Wildlife-Fotograf:innen kennen das Problem: Nach einigen Jahren sammeln sich Tausende Aufnahmen von Vögeln, Säugetieren, Insekten und anderen Tieren im eigenen Fotoarchiv. Doch welche Art ist eigentlich auf welchem Bild zu sehen? Mit Specio stellt CYME jetzt eine neue Anwendung vor, die genau dabei helfen soll. Die Software analysiert Tieraufnahmen, schlägt die abgebildeten Arten vor und hilft dabei, aus der Fotosammlung ein strukturiertes, durchsuchbares Artenarchiv zu machen.

Tierarten mit KI erkennen und katalogisieren
Specio richtet sich speziell an Wildlife- und Naturfotograf:innen. Statt lediglich Motive grob als „Vogel“ oder „Wildlife“ zu kategorisieren, bestimmt die Software die konkrete Tierart und verknüpft die entsprechenden Informationen mit den Bildern.Die Ergebnisse werden dabei nicht einfach ungeprüft übernommen. Ihr könnt die vorgeschlagene Art kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren und anschließend bestätigen. Die Benutzeroberfläche zeigt dazu unter anderem den wissenschaftlichen Artnamen, die taxonomische Einordnung und eine Karte mit bekannten Verbreitungsgebieten.
Nützlich ist das vor allem für große Bildarchive: Aufnahmen lassen sich nicht nur leichter wiederfinden, sondern auch systematisch nach den fotografierten Arten organisieren.
Vom Fotoarchiv zur persönlichen Artensammlung
Neben der Artenerkennung bietet Specio verschiedene Möglichkeiten, eure Fotosammlung auszuwerten. Eine Kartenansicht zeigt die Aufnahmeorte, eine Zeitleiste die chronologische Verteilung der Bilder. Auch nach verwendeter Kameraausrüstung kann man filtern.
In der Artenübersicht könnt ihr gezielt nach bestimmten Tieren suchen und euch die zugehörigen Aufnahmen anzeigen lassen, unabhängig davon, in welchen Ordnern sie gespeichert sind.

Eine weitere Ansicht stellt die biologische Systematik als Stammbaum dar. So lässt sich die eigene Sammlung auch nach der taxonomischen Zugehörigkeit der fotografierten Tiere erkunden – von übergeordneten Gruppen bis zu einzelnen Arten.
Integration in bestehende Foto-Workflows
Mich interessierte bei der Durchsicht des Pressematerials speziell die Verbindung mit vorhandenen Metadaten und Bildverwaltungsprogrammen. Laut Hersteller kann Specio nämlich bei RAW-Dateien die bestätigten Informationen in XMP-Sidecar-Dateien schreiben. Bei Fotos aus Lightroom Classic werden die Informationen zusätzlich über ein Plugin in den Lightroom-Katalog übertragen. Dabei können unter anderem hierarchische Keywords sowie IPTC-Felder wie Titel, Beschreibung und Schlagwörter verwendet werden.Eigene Metadaten sollen dabei erhalten bleiben. Laut CYME ersetzt Specio von Fotograf:innen selbst eingetragene Informationen nicht automatisch. Es ist also möglich, die Artenerkennung in einen bestehenden Foto-Workflow zu integrieren, anstatt dafür eine vollständig getrennte Bilddatenbank aufzubauen.
Was genau es mit den XMP-Dateien auf sich hat, haben wir hier erklärt:
XMP-Dateien einfach erklärt: Was sie speichern & wofür sie wichtig sind
Plötzlich liegt neben jedem RAW noch eine zweite, winzige Datei mit der Endung .xmp. Kann die weg? Muss sie ins Backup? Und warum erzeugt Lightroom überhaupt zusätzliche Dateien, obwohl die Bearbeitung doch im Katalog gespeichert wird? Die kurze Antwort von mir: Lasst sie erst einmal da. Eine...
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Neues Werkzeug speziell für Wildlife-Fotograf:innen
CYME ist unter anderem durch die Bildverwaltungssoftware Peakto bekannt. Mit Specio konzentriert sich das französische Unternehmen nun auf einen sehr speziellen Anwendungsfall. Dass dabei nicht einfach eine weitere allgemeine KI-Bildsuche entstehen soll, zeigte auch die Präsentation auf dem Salon Photo & Vidéo in Paris. Dort demonstrierte CYME ab dem 8. Oktober unter anderem, wie sich Wildlife-Aufnahmen automatisch nach Tierarten bestimmen und in Lightroom zu einem Artenarchiv ausbauen lassen.Specio wird für Windows und macOS angeboten. Vor dem offiziellen Start lief bereits eine private Betaphase mit ausgewählten Wildlife-Fotograf:innen. Einen Einblick in die Anwendung gibt auch das folgende Video:
10 Prozent Rabatt zum Start
CYME bietet für Specio eine kostenlose Testmöglichkeit an. Grundsätzlich ist die Software als Lizenz ohne laufendes Abonnement erhältlich. Zur Einführung gibt es außerdem einen Rabatt von 10 Prozent. Mit dem Aktionscode FIRST10 reduziert sich der Preis entsprechend.Mehr Informationen gibt es hier bei CYME:
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