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Awi

NF-Platin Mitglied
Platin
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Eigentlich habe ich mir für die Telefotografie zu meiner D3 eine D300 zugelegt. Nun habe ich das ganze im Paddelboot ausprobiert. Die D300 war mit einem Sigma Tele Macro 300mm f4 bestückt und funktionierte sehr gut. Im Ergebnis stelle ich aber fest; das Rauschen mancher Bilder schon bei ISO 400 sagt mir nicht zu.
Also soll eine andere Lösung her. Die D3 verkaufen und D800/10 zulegen und damit croppen wäre vieleicht eine Alternative. Allerdings büße ich dann Bildgeschwindigkeit ein. In vielen Situationen wäre das ein Nachteil. Vielleicht aber zu verschmerzen. Da ich mir jedoch vorgenommen habe öfter Wasservögel zu fotografieren und ich mit der D3 sehr gut zurecht komme, denke ich an eine gläserne Lösung.

Ja nur was soll es werden? Mehrere Tausend Euro stehen für diesen Zweck nicht zur Verfügung. Ich könnte das vorhandene 300er mit dem ebenfalls vorhandenen 1,4x Kenko oder einem modifizierten TC-16A verlängern.

Ich könnte mir aber auch eine manuelle Festbrennweite an den TC-16A hängen. Oder ein 150-600 Sigma/Tamron zulegen. Vieleicht auch ein 50/150-500 Sigma. Am besten wäre vielleicht eine lichtstarke Festbrennweite. Aber gibt es die für ca. 1000 Euro? Ja und am besten wäre es, wenn das ganze schön handlich bliebe. Ich will aus dem Boot heraus ablichten.
Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es wahrscheinlich nicht. Stangenautofokus oder Af-S wär mir egal. Nur die Abbildungsleistung sollte stimmen.
Kann jemand was empfehlen.
Gruß Jörg
 
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Hm ... ich sehe das Rauschen nur in der 100%-Ansicht, Exifs gibts bei Dir ja nicht.

Mich wundert so Einiges von dem, was Du hier so vom Stapel lässt und die Enten sind natürlich auch nicht scharf (wahrscheinlich hast Du sie nicht richtig getroffen, wenn tatsächlich 1/2500sec. vorlagen) Außerhalb der Schärfeebene rauscht es ebenso mehr, genau wie in untrbelichteten Bereichen.

Aber natürlich kenne ich den Unterschied zwischen alter und neuer Linse im Auge nicht. Gewöhn Dich doch zuerst einmal an Dein neues Sehen, bevor Du anfängst Deine gesamte Kohle in das beste Fotoequipment dieser Welt zu investieren.

Das muss ja schrecklich sein wieder scharf sehen zu können (ich bin nämlich kurzsichtig und tu nix dagegen)
 
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Ich finde das Rauschen für ISO 400 ziemlich auffällig.
Auf dem Gesamtbild sehe ich kein auffälliges Rauschen, aber ein grausliges Bokeh, was vielleicht für den Eindruck sorgt.
In dem Ausschnitt ist jetzt auch nichts "auffälliges", es rauscht halt ein bischen, aber nix dramatisches, wo man sich gleich eine neue Kamera oder Objektiv kaufen müsste, denn für das Gesamtbild ist das ja irrelevant.
Und das mit dem scharfstellen musst Du halt noch ein wenig üben ;) Mit einer D300 und einem 300/4 sind durchaus pixelscharfe Aufnahmen möglich. Der Kauf teurerer Technik kann Übung und Erfahrung allerdings nicht ersetzen.
 
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So, und jetzt gehst Du zu Frankenberg und läßt dieses Bild
in 30 x 45, meinethalben auch in 40 x 60, ausbelichten.

