Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Viele von uns nutzen heute Cloud-Speicher, um ihre Bilder zu sichern und von verschiedenen Geräten darauf zuzugreifen. Neue Aufnahmen lassen sich direkt hochladen und sind damit auch dann noch verfügbar, wenn etwa die Speicherkarte verloren geht. Allerdings bringt die Cloud-Nutzung auch Risiken mit sich. Immer wieder werden Online-Konten kompromittiert und Zugangsdaten gestohlen oder missbraucht. Deshalb solltest du die Sicherheit des eigenen Cloud-Kontos nicht vernachlässigen.​

Fotograf arbeitet mit Laptop, Kamera und Smartphone an einem Tisch
Cloud-Speicher erleichtern die Sicherung von Fotos. Wichtig ist, auch das eigene Konto ausreichend zu schützen.

Die gute Nachricht: Es ist gar nicht mal so schwierig, für sichere Konten zu sorgen. Ein kostenloser Datenleck-Check im Internet kann Aufschluss darüber geben, ob deine Zugangsdaten jemals geleakt wurden. Mit starken Passwörtern und Multi-Faktor-Authentifizierung kannst du das Risiko zusätzlich deutlich reduzieren. Dieser Artikel erklärt, worauf es ankommt.

Gehackte Konten gehören heute leider zum Alltag​

Wie hoch ist eigentlich das Risiko eines gehackten Kontos? Eine repräsentative Umfrage der Verbraucherzentrale im Jahr 2024 kam zu einem ernüchternden Ergebnis. Rund 30 % aller Internetnutzer:innen waren schon von einem gehackten Online-Konto betroffen. Das können E-Mail- oder Social-Media-Konten sein, Cloud-Dienste sind aber ebenfalls beliebte Ziele.

Anfang 2026 gab es ein riesiges Datenleck, von dem auch fast eine Million iCloud-Konten betroffen waren. Apple betonte zwar, dass der Hack nicht beim Unternehmen selbst erfolgte, sondern über eine sogenannte Infostealer-Malware. Das Ergebnis ist für Betroffene aber nicht weniger katastrophal. Die eigenen Zugangsdaten landen dann oft zum Verkauf im Internet.

Mit den richtigen Tipps musst du jedoch nicht auf die Vorteile eines Cloud-Speichers verzichten – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Praktische Tipps für hohe Sicherheit in der Cloud​

Mit diesen einfachen Tipps sorgst du für mehr Cloud-Sicherheit.

Datenleck-Checker im Internet nutzen​

Zunächst kann es hilfreich sein, sich einen aktuellen Status zur Konto-Sicherheit im Internet zu verschaffen. Ein kostenloser Datenleck-Checker (siehe oben) kann anhand deiner E-Mail-Adresse prüfen, ob die eigenen Zugangsdaten jemals von einer Datenpanne betroffen waren. Das dauert nur wenige Sekunden und liefert aufschlussreiche Ergebnisse.

Je nach Dienst wird angezeigt, welche Anbieter von einem Datenleck betroffen waren und welche Arten von Daten möglicherweise offengelegt wurden. Manchmal handelt es sich nur um E-Mail-Adressen oder Benutzernamen, in anderen Fällen können auch Passwörter betroffen sein.

Wichtig ist allerdings: Ein unauffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass dein Konto sicher ist. Solche Dienste können nur bekannte und erfasste Datenlecks berücksichtigen. Werden kompromittierte Zugangsdaten entdeckt, solltest du die betroffenen Passwörter umgehend ändern und die Konten zusätzlich absichern.

Starke Passwörter für alle Konten wählen​

Selbst wenn es beim Datenleck-Check keine betroffenen Konten gab, sind starke Passwörter ein absolutes Muss. Sie sollten immer möglichst lang, komplex und einzigartig sein. Das macht es Hackern besonders schwierig, mit einer sogenannten Brute-Force-Attacke erfolgreich zu sein. Zudem ist dann im Falle eines Datenlecks nur ein einziges Konto betroffen.

Viele Menschen (ich auch) scheuen allerdings den Mehraufwand für das Verwalten von komplexen und einzigartigen Passwörtern. Genau dafür gibt es heute moderne Passwort-Manager. Sie generieren auf Knopfdruck starke Passwörter und verwahren sie im Anschluss im sicheren Tresor auf. Du musst dir dann nur noch das Master-Passwort merken.

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren​

Die meisten Anbieter von Cloud-Diensten bieten heute eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) an, ob Google, Microsoft, Apple, Dropbox oder Adobe. Diese Sicherheitstechnologie macht es Angreifern besonders schwer. Geleakte Zugangsdaten allein reichen dann für eine Anmeldung nicht mehr aus. Das System fragt nach einer Bestätigung.

Früher war das oft eine SMS an die hinterlegte Handynummer. Heute gibt es immer öfter praktische Authentifikator-Apps auf dem Handy, die zur Zugangsbestätigung genutzt werden. So kannst du deine Daten und Schnappschüsse effizient absichern, ohne größere Abstriche beim Komfort im Alltag machen zu müssen.

Frau arbeitet unterwegs an einem Laptop im Außenbereich eines Cafés
Beim Zugriff auf Cloud-Dienste über öffentliche WLAN-Netze solltest du auf eine sichere Verbindung achten.

VPN-App im öffentlichen WLAN nutzen​

Unterwegs möchten viele Fotograf:innen ihre Aufnahmen gern sofort in die Cloud hochladen. Dadurch lässt sich das Risiko eines Verlustes minimieren. Doch bei einem öffentlichen WLAN im Hotel oder Restaurant ist Vorsicht angebracht. Zwar sind Verbindungen zu modernen Cloud-Diensten normalerweise bereits verschlüsselt, dennoch können öffentliche Netzwerke zusätzliche Risiken bergen.

Eine VPN-App kann zusätzlichen Schutz bieten, indem sie den Datenverkehr zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server verschlüsselt. Viele Unternehmen setzen deshalb bei mobilen Arbeitsplätzen auf VPN-Verbindungen. Auch für Fotograf:innen, die häufig unterwegs öffentliche WLAN-Netze nutzen, kann ein VPN eine sinnvolle Ergänzung sein.

Fazit: Mit den richtigen Tipps sind die Daten und Fotos in der Cloud besser geschützt​

Die meisten Konten werden aufgrund fehlender Sicherheitsvorkehrungen gehackt. Starke Passwörter, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und gegebenenfalls ein VPN im öffentlichen WLAN können das Risiko deutlich reduzieren. So kannst du Fotos mit einigen grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen besser in der Cloud schützen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten