Die Frage kommt immer wieder auf und auch mich hat es sehr interessiert welches der beiden Objektive besser ist. Das Sigma hab ich mir schon vor ein paar Monaten gekauft bevor es das Nikon gab. Jetzt wollte ich es doch genau wissen, da ich das 50er oft verwende.
Preise, Gewicht und technische Daten kann sich jeder selbst heraussuchen. Hier gehts nur um meinen persönlichen Eindruck und Vergleich. Jeder muß wissen was ihm selbst wichtig ist und daraus sein Fazit ziehen.
Das Sigma ist deutlich größer und schwerer, das Nikon erstaunlich leicht (Kunststoffkonstruktion). Beide sind aber kleiner und leichter als alle anderen AF Objekitve die ich habe, also die ganze Diskussion um Größe und Gewicht ist wirgendwie amüsant.
Der AF ist bei beiden fix und genau, ohne lange rumzusuchen oder nerfiges Nachkorrigieren. Beim Sigma merkt man das mehr Glass bewegt wird. Interessant ist das der Kontrast AF im Live-View bei beiden Objektiven nicht 100% optimal ist. Bei beiden kann man mit der Hand (wenn man die Geduld hat) die Schärfe besser hinbekommen. Mit beiden Objektiven lag der AF mal zu weit vorne oder zu weit hinten. Wer mit f/1.4 fotografiert muß mit Ausschuß rechnen. Da war keines der Beiden im Vor- oder Nachteil.
Die 77 mm Filterdruchmesser des Simga ist für mich ein klarer Vorteil. Ich verwende sehr oft das AF-S 24-70 und das AF-S 80-200, alle haben den gleichen Durchmesser. Beim Objektivwechsel ist es super angenehm wenn man den Deckel von einem aufs andere machen kann.
Beide sind für manuelles Fokusieren ungeeignet. Der Schärfering geht bei beiden etwas zu fest und hat nicht annähernd das samtweiche Verhalten wie alte MF Objektive. Man hat bei beiden das Gefühl das der Ring reibt. Ich habs versucht, mit beiden macht manuelles Scharfstellen keinen Spaß.
Was mir noch aufgefallen ist: Beim Nikon kann ich bei halb-gedrücktem Auslöser manuell eingreifen und scharf stellen. Der AF wird dann deaktiviert (zumindest so lange ich auch den Auslöser gedrückt halte). Beim Sigma wird der AF nicht deaktiviert, wenn man also mit der Hand rangeht dann regelt der AF gleich wieder zurück. Ist für mich kein Problem da ich den AF nicht auf dem Auslöser habe, sondern auf dem AF-On Knopf hinten, aber es sollte zumindest erwäht werden.
Schärfe ist bei beiden Objektiven einfach klasse. Selbst bei f/1.4 sind Beide wirklich brauchbar. Das war bei den alten 50ern nicht so. Wer gerne und oft mit offener Blende fotografiert hat hier mit beiden Objektiven seine Freude. Zum Rand hin wird das Sigma etwas weicher. Da ist das Nikon etwas besser. Da sind die Ecken schärfer. Abgeblendet wir der Unterschied geringer, aber das Nikon liegt immer ein bischen vor dem Sigma.
Bei der Vignettierung siehts allerdings umgekehrt aus. Da ist das Sigma etwa eine Blende dem Nikon voraus. Selbst bei f/2.8 hat das Nikon noch deutlich sichbare Ecken. Da macht sich die größere Konstruktion des Sigma positiv bemerkbar. Das mehr an Glas hat aber auch den Effekt das das Sigma ca 1/3 Blende dunkler ist. In der Praxis brauch das Sigma also 1/3 länger Verschlußzeit um genau die gleiche Belichtung auf dem Sensor zu haben.
Anbei ein Vergleich der Vignetierung visuell. Die "dunkle" Belichtung läßt den Effekt allerdings stärker wirken als er in der Praxis in normalen Fotos zu sehen sein wird. Da die Belichtung bei allen Aufnahmen konstant ist sieht man auch wie das Sigma insgesammt etwas dunkler ist. Aber auch hier sollte man sich nicht täuschen lassen. Es ist 1/3 EV Unterschied. In der Praxis ist das kaum sichbar.