Danach reden wir weiter … :cool:



 
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ich denke Du machst Dich gerade verrückt mit dem Bildrauschen. Lass die 100% Ansichten einfach bleiben und erfreue dich an Deinen Bildern. Wer nach Fehlern sucht wird immer welche finden. Ich habe keine Ahnung aus welchen Gründen Du fotografierst aber ich für meinen Teil (und vermutlich die aller meisten) mache es aus Spaß an guten Bildern für mich bzw. die Familie und Freunde. Und von der Familie/Freunden/Bekannten schaut NIEMAND die Bilder in einer 100% Ansicht an.

Auch bei dem letzten Beispiel finde ich das Rauschen nicht sonderlich störend. Auch nicht bei 100%

SORRY :fahne:
 
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Gut, dann höre ich jetzt mit dem meckern auf und probiere es nochmal.

picture.php


Gruß
Jörg
 
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Passend zum Anforderungsprofil aus Kleinboot bei Dämmerlicht:

D300 + Sigma 150-500; 1/160s; Blende 7.1 bei 230mm

Ursprung (nur verkleinert auf Forumsgröße)

picture.php


100% Crop mit Rauschen

picture.php


Endprodukt (nach CNX2, beschnitten/entrauscht/ geschärft)

picture.php



Bei 450 mm und Iso 500 habe ich den Vogel auch. Allerdings konnte ich bei 1/160s die Physik nicht mehr austricksen:

picture.php



Die 300er rauscht. Auch schon 2008. Richtig belichtet stört es bei Ausdrucken nicht.
 
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Ja, bei dem Wasservochel fällt mir das auch auf!:hehe: Aber da ist das schon ein bisschen durch die Nachbearbeitung gegangen. Und dann hat Markusm1000 schon recht. Das Bokeh stört noch dazu. Ich werd das mal mit offeneren Blenden ausprobieren. Vielleicht hilft das ja schon::nixweiss:
 
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Ich werd das mal mit offeneren Blenden ausprobieren. Vielleicht hilft das ja schon::nixweiss:
Ja, bei der Blende gilt nicht "viel hilft viel", sondern Du solltest sie so wählen, dass Dein Motiv angemessen scharf ist. Meist ist das so irgendwo bei 5,6-8.
Viele Problembilder, die so gezeigt werden, stammen von Leuten die irgendwo mal gehört haben, je kleiner die Blende desto scharf und das dann ohne weiteres nachdenken (was bewirkt die Blende eigentlich so alles, wofür ist die da?) gnadenlos auf alles und jedes anwenden.

(Das extremste war mal "Hilfe, meine Bilder sind schwarz". Folge von "kurze Verschlußzeit macht scharf" und "kleine Blende macht scharf" in Verbindung mit "der Profi fotografiert immer in M".)
 
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Was ich ja wirklich toll finde: [MENTION=66]Awi[/MENTION] kann aus einem "Paddelboot" heraus mit mehreren hunder Millimetern Brennweite umgehen. Chapeau!

Ich paddle viel und auf Plattwasser auch durchaus sicher. Über 1000 km und mehr als 100 Tage im Jahr. Jedes Jahr. Seit Jahren. Auf der See und auf Wildwasser. Dennoch fällt es mit extrem schwer, mehr als 100/150mm Brennweite auch nur einen Moment lang sicher zu halten - insbesondere mit einer DSLR.

Beim Blick durch den Sucher verliert man sofort die Horizont-Referenz, was erst zu einer (vollkommen unnötigen) horizontaler Überkorrektur und dann (in extrem schneller Folge) zu einem Vollbad führt. Im Kajak sitzend - selbst im Seekajak auf einem Ententeich - ist mir DSLR-Photographie nur mit +/- Normalbrennweite und dem Horizont vorm Bug möglich.

Auf/in einem Kanadier sitzend ist da mehr Spielraum (insbesondere, wenn eine zweite Person den Kahn stabilisiert), aber auch hier finde ich es extremst (mit Ess-Tee am Ende) schwierig, ein Bild zu komponieren und die Kamera mit einem 300er davor auch nur annähernd still zu halten (mehr als 300mm Brennweite habe ich nicht). Abgesehen von Segelbooten mit Ballastkiel (die "im" Wasser liegend eine einigermassen zyklische oder rhythmische Eigenbewegung haben), sind alle Formen von kleinen Sportbooten mit glattem Boden ("Gleiter") wirklich miese Arbeitsplatformen für uns Photographen.

