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Das Historische Museum Frankfurt feiert das Lebenswerk einer der bedeutendsten Architekturfotografinnen der Nachkriegszeit. Bis zum 24. Mai 2026 rückt die Sammlungspräsentation „Stadtbilder“ die präzisen Kompositionen von Ursula Edelmann in den Fokus.

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Ursula Edelmann, Frankfurt a.M., Saalhof, Wiederaufbau des Historischen Museums im Jahr 1955, Ansicht vom Eisernen Steg auf Zollgebäude, Rententurm, Bernus- und Burnitzbau, 2008

Ursula Edelmann (1924–2024) prägte über Jahrzehnte die visuelle Überlieferung Frankfurts. Die gebürtige Berlinerin, die ihr Handwerk im renommierten Atelier von Max Baur in Potsdam erlernte, zog 1949 in die Mainmetropole und etablierte sich dort schnell als Spezialistin für Architektur- und Sachfotografie.

Perfektion durch Planung​

Für Fotografen besonders spannend ist Edelmanns methodischer Ansatz: Jede Aufnahme war das Ergebnis akribischer Vorbereitung. Auf Basis eigener Beobachtungen legte sie den optimalen Standort und die exakte Tageszeit für den perfekten Lichteinfall minutiös fest. Ihre Bilder zeichnen sich durch eine sachliche Strenge aus, in der Menschen – wenn überhaupt – nur als bewusst gesetzte Elemente der Bildkomposition fungieren.

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Ursula Edelmann, Treppenhaus im Hörsaalzentrum der Goethe-Universität, Campus Westend, 13.06.2009

Eine Stadt im Wandel​

Die Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt (HMF) zeigt eindrucksvoll die Entwicklung Frankfurts von der Nachkriegszeit bis in die 2000er Jahre. Zu den Highlights gehören:
  • Architekturaufnahmen städtischer Bauten: In der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ werden zentrale Werke ihres Schaffens präsentiert.
  • Dokumentation des Wiederaufbaus: Im 13. Sammlerraum des Altbaus sind spezielle Fotografien zum Wiederaufbau des Historischen Museums selbst in den 1950er und 1960er Jahren zu sehen.
  • Unveröffentlichte Schätze: Erstmals werden zahlreiche Arbeiten aus dem Zeitraum ab 1949 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Parallel dazu zeigt die PanGallery in Frankfurt bis 30. März 2026 eine umfassende Retrospektive unter dem Titel „URSULA EDELMANN 100“.

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Ursula Edelmann, Großmarkthalle innen in Betrieb, überblickende Perspektive in der Länge des Gebäudes, 1962

Informationen für Besucher​

Laufzeit: 3. März 2026 bis 24. Mai 2026.
Ort: Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1.
Führungen: Kuratorin Dorothee Linnemann führt am 2. April (18 Uhr) und 24. Mai (14 Uhr) durch die Schau.
Digitales Extra: Auf vimeo.com ist ein Interview von 2023 abrufbar, in dem Edelmann Einblicke in ihre Arbeitsweise und ihr Leben gibt:

Mehr Informationen:
 
AnjaC

AnjaC

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