Meine Hauptanwendung ist Portraits. Von daher interessieren mich die Bildecken weniger, da ich eigentlich nie bildwichtige Teile in den Ecken habe. Fairerweise sollte man also die Leistung was Schärfe und Abschattung betrifft immer in Bezug zur Praxis sehen und technische Test nicht ueberbewerten. Wer perfekte Ecken braucht kommt ums Abblenden ohnehin nicht herum.
Zum Vergleich hab ich auch das neue AF-S 60/2.8 Micro mitgetestet. Ich will nicht weiter drauf eingehen, das Micro hat einen ganz anderen Zweck und wird fälschlicherweise manchmal mit mit den 50ern verglichen. Aber als Relation ganz interessant.
Ach ja Bokeh hab ich auch verglichen. Da sind die Beiden auch sehr nah zusammen. Ich liefere noch ein Verleichtsbild nach.
Eine Sache die mir noch aufgefallen ist: Das Sigma hat einen etwas größeren Bildwinkel als das Nikon. Als Vergleich hab ich noch ein altes Nikon 50/1.2, welches eine idenditschen Bildwinkel hat wie das AF-S 50/1.4. Also das Sigma ist in Wirklichkeit ein 47 mm (oder irgendwas in dem Bereich).
Ganz persönliches Fazit: ich bin glücklich mit meinem Sigma. Das Nikon bringt mir keinen Vorteil. Etwas schärfe Ecken bringen mir nicht wirklich etwas für meine Fotos, die Vignettierung ist bei Sigma etwas besser, ansonnsten sind die beiden Objektive fast gleich. Das das Sigma den AF nicht deaktiviert ist mir nach 3-4 Monaten noch nie aufgefallen und nur für den Vergleich hab ich es ausprobiert. Also kein Problem, zumal manuelles Scharfstellen ohnehin bescheiden ist mit den Objektiven. Bei Canon ist dieses Verhalten übrigens der Standard. Der 77 mm Filterdurchmesser ist in der Praxis angenehm.
Wer noch konkrete Fragen hat, ich hab beide Objektive noch ein paar Tage, dann geht das Nikon wieder zurück. Bis dahin kann ich gerne noch etwas ausprobieren.
PS: das 60er Mirco ist die neue AF-S Version.
PPS: ich hatte vergessen zu erwähnen, alle Aufnahmen sind mit der D3 gemacht.
Preise, Gewicht und technische Daten kann sich jeder selbst heraussuchen. Hier gehts nur um meinen persönlichen Eindruck und Vergleich. Jeder muß wissen was ihm selbst wichtig ist und daraus sein Fazit ziehen.
Das Sigma ist deutlich größer und schwerer, das Nikon erstaunlich leicht (Kunststoffkonstruktion). Beide sind aber kleiner und leichter als alle anderen AF Objekitve die ich habe, also die ganze Diskussion um Größe und Gewicht ist wirgendwie amüsant.
Der AF ist bei beiden fix und genau, ohne lange rumzusuchen oder nerfiges Nachkorrigieren. Beim Sigma merkt man das mehr Glass bewegt wird. Interessant ist das der Kontrast AF im Live-View bei beiden Objektiven nicht 100% optimal ist. Bei beiden kann man mit der Hand (wenn man die Geduld hat) die Schärfe besser hinbekommen. Mit beiden Objektiven lag der AF mal zu weit vorne oder zu weit hinten. Wer mit f/1.4 fotografiert muß mit Ausschuß rechnen. Da war keines der Beiden im Vor- oder Nachteil.
Die 77 mm Filterdruchmesser des Simga ist für mich ein klarer Vorteil. Ich verwende sehr oft das AF-S 24-70 und das AF-S 80-200, alle haben den gleichen Durchmesser. Beim Objektivwechsel ist es super angenehm wenn man den Deckel von einem aufs andere machen kann.
Beide sind für manuelles Fokusieren ungeeignet. Der Schärfering geht bei beiden etwas zu fest und hat nicht annähernd das samtweiche Verhalten wie alte MF Objektive. Man hat bei beiden das Gefühl das der Ring reibt. Ich habs versucht, mit beiden macht manuelles Scharfstellen keinen Spaß.
