Pyrenäensommer - über die Berge vom Atlantik zum Mittelmeer

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Freitag, 20.7.2018
am Lac Gentau
ca. 1 km
geschätzte 200 Hm (immer dieselben)


Ja, der Zeltplatz war traumhaft. Zumindest gestern.
Heute ist die beste Aussicht, die ich erwische, diese:




Von DEM BERG ist den ganzen Tag nichts zu sehen.

Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich heute hier verweile.
Meine Innereien krempeln heute ihr Innerstes nach außen.
Glücklicherweise nur abwärts des Magens.
Dennoch ein wildes Rumoren.
Der gelaufene Kilometer ist ein Hin und Her zwischen Zelt und Toilette, die Höhenmeter resultieren daraus, dass sich eben diese Toilette oben an der Hütte befindet.
Ich fühle mich total schlapp und bleibe sonst einfach im Schlafsack liegen und mache einfach gar nichts.
Da es heute zum Nebel auch immer wieder regnet, gratuliere ich mir dazu, mir für diese Unpässlichkeit den perfekten Tag ausgesucht zu haben. :hehe:
Ich hoffe, dass das nichts mit dem verwurmten Hund zu tun hat, der mich einige Tage zuvor penetrant begleitet hat. :eek:

Mir tun die Leute leid, die heute hier herauf kommen, um die tolle Aussicht zu genießen, die ich gestern hatte.
Heute ist nichts zu sehen.

Eigentlich darf ich hier nur zwischen 19 und 9 Uhr zelten, da es aber so neblig ist, kann man mich von der Refuge aus nicht sehen.



Samstag, 21.7.2018 (12.Wandertag)
25 km
/2400 Hm \2000 Hm
10 1/2 Std. unterwegs


Um 6°° will ich eigentlich aufstehen. Es ist aber noch sehr neblig. Ich drehe mich noch einmal um. Immerhin regnet es gerade nicht.
Bis ich nach dem Frühstück endlich ablege, ist es schon wieder 8:30.
Wolken wabern immer hin und her, mal bin ich drin, mal habe ich ein wenig Sicht.




Ich steige etwas auf und ab und erreiche am Lac Casterau schließlich wieder die HRP.
Dieser folge ich erst bergab, dann wieder hinauf Richtung Col de Peyregret.




Ich durchquere Wiesen voller gelbem Enzian.







Als ich schließlich recht gemütlich am Pass ankomme, steht auf dem Pfosten nicht Peyregret sondern Soum.
Öh, Mist, ich bin zum falschen Pass gestiegen. Habe mich schon fast gewundert, denn der Peyregret wird als steiler und weniger bequem beschrieben.
Von hier aus kann ich zwar auch zur Refuge de Pombie gelangen, meinem Zwischenziel für heute, aber ich will eigentlich schon über den wilden Peyregret.

Immerhin habe ich von hier aus einen besonders schönen Blick auf den Pic du Midi d´Ossau. Und das Glück, dass sich genau jetzt hier die Nebel verziehen.




Da ich aber auch nicht wieder ganz zum Lac de Peyregret absteigen will, versuche ich weglos einfach so um den Berg herumzugehen. Durch einige steile Felswände werde ich am Ende doch gezwungen, ziemlich weit wieder abzuklettern, bis ich schließlich auf den Geröllpfad zum richtigen Pass treffe. Bis hier habe ich pitschnasse Füße, da einiges meiner "Direktroute" durch nasse Wiesen führte.
Egal, jetzt kommt die Sonne raus.

Auf der anderen Passseite jedoch bleibt dichter Nebel.
In einiger Nähe höre ich ein Pfeiftier, das ich kurz darauf sogar sehe, bevor es im Geröll verschwindet.




Schließlich gelange ich zur Refuge Pombie, dem Etappenziel der HRP.




Mit Zelt und Küche bin ich nicht auf Hütten angewiesen, es ist erst früher Nachmittag, ich ziehe weiter und wandere ins Tal hinunter.
Eine ganze Weile geht es durch schönen, hellgrünen Wald.
Ich genieße die Abwechslung von hochgebirgigen Felslandschaften, Blumenwiesen und Wäldern.




Unten wollte ich mir eigentlich einen Zeltplatz suchen.
Aber ich fühle mich noch fit, trotz oder wegen der gestrigen Entleerung, und beschließe, dass ich die folgenden knapp 1000 Hm noch heute aufsteige.
Oben habe ich auf der Karte einen kleinen See gesehen, an dem hoffe ich zelten zu können.

Durch Wald, Wiese, Nebel und dann Geröll geht es wieder hinauf. Das Tal ist meist recht eng und steil, hier wäre wenig Möglichkeit zum Zelten.
Wenn der Nebel mal eine Lücke lässt, erhasche ich hin und wieder einen tollen Blick!










