richtige Ausleuchtung im Studio

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smail123

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hi an alle,

ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Problem!

ich habe die Möglichkeit ein Fotostudio zu nutzen! die Ausrüstung ist eine sehr kleine, aber es ist alles dabei!

diese Ausrüstung: hier

ich habe meine D80 mit nen 85mm Objektiv benutzt. dh. ich musste ganz schön nach hinten gehen, damit ich die ganze Person mit draufbekomme (war aber kein Problem ist genügend Platz) . Mein 35mm ist leider noch unterwegs!

ich habe mir jetzt den Fernauslöser auf meine Kam geschnallt und die Kamera auf manuell gestellt. Blende zwischen 13 - 16, Zeit auf 1/200, ISO auf 100 und Weißabgleich auf ca. 6000.

dann habe ich die beiden 350er vor dem Model platziert ca. 45 Grad ca. 1,5m entfernt. auf der einen Seite hatte ich einen Defusor vor (den runden). auf der anderen Seite gegen einen Schirm indirekt geblitzt. (mal silbern mal gold)
ab und an habe ich den 250er (direkt ohne Schirm oder Defusor) eingeschaltet um den (grauen) Hintergrund zu beleuchten.

dennoch ist es mir nicht gelungen das Model und den Hintergrund perfekt auszuleuchten.

hier mal eins zwei Beispiel vom Testshooting die Bilder sind völlig unbearbeitet: hier

bitte seht von den Posen und den Gesichtsausdrücken mal ab. Meine Frau und meine Tochter waren echt tapfer und wurden gezwungen! Hi hi


ach ja der Hintergrund ist grauer Karton auf Rolle!


geht es mit solch einer Ausrüstung nicht? kann ich mir nicht vorstellen. ich gehe mal davon aus, dass ich noch irgendetwas falsch mache. nur was?

ich weiß auch das es bessere Ausrüstungen gibt, nur kann ich mir es leider nicht aussuchen! zumal es kostenlos ist!


wer kann mir Tipps geben was ich vielleicht falsch gemacht habe.

Ziel ist es erstmal das Model, aber auch den Hintergrund gleichmäßig zu beleuchten!

So wie hier in etwa (ist nur ein Beispiel) hier

Wie gesagt es geht mir um das Technische wie Licht und Ausleuchtung / Beleuchtung


ich Danke euch schon mal.

lg
 
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Ich habe zwar keinerlei Studioerfahrung, will aber trotzdem mal eine Antwort versuchen.

Die Ausleuchtung der Modelle finde ich gar nicht mal so schlecht, sie ist jedenfalls nicht besonders ungleichmässig. Für den ersten Studiobesuch finde ich das sogar schon sehr ordentlich.

Der helle Hintergrund auf dem Beispielfoto ist deshalb so gleichmäßig, weil er stark überstrahlt ist. Dazu muss der Hintergrund wesentlich heller sein als die Modelle. Bei Ganzkörperfotos (mit Füßen) wird so etwas sowieso problematisch.

So wie es aussieht, könnte deine Kamera mal eine Sensorreinigung gebrauchen.

Viele Grüße aus Bielefeld
Michael
 
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Wenn du den Hintergrund so haben willst, wie auf dem Beispiel Bild, dann solltest du folgendes beachten.

zB: Bei einem Raum mit 6m in der tiefe: Wenn du zwischen Model und deiner Kamera 2m hast, dann sollte der Abstand zwischen Model und Hintergrund 4m betragen.

Du brauchst, um den Hintergrund weiss zu bekommen zusätzliche Strahler oder Blitze.
Mindestens 2 stück von links und rechst auf den Hintergrund.

Dann kommt die Ausleuchtung von vorne (Model).
Mit dem, was du hast, wird es nicht so, wie auf dem Beispiel.
 
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hi an alle,

ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Problem!

ich habe die Möglichkeit ein Fotostudio zu nutzen! die Ausrüstung ist eine sehr kleine, aber es ist alles dabei!
....

dennoch ist es mir nicht gelungen das Model und den Hintergrund perfekt auszuleuchten.

hier mal eins zwei Beispiel vom Testshooting die Bilder sind völlig unbearbeitet: hier


geht es mit solch einer Ausrüstung nicht? kann ich mir nicht vorstellen. ich gehe mal davon aus, dass ich noch irgendetwas falsch mache. nur was?

ich weiß auch das es bessere Ausrüstungen gibt, nur kann ich mir es leider nicht aussuchen! zumal es kostenlos ist!


wer kann mir Tipps geben was ich vielleicht falsch gemacht habe.

Ziel ist es erstmal das Model, aber auch den Hintergrund gleichmäßig zu beleuchten!

So wie hier in etwa (ist nur ein Beispiel) hier

Also zum ersten denke ich, dass das Beispielbild einiges an Nachbearbeitung erfahren hat, das mit deinen ersten und unbearbeiteten Bildern zu vergleichen, führt natürlich zu Frust!

Als nächstes würde ich Dir empfehlen, nicht einfach alle Zutaten Deiner Ausrüstung mehr oder weniger wahllos aufzustellen, sondern Schritt für Schritt vorzugehen, also erst mal nur mit einer Softbox anzufangen und damit zu testen, aus welcher Richtung das Licht am besten wirkt und dann weitere Lichtquellen zuzugeben, wenn Du siehst, wo etwas fehlt / aufgehellt werden muss.

Zur Hintergrundausleuchtung: um eine große Fläche gleichmäßig auszuleuchten, brauchst Du einiges an Lichtleistung. Versuche vielleicht mal, einen der 350 für den Hintergrund zu nehmen (evtl. über die Decke oder großen Reflektor), einen 350 mit Softbox von einer Seite als Hauptlicht und den 250 mit Schirm zum Aufhellen (aber das ist jetzt mal so eine Empfehlung ins blaue hinein)....
 
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vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten!

So wie es aussieht, könnte deine Kamera mal eine Sensorreinigung gebrauchen.

habe ich auch gesehen. ich habe die Kamera gerade mal 5-6 Wochen. 85mm drauf und fertig! habe gar nicht gewechselt! hmmmmm und ich habe keine Ahnung wie ich das ding reinige!


Das Foto was ich für das Beispiel gewählt habe war ja auch nur ein beispiel. mir geht es echt um das gleichmäßige. ob der hintergrund dabei grau ist oder weiß wird ist ja erstmal egal. zudem möchte ich das model natürlich perfekt ausleuchten. was sagt ihr denn zu meinen kammeraeinstellungen? sind die so i.o für ein studio? ich kann ja auch die blende weiter öffnen und somit mehr licht einfangen. wichtig ist ja, dass die konturen vom Körper und gesicht perfekt abgebildet werden (brilliant wirken) ich finde da fehlt es bei meinen bildern echt dran. ist es denn besser die softboxen zu nutzen oder indirekt über die schirme zu fotografieren. oder ist es ne mischung aus beiden!

lg
 
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habe gerade mal getestet ob mein sensor verdreckt ist!

:hallo: ist zum glück alles io. muss also Staub auf dem Objektiv gewesen sein!

:D noch mal glück gehabt!



kann ich zum aufhellen für den hintergund auch baustrahler nehmen? oder bringe ich damit nur noch andere lichtquellen rein die nicht zusammen passen?
 
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3 Lampen und ein Reflektor reichen für Kopf/Brust Portraits aus. Das Problem für Ganzkörper ist, daß Du sehr lange Lichtformer brauchst um die Gleichmäßigkeit für den Hintergrund über die Körperlänge zusammenzubekommen. (Lange Softboxen oder Striplights wären sehr hilfreich)

EBV sei's gedankt gibt es eine kostengünstigere Lösung:

Versuche eine Belichtung zu gestalten, daß der Hintergrund (auch wenn er unregelmäßig ist) heller als das Modell wird. Die Belichtung des Modells sollte ca. 1-2 Blenden unter dem Maximum sein.

Dieses Bild kannst Du in deiner EBV so lange "pushen" (Belichtungskorrektur in den + Bereich), bis der Hintergrund rein weiß ist und Dein Modell noch nicht überbelichtet ist. Probiers einfach mal.

LG, Andy

PS:
Hier ist ein Bild, daß meine 13-jährige Tochter während einem Shooting von Sophie, einem Modell geschossen hat.
Mehr von ihrem Shooting: http://www.pbase.com/alexandrae/sophie
original.jpg
 
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(Lange Softboxen oder Striplights wären sehr hilfreich)

hmm? na ja es sind ja zwei softboxen dabei. die eine hat nen durchmesser von 1,40m und die andere ist 80x1,20m reichen die nicht? ich hatte nur die eine drauf (1,40dm) das andere teil lag noch in der ecke!

Versuche eine Belichtung zu gestalten, daß der Hintergrund (auch wenn er unregelmäßig ist) heller als das Modell wird. Die Belichtung des Modells sollte ca. 1-2 Blenden unter dem Maximum sein.

kannst du das mal bitte näher erklären?


wie ich Bilder in der EBV aufwerten kann ist mir bekannt. dennoch danke für den Tipp

mir geht es halt nur um den richtigen einsatz der blitze. wann ich was nehme (softbox oder indirekt gegen einen schirm) usw.

lg
 
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hmm? na ja es sind ja zwei softboxen dabei. die eine hat nen durchmesser von 1,40m und die andere ist 80x1,20m reichen die nicht? ich hatte nur die eine drauf (1,40dm) das andere teil lag noch in der ecke!