Wie willst du das in den Griff bekommen?
 
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Mit einem 300er sollte man auch vom Boot aus bei 1/2500s ein halbwegs wackelfreies Bild zustandebringen.

Bei f10 sollte Ochs und Nilgans scharf sein, auch wenn man vielleicht nicht so ganz trifft.

Die Effekte sehen bei mir nach Luftflimmern aus.
Da hilft auch kein 400/2.8, kein TC oder keine D810.
Da hilft nur dichter ran, andere Tageszeit oder anderer Tag ...

Bei dunklen Federvieh mit weißen Flecken (Wasseramsel, Reiherente) oder
weißer Vogel vor dunklem Hintergrund, ist eine Unterbelichtung durchaus
hilfreich, um das weiß nicht in die Sättigung zu treiben.
 
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Nun habe ich das ganze im Paddelboot ausprobiert.
Gruß Jörg

Hallo Jörg,
sofern das im Paddelboot nicht nur zum Ausprobieren war, sondern Du das oft vorhast kann ich Dir nach jahrelanger "aus-dem-Paddelboot-Fotografie" nur sagen: Vergiss manuelles Fokussieren, allein schon die Drift des Boots verändert ständig die Entfernung zum Motiv. Nimm ein System mit Bildstabilisator, denn selbst kleine Wellen sorgen für unvorhersehbares Wackeln des Bootes. Und: Hab eine zweite Person im Boot, die das Boot ausbalanciert, denn beim längeren Blicken durch den Sucher verliert man auch mal das Gleichgewichtsgefühl. Aus diesem Grund setze ich auch nie ein schweres 2.8/300 oder so vom Boot aus ein, denn mit einem kopflastigen schweren Brocken ist mir dabei nicht wohl. Ich nutzte jahrelang das alte Nikon 80-400 VR und inzwischen das neue 80-400 AF-S VR.
Eingebüßt hab ich noch nie was, die 400mm an DX reichen meist, da Du mit dem Boot an viele Motive angenehm nahe herankommst.

Gruß,
Martin
 
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Nachtrag: die Bilder sind absolut unbearbeitet aus dem NEF entnommen!

ja, und völlig unterbelichtet. :eek:

außerdem aus dem unschärfebereich. da rauscht auch eine d3s. wenn du unbedingt rauschen provozieren willst, ist das vielleicht ein gutes beispiel, aber doch nicht, um die iso-fähigkeiten der d300 zu belegen. richtig belichten (und richtig entrauschen!) sollte man fairerweise schon.

auch beim entenbild rauscht es nur im unscharfen und unterbelichteten hintergrund. das ist doch völlig normal und dort stört doch auch ein etwas stärkeres (ent)rauschen nicht. ich glaube nicht. dass rauschen dein vorrangiges problem ist. eher sind es die überzogenen ansprüche und mangelnde bildaufbereitung.
 
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Hallo Martin,
ja das Ausprobieren hatte den Sinn das öfter zu machen. Das mit Problem mit der Drift hatte ich bei meinen Versuchen auch sehr oft. Ich habe allerdings vor die Fototouren allein zu unternehmen. Zum Glück ist ein Faltboot einigermaßen gutmütig und die Gefahr die Ballance zu verlieren ist nicht so groß wie in Festrumpfbooten. Ja, und ich finde es auch erstaunlich wie nah ich mit dem Boot an viele Tiere gelange, die von Land aus eine größere Fluchtdistanz zeigen. Na, ja und die Perspektive so nah an der Wasseroberfläche finde ich eben auch sehr klasse. Es sind ja auch einige gute Bilder dabei herausgekommen.
Ich bin ja nicht nur unzufrieden.
Würdest du denn das 80-400 in der alten Version uneingeschränkt empfehlen?
Oder sind die 400mm dann doch mit Abstrichen zu sehen?
Gruß
Jörg
 
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Hallo Jörg,

uneingeschränkt empfehlen kann man das alte 80-400 auf keinen Fall: Bei 400mm lässt die Leistung dann doch nach, der Fokus ist insgesamt langsam und der VR ist der erste, den Nikon in einem Spiegelreflex-Objektiv verbaut hat - der hat auch seine Grenzen.
Positiv: Günstig zu haben und klein und leicht, verglichen mit den Alternativen. Doch ich habe nicht ohne Grund den Schritt zu dem neuen gemacht.

