Quelle: photoscala.deObjektivhersteller Sigma räumt einmal mehr Kompatibilitätsprobleme ein: Betroffen sind diesmal die Anwender der Nikon D3. Die Kamera könne sich für das falsche Bildformat entscheiden, wenn eines der betroffenen Objektive montiert sei, so Sigma, und bietet an, die Elektronik der Objektive demnächst kostenlos umzurüsten:
Laut Sigma machen vier Objektive Probleme, sofern der sogenannte „Auto-Crop-Modus“ der Nikon D3 aktiviert ist. Der lässt die Kamera selbst entscheiden, ob sie es mit einem Halbformat- oder Kleinbildobjektiv zu tun hat, und wählt dementsprechend selbst zwischen dem DX- und FX-Bildformat der Nikon D3...
...Sigma Japan bittet, den Sigma-Service zu kontaktieren. Einzelheiten zum Reparaturprogramm werde man zu gegebener Zeit veröffentlichen.
Notice to Nikon D3 owners using Sigma’s Nikon fitting lenses
Das liegt wahrscheinlich weniger an den Objektiven sondern an der Kamera.
Der D3 Body wird anhand der Objektivdaten erkennen ob es FX oder DX ist. Fremdherstellerdaten wird die D3 wohl nicht gespeichert haben.
Weil die bislang keine Objektive mit internem Fokusmotor im Programm haben/hatten!?Und warum haben bitteschön Tokina und Tamron diese Kompatilitätsprobleme nicht?
Weil die bislang keine Objektive mit internem Fokusmotor im Programm haben/hatten!?
Gott sei Dank habe ich keine D3
Das hat eigentlich damit nichts zu tun, sind es aber interessanterweise nur HSM-Objektive die betroffen sind.
Es war in der Vergangenheit ja auch schon so, daß auch konventionell angetriebene Objektive diese Probleme hatten, aber in diesem Fall dürfte es einfach ein Problem mit dem Signaltiming gegeben haben.
Der eigentliche Chip in einem AF-Nikkor ist, wenn man die Informationen hat die er übermittelt, keine hochkomplexe Sache, sonst hätte Robert (siehe oben) das nicht mit Hobbyistenmitteln nachbauen können. Daß er dafür einen Microcontroller genommen hat liegt nur in dessen einfacher Verfügbarkeit und Programmierbarkeit begründet, denn eigentlich ist die sogenannte CPU im Objektiv keine solche, sondern ein einfaches ROM, welches über eine feste Kennung (Lens ID, Blende und Brennweite/n(Bereich)) verfügt und alle weiteren Daten je nach den logischen Zuständen an den Eingängen an die Kamera schickt. Bei manchen Herstellern, wie zB Minolta, ist dieser Chip sogar bei allen Objektiven identisch und sendet je nach Beschaltung verschiedene Lens IDs etc (das mindert Produktionskosten und Lagerhaltung), bei den Festbrennweiten sind dann eben die Eingänge, die die Zoomstellung abgreifen (auch das ist ein Binärcode!) auf einen bestimmten Wert fest verdrahtet. Sigma hingegen setzt inzwischen flashbare Microcontroller ein, sonst wären sie nicht in der Lage solche Fehler so schnell zu beheben. Daß das auch mal anders war zeigen ja die älteren Objektive von Sigma, für die es kein Chip-Update mehr gibt.
Das Fourthirds-System ist in dieser Hinsicht die Krönung, denn dort sitzt wirklich ein flashbarer Microcontroller drin, der auch über eine Preogrammierschnittstelle zur Kamera hin verfügt, also eine bidirektionale Kommunikation hat, zudem werden die Objektive auch softwarekalibriert, sodaß man nicht nur die Objektiv-Firmware bei Bedarf aktualisieren kann sondern die Kamera ist in der Lage, vorhandene, individuelle Toleranzen etc des Objektivs auszugleichen.
Was die Crop-Umschaltung betrifft so müßte da meines Wissens eine eigene Kennung für DX-Objektive zusätzlich eingeführt worden sein. Sollte Sigma diese ignoriert haben war das natürlich kurzsichtig, andererseits hätte es dann aber auch schon Probleme bei der vollformatigen Kodak DCS geben müssen.
