Was war und was wird?

Eine wichtige Wahl haben wir hinter uns gebracht, ein etwas holpriges Kanzlerdebüt erlebt, leider wütet ein Herr Putin immer noch in der Ukraine, und beim Fußball lief es eigentlich ganz gut! Also nach wie vor eine sehr spannende „Weltlage“, in der das Wort Frieden leider immer noch klein geschrieben wird. Zusätzlich „dealt“ ein unberechenbarer US-Präsident was das Zeug hält und beschert dem Handel unstete Bedingungen…
Was war also los im Foto-Jahr 2025, und was bringt uns das Jahr 2026, lohnt sich eine Neuanschaffung oder gar ein Systemwechsel? Ein kleiner Überblick, der nicht den Anspruch erhebt, vollständig zu sein:
Auch das Jahr 2025 brachte zumindest kameraseitig weniger neues als erwartet. Dafür explodierte das Objektiv-Angebot förmlich, besonders im Top-Segment! Der Global-Shutter scheint bei den anderen Herstellern noch in weiter Ferne zu liegen, und auch das Pixel-Binning hat sich außer bei Leica und Sony noch nicht weiter bei den Systemkameras durchgesetzt. Da die Bildsensor-Technik scheinbar erst einmal ausgereizt scheint, ist bei den Systemkameras 2026 eher wenig wirklich Neues zu erwarten.
Wie vorausgesagt beherrschte das Thema „KI“ und „Performance“ 2025 die Fotoszene in allen Segmenten. Bei den Kameras stieg die Rechenleistung der Kameras weiter deutlich und KI-gestützte Autofokus-Systeme wurden zum Normalfall. Auch das Feld der Bildsensoren wird nach wie vor von Sony angeführt (und beherrscht). Nur Canon versucht hier so gut wie möglich Schritt zu halten – was technisch nicht immer ganz gelingt, dessen ungeachtet den Verkaufserfolg von Canon aber nicht schmälert.
Bildsensoren
Da bis auf Canon alle Hersteller auf Sony-Bildsensoren zurückgreifen (müssen), ist es nach wie vor spannend, was diese aus den „Basis-Sensoren“ mittels eigener Technik herausholen. Gute Beispiele waren da Panasonic und Nikon mit dem neuen 25 MP teilgestackten Sensor, so dass Sony zuletzt mit der a7 V und sogar 33 MP nachzog.Beim APS-C-Format scheinen die 40MP, die Fuji in diesem Segment bietet, weiterhin erst einmal das Ende der Fahnenstange zu bleiben. So beschränkten sich fast alle Anbieter darauf, die Performance und die AF-Leistungen zu verbessern. In diesem Kamera-Segment scheint der Global-Shutter trotz der systembedingten Vorteile bei der erforderliche Rechenleistung für die Hersteller noch kein Thema zu sein.
Bei den Kameras gab es 2025 wenig neues, im Einzelnen:
Sony
Da Sony bekanntlich nicht nur Marktführer bei der Herstellung von Bildsensoren ist, sondern auch als Kamera-Hersteller, behält man sich auch bei allen Neuvorstellungen eine gewisse Karenzzeit vor, ehe den Mitbewerbern die neuste Technik zugeliefert bzw. angeboten wird. Zum Jahresende gab es dann noch die a7 V mit 33 MP und teilgestacktem Sensor.
Sony ist seit langem der Marktführer im Bereich der spiegellosen Vollformatkameras, aber die Mitbewerber holten 2024 deutlich auf. Was hat Sony 2025 gemacht, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten?
Die drei neuen Kameras von Sony aus dem Jahr 2025 richteten sich alle an sehr unterschiedliche Zielgruppen. Die Sony FX2 war die erste Sony-Kamera des Jahres und die videofokussierteste der drei. Obwohl die FX2 eigentlich mehr sein will als eine a7 IV mit besseren Videofunktionen oder eine FX3 Junior, bleibt sie letztlich hinter den Erwartungen zurück. Der von der a7 IV übernommene Sensor der Kamera ist für Videos wohl nicht besonders gut geeignet und schränkt die FX2 erheblich ein.
Die a7 V und ihr sehr guter, neuer (teilweise gestapelter) 33-MP-Sensor beheben alle Mängel der a7 IV. Es ist eine Kamera mit deutlich besserer Performance einschließlich noch einmal verbessertem Autofokus, exzellenter 4K-Videoaufnahme und High-End-Funktionen. Die a7 V ist eine der besten Mittelklassekameras auf dem Markt, insbesondere für Nutzer, die vor allem fotografieren möchten.
Nikon
Nikon brachte mit der RZ eine schnelle 24,5 MP Hybridkamera auf den Markt, die den Bildsensor der Z6lll nutzt und das neue Bindeglied zu den RED-Video-Kameras abbildet. Eine aktualisierte Z9 ll und Z8 ll sind für das Frühjahr 2026 angekündigt.Die Z9 ll soll einen “variablen Low Pass Filter” haben und wahlweise 45 oder 24 MP im Vollformat bieten (Pixel-Binning?), und das wäre ein echter Mehrwert. Sowohl privat als auch im professionellen Sportfoto-Bereich sind 24 MP häufig mehr als ausreichend. In RAW/JPG/HEIF soll die Nikon Z9 II Kamera bis zu 120 Bilder pro Sekunde liefern (mit Einschränkungen sogar 240). Dazu die neuste Objekterkennung mit einem neuen Chip Expeed 7 AI. Aber die Nikon ZR war nicht das einzige Top-Produkt, das man 2025 auf den Markt gebracht hat. Nikon brachte drei Kameras und fünf Objektive auf den Markt.
Die erste Kamera von Nikon im Jahr 2025 war eine interessante, die Coolpix P1100. Diese All-in-One-Superzoom-Bridge-Kamera verfügt über ein unglaubliches 125-faches optisches Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 24-3000 mm.