Hast Du auch einen Vornamen?

Eine Blitzanlage lebt nicht von den Blitzlampen, sondern von dem richtigen Einsatz der sogenannten Light modifiers. Mit diesen Vorätzen kannst Du die gewünschte Lichtstimmung erzielen.

Wenn Du eine Leuchte (Blitzlampe oder Bauleuchte) auf eine Wand richtest, hast Du einen hellen Spot in der Mitte der schnell dünkler wird. Ich habe Deine Frage so verstanden, daß du eine gleichmäßig weiße Hintergrundwand haben willst. Das muss der Fotograf einrichten.

Entweder mit Softboxen, die in etwa so lange wie dein aufzunehmendes Modell sind, oder du jagst das Licht duch eine durchlässige weiße Folie auf den Hintergrund. Aufpassen, daß nicht zuviel auf der Seite vorbeiquillt.(= Streulichter und Qualitätsverminderung im Bild). Für High Key kannst Du auch das Modell vor die Softbox stellen - auch hier, die Softbox sollte das ganze Bild ausfüllen.

kannst du das mal bitte näher erklären?
Wenn der weiße Hintergrund, der etwas unregelmäßig ausgeleuchtet ist, zBsp zwischen 0,5 und 1 Blende unter dem Maximum deiner Kamera beleuchtet ist, dann kannst Du in der EBV um eine Blende aufblenden und alles ist rein weiß (weil alles und wirklich überbelichtet ist). Wenn keine Partie des Modells in diesem Helligkeitsbereich war, wird sie nicht überbelichtet.

Reihefolge der Einstellung: (Für Deine Aufgabenstellung)

1) Lampen auf den Hintergrund ausrichten, am besten mit 2 Lichtwannen von links und rechts jeweils 45 Grad.
2) Kamera auf M und mit Belichtungszeit und Blende so lange einstellen, bis das Histogram alles ganz reicht hat, ohne auszureissen.
3) An der Stelle wo das Modell später stehen soll, ein Objekt plazieren.
4) Mit der dritten Lampe und dem gewünschten Schirm das Objekt solange beleuchten daß die hellste Stelle ca 1 Blende dunkler als die dunkelste Stelle im Hintergrund ist.
5) Um die Schlagschatten im gesicht des Modells (durch die eine Lampe verursacht) wegzubekommen, kannst Du auf der anderen Seite eine weißen Styropor Karton zum Aufhellen (= Kontrast verringern) verwenden.


mir geht es halt nur um den richtigen einsatz der blitze. wann ich was nehme (softbox oder indirekt gegen einen schirm) usw.

Da empfehle ich Dir ein oder zwei gute Bücher über Studioblitztechnik zu kaufen und die unterschiedlichen Beleuchtungssituationen und ihre Effekte dort zu lernen - das geht am schnellsten.

LG, Andy

PS:
Hab nochmals ein Bild von meiner Tochter rausgesucht, daß sie vor einem Jahr mit ihrer ebenso jungen Freundin gemacht hat. Papa war für die Lichtführung verantwortlich - diese ist so wie oben beschrieben. (Höhere Auflösung gibt es <Hier klicken> )

large.jpg
 
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Ich hab mir mal erlaubt ein Bild von dir mit EBV etwas zu bearbeiten.

7360478c3283d6bb4.jpg


Den Hintergrund mit NX aufgehellt.
 
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Ich habe Deine Frage so verstanden, daß du eine gleichmäßig weiße Hintergrundwand haben willst. Das muss der Fotograf einrichten.

es geht mir nicht unbedingt darum den hintergrund weiß zu bekommen. wenn er dann gleichmäßig grau wäre ist ja auch schon mal ok. bei meinen bilderen, ob weiß oder grau, ist der hinterrund aber nicht gleichmäßig. ich habe rechts immer nen dunkleren rand.

Reihefolge der Einstellung: (Für Deine Aufgabenstellung)

1) Lampen auf den Hintergrund ausrichten, am besten mit 2 Lichtwannen von links und rechts jeweils 45 Grad.
2) Kamera auf M und mit Belichtungszeit und Blende so lange einstellen, bis das Histogram alles ganz reicht hat, ohne auszureissen.
3) An der Stelle wo das Modell später stehen soll, ein Objekt plazieren.
4) Mit der dritten Lampe und dem gewünschten Schirm das Objekt solange beleuchten daß die hellste Stelle ca 1 Blende dunkler als die dunkelste Stelle im Hintergrund ist.
5) Um die Schlagschatten im gesicht des Modells (durch die eine Lampe verursacht) wegzubekommen, kannst Du auf der anderen Seite eine weißen Styropor Karton zum Aufhellen (= Kontrast verringern) verwenden.


werde ich mal testen! Danke!

mir ist noch aufgefallen, dass wenn ich die belichtungszeit auf 1/250 geschaltet habe, ich immer nen schwarzen breiten Rand auf dem Bild habe. kann ich also nicht kleiner belichten als 1/200?

