Regen im Bild

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Ich bin ja manchmal ein wenig begriffsstutzig. Drum frag ich einfach ...

Es ist mir eigentlich erst ein einziges Mal gelungen Regen ins Bild zu bringen. damals hat es buchstäblich wie aus Eimern gegossen und es war wurscht, ob man seine Kamera passend eingestellt hatte. Damals waren es Blende 2.8 und 200mm, keine besonders lange Zeit, der Hund im Regen war schon scharf.

Aber sonst, wenn es mal stark regnet und ich mach ein Bild ... Nie seh ich den Regen.

Ich weiß wohl, dass es nicht einfach ist. Dass sie im Film extra kübelweise Wasser auf die Leute gießen, damit der Zuschauer was vom Regen sieht.

Aber worauf sollte man achten, damit man eine Chance hat?

Große, oder kleine Blende? Kurze, oder lange Zeiten? Oder gehts halt nur, wenns aus Eimern kübelt?
 
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Diese Frage hatte ich auch mal gestellt und die Antwort nach Test vergessen, nicht funktionierte nicht...!bei mir!
 
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Ja, ich hab natürlich auch schon einiges probiert. Die Tropfen per Kopierstempel zu vermehren könnte eine Lösung sein
 
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Du könntest einen Grafiker einstellen oder einen Gärtner...also zwecks Gießkannenregen.
 
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So doof wie es vielleicht klingt, aber wichtig ist auch der Fußboden, auf dem man den Regen aufprallen sieht. Das sorgt nämlich auch nochmal für eine gewisse Dynamik.
Gut eigenen sich z. B. Pfützen, in die die Regentropfen reinfallen.
Ansonsten kann man etwas länger belichten und/oder blitzen.
 
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Ein schönes Thema: ich versuche Regen immer indirekt zu fotografieren...das Aufprasseln auf dem Boden, auf Tischen, Blättern und so weiter ...
Meist fotografiere ich dann mit Offenblende ....

Manchmal findet sich auch ein passender "Hintergrund", welcher den Regen "sichtbarer" macht ...
 
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Ich denke, am wichtigsten ist GEGENlicht... Wie in allen Beispielbildern hier zu sehen, hat Gegenlicht den Regen von hinten beleuchtet und ihn dadurch - relativ zum Hintergrund - von diesem abgehoben.
Blende und Verschlusszeit dürften nur Einfluss auf die Tiefenschärfe bzw. darauf haben, wieviel Regen und in welcher Dynamik (Punkte oder Striche) abgebildet wird. Da Wasser aber durchsichtig ist, wird es sich ohne Gegenlicht nicht ohne weiteres darstellen lassen.
 
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Es geht auch ohne Gegenlicht und Sonnenschein. Man muß den Schärfebereich deutlich vom dunklen Hintergrund nach vorn verlegen.
Und dann mit der Tiefenschärfe und Zeit rumspielen. Die Einstellungen hängen auch von der Stärke des Regens ab.
Aber es entstehen flaue Bilder, keine Brillianz, die Tropfenstriche sind eher grau.


Und wenn man von vorne blitzt entstehen Seifenblasen


 
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Es geht auch ohne Gegenlicht und Sonnenschein.

Okay, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Hier war es der Blitz, der die Tropfen vom Hintergrund trennte.


Man muß den Schärfebereich deutlich vom dunklen Hintergrund nach vorn verlegen.

Nein, das ist in deinem Beispiel auch zu sehen: läge die Schärfeebene weiter Richtung Objektiv, wäre die Person unscharf und die Tropfen scharf (dann wären sie viel kleiner und kaum sichtbar), beides ist hier nicht der Fall.
Davon ab haben Belichtungszeit und Blende auch hier keinen Einfluss auf die Dynamik des Regens, die "Tropfenstriche" sind eingefrorene Scheiben, denn der Blitz leuchtet immer annähernd gleich lang (bzw. kurz). Abblenden würde zu eckigen Tropfen führen, eine kürzere Belichtungszeit zu einem dunkleren Hintergrund.