Die Anfang April angekündigte Nikon Z5 II versprach viel Leistung zu einem sehr erschwinglichen Preis. Die Kamera hält dieses Versprechen und bietet Fotografen eine Vollformatkamera mit High-End-Funktionen zu einem budgetfreundlichen Preis. Obwohl die Z5 II technisch gesehen die Einsteiger-Vollformatkamera ist, geht ihre Leistung weit über das Einstiegsniveau hinaus. Die Nikon Z5 II zeigt, dass eine spiegellose Vollformatkamera keine nennenswerten Abstriche machen muss, um preiswert zu bleiben.

Die dritte Nikon aus dem Jahr 2025, die Nikon ZR, war das erste Modell, in dem RED-Technologie zum Einsatz kommt. Die videoorientierte Hybridkamera verfügt über den sehr guten, teilweise gestapelten Sensor der Z6 III, ein großes Display auf der Rückseite, ein leistungsfähiges IBIS und High-End-Videofunktionen, alles zu einem aggressiven Preis von knapp unter 2.000 €.
Canon
Canon brachte die EOS R6 Mark III, die die EOS R-Landschaft verändert hat. Eine weitere videoorientierte Kamera mit einigen Fotofunktionen kam kurz darauf in Form der Canon EOS R50 V auf den Markt. Diese APS-C-Kamera mit Wechselobjektiv und 24 Megapixeln übernimmt einige der EOS Cinema-Funktionen von Canon und ist Einsteiger-Modell.
Die Canon R6 III nutzt den neuen 33-Megapixel-Sensor, der erstmals in der C50 zum Einsatz kam. Zwar kann sie in puncto Dynamikumfang nicht ganz mit der neuen Sony a7 V mithalten, aber das ist auch schon der einzige Bereich, in dem die R6 III im direkten Vergleich mit ihren Mitbewerbern aus dem mittleren Preissegment eindeutig unterlegen ist.
Olympus
Olympus brachte auch 2025 keine wirklich „neue“ Systemkamera auf den Markt, sondern betrieb lediglich ein wenig „Kosmetik“, und es ist auch bisher nichts für 2026 angekündigt! Nicht wirklich verwunderlich, wenn man dazu auch die Strategie von Panasonic hinsichtlich des MFT-Formats betrachtet.Fuji

Fuji brachte die bereits im November 2024 angekündigte GFX Eterna 55 und die kleine Schwester, die GFX100RF Sucherkamera, auf den Markt. Darüber hinaus erblickte noch die unorthodoxe X-half das Licht der Welt. Anscheinend hat die aktuelle Generation der X-Trans-Bildsensoren das vorläufige Ende der Fahnenstange erreicht.
Pentax
Pentax bleibt seiner Nische treu und stellt auch weiterhin keine DSLM in Aussicht.Panasonic