- Regel ich denn die Belichtung nur über die Blende, weil die belichtung sonst
nicht synchron zu den Blitzen ist?

- die richtige Belichtung vom geschossenen Bild kontrolliere ich also am
besten über das Histogram, vielleicht noch den makierungsmodus um zu
kontrollieren ob viel überbelichtet ist. richtig?


ich hatte nur gedacht, dass es ne faustformel für den einsatz von studioblitzen gibt, wie z. B. bei ganzkörper immer große Softboxen und bei Portraits immer indirekt überm schirm? oder so :nixweiss: ist wohl nicht so. :dizzy:

wie immer üben üben üben! :heul: ne ne das war mir auch schon vorher klar! nen Forum macht das üben manchmal nur einfacher! :up:


@HotDrive: danke für die Bearbeitung!

lg micha
 
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Hi,

habt Mut zu Schatten!

Lampe links, Lampe rechts - das sollte man den Packshot-Leuten überlassen, die in einer Stunde 35 Fotos von Verpackungen für den Supermarkt-Zeitungsbeileger runterklatschen müssen.

Mal so für den Anfang:
Für Portraits: Eine Lampe für die Person. Für den Hintergrund je nach Größe.
Je mehr Lampen herumleuchten, desto mehr kann schief gehen.
Die meisten schlechten Bilder haben zu viele Lampen abbekommen.

Wenn Du eine Person ganz drauf haben willst, muss die Lampe entweder weit weg sein, oder groß, also eine lange Lichtwanne etc.

Eine Lampe - klassisch: Von links oben vorne, Ober-Vorder-Seitenlicht.
Damit liegt man auf der Linie der klassischen Malerei, also nicht ganz daneben.
Das Glanzlicht für die Haare: Meistens so überdosiert, dass die Glanzflecken mit dem Gesicht konkurrieren. Ich mag es gar nicht.

Hintergrund: Der muss nicht völlig gleichmäßig sein -warum?

grüße
Christian
 
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Hi,

es geht mir nicht unbedingt darum den hintergrund weiß zu bekommen. wenn er dann gleichmäßig grau wäre ist ja auch schon mal ok. bei meinen bilderen, ob weiß oder grau, ist der hinterrund aber nicht gleichmäßig. ich habe rechts immer nen dunkleren rand.

wenn Du den HG gleichmäßig ausgeleuchtet haben möchtest, dann mußt Du ihn "einfach" gleichmäßig ausleuchten. Je nach Intensität kann aus einem Neutralgrauen HG so ein weißer, schwarzer oder alle Graustufen dazwischen werden.
Das Problem liegt in der Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung. Dazu sollte man wissen, daß die Helligkeit im Quadrat zur Entfernung abnimmt. Wenn in einer Entfernung von einem Meter das Licht genau richtig ist, ist es in zwei Meter Entfernung nicht nur noch halb so viel, sondern nur noch 1/4.

Außerdem wäre eine größere Blende hilfreich - das würde den HG in etwas Unschärfe tauchen und damit auch homogenere Schatten bilden. Zusätzlich kann man in der EBV dann den HG auch noch zusätzlich weich zeichnen - wer will denn schon die Falten im Karton sehen?


mir ist noch aufgefallen, dass wenn ich die belichtungszeit auf 1/250 geschaltet habe, ich immer nen schwarzen breiten Rand auf dem Bild habe. kann ich also nicht kleiner belichten als 1/200?

Der schwarze Balken deutet darauf hin, daß die Blitzsynchronzeit zu niedrig ist. Diese ist zum einen von der Kamera abhängig und zum anderen von der Fähigkeit des Blitzes.

Mit 1/125tel solltest Du auf der sicheren Seite sein. Du kannst davon ausgehend ja noch etwas kürzere Zeiten einstellen und schauen, ab wann der schwarze Balken erscheint. Die nächste Belichtungszeit davor kannste dann nehmen.

- Regel ich denn die Belichtung nur über die Blende, weil die belichtung sonst
nicht synchron zu den Blitzen ist?

Belichtung beim Blitzen geht immer über die Blende (aber nicht aus dem von Dir vermuteten Grund). Mit der Zeit steuerst Du das Umgebungslicht (wichtig beim Aufhellblitzen).
Die Zusammenhänge zu erklären würde hier zu weit führen - es gibt ausgezeichnete Literatur zu dem Thema (nicht böse oder zynisch gemeint)



- die richtige Belichtung vom geschossenen Bild kontrolliere ich also am
besten über das Histogram, vielleicht noch den makierungsmodus um zu
kontrollieren ob viel überbelichtet ist. richtig?