Schließlich erreiche ich den Lac d´Arrious auf 2300 m Höhe. Oh, noch ein wenig winterlich hier ...
Das verspricht eine kalte, feuchte Nacht zu werden. Aber wunderschön!
Ich finde ein halbwegs ebenes Grasfleckchen, das so gerade mein Zelt aufnimmt.




Das ist noch ein richtig toller Tag geworden heute!
Sehr zufrieden koche ich Abendessen und verkrümel mich dann bald in den warmen Schlafsack.
 
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Liebe Sylivia!

Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll:
:
Deine Courage - Deine tollen Bilder (Du brauchst keine andere Kamera!!!) oder Deine Landschaftsbeschreibung - alles einfach großartig!

Und wann geht´s hier endlich weiter, habe schon den ganzen Tag Entzugserscheinungen!

VG Franz-Josef
 
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Lieber Franz-Josef,
ich freue mich, dass dir meine kleine Reportage so gut gefällt!
Ich würde am liebsten den ganzen Tag hier weiterschreiben, muss aber lästigerweise zwischendurch immer wieder zum Geldverdienen unterbrechen :rolleyes:
Dann - Bilder des nächsten Tages sichten, evtl. noch etwas nachbearbeiten etc.

Eine neue Kamera suche ich nicht, weil mir die Qualität der Bilder nicht gefällt.
Im Gegenteil, die Qualität soll bleiben, Gewicht und Volumen dagegen sollen reduziert werden.

Geht so schnell wie möglich weiter ...
Beim Wandern konnte ich abends auch oft den nächsten Morgen kaum erwarten um zu sehen, was hinter dem nächsten Felsen kommt ...

Viele Grüße,
Sylvia
 
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Liebe Sylvia,
ich bin wieder begeistert von Deiner Wanderreportage und folge ihr sehr gerne. Ich faule Socke bewundere Deine Fittness, Deinen Willen und Deine Neugier und freue mich über die schönen Bilder.

Vor kurzem habe ich sehr intensiv an Dich gedacht als in in Tasiilaq den Weg vom Hafen hoch zur Kirche gelaufen bin.

Ich freue mich auf weitere spannende Beschreibungen und Fotos.
 
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Danke schön, Erhard!

Du warst in Tasiilaq!
Da war ich lange nicht mehr ...
Gibt´s Bilder? :rolleyes:

Viele Grüße,
Sylvia
 
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Sonntag, 22.7.2018 (13. Tag)
Lac d´Arrious -> Campo Plano jenseits der Ref. Respomuso
~ 11,5 km /950 \1050
8,5 Std. unterwegs mit reichlich Stillstand


Während meines Frühstücks habe ich eine herrliche Aussicht!




Es ist allerdings noch lausig kalt.
Um 8:30 mache ich mich auf den Weg. Sehr gespannt!
Denn gleich an dem großen Bergzapfen da vorne beginnt die berüchtigte Passage d´Orteig.
Eine durch Drahtseile gesicherte Passage mitten durch eine steile Felswand.
Ich habe im Vorfeld einiges darüber gelesen, von haarsträubend bis halbsowild.
Jetzt bin ich also neugierig, was mich da erwartet.
Schön, dass die Sonne langsam in die Wand scheint, denn oft ist es nass gleich deutlich anspruchsvoller als trocken - und sonnig sieht es auch nicht so gefährlich aus.

Ich habe noch einen schönen Rückblick auf meinen See und dann stehe ich am Einstieg.
Mein erster Eindruck: Ameisenstraße.
Denn entgegen kommen mir nacheinander mindestens 2 größere Gruppen und ein paar Paare, die wohl alle gleichzeitig in der Ref. Arremoulit auf der anderen Seite aufgebrochen sein müssen.







Die Passage sieht für mich jetzt aber eher nach Spaß aus als nach Herzrasen.
(Zur Not könnte man diese Stelle umgehen, man müsste aber ein paar hundert Meter zu einem See absteigen und jenseits wieder aufsteigen - eine harmlose Alternative für Leute mit Höhenangst.)
Eine Gruppe ist jedoch behelfsmäßig gesichert: Eine Bandschlinge um den Bauch, daran angebracht eine zweite Bandschlinge mit 2 Karabinern, um sich damit in das Sicherungsseil einzuhängen. Ein improvisiertes Klettersteigset also. Hauptsächlich wahrscheinlich für die Psyche, aber es verhindert natürlich auch den Totalabsturz.
Auf diese Art brauchen die ungeübten Leute allerdings enorm viel Zeit, sich mit 100 mal ein- und aushängen über den vielleicht 100m langen