Nach diesem kleinen Exkurs widme ich mich nun wieder
dem weiteren Verlauf der Reise.
Um euch nicht mit belanglosen Knipsereien zu langweilen,
überspringe ich die wenigen Fotos, die bei der Fahrt
vorbei an Stavanger,
über den Boknafjorden
und durch Odda
bis ins Aurlandsdalen
entstanden sind.
Ein kleines Highlight war die Wanderung in eben diesem
Aurlandsdalen.
Auf dem Parkplatz wurden wir noch von anderen Wanderern gewarnt.
Der Weg ist viel länger und gefährlicher als im Wanderführer beschrieben.
Erdrutsch!
Wegmarkierungen verschwunden!
Wasserfall-/Bergbachüberquerungen auf nassen Holzplanken, ganz ohne Brücke!
Wir rechneten mit dem Schlimmsten und wurden positiv überrascht.
Der Erdrutsch hatte es tatsächlich gewagt
einen kleinen Abschnitt des Wanderpfades verschwinden zu lassen.
Zu allem Überfluss plätscherte dann auch noch ein Bach
durch den Graben, den der Erdrutsch hinterlassen hatte.
Mit etwas Weitsicht und ein paar Metern Umweg
kamen wir trockenen Fußes auf die andere Seite und
fanden ohne Probleme die Fortsetzung des Weges.
Die nassen, rutschigen Holzplanken unterhalb eines Wasserfalls
entpuppten sich als völlig nutzlos.
Es war viel gefährlicher auf dieser Behelfsbrücke den Bach zu überqueren,
als sich einfach von Stein zu Stein einen eigenen Weg zu suchen.
Nur bei der Länge des Wanderweges waren die Unkenrufe gerechtfertigt.
»18 km«, verkündete der erste Wegweiser.
Nach einem Kilometer Fußmarsch verlängerte sich der Rundkurs auf bereits 19 km.
Und auch die weiteren Entfernungsangaben machten keinen sonderlich seriösen Eindruck.
Schön wars trotzdem und ich muss gestehen:
»Wir hatten nie vor die gesamten 18 oder 19 oder 20 Kilometer zurückzulegen.«
Ich kann als Ausrede ja die »alte« Patentante vorschieben.
2 – Almen (das heißt wohl auch im Norwegischen so) im Aurlandsdalen
3 – Aurlandselvi (elv = Fluss)
4 – Vassbygdi. Sprechen sich die Nachbarn eigentlich bei der Fassadenfarbe ab?
PS: Das Wetter war ein Traum. Sonne pur. Hier entstand auch das Bild von der Caddy-Wäscheleine.