Richtig - das gilt aber für alle Aufnahmen und nicht nur für Blitzlichtaufnahmen.

ich hatte nur gedacht, dass es ne faustformel für den einsatz von studioblitzen gibt, wie z. B. bei ganzkörper immer große Softboxen und bei Portraits immer indirekt überm schirm? oder so :nixweiss: ist wohl nicht so. :dizzy:

Tja, ganz sooo einfach ist es dann leider (oder zum Glück) doch nicht :D

wie immer üben üben üben! :heul: ne ne das war mir auch schon vorher klar!

Üben ist natürlich gut und wichtig - damit das aber nicht blindlings geschieht, ist auch die Theorie entsprechend notwendig. Angeeignet entweder über Fachbücher oder aber über einige Workshops. Letzteres ist aber leider eine recht kostspielige Art zu lernen. Und die meisten Angebote halten noch nicht mal, was sie versprechen :-(

vg, stefan

P.S.: vielleicht auch ganz hilfreich:

http://www.parallaxe.de/lehrgang.html
 
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Für Portraits: Eine Lampe für die Person. Für den Hintergrund je nach Größe.

Es kann auch ein großer Schirm sein...

Location shot von dem Geburtstagsfest meiner Tochter vor 2 Jahren.
Thema: Modeschau - typisch Mädels eben :D

2 Mütter waren die Visagistinnen, fotografiert und oft geschminkt haben die 16 Mädels sich selber - da ist ein Schirm eine starke Vereinfachung der Lichtführung. Ein paar Shots gibt es hier: www.pbase.com/andrease/birthday_party

original.jpg
 
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erst mal Danke an alle für die zahlreichen anmerkungen

habt Mut zu Schatten!

ja sollte ich vielleicht mal machen. ich dachte nur immer, um so weniger schatten um so besser ist das bild ausgeleuchtet. so wie "schatten kann ja jeder" ;)


Wenn Du eine Person ganz drauf haben willst, muss die Lampe entweder weit weg sein, oder groß, also eine lange Lichtwanne etc.


wie schon oben beschrieben, habe ich ja nur diese ausrüstung. reicht denn dafür der diffusor 140dm / 80x1,20m wenn er weit genug weg steht und auf max steht (350er Blitz), oder sollte ich zusätzlich noch was kaufen?

Hintergrund: Der muss nicht völlig gleichmäßig sein -warum?

es muss ja nicht sein, da gebe ich euch ja recht. nur mich hat es gewurmt. MEIN ziel war eben ein anderes.

Außerdem wäre eine größere Blende hilfreich

hatte ich getestet, nur waren da die bilder überbelichtet! :nixweiss:
weil, wenn ich die verschlusszeit erhöht habe (auf 1/250), hatte ich einen schwarzen balken. also musste ich bei 1/200 bleiben. also hatte ich nicht so viel wahl mit der blende. oder verstehe ich was falsch?

@epikur danke für den Link. das werde ich mir mal durchlesen! :hallo:

@AndyE. dein schirm ist ja um einiges größer. kann sehr gut verstehen das es damit besser funtioniert.

auch die idee mit dem geburtstag ist ja super! werde ich mal zu hause anbringen! komm ich bestimmt groß raus! :up:


lg micha
 
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Hi,

ja sollte ich vielleicht mal machen. ich dachte nur immer, um so weniger schatten um so besser ist das bild ausgeleuchtet. so wie "schatten kann ja jeder" ;)

Sorry - mußte erst mal Grinsen als ich das las :fahne:.
Ist eher so, daß Ausleuchten leichter ist als das Licht/Schattenspiel zu beherrschen.
Zum alles Ausleuchten wäre ein Schirm übrigens besser geeignet als eine Softbox. Der Unterschied liegt in der Lichtstreuung. Ein Schirm gibt Licht ungerichtet in fast alle Richtungen ab, eine Softbox gerichtet. Kannste Dir in etwa vorstellen wie ein Spotlicht.
Der Unterschied einer Softbox zu einem Spotlicht wiederum besteht darin, daß bei der Softbox das Licht weich ist (bei dem Spot dann hart). Der Unterschied ist u.a., daß die Schattenränder weicher wirken, es also keine harten Übergänge von Licht zu Schattenbereichen gibt.

Übrigens wird das Licht einer Softbox leider mit zunehmender Entfernung zum Motiv auch wieder härter.

wie schon oben beschrieben, habe ich ja nur diese ausrüstung. reicht denn dafür der diffusor 140dm / 80x1,20m wenn er weit genug weg steht und auf max steht (350er Blitz), oder sollte ich zusätzlich noch was kaufen?

ob max oder min hat unmittelbar nix damit zu tun, wie viel Fläche der Blitz ausleuchten kann. Das wird von der Größe der Lichtquelle und der Entfernung Lichtquelle zu Motiv bestimmt.

hatte ich getestet, nur waren da die bilder überbelichtet! :nixweiss:
weil, wenn ich die verschlusszeit erhöht habe (auf 1/250), hatte ich einen schwarzen balken. also musste ich bei 1/200 bleiben. also hatte ich nicht so viel wahl mit der blende. oder verstehe ich was falsch?