2025 war ein Meilenstein für das Vollformat-Lumix-S-System von Panasonic und ein merkwürdig ruhiges Jahr für das MFT-Format. Das Jahr stand ganz im Zeichen der Lumix S1 II, einer dynamischen Vollformat-Hybridkamera, und der S1R II, dem lang erwarteten Update mit hoher Auflösung.
Das Micro Four Thirds-Format wurde dieses Jahr komplett ignoriert: keine neuen Kameras, keine Objektive, nichts. Wie wird es 2026, wird es den Nachfolger der GM-5 geben? Die Chancen stehen schlecht. 2025 und 2024 haben zumindest eines gemeinsam - es gab keine neuen MFT-Objektive. Da deutliche Zeichen für weitere Ambitionen im Bereich MFT fehlen, könnte sich das Aus für dieses Format auch bei Panasonic abzeichnen…
Die erste Kamera in 2025 war die lang erwartete S1R II. Die Kamera debütierte mit einem neuen 44,3-Megapixel-Bildsensor, 40 Bildern pro Sekunde, KI-gestütztem Autofokus und 8K-Videoaufzeichnung. Die S1R II ist die bislang vielseitigste Vollformatkamera von Panasonic und macht Kameras wie der Nikon Z8 und der Canon R5 Mark II Konkurrenz. Obwohl sie aufgrund des fehlenden gestapelten Sensors für Sport- und Actionaufnahmen weniger geeignet ist, kann sie dank des mechanischen Verschlusses dennoch performancemäßig ganz gut mithalten.

Die im Mai erschienene S1 II (und S1 IIE) setzt voll und ganz auf eine videobasierte Hybridleistung. Die Kameras verfügen wie die Nikon Z6 III über einen 24-Megapixel-Sensor mit teilweiser Stapelung, erzielen jedoch dank einer bahnbrechenden Dual Gain Output-Technik noch bessere Bildleistungen.
Sigma BF

Reduziert auf das Wesentliche, ausgestattet mit beeindruckender Leistung, innovativ und dennoch tief in den Ursprüngen der Fotografie verwurzelt – die BF ist dafür geschaffen, die spontane Schönheit des Alltags einzufangen. Die BF vereint Leistungsfähigkeit mit Klarheit und rückt das Wesentliche wieder in den Mittelpunkt: Bilder. Das wichtigste Merkmal der Sigma BF ist ihre Schlichtheit. Sigmas Ziel war es, die benutzerfreundlichste Kamera zu entwickeln – inspiriert von den bescheidenen Anfängen der Camera Obscura. So bleibt das Objektiv zwar die Seele der Fotografie, doch formt die Kamera nach wie vor in entscheidendem Maß die Bilder – direkt, indirekt, ja sogar unterbewusst.
Ohne Kompromisse bei Ausstattung oder Leistung zu machen, verzichtet das Design der BF bewusst auf alles, was von der unmittelbaren Bildgestaltung ablenkt. Vom Aluminium-Unibody über die reduzierten Bedienelemente bis hin zum klar strukturierten Menü steht die BF für ein unverfälschtes, frustfreies Fotoerlebnis. Bisher hatte Sigma mit seinen Kameras keinen durchgreifenden Erfolg – schauen wir mal, wie sich die BF schlägt!
Mittelformat
Fuji
Im Bereich der Mittelformat-DSLM hat sich neben Hasselblad auch Fuji mit der GFX-Reihe inzwischen gut etablieren können und entwickelt seine Modellreihe mit der GFX 100ll in diesem Format stetig weiter. Insgesamt scheint der Nachfrage-Hype in diesem Segment aber wieder deutlich abzuflauen, was besonders deutlich beim Gebraucht-Angebot der Fuji-Modelle zu beobachten ist.
Fujifilm GFX100RF Mittelformat-Sucher-Kamera.
Hasselblad

