Säben – Der Heilige Berg Tirols

.
Eine Etage tiefer duftet dieser finstere Gang fein nach Heizöl,
das mit dem Trecker quasi eimerweise nach Säben gebracht
werden musste.




Die Wärmersorgung der riesigen Anlage ist das größte und teuerste
Problem des Klosters. Letzten Winter fiel die Heizung aus, weshalb
mein Bruder bei 10 Grad doch arg bibberte. Inzwischen hat er jede
Menge moderner, mobil einsetzbarer Elektroheizungen angeschafft,
um über den nächsten Winter zu kommen.

Derzeit plant ein Ingenieurbüro die Umstellung auf Wärmepumpen,
was angesichts von mindestens vier vertikalen Heizungssträngen
und deren oft unbekannten Abzweigungen auf sieben Ebenen doch
eine erhebliche Herausforderung darstellt.


.
 
Kommentar
Anzeigen
.
Einige Gewölbe weiter stosse ich auf das frühere Apfellager:




Das könnte man sofort wieder in Betrieb nehmen; alles dazu
ist noch vorhanden und einsatzbereit:




Draußen vor der Tür passte diese wunderschöne Madonna auf die Äpfel auf:




.
 
Kommentar
.
Wer von Äpfeln redet, sollte sie auch einmal in natura zeigen.
Grundsätzlich gilt im Eisacktal: Wo keine Weinberge sind, da
sind Apfelplantagen, die von Netzen gegen Hagel geschützt
und oft künstlich bewässert werden.




Um den Torgglhof ist alles voller Apfelbäume:




Letztes Jahr waren die Äpfel ziemlich klein und hatten Sonnenbrand,
aber heuer wird die Ernte richtig gut mit makellosen Äpfeln.





.
 
Kommentar
.
Ein kleines Intermezzo, bevor wir uns dem Wein widmen …
Mal ein kleines Treppenhaus im großen Kloster:




Nachfolgend eines meiner Lieblingsbilder aus Säben …




Auf diesem Rodel (= Schlitten) sauste ein Nönneken früher
im Winter den Heiligen Berg hinunter, wenn es unbedingt
etwas in Klausen zu erledigen hatte – unglaublich.


.
 
Kommentar
.
Da der Herr vor den Weinkeller bekanntlich den Weinberg gesetzt hat,
gönnen wir uns zunächst einige Impressionen aus ebenjenem.




Erreichbar ist der Säbener Weinberg ausschließlich durch diesen Tunnel.
Weil das Denkmalamt querschoß, hat die Freiwillige Feuerwehr das Tor
kurzerhand in einer Nacht- und Nebelaktion verbreitert, damit wenigstens
ihr Mercedes G im Notfall Richtung Kloster gelangen kann.




Vom Tunnelausgang ist es allerdings noch ein Stück bis zum Kloster.
Unter der riesigen Zeder ist übrigens Coco, der erste Hund meines
Bruders begraben – nett, aber arg wild im Gegensatz zu Billie …




.
 
Kommentar
.
Noch ein kleines Intermezzo mit einer typisch Südtiroler Geschichte.
Was ihr hier seht, ist eine Kammer für den berühmten Speck:


Dieses Bild wurde mit drei Sekunden Belichtungszeit aus der Hand getattert, worauf ich denn doch stolz bin.


Den Speck hegt und pflegt der Nachbar Thomas, der mit den
meisten seiner sechs Geschwister in einem riesigen Haus
unterhalb des Torgglhofs lebt. Sein Bruder Florian kümmert
sich um das Obst, seine Schwester Renate, eine ehemalige
Lehrerin, hütet häufig Billie … und ein Bruder ist tatsächlich
Mathematik-Professor in Hamburg. Eine tolle Familie.


.
 
Kommentar
.
Den gewaltigen Weinkeller hätte ich ohne Hilfe meines Bruders
wohl nie gefunden:




Letzte Füllung 1991 – danach wurde der Weinberg verpachtet.




Kleinere Fässer im Barrique-Format findet man auch:







In den hinten zu sehenden Korbflaschen wurde der Wein transportiert
und wohl an die lokale Bevölkerung verkauft.


.
 
Kommentar
.
Leider ist das gesamte Inventar des Weinkellers heute nur noch
als malerische Deko geeignet – eigentlich eine Schande …




Ach, fast hätte ich die Heiligenbildchen im Weinkeller vergessen:




.
 
Kommentar
.
Bevor es gleich wirklich und wahrhaftig richtig giftig wird,
gibt es weitere Tafel-Poesie aus Klausen:




Auch der Gemüsehändler bietet Neues:




Danke, gleichfalls …


.
 
Kommentar
.
Ein altes Kloster hatte natürlich auch eine Apotheke.
Winzig, aber eine wunderbare Schatzkammer:




Gift hatte ich Euch versprochen – Gift bekommt Ihr:







Da sind nicht nur Apotheker fasziniert …


.
 
Reaktionen: ZHR
Kommentar
-Anzeige-