Tag der offenen Tür bei der BoGeStra

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Carbonteufel

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Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen, kurz BoGeStra, hatten gestern, am 10. Mai 2009, einen Tag der offenen Tür. Neben Kinderbespaßung und Infoständen wurden Tram-Oldies bis 1899 (!) sowie das neueste Fahrzeug, die Variobahn, gezeigt.

Wie es sich für ein Nahverkehrsunternehmen gehört, wurden fast alle alten Schätzchen auf Strecke geschickt, nur die beiden steinalten Tw25 (von 1899) und Tw144 (1921) mussten, obwohl fahrbereit, im Depot bleiben. Grund: mangelnde Höchstgeschwindigkeit.

Während die zweiachsigen "Heulbojen" aus der Zeit des 2. Weltkriegs (wegen ihres jaulenden Motorengeräuschs so genannt) durchaus kesse 50 Km/h erreichen, ist beim Veteran bei 20 Stundenkilometern Ende.

Bei gutem Wetter habe ich die Mehrzahl der Bilder (über 100) im Freien aufgenommen. Die 16 schönsten möchte ich Euch nun präsentieren.

LG

Stefan
 
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Bei der BoGeStra wird die "offene Tür" wörtlich genommen: Nahezu überall (außer natürlich in betriebssensible Bereiche wie Gefahrstoffraum, Energiezentrale, Leitstand, Sozialräume) konnten Interesierte hereinschauen. Da wurden Werkzeuge und Teststände gezeigt und demonstriert, konnte man sich in das Cockpit topmoderner Stadtbahnen setzen (wenn auch nicht fahren) oder im Fahrschulbus unter Begleitung eine Runde drehen.

Mich haben die Trambahnen interessiert und so lade ich Euch auf eine kleine Bilderschau ein.


Bild 1: Typischer Führerstand eines 50er-Jahre-Straßenbahnwagens:

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Bild 2: Postkartenmotive, die Spiegel unseres Alltags sind:

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Von der Postkarte zur Realität:

Die Variobahn der Stadler Rail Group erhielt 2008 den IF-Produkt Design Award. Das nüchtern-funktionale Fahrzeug läuft im Regelbetrieb 70 Km/h und beschleunigt fast wie ein Kleinwagen.


Bild 3: Stadler-Variobahn der BoGeStra, Fahrzeug des Plandienstes

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Bild 4: Rollstuhl- und Kinderwagengerechte Niederflurtechnik im nüchternen Gewand

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Bild 5: Das Cockpit sieht fast wie eine Jetkanzel aus, Klimaanlage, gute Rundumsicht und Enge inklusive

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Draußen ließen sich die Fahrzeuge "lebendiger" fotografieren. Alle Aufnahmen sind mit dem 16-85 VR entstanden, ein Staiv war angesichts der teils perfekten Lichtverhältnisse nicht vonnöten.

Dieser sechsachsige und zweiteilige Standard-Triebwagen kurvt seit den 1980er Jahren als Party- und Mietstraßenbahn auf dem Netz der BoGeStra durch Bochum, liebevoll "Bogie-Bahn" genannt. Das Teil mit Jakobs-Drehgestell in der Mitte wurde in den späten 50er-Jahren in Dienst gestellt.

Bild 6: "Fétenwagen" ;) auf Tour

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Bild 7: Ein Schwesterfahrzeug in der damals üblichen Farbgebung

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Bild 8: Eine der bereits erwähnten "Heulbojen". Fahrkomfort den Zweiachsers: :silly:

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Die "richtig alten Schluffen" stammen aus der Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg. Laut und langsam, konnten sie kaum einer Postkutsche davonfahren, doch dafür "konnten sie länger". :D


Bild 11: Ein Triebwagen von 1921, fahrbereit

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Bild 12: Das Achslager des Tw144. Früher liefen Straßenbahnen mit starrem Zweiachs-Fahrgestell

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Bild 13: Blinkblink - Hier gab es "schon" elektrische Fahrtrichtungsanzeiger

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Für mich DER Hingucker war der Uralt-Veteran "Tw25". Er gehört einem Oberhausener Museum und fährt, wie man mir stolz berichtete, bereits "in seinem 3. Jahrhundert". :cool:


Bild 14: Diese "Elektrische" teilte sich noch mit Pferdefuhrwerken die Straße. Vmax: 20 Km/h

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Bild 15: Das Innere ist liebevoll restauriert. Es herrscht gediegenes Holzklasseambiente

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Bild 16: Der Scherenstromabnehmer ist bei den Oldtimern "gemogelt". In Wirklichkeit war es eine sich nach oben verbreiternde Stange, an deren Ende das Schleifstück saß.

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Das war sie, die kleine Zeitreise über 110 Jahre Straßenbahn-Geschichte. Sorry, daß ich sie viel zu spät im Forum angekündigt habe - jedenfalls war kein mir bekannter Forumler zu sehen. :frown1:

LG

Stefan :hallo:
 
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Danke, hat Spaß gemacht auf die Zeitreise mit zu gehen, zumal ich mit einigen dieser Bahnen groß geworden bin. Und außerdem hab ich es gestern nicht zum Betriebshof geschafft :)

Gruß aus GE nach GE
Peter
 
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Schöner Ausflug in eine interessante Geschichte :up::up::up:!

Bild 5 kann ich aber nicht sehen und das mit dem Scherenabnehmer verstehe ich nicht so ganz. Der, den Du fotografiert hast, ist dann wohl ein richtiger, wurde aber nachträglich angebaut ... oder?
 
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Pantographenfrage

@ gabathora:

http://www.historische-strassenbahn-potsdam.de/

Auf der Startseite siehst Du links unten und in der Bildmitte (als Animation) die Bauarten früherer Dachstromabnehmer, auch Pantograph genannt. Der gezeigte ist also tatsächlich viel später montiert worden.

Das "Führerstandsbild" #5 habe ich nochmals mit einem 2. Rechner überprüft - und kann es problemlos betrachten. Bitte drücke mal F5 oder leere Deinen Browser-Cache.

LG

Stefan
 
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Bild 5 kann ich aber nicht sehen und das mit dem Scherenabnehmer verstehe ich nicht so ganz. Der, den Du fotografiert hast, ist dann wohl ein richtiger, wurde aber nachträglich angebaut ... oder?

Der auf dem Bild ist schon ein Scherenstromabnehmer, aber nicht mehr der Originale. Die ursprünglichen Scherenstromabnehmer waren eine, der Fahrtrichtung engegengesetzt beweglich aufgehängte Stange, an dessen Ende das Schleifstück sass. .... ehja, watt Satz :)

Guggst Du auch hier, so sah dass anno Tobak in etwa aus.

Edit : da war der TE schneller .... und hat auch noch die besseren Bilder an der Hand ... von einem Betrieb der 20 km von mir weg ist :-(
 
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Schöne Eindücke die Du uns hier zeigst, die Oldies sind meine Favoriten, mit den modernen Ausgaben hab ich es nicht so sehr.
.... muss mal meine Verbindungen zur BVG wieder aktivieren, die habe auch noch so das ein oder andere Schätzchen in ihren Tunneln / Betriebshöfen zu stehen.
 
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Stefan, das haste schön gemacht. Tolle Serie, danke.
Schade, ich wäre gerne dabei gewesen. Das nächste Mal sachste bitte Bescheid! ;)
 
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