Tamron 150-600 kann ich nichts zu sagen, auch nicht, ob die Endbrennweite aus dem Boot noch machbar ist.

Tamron und Nikon 70-300 fand ich beide auch OK. Fand auch ewig nicht das optimale Gerät und freue mich derzeit eben am 80-400 AF-S.

Und: Du hast Recht, Faltboote schmiegen sich den Wellen besser an als Feststoffboote, ich nutze einen Faltcanadier. Trotzdem kann es brenzlich werden, nur das Motiv durch den Sucher zu betrachten, der fehlende Horizont, evtl. noch die Bildstabilisierung gaukeln dem Gleichgewichtsempfinden eine trügerische Sicherheit vor. Will demnächst mal probieren, ob Sucherlose, via Display, da geeigneter sind.

Gruß,
Martin
 
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Ja, sehr schön der Link. Da sehe ich ja auch dein Kanu. Das kippt natürlich leichter als mein Klepper. Dafür kann man sich darin natürlich freier bewegen. Aber das macht mir doch Mut die Fotografie vom Boot mehr zu verfolgen. Und vorsichtig bin ich auf dem Wasser immer. Werde bei der nächsten Tour dann auch mal das Boot ablichten. Ich probiere jetzt erst einmal mein vorhandenes Equipment aus. Handlich ist das 300er Telemacro ja. Dann teste ich es demnächst noch mit Konverter. Vielleicht bringt mir das ja auch noch wichtige Erkenntnisse. Allerding werde ich mich im Boot immer auf eine Brennweite beschränken. Alles andere finde ich im engen Paddelboot nicht so prickelnd.
Gruß
Jörg
 
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Der Ein oder Andere mag das jetzt vielleicht nicht hören wollen, aber ich muss den TE jetzt doch mal unterstützen.
Wir haben eine D700, eine D300, eine D4 und eine D4s zuhause und mit der D300 fotografieren schon länger nicht mehr, weil sie einfach ab etwa ISO 400 viel zu stark rauscht. Das ist auch so, wenn das Bild richtig belichtet ist und wer meine Bilder kennt, der weiß, dass ich weiß, wie man das macht.
Natürlich ist es so, dass man das Rauschen im ausgedruckten Bild i.d.R. nicht sieht, aber in der Datei ist es einfach sichtbar, da kann man mir erzählen was man will!
Das gilt vielleicht nicht für Bilder, die bei hellem Licht aufgenomen wurden, aber wenn wenig Licht da ist, dann rauscht die D300 schon merklich.
Mag ja sein, dass das "seltsame" Aussehen der hier gezeigten Bilder auch ein wenig vom Bokeh des Objektives abhängt, aber dass die D300 bei wenig ISO nicht rauscht, lasse ich mir nicht einreden!
Das ist auch ein wenig abhängig vom jeweiligen eigenen Anspruch an die eigenen Bilder und ob es einem wichtig ist, wie eine Datei aussieht oder ob man nur auf den Ausdruck Wert legt.
Mir (uns) ist das Rauschen der D300 schlussendlich dermaßen auf den Keks gegangen, dass wir irgendwann entschieden haben, mit ihr nicht mehr zu fotografieren.
Gruß Axel
 
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Ja Jörg, lass mal Deine Lösungen sehen, vielleicht find ich ja auch noch was praktischeres fürs Boot.

Richtig beladen ist der Ally sehr stabil - und fasst viel mehr Fotokram als so ein Klepper, obwohl, der is schon toll.:)

Gruß,
Martin
 
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