Ich nehme es positiv wahr. 1/3 Gewicht einzusparen ist zweifellos eine Leistung. Mich spricht es an, weil ich mit der Kombination "leichte Verarbeitung bei hoher optischer Güte" gute Erfahrungen gemacht habe. Das habe ich beim AF-S 4/70-200, aber auch beim 5,6/200-500. Inwieweit das immer kriegsentscheidend ist, muss jeder selbst entscheidend. Das Nikon Z 6,3/600 dürfte optisch ziemlich am Limit angesiedelt sein, da kann ich mir keine Steigerung vorstellen, erstrecht keine, die in der Praxis relevant ist.
Der Preisunterschied ist eher vernachlässigbar, zumal ich denke, dass die leichtere Verarbeitung kaum ohne gewisse Einbußen in der Robustheit zu machen war. Aber auch hier gilt: Moderne Materialien machen viel möglich, und über die Leichtbauweise von Canon und Minolta haben schon Ende der 90er Jahre viele gelästert. Dummerweise funktionieren die Knipsen heute, 30 Jahre später, immer noch, und schon damals hat mancher Sportfotograf nach Regenguss auf dem Fussballplatz das Teil einfach in den Filmtrockner gehängt.
Klarer Vorteil moderner Linsen ist die kurze Bauform, und da ist das Nikon nur ein paar Millimeter länger - bedeutungslos. Was mir in dieser Klasse viel mehr ins Auge sticht: Dass hochklassige Zooms, die auch sehr gut verarbeitet sind und top abbilden, nur einen Bruchteil kosten. Ich habe keine Ahnung, wie der AF des Z180-600 abliefert, aber wenn ich mir mein lahmes 200-500 ansehe, besteht da großes Potential. Die 6,3/600 könnten also beim AF wirklich gewinnen. Sollten sie auch, denn sonst wüßte ich nicht, warum ich kein Zoom kaufen sollte, dass denselben Job macht, praktisch identische Bildqualität abliefert und nur einen Bruchteil kostet. Wiegt zwar mehr, spart aber evtl. weitere Optiken im Rucksack ein.
Schon selbst ausprobiert?
Sonst muss man ja das glauben was das Sony Marketing raushaut.
Ich bin nicht beeindruckt von dem was ich nicht selbst in der Hand hatte.