Die einzige neue Kamera von Hasselblad in diesem Jahr, die X2D II 100C, kam im August auf den Markt und bietet erhebliche Verbesserungen, bahnbrechende neue Funktionen und einen niedrigeren Preis als ihr Vorgängermodell bei der Markteinführung im Jahr 2022. Zwar sind auch 7.400 € kein Pappenstiel, doch für diesen Preis bekommen Fotografen mit der X2D II 100C eine Menge geboten. Die Kamera verfügt wie ihr Vorgängermodell über einen 102-Megapixel-Sensor, bietet nun jedoch den branchenweit ersten durchgängigen HDR-Workflow im Mittelformat, ein verbessertes 10-Stufen-Bildstabilisierungssystem im Gehäuse, einen LiDAR-gestützten Autofokus, den ersten kontinuierlichen Autofokus einer Hasselblad-Kamera überhaupt.
Objektive
Bei den Objektiven gab es 2025 insgesamt viel Neues zu sehen! Vor allem hat sich bei den Drittanbietern aus China inzwischen auch der schnelle und präzise Autofokus sehr gut etablieren können. Allerdings bleibt es bei den Tele-Brennweiten und Zoom-Objektiven weiterhin rar. Lediglich Samyang hat mit dem AF 24-60m F2.8 FE ein Zoom präsentiert und Viltrox hat was ähnliches angekündigt. Die heißbegehrten Brennweiten wie das 24-70mm oder 70-200mm lassen wohl noch deutlich länger auf sich warten!Wie angekündigt hat sich bei den Drittanbietern aus China Viltrox als deutlicher Marktführer, inzwischen auch was Qualität angeht, etabliert - es folgen mit etwas Abstand (auch preislich) 7Artisans und Meike. Da ich von allen drei Herstellern schon einige Objektive getestet habe, kann ich mit gutem Gewissen alle drei Marken als preisgünstige Alternative zu den Hersteller-Objektiven empfehlen, besonders Brennweiten die man nicht unbedingt andauernd braucht.

Hier das Top-Quartett von Viltrox, von links: AF 1.8/135 LAB, AF 1.4/85mm Pro, das AF 1.2/35 LAB und das AF 1.8/16mm, alles Vollformat. Die meisten Objektive gibt es auch zugeschnitten auf das APS-C-Format.
Nach wie vor erscheinen die chinesischen AF-Objektive zuerst für den Sony E-Mount, dem später Nikon Z und andere Versionen folgen. Für Canon-R gibt es nach wie vor, zumindest im Vollformat, kaum etwas.
Tamron

Tamron vervollständigte im Juli die G2 Trinity mit dem neuen Ultra-Weitwinkel-Zoom 16-30mm F/2.8 Di III VXD G2 für spiegellose Vollformatkameras für Sony E-Mount und Nikon Z-Mount. Es folgte im August ein Megazoom-Objektiv für das APS-C-Format als 18-300mm F/3.5-6.3 Di III-A VC VXD für Nikon-Z- und CANON-RF-Bajonett. Im Oktober präsentierte TANMRON das klassenführende kompakte und leichte Telezoom 70–180mm F/2.8 Di III VC VXD G2 (Modell A065) für Nikon Z-Mount mit VC-Bildstabilisierung, und dann kündigte man noch ein neues 25-200mm F/2.8-5.6 Di III VXD G2 für spiegellose Vollformatkameras mit Sony E-Mount an.
Sigma
Im Jahr 2025 hat Sigma mehrere spannende Objektive für spiegellose Vollformat- (Sony E, L-Mount) und APS-C-Kameras eingeführt, darunter das vielseitige Reisezoom 20-200mm F3.5-6.3 DG | Contemporary, die überarbeiteten Festbrennweiten 35mm F1.2 DG II | Art sowie das neue "Bokeh-Monster" 135mm F1.4 DG | Art, zusätzlich zu spezialisierten APS-C-Objektiven wie dem 12mm F1.4 DC | Contemporary und dem 17-40mm F1.8 ART. Auch eine neue AF Cine Line für Filmer wurde mit dem 28-45mm T2 FF gestartet.
Sigma-Objektive.
Vollformat-Versionen für Nikon Z oder Canon RF lassen nach wie vor auf sich warten.
Nikon, Canon und Sony
Die klassischen Hersteller wie Canon, Nikon, Fuji oder auch Sony pflegen und optimieren ihre Objektiv-Portfolios weiter, insbesondere die AF-Steuerung macht weiter große Fortschritte. Außergewöhnliche Brennweiten oder Konzepte gab es hier aber kaum. Die Hersteller versuchen dagegen mit neuen Prime-Serien neue, zahlungskräftige Kunden hinzuzugewinnen. Leider reicht der Platz hier nicht, um auch nur annäherungsweise alles zu erwähnen, aber zwei herausragende Beispiele möchte ich doch explizit nennen:Sony
Im April brachte Sony ein weiteres Zoomobjektiv auf den Markt, das FE 50-150 mm f/2 GM. Das 50-150 mm f/2 GM ist ein bemerkenswertes Objektiv und gehört zu den besten lichtstarken Zoomobjektiven, die jemals auf den Markt gekommen sind.
Hier hat Sony endlich mal einen Brennweitenbereich ausgewählt, der sich sehr universell einsetzen lässt, zumal auch die Lichtstärke mit F 2.0 vielversprechend ist.
Nikon