Im Wesentlichen liegen der Abbildung von Regen die gleichen Regeln wie für Aufnahmen von Nebel, Rauch, oder anderen atmosphärischen Bestandteilen zugrunde. Es ist aber meist das Gegenlicht, das ihn gut abhebt.


 
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Da hab' ich andere Erfahrungen gemacht. Eigentlich ist der dunkele Hintergrund das wichtigste. Von welcher Seite das Licht dann kommt, ist für die Sichtbarkeit der Tropfen nicht so wichtig, sondern eher für ästhetische Gesichtspunkte (Form und Reflexe der Tropfen). Spitzlichter entstehen in einem Tropfen ja nicht nur, wenn das Licht von hinten kommt. Mit der Zeit und Blende steuert man dann (bei Tages-/Dauerlicht) wie scharf die Tropfern werden.

VG
 
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Nein, das ist in deinem Beispiel auch zu sehen:


Das hier gezeigte Bild bezog sich nur auf den Blitz, hat mit den vorher gehenden Ausführungen nichts zu tun.

Ich habe mal vor lägerer Zeit in meiner Gartenlaube wegen Regens stundenlang festgesessen und aus Langeweile mal ausprobiert, wie kriege ich die Regentropfen scharf ins Bild.
In einiger Entfernung war eine dunkelgrüne Konifere die als Hintergrund diente. Und es war maues Licht.
Die besten Ergebnisse für die Abbildung der Regentropfen waren, die Schärfeebene nach vorn, weg vom Hintergrund und keine allzu große Tiefenschärfe was auch mit der Regendichte zu tun hat. Wirklich was gescheites kam da nicht raus da fehlt eben das richtige Licht.

Für die Bildgestaltung wie in deinem Foto ist so was völlig unbrauchbar. Dein Foto ist ein Spiel mit Licht und Harmonie. Was dir auch sehr gut gelungen ist, gefällt mir.
 
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Im Wesentlichen liegen der Abbildung von Regen die gleichen Regeln wie für Aufnahmen von Nebel, Rauch, oder anderen atmosphärischen Bestandteilen zugrunde. Es ist aber meist das Gegenlicht, das ihn gut abhebt.
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So ist es.
Was man vom Regen im Foto sieht, ist entweder der Reflex auf den Wassertropfen (am besten vor dunklem Hintergrund) oder Teile des Hintergrunds (sofern Kontrast vorhanden).

Ein Lichtreflex auf den Tropfen ist (wegen der runden Tropfenform) immer sehr klein, also schlecht sichtbar (außer in starker Defokus-Unschärfe bei Frontalblitz).

Aber ein Wassertropfen ist eine kleine (optische) Linse.
In jedem Tropfen sieht man spiegelverkehrt und stark verkleinert den Hintergrund.
Ist der Hintergrund direkt hinter dem Tropfen dunkel, aber ringsum sehr hell und fotografiert man mit längerer Brennweite einen Ausschnitt, in dem nur der dunkle Teil des Hintergrunds sichtbar ist, dann zeigt jeder einzelne Tropfen ein kleines dunkles Zentrum mit großem hellem Ring vor dunklem Hintergrund - er ist also sehr gut sichtbar.

Ist die Zeit lang genug, dass der Tropfen im Foto verwischt, dann "zieht er helle Bahnen" vor dem dunklen Hintergrund (wie Sterne bei langen Zeiten).
Verwischte Tropfen vor hellem Hintergrund funktionieren deshalb nicht, weil die dunklen Bahnen, die der Tropfen theoretisch ziehen müsste, vom hellen Hintergrund weitgehend überstrahlt werden, sie sind dann (fast) nicht sichtbar.

Es ist also fast ausschließlich eine Frage der Hintergrund-/Licht-Kombination und weniger eine Frage der Kameraeinstellungen, ob man den Regen sieht. Glück kann natürlich eine Rolle spielen, ist aber weniger gut reproduzierbar...
 
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