Yep, das tust Du. Beim Belichten ohne Blitz hättest Du recht, nur gelten beim Blitzen eben andere Regeln.

Beim Blitzen wirkt sich fast nur die Gesamtmenge des abgegebenen Lichtes des Blitzes aus. Diese Abgabe des Lichtes dauert eine gewisse Zeit. Und genau so lange muß der Verschluß mindestens offen sein (eben um das ganze Licht "einzufangen". Wenn der Verschluß länger offen ist, wird es aber nicht weiter heller im Bild, weil der Blitz ja aufgehört hat, zu blitzen - es kommt also nur noch (das relativ wenige) Umgebungslicht auf den Sensor.

(OK, ist alles etwas komplexer und in seiner Einfachheit nicht alles 100% korrekt - für das Verständnis aber sollte es genügen)

Wenn die Bilder also zu hell waren, dann entweder eine kleinere Blende wählen (die läßt dann bei einer Blende kleiner von den 100% Licht dann eben nur noch 50% durch), oder aber Du regelst das Blitzlicht dunkler. Ist eines der aus meiner Sicht echten Nachteilen der Walimexblitzen: sie sind nur über drei Blenden regelbar.

vg, stefan
 
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Hallo Micha,

also beim ersten Mal direkt mit so viel Licht zu arbeiten ist schon recht ehrgeizig.
Den schon vorgeschlagenen "Parallaxe" Lehrgang kann ich sehr empfehlen. Außerdem viel lesen, Bilder anschauen und versuchen zu erkennen, wie sie ausgeleuchtet sind. Was mir als Anfänger weiterhilft ist es, Beleuchtungssituationen nachzustellen. Ich such mir bestimmte Bilder aus und versuche die Lichtsetzung erst mal nachzumachen. Hilfe dazu findest du auch hier: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/10463/startpic/0
Dadurch bekommst du einfach ein Gefühl für die Lichtsetzung und kannst im Laufe der Zeit das Licht besser beherrschen.
Mein erster Tip an dich wäre, mit einem schwarzen Hintergrund anzufangen. Grund: Du musst dich zunächst mal nur mit der Ausleuchtung des Models beschäftigen. Hast du das gut im Griff, kannst du dann versuchen, den Hintergrund mit ins Spiel zu bringen. O.K., bei dunkelhaarigen Modellen wird es natürlich schwierig :)
Mein allererstes "Studioshooting" habe ich mit einem uralten Blitz, einem weißen Regenschirm als Durchlichtschirm und einer Styroporplatte ausm Baumarkt gemacht. Hier kannst du das Ergebnis sehen.

4074478efbe510523.jpg


Wie schon gesagt, eines meiner ersten Bilder und mit nur einer Lichtquelle.
Die Ausleuchtung ist sicherlich noch nicht sonderlich gut (vermutlich in Profikreisen sogar schlecht), aber es zeigt, dass man auch mit einfachen Mitteln anfangen kann.
Also nochmals mein Tip: Fange mit einer oder maximal 2 Lichtquellen an und versuch Erfahrung zu sammeln.
Ein wie du schreibst perfekt ausgeleuchtetes Foto bekommt man in der Regel nicht beim ersten oder zweiten Shooting hin.
Da wäre ich sonst, falls ich Profi wäre, auch ganz schön sauer, wenn andere das, wofür ich lange gelernt habe, beim ersten Mal hinbekommen würden :)

Viel Glück beim Versuchen und nicht aufgeben.

Gruß
Frank
 
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Danke für eure Zahlreichen hilfestellungen. ich werde versuchen sie beim nächsten mal alle umzusetzen.

es ist ja nur so, dass ich vorher mit ner Sony DSC F717 und Baustrahlern unterwegs war. hier mal zwei beispiele.

Mareike%20Shooting%20Face%20Design%20030.jpg



Mareike%20Shooting%20Face%20Design%20152%20Kopie.jpg



ich weiß das die bilder noch lange nicht perfekt sind. aber es war halt keine D80 und das licht so na ja. und alles im jpg und kein RAW. :eek:

da war halt alles nen bissel einfacher. Licht an, dann Spotmessung an, messen und fertig. jetzt wo alles Blitz kann ich mit der spotmessung nichts mehr anfangen. die einstellungen sind andere und der blitz will auch unter kontrolle gebracht werden.

da bin ich mal ehrlich! ich hatte mir es mit solch einer ausrüstung im vergleich zu vorher, LEICHTER vorgestellt.