Mist, mein Sigma 30mm/1.4 ist dabei
Es kommt sicher das gleiche zurück, wahrscheinlich müssen sie auch nichts zerlegen dafür. Ich habe einmal mein 10-20 eingeschickt für die Aktualisierung auf D200, das ging Ruck-zuck.Ja - meines auch. Hat jemand Erfahrung aus der Vergangenheit, was SIGMA da macht. Gegen ein komplett neues tauschen oder nachrüsten?
Da wird nur die Software aktualisiert.
(Kann mir als Kunde aber letztlich doch wurscht sein.)
Aber da SIGMA meine Linse noch nicht mal zur Ansicht haben will, könnte ich drauf spekulieren, daß es was hilft, wenn sie in Rödermark meine Linse zerlegen und neu zusammenbauen müssen.
Die Nikon-Objektive haben definitiv eine CPU und nicht nur ein ROM. Das Protokoll zwischen Kamera und Objektiv war immer schon bidirektional, damit machen sich die beiden zuerst eine Protokollversion aus, die beide unterstützen. Mit Downloadfähigkeit hat das erstmal nichts zu tun (dafür könnten die beiden Pins sein, die bisher nur auf Objektiven, aber auf keiner Kamera zu finden sind).
Das Protokoll, mit dem AF und AF-D Linsen kommunizieren, ist noch relativ einfach. Da sind wenig Daten drinnen, die falsch interpretiert werden können. Bei AF-S und HSM schaut das schon anders aus, da sind die Datenmenge und auch das Timing herausfordernder.
Ich vermute dass Sigma das mit den HSM-Linsen ähnlich gemacht hat. Das Problem dabei ist eben, dass Datenfelder, die von Nikon zwar schon vorgesehen, aber in früheren Kameras/Objektiven nicht verwendet wurden, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht richtig gesetzt werden können.
Ein Kennzeichen, ob es sich um eine DX- oder FX-Linse handelt, wurde vor der D3 noch nie verwendet (auch nicht bei Kodak).
Ich habe einmal versucht, das Protokoll auszukundschaften, und mir dafür eine Mikroprozessor-Schaltung gebaut. Ich glaube ich habe das hier schon einmal beschrieben. AF-D Protokoll ging, für das Ausspionieren der AF-S Kommunikation reichte die Geschwindigkeit nicht, und auch nicht, um ein Objektiv "simulieren" zu können. Für die notwendige Hardware-Erweiterung hatte ich seitdem keine Zeit.
Auf der Webseite von Robert sehe ich keinen Hinweis, dass er das auch gemacht hat. Dort steht, dass er die Lens-IDs aus Bildern (Exif) ausgelesen hat. Hast du da andere Informationen ? Würde mich interessieren !
Wenn es Dir um CA geht und Du mit Bildern belegen kannst, daß das außerhalb des sonst bei dem Modell üblichen Rahmens ist
Ich habe Bilder an den SIGMA Service gesendet und zusammenfassend die Antwort erhalten, daß für so billiges G'lump wie das 30/1.4 bei SIGMA keine speziellen und teuren Maßnahmen zur CA Verminderung vorgenommen würden, und die Bilder vollkommen normal seien.
Gna. Nee, oder? Das 1,4/30 billiges G'lump? Wenn die das über das kleine 18-50 gesagt hätten würde ich das noch verstehen, aber doch nicht bei einer EX-Linse wie dieser.
Ich bin mir sicher, daß die Formulierung seitens Sigma eine andere war.
Interessant. Hast Du den Link zur Hand? Sonst schau ich mal ob ich das finde. Je nach MCU kanns da schon eng werden mit dem Timing, und ohne einen Logicanalyser ist man da ziemlich aufgeschmissen.
Ja, die habe ich. Er hat das in der Usenet-Diskussionsgruppe de.rec.fotografie beschrieben und ich hatte mich mit ihm auf einem Treffen (und später auch per Mail) auch drüber unterhalten. Die Lens-ID war nur ein Abfallprodukt bzw diente zur Vervollständigung der Daten, primär ging es ihm darum seine manuellen Objektive an seiner D70 nutzbar zu machen. Da er beruflich in diesem Bereich tätig ist (iirc) hat er sich einen Lens Simulator gebaut. Zum Re-chippen kam dann ein AVR zum Einsatz, das kannst Du alles in drf nachlesen (siehe Link oben, Link ab dem Posting gesetzt wo er ins Detail geht). Ansonsten mail ihn einfach mal an.
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