Säben – Der Heilige Berg Tirols

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Kreuze aus allen möglichen Epochen findet man zuhauf;
nicht weiter verwunderlich beim Namen des Klosters
„Zum Heiligen Kreuz“ – eines zeige ich beispielhaft:




Ansonsten begegnen einem an allen möglichen und unmöglichen Stellen
fromme Heiligenbildchen:




Etwa in der dringend benötigten Sitznische in einem der Treppenhäuser,
aber auch in der alten Klosterküche neben dem Refektorium:




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Von den langen Gängen mit den winzigen Zellentüren
(Stockhöhe geschätzt keine 1,70 Meter) gibt es keine
Bilder, wohl aber von der ein oder anderen Zelle. Wie
es sich gehört, beginne ich mit dem Arbeitszimmer
der letzten Abtissin Mutter Ancilla:




Einige Zellen weiter kann es dann so aussehen:




Oder auch so:




Man weiß nie voher, was einem begegnet – manche Zellen sind voller
alter Möbel, andere noch bezugsfertig eingerichtet, wieder andere
Bilderdepots … eine echte Wundertüte sozusagen.



In dieser Zelle liegt noch die Abschiedsrede zum Auszug der letzten
drei Nonnen am 21. November 2021 – ein bewegendes Dokument.


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Totalreflexion kommentierte
Tatsächlich eine verblüffend interessante Reportage - vielen Dank, Sven!

Warum nur kommen mir beim letzten Foto in diesem Beitrag Pixar und Luxo jr. in den Sinn ...
 
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Bevor wir uns dem Kapitelsaal und Refektorium widmen,
schnappen wir mal draußen etwas frische Luft – natürlich
zuerst im Klostergarten:




Ohne Treppenstufe geht auf Säben nix, also weiter Richtung Weinberg.




Rechts die ehemaligen Ställe, links ein Eingang in eine Kellerebene,
unten der Durchgang ins Grüne …

Auf dem Weg dorthin begegnet uns ein eindrucksvolles Gewölbe:




Heutzutage einer der vielen Orte für landwirtschaftliches Zeug;
früher wurde hier u.a. geschlachtet, wie die Blutrinne zeigt:




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Im Gemüsegarten wuchert es wild vor sich hin:




Darunter liegt der längst verpachte Weinberg, der rund 3000 Flaschen
Kerner liefert, die als Sabiona für 35 Euro pro Bouteille zu haben sind:




Zwischen den Weinreben ghet es rechts zum Klosterfriedhof, den ich
aus Gründen der Pietät nicht fotografiert habe. Allerdings kann ich Euch
sagen, daß die meisten Nonnen, die dort liegen, uralt wurden:




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Blickt man stattdessen nach Nordwesten, sieht man einen
der schönsten Räume des Klosters mit famoser Rundsicht:




Kein Wunder, dass die Kellerei Eisacktal dort exklusive Wein-Events
veranstalten wollte, was mein Bruder rigoros abgelehnt hat – Säben
ist und bleibt ein Kloster, sagt er.




Dieser Raum war übrigens früher das Bügelzimmer der Nonnen;
ihre Bügeleisen habe ich später sonstwo entdeckt:




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Eine wunderbare Reise-Reportage ist das geworden, Sven. Durch die Bilder im Zusammenwirken mit Deinen Begleittexten vermittelt die Reprtage dem Betrachter eine Vorstellung vom Klosterleben zu früheren Zeiten.

PS: Warum nur musste ich als Rheinländer beim ersten Aufruf des Themas an die Säbener Straße in einer bayrischen Großstadt denken?
 
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jazzmasterphoto kommentierte
Vielleicht, weil Du ballaballa bist, lieber Nic?
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N
Nicname kommentierte
Ja, da werden wohl ein paar Neuronen aus Jugendtagen hängen geblieben sein, von "jeden Namittach au'm Bolzplatz ..."
 
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Nach so viel Kloster wird es Zeit für einen Ausflug runter nach Klausen.
Und zwar über die Säbener Promenade quer durch die nördlichste
submediterane Vegetation Italiens – lasst Euch verblüffen …

Der Weg dorthin führt durch den zweiten Tunnelzugang nach Säben:




Die Steine sind ebenso glatt wie die beim Kreuzweg, nur ist es hier noch steiler.
Auf dem letzten Wegstück vor dem Tunnel habe ich eine Neigung von 25 bis 30
Grad gemessen, die mein Bruder mit seinem Toyota Jimny tatsächlich hochfährt.
Außer seinem Auto passen nur noch ein Fiat Pand 4x4 oder ein kleiner Trecker
durch den Tunnel, der Richtung Pardell zum Torgglhof führt. Von dort ein Blick
auf den schmalen Weg nach oben:



Rechts und links der Zäune geht es übrigens locker 50 Meter steil in die Tiefe.