Aber was solls, die Hürde muss genommen werden. :hallo:

womit ich immer noch ein wenig schwierigkeiten habe, ist zu erkennen auf dem display ob das bild richtig belichtet ist. ich weiß das ich den makierungsmodus benutzen kann. der ist auch perfekt dafür. dann kann ich das histogram noch überprüfen, ob keine außreißer links oder rechts sind. nur gibt es manchmal auch situation wo bei verschiedenen einstellungen das histogram "für mich" gut aussieht (soll heißen: keine ausreißer links oder rechts) aber die bilder völlig unterschiedlich auf dem bildschirm wirken. lediglich wandert es nen kleinen tick nach rechts oder links. da stehe ich dann da und kann mich nicht entscheiden. :nixweiss: welches jetzt richtig belichtet ist.

ich kann ja nicht immer nen LT mitnehmen um zu überprüfen wie der eindruck in groß ist.

ich glaube bei der studiofotografie ist es wichtig die blitze nacheinander einzeln einzuschalten, damit man erkennt welcher blitz was für eine situation schaft.

Ach ja: habe gelesen das die objektive nen perfekten schärfepunkt bei einer bestimmten blende haben. kennt den einer bei dem 85mm 1:1,8D?
oder habe ich da was falsch verstanden?

LG Micha
 
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Hi,

...
und alles im jpg und kein RAW

Das ist völlig egal. Wenn das Motiv und das Licht und der Moment passen, hat man schon 90% in der Tasche.

ich glaube bei der studiofotografie ist es wichtig die blitze nacheinander einzeln einzuschalten, damit man erkennt welcher blitz was für eine situation schaft.

Absolut richtig! Mit einer Lampe anfangen und die bewegen und dabei gut hinschauen! Die von mir gerne empfohlene Übung: Ein weißes Ei auf weißem Karton mit einer Lampe in 10 verschiedenen Lichtstimmungen aufnehmen.

Ach ja: habe gelesen das die objektive nen perfekten schärfepunkt bei einer bestimmten blende haben. kennt den einer bei dem 85mm 1:1,8D?
oder habe ich da was falsch verstanden?

LG Micha

Ja, das gibt es. Die Blende, bei der der Gewinn an Tiefenschärfe durch die Beugungsunschärfe (der Lichtstrahlen an den Blendenlamellen) überlagert wird.

Faustregel: Für optimale technische Schärfe zwei Blendenstufen unter "ganz zu" bleiben. Es gibt wohl Leute, die für jede Optik die genaue Blende kennen, deren Bilder sind aber nicht notwendig besser. Das wäre ggf. für Reproduktionen o.ä. relevant. In der bildmäßigen Fotografie versaut man sich die optimale Schärfe eher durch die Faulheit, ein Stativ zu benutzen...

Wichtig: die Schärfe muss auf der richtigen Bildpartie sitzen!

Also: Schauen, schauen schauen, und nich dauernd über technischen Kram nachdenken!

Grüße
Christian
 
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Hallo,

ich weiß das die bilder noch lange nicht perfekt sind. aber es war halt keine D80 und das licht so na ja. und alles im jpg und kein RAW. :eek:

da war halt alles nen bissel einfacher. Licht an, dann Spotmessung an, messen und fertig. jetzt wo alles Blitz kann ich mit der spotmessung nichts mehr anfangen. die einstellungen sind andere und der blitz will auch unter kontrolle gebracht werden.

da bin ich mal ehrlich! ich hatte mir es mit solch einer ausrüstung im vergleich zu vorher, LEICHTER vorgestellt.

Ja, kann ich mir vorstellen. Ist aber leider nicht so. Ist ein wenig so, wie der Unterschied zwischen JPG <-> RAW. JPG ist definitiv erstmal leichter zu beherrschen. Vor allem in der Kompaktkameraklasse. RAW ist definitiv Leistungsfähiger - Nutzen kann man das aber erst, wenn man versteht, was bei JPG alles automatisch abläuft und man dann noch die Kenntnisse/Fähigkeiten hat, es besser als die Kameraautomatik zu machen.

