es schon ein paarmal erlebt, daß sich bei Familienfeiern im entscheidenen Augenblick mindestens fünf Leute wie die Paparazzis um den "Star" des Tages balgen - und diesen Stress werde ich mir nicht mehr antun.

Gruß: Jochen :)
 
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