Was mir noch aufgefallen ist: Beim Nikon kann ich bei halb-gedrücktem Auslöser manuell eingreifen und scharf stellen. Der AF wird dann deaktiviert (zumindest so lange ich auch den Auslöser gedrückt halte). Beim Sigma wird der AF nicht deaktiviert, wenn man also mit der Hand rangeht dann regelt der AF gleich wieder zurück. Ist für mich kein Problem da ich den AF nicht auf dem Auslöser habe, sondern auf dem AF-On Knopf hinten, aber es sollte zumindest erwäht werden.
Schärfe ist bei beiden Objektiven einfach klasse. Selbst bei f/1.4 sind Beide wirklich brauchbar. Das war bei den alten 50ern nicht so. Wer gerne und oft mit offener Blende fotografiert hat hier mit beiden Objektiven seine Freude. Zum Rand hin wird das Sigma etwas weicher. Da ist das Nikon etwas besser. Da sind die Ecken schärfer. Abgeblendet wir der Unterschied geringer, aber das Nikon liegt immer ein bischen vor dem Sigma.
Bei der Vignettierung siehts allerdings umgekehrt aus. Da ist das Sigma etwa eine Blende dem Nikon voraus. Selbst bei f/2.8 hat das Nikon noch deutlich sichbare Ecken. Da macht sich die größere Konstruktion des Sigma positiv bemerkbar. Das mehr an Glas hat aber auch den Effekt das das Sigma ca 1/3 Blende dunkler ist. In der Praxis brauch das Sigma also 1/3 länger Verschlußzeit um genau die gleiche Belichtung auf dem Sensor zu haben.
Anbei ein Vergleich der Vignetierung visuell. Die "dunkle" Belichtung läßt den Effekt allerdings stärker wirken als er in der Praxis in normalen Fotos zu sehen sein wird. Da die Belichtung bei allen Aufnahmen konstant ist sieht man auch wie das Sigma insgesammt etwas dunkler ist. Aber auch hier sollte man sich nicht täuschen lassen. Es ist 1/3 EV Unterschied. In der Praxis ist das kaum sichbar.
Meine Hauptanwendung ist Portraits. Von daher interessieren mich die Bildecken weniger, da ich eigentlich nie bildwichtige Teile in den Ecken habe. Fairerweise sollte man also die Leistung was Schärfe und Abschattung betrifft immer in Bezug zur Praxis sehen und technische Test nicht ueberbewerten. Wer perfekte Ecken braucht kommt ums Abblenden ohnehin nicht herum.
Zum Vergleich hab ich auch das neue AF-S 60/2.8 Micro mitgetestet. Ich will nicht weiter drauf eingehen, das Micro hat einen ganz anderen Zweck und wird fälschlicherweise manchmal mit mit den 50ern verglichen. Aber als Relation ganz interessant.
Ach ja Bokeh hab ich auch verglichen. Da sind die Beiden auch sehr nah zusammen. Ich liefere noch ein Verleichtsbild nach.
Eine Sache die mir noch aufgefallen ist: Das Sigma hat einen etwas größeren Bildwinkel als das Nikon. Als Vergleich hab ich noch ein altes Nikon 50/1.2, welches eine idenditschen Bildwinkel hat wie das AF-S 50/1.4. Also das Sigma ist in Wirklichkeit ein 47 mm (oder irgendwas in dem Bereich).
Ganz persönliches Fazit: ich bin glücklich mit meinem Sigma. Das Nikon bringt mir keinen Vorteil. Etwas schärfe Ecken bringen mir nicht wirklich etwas für meine Fotos, die Vignettierung ist bei Sigma etwas besser, ansonnsten sind die beiden Objektive fast gleich. Das das Sigma den AF nicht deaktiviert ist mir nach 3-4 Monaten noch nie aufgefallen und nur für den Vergleich hab ich es ausprobiert. Also kein Problem, zumal manuelles Scharfstellen ohnehin bescheiden ist mit den Objektiven. Bei Canon ist dieses Verhalten übrigens der Standard. Der 77 mm Filterdurchmesser ist in der Praxis angenehm.
Wer noch konkrete Fragen hat, ich hab beide Objektive noch ein paar Tage, dann geht das Nikon wieder zurück. Bis dahin kann ich gerne noch etwas ausprobieren.
PS: das 60er Mirco ist die neue AF-S Version.
PPS: ich hatte vergessen zu erwähnen, alle Aufnahmen sind mit der D3 gemacht.