Wobei das mit einer Digitalen heute schon sehr viel einfacher ist, als zu analogen Zeiten: man kann das Ergebnis seiner Beleichtung UND Beleuchtung ja sofort überprüfen. Früher war das sehr viel abstrakter und die Bedienung eines Blitzbelichtungsmessers war zwingende Voraussetzung.

womit ich immer noch ein wenig schwierigkeiten habe, ist zu erkennen auf dem display ob das bild richtig belichtet ist. ich weiß das ich den makierungsmodus benutzen kann. der ist auch perfekt dafür. dann kann ich das histogram noch überprüfen, ob keine außreißer links oder rechts sind. nur gibt es manchmal auch situation wo bei verschiedenen einstellungen das histogram "für mich" gut aussieht (soll heißen: keine ausreißer links oder rechts) aber die bilder völlig unterschiedlich auf dem bildschirm wirken. lediglich wandert es nen kleinen tick nach rechts oder links. da stehe ich dann da und kann mich nicht entscheiden. :nixweiss: welches jetzt richtig belichtet ist.

mein Rat - vergiß die optische Kontrolle per Display (warum haste ja selber schon erkannt. Das Histogramm plus evtl. die Spitzlichtkontrolle reichen aus und sind IMHO das Mittel der Wahl. Natürlich muß dieses Werkzeug verstanden werden - es lohnt sich aber. Das vor allem auch deshalb, weil das nicht nur für die Studioarbeit mit Blitz gilt, sondern ganz allgemein.

Solange Du keine Ausreißer nach rechts hast, die Tonwertverteilungen aber dennoch möglichst weit rechts sind, ist erst mal alles in Ordnung (nennt sich dann "Belichtung auf die Lichter").
Wahrscheinlich sind dann die Schatten öfters mal zu hell: dafür gibt es die Tonwertkorrektur und das "Problem" ist weg. Umgkehrt geht das leider nicht (theoretischer HG: siehe www.fotolehrgang.de).
Hat aber ebenfalls nix mit der Studioblitzerei an sich zu tun, sondern mit den Eigenheiten der digitalen Welt.

Die gleichen Probleme mitdem Histogramm hast Du auch bei Dauerlicht: kann nur sein, daß Du da der Kamerabelichtungsautomatik vertraust und eben nicht auf das Histogramm schaust (Problem wie oben bei JPG/RAW geschildert :))

ich glaube bei der studiofotografie ist es wichtig die blitze nacheinander einzeln einzuschalten, damit man erkennt welcher blitz was für eine situation schaft.

ja, ist hilfreich. Falls möglich, sollte auch das Einstellicht helfen.
Übliche Reihenfolge:

- Hauptlicht setzen
- Schatten aufhellen falls gewünscht/notwendig (z.B. mit Reflektoren oder auch weiterem Blitz)
- HG-Licht gestalten
- Effektlicht setzen falls gewünscht (z.B. Kopflicht, Gegenlicht, farbiges Licht...

Die letzten beiden kann man natürlich auch in der Reihenfolge umkehren.

Ach ja: habe gelesen das die objektive nen perfekten schärfepunkt bei einer bestimmten blende haben. kennt den einer bei dem 85mm 1:1,8D?
oder habe ich da was falsch verstanden?

hier kannstes genau nachlesen:

http://www.photozone.de/Reviews/Nik.../221-nikkor-af-85mm-f18-d-review--test-report

Aber: bei Portraits gibt es weitere bzw. sogar wichtigere Parameter eines Objektives als die max. erreichbare Schärfe. Nicht umsonst werden Portraits oftmals sogar weich gefiltert.
Eine messerscharfe Abbildung eines Frauengesichtes wird selten auf Begeisterung stoßen - wer will denn bitteschön auch den allerkleinsten Mitesser noch Fingerbreit in allen Einzelheiten aufgelöst sehen?

Ein weiterer Punkt: ähnlich, wie ein voll ausgeleuchtetes Studiobild meistens schlichtweg langweilig und "flach" wirkt (Schatten erzeugen u.a. den so immens wichtigen Eindruck von Tiefe auf dem zweidimensionalen Medium Bild), so ist das Spiel mit Schärfe/Unschärfe das Salz in der Suppe der Menschenfotografie.

Noch was zu Licht: es ist wichtig, nicht nur Licht/Schatten zu beherrschen, sondern auch noch die unterschiedlichen "Qualitäten" und die verschiedenen möglichen Eigenschaften des Lichtes zu verstehen. Ein Streiflicht wirkt anders als ein Auflicht, und ein Licht von unten erzeugt eine ganz andere Stimmung als ein Licht von oben.

Anders als in der freien Natur, wo man mit dem vorgefundenen Licht auskommen und maximal etwas Licht in Schatten bringen muß/kann, kann und muß man in der Studiofotografie das Licht selber gestalten. Um mit einem "romantischen" Licht zu arbeiten, genügt es draßen, darauf zu warten, daß die Sonne untergeht. Die Stimmung eines Sonnenunterganges kann man unmittelbar erleben. Um das Gleiche im Studio zu bekommen, muß man schon verstehen, was das Licht eines Sonnenunterganges ausmacht und das dann mit den Blitzen, Boxen etc. nachbilden.

Hier ist ein schönes Beispiel für so ein bewußt gesetztes Licht:
http://www.photo-obsession.de/tuts/mini1.pdf

vg, stefan
 
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