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Nun aber auf oder besser ab auf die Säbener Promenade:



Wer etwa die südfranzösische Garrigue kennt, dem kommt diese Vegetation
doch erstaunlich bekannt vor …





Hatte ich die vielen Treppenstufen auf Säben schon erwähnt?
Es geht lecker steil bergab:




Da kommt einem eine der Bänke unterwegs schon sehr gelegen:




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Zwischendurch mal ein Blick nach oben:




Unterwegs gibt es ein Denkmal für den ersten lokalen Weinbau:




Irgendwann landet man an den vermaledeiten Treppen des Säbener Aufgangs,
und wenn man die bewältigt hat, liegt um die Ecke der Gassl Bräu, der u.a. ein
feines Helles fabriziert.


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In der Oberstadt von Klausen erfreuen mich schöne Sprüche:




Auch der Gemüsehändler einige Häuser weiter hat was zu bieten:




Dass die Sprüche auf beiden Tafeln regelmäßig wechseln, merkte ich erst später.
Mal gucken, wo ich den ein oder anderen noch untergebracht bekomme.


Zurück nach Säben ging es dann über den Kreuzweg:




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Totalreflexion kommentierte
"Offenes Sauerkraut - crauti sfusi" - wieder was gelernt ... (ich musste LEO bemühen).
 
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Quasi zur Halbzeitpause gibt es nun ein Bild, dass bei
den Klausener Freunden für Begeisterung sorgte:




Die Geisler-Spitzen (so ist es richtig) im Alpenglühen mit Vollmond …


Bleibt mir und Säben derweil gewogen – es gibt noch viel zu sehen.


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Der zweite Teil der Entdeckungsreise durch das Kloster Säben
beginnt an einem wichtigen Ort – dem Kapitelsaal, wo sich der
Konvent über drei Jahrhunderte lang regelmäßig traf, um über
wichtige Angelegenheiten des Klosters und der Gemeinschaft
zu beraten.




Auf dem umlaufenden Spruchband steht die Erste Regel des Hl. Benedikt,
jedoch mit einer kleinen Änderung – welcher wohl?




Daran sollte man ruhig öfters denken …


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Doch der wichtigste Gemeinschaftsraum eines Klosters
ist neben der Kirche das Refektorium, wo der Konvent
zu speisen pflegte. Als der immer mehr zu schrumpfen
begann, wurde aus dem Refektorium eine Bibliothek:




Die Schränke sind übrigens geöffnet, um potentiellem Schimmelbefall
der oft kostbaren Bücher vorzubeugen.




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Wie schon erwähnt, verbergen sich hinter jeder Klostertür
neue Überraschungen, etwa noch eine Bibliothek:




Bei dem Anblick erwartet man fast, dass gleich eine Nonne kommt,
um an dem Tisch weiter zu arbeiten …




Eine Etage höher entdecke ich schließlich die Noviziatsbibliothek
mit bis zum Auszug 2021 aktualisiertem Bestand:




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Nach den Höhen des Geistesleben steige ich nun hinab
zur Erkundung der zahllosen, über drei Etagen verteilten
Kellerräume – ein faszinierendes Abenteuer …

Auf dem Weg dorthin begegnet mir die neue, moderne
Klosterküche, die vom Keller aus das Gästehaus und
die Nonnen per Lastenaufzug verköstigte:




Ein Paradies für jeden Koch (samt Konvektor), aber für meinen Bruder
völlig überdimensioniert und zum täglichen Kochen ungeeignet. Der
sich deshalb in den umliegenden Gasthäusern verköstigt, etwa beim
fabelhaften Huber in Pardell, das praktischerweise der Bürgermeister
von Klausen, der liebenswürdige Peter Gasser, betreibt.




Wie heißt es bei Asterix in "Kampf der Häuptlinge" so schön:
"Solange genug Sppentöpfe da sind, ist auch Hoffung da."




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Das Keller-Abenteuer beginnt rural – ich finde u.a.
die Kiepen, mit denen die Nonnen einst die Äpfel
und Weintrauben ernteten:




Öffnet man einen der unzähligen schwarzen Kästen (= Schränke),
die überall herumstehen, staunt man immer wieder, was sich da so
alles findet:




Beispielsweise eine Sammlung an Blumenvasen:




Oder die Strohhüte der Nonnen – eine meiner Lieblingstrouvaillen:




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