Nikon hat mit dem Z 24-70mm f/2.8 S ll eine echte Neuauflage eines Klassikers hingelegt. Ob bei den optischen Leistungen, der AF-Performance oder dem Handling – alles ist besser als beim Vorgänger. Hier hat man nicht nur Produktpflege betrieben, sondern was sehr Feines neu erschaffen!
Als durchgehender Trend bei den Herstellern hat sich eine umfassende Überarbeitung der Objektiv-Portfolios hinsichtlich der Videotauglichkeit abgezeichnet.
Zubehör
In Sachen Kamera-Zubehör hat es natürlich wieder jede Menge Neuigkeiten gegeben, hier einige Beispiele:
Der neue Datacolor LightColorMeter (oben) und von KASE das KW Revolution Professional Plus Magnetisches ND Rundfilter Set (unten).


Auch im Jahr 2025 haben die Software-Hersteller für Fotosoftware die KI-Unterstützung in ihre Programme weiter ausgebaut. Der Marktführer Adobe mit Photoshop und Lightroom konnte seine Position weiter ausbauen. Mit den neuen Möglichkeiten steigt aber auch weiter der Anspruch an die Hardware. Die User merken jetzt immer öfter, dass sie ihre Hardware aufrüsten oder gar einen neuen, leistungsfähigeren Rechner anschaffen müssen, um die stark gestiegenen Anforderungen aktueller Softwarezeitgemäß zu erfüllen.
Auch hinsichtlich der Preisentwicklung für Fotosoftware geht der Trend weiter nach oben – oder auf Gratis, siehe Canvas. Da sich Abo- oder Kombinations-Preismodelle immer weiter etablieren, ist eine genaue Analyse hier an dieser Stelle zu aufwändig.
DxO hat ein neues Filmpack 8 und die NIK COLLECTION 8.2 vorgestellt.
Luminar hat neue KI-Funktionen eingeführt, kommt aber mit der Leistung weiterhin noch nicht an Photoshop heran.
Affinity 2 wird unter Canvas zur Gratis-Software (ohne KI-Funktionen!).

Zitat: „Canvas-AI-Foto-Editor - komplexe Bildbearbeitung kinderleicht mit KI
Bestimme, wie dein Bild aussehen soll. Entferne störende Elemente oder füge neue hinzu. Bearbeite das ganze Bild oder nur einzelne Bereiche. Egal, ob es sich um ein Bild für Social Media oder ein Fotobuch für deine Familie handelt — bearbeite es sofort mit dem AI-Foto-Editor und den praktischen KI-Bildbearbeitungs-Tools von Canva Pro.“
Director Suite 365 ist ebenfalls noch jung in Deutschland, bietet aber die gesamte Palette AI-gestützter Foto-/Video-Software an.
Insgesamt gesehen waren auch die Neuerungen 2025 bei den jeweiligen Programm-Anbietern bis auf die KI-Integration überschaubar und ein Upgrade meiner Meinung nach nicht immer unbedingt notwendig. Erst recht, wenn z.B. bei den Neuversionen noch nicht einmal alle aktuellen Kameramodelle erkannt werden! Die Entscheidung ob man ein Upgrade benötigt, muss allerdings der jeweilige User selbst entscheiden.
Das Fotografieren ohne Kamera nur mittels KI gehört mittlerweile schon zur Normalität. Das nun fast durchweg kostenpflichtige Angebot KI-gestützter Software, die textbasiert Bilder erzeugen kann, wächst weiter, wird immer besser, und findet eine stetig wachsende Fan-Gemeinde. Ein Ende der klassischen Fotografie ist aber deswegen oder gerade deshalb noch lange nicht abzusehen! Es bleibt weiter spannend.
Vor den wachsenden Ansprüchen der Kameras und Software müssen wir uns auch immer mal wieder mit der Auf- und Umrüstung oder gar Neuanschaffung unserer Fotorechner und Monitore kümmern, folgerichtig habe auch ich sowohl meine Computerhardware noch vor der Peisexplosion bei Speicher-Chips etwas aufgerüstet und auch ein neuer ViewSonic 4K-Monitor hat schon Einzug in meinen Workflow gehalten, mehr dazu folgt im Januar!
Dann sind wir mal gespannt auf ein fototechnisch spannendes 2026!
© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Fotos: D. Doeblin, Hersteller