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Ja, eine wunderbare Insel. Ganz anders als das so nahe Sardinien, das wir schon mehrmals besuchten. Korsika ist schroffer, quasi ein Gebirge im Meer. Über 50 Gipfel erreichen mehr als 2.000 m. Flache Gegenden gibt es kaum. Die Straßen sind eng, eine Kurve folgt auf die andere - man ist immer sehr langsam unterwegs. Kulinarisch jedoch kann die französische Insel der italienischen Schwester bei weitem nicht das Wasser reichen: Käse und Wein nehmen wir jedes Mal aus Sardinien mit - aus Korsika nicht. Unser Wohnmobil soll ja nicht explodieren.
Die letzte Nacht verbringen wir am Parkplatz hinter dem Bahndamm. Das korsische Schienen"netz" besteht aus gerade mal 230 km Schmalspur .... unser geschätzter Kiboko wäre mit der korsischen Bahn recht schnell fertig. Die Nacht ist ruhig - kein Bahnverkehr. Am Morgen dann kommt ein Triebwagen der Baureihe X-97050 (@Kiboko: ich lerne von dir!). Das Design ist unserem Wohnmobil nachempfunden ...
Dann ist leider Schluss. Es geht nur noch nach Bastia, dort auf die Fähre nach Savona, wo wir gegen 23 Uhr ankommen. Ich ziehe durch bis zum Gotthard. An der Zufahrt zu einer Militäranlage etwas abseits der Tremola ist ungestörter Schlaf möglich. Von Kuhglocken werden wir dann geweckt.
So, das war's aus Korsika und auch - leider - von unserem Wohnmobil. Nach 360.000 km sorgte der TÜV wenige Wochen später für die Trennung. Danke für's Mitreisen!