Tipps für den Transport

Egal, ob es um private Aufnahmen im Urlaub oder um die professionelle Fotografie geht - die wertvolle Fotoausrüstung muss immer gut verpackt sein. Auf Flugreisen ist das Thema Transport noch viel wichtiger, denn schließlich sollen Kamera und Zubehör unversehrt am Ziel ankommen. Die passenden Taschen sorgen für maximalen Schutz der Ausrüstung. Ebenso wichtig ist aber auch der eigene Komfort. Gut durchdachte Taschen, Koffer und Rucksäcke für die Kameraausrüstung sind nicht nur sicher, sondern auch praktisch.
Tasche oder Rucksack für die Kamera?
Es gibt grundsätzlich gute Taschen, Koffer und Rucksäcke, die speziell für die Fotoausrüstung entwickelt wurden. Sie bieten Fächer für die Kamera, die Objektive und das Zubehör. So ist alles griffbereit und sicher verstaut.Ich persönlich bevorzuge einen Rucksack, weil ich auf Reisen gerne die Hände frei habe. Wenn ich z.B. am Flughafen Hamburg parken möchte, habe ich meist einen weiten Weg zum Gate, den ich dann mit Koffer und Kamera zurücklege. Es gibt aber auch viele Fotograf:innen, die eine Tasche oder einen Koffer für die Ausrüstung bevorzugen. Schauen wir uns daher die wichtigsten Vor- und Nachteile beider Varianten an.
Vorteile von Rucksäcken
- Vor allem bei schwerer Ausrüstung ist der Rucksack eine Erleichterung, denn das Gewicht ist gleichmäßig verteilt.
- Man hat die Hände frei, beispielsweise für weiteres Gepäck.
- Mittelgroße Rucksäcke wie mein Favorit, der Rollei Fotoliner Ocean Pro, können bei Flugreisen auch als Handgepäck aufgegeben werden.
Nachteile
- Das Auf- und Absetzen braucht Zeit. Mal eben einen Schnappschuss machen und einfach in die Tasche greifen - das geht bei einem Rucksack nicht.
- Die Kamera hat man bei einem Rucksack nicht im Blick. Bei Reisen in sichere Gebiete, beispielsweise für den Urlaub auf Ibiza, ist das sicher kein Problem, aber im Getümmel von Großstädten ein wesentlicher Aspekt. Ich selbst nehme den Rucksack dann einfach nach vorne.
Vorteile von Kamerataschen und Koffern
- Kamerataschen und Koffer bieten oft eine bessere Innenaufteilung. Alle Objektive können sauber nebeneinander in den Fächern aufbewahrt werden und sind so sofort griffbereit.
- Je nach Größe bieten Koffer und Taschen mehr Platz als ein Rucksack.
- Ist die Ausrüstung sehr schwer, ist ein Trolleykoffer mit Rollen besser.
- Tasche und Koffer kann man etwas leichter im Blick behalten als den Rucksack.
Nachteile
- Offensichtlich hat man nicht beide Hände frei wie bei einem Rucksack.
- Das Gewicht ist nicht gleichmäßig verteilt, eine Körperseite ist immer mehr belastet als die andere. Mit der Zeit, vor allem bei Städtetouren, kann das ganz schön unangenehm werden.
Darauf solltet ihr bei der Auswahl achten
Ob Tasche, Koffer oder Rucksack: Gute Transportlösungen bieten ausreichend Fächer für jegliches Zubehör mit der optimalen Größe für Objektive, die Kamera und Kleinteile. Die Fächer sind sehr gut gepolstert, um die empfindlichen Geräte zu schützen. Bei Rucksäcken sind die Schulterriemen breit und verstärkt, um das Gewicht möglichst gleichmäßig zu verteilen. Auch ein Beckengurt ist unbedingt sinnvoll. Darüber hinaus gibt es noch ein paar individuelle Besonderheiten. Nicht jede Tasche ist für jede Kameraausrüstung geeignet. Auf die Kompatibilität muss man also achten. Bei der Wahl der Größe spielt folgende Frage eine Rolle:Handgepäck oder Aufgabegepäck?
Das Mitführen der Fotoausrüstung im Handgepäck hat den Vorteil, dass man die wertvollen Geräte immer im Blick hat. Allerdings ist der Platz im Handgepäck begrenzt und man muss sich an die Gewichtsvorgaben der Fluggesellschaften halten. Daran sollte man unbedingt beim Kauf von Kamera-Gepäck achten.Das Aufgabegepäck bietet mehr Platz, birgt jedoch das Risiko von Verlust oder Beschädigung. Eine Versicherung der Fotoausrüstung ist dringend empfohlen. Grundsätzlich sollte die Ausrüstung gegen Verlust, Diebstahl oder Beschädigung sowohl während des Transits als auch am Zielort versichert sein. Einen Rucksack, den ich sehr gut finde, der aber meist nicht mehr als Handgepäck durchgeht, ist z.B. der Deuter Rucksack Jaypack 34.
Die Sicherheitskontrollen
Am Hamburger Flughafen habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine gute Vorbereitung für eine reibungslose Sicherheitskontrolle entscheidend ist. Packt die Ausrüstung so, dass sie leicht zugänglich ist. Legt die Kamera und das Zubehör in separate, durchsichtige Beutel, um die Sichtkontrollen zu erleichtern. Ich versuche immer, einen Draht zum Sicherheitspersonal herzustellen. Ich informiere sie darüber, dass ich eine Fotoausrüstung bei mir habe und erkläre ihnen kurz, welche Teile besonders empfindlich sind.Lokale Gesetze und Bestimmungen
Die Gesetze und Bestimmungen für die Nutzung von Fotoausrüstung am Hamburg Airport kenne ich inzwischen. Wenn ich in ein anderes Land reise, informiere ich mich aber immer zuerst über die Vorschriften. Das betrifft das Fotografieren in der Öffentlichkeit, aber auch die Einreise mit der Kamera.Fazit
Eine durchdachte Transportlösung für Kameras ist Pflicht, bei der Auswahl kommt es auf persönliche Präferenzen und die Größe der eigenen Ausrüstung an.Bildnachweis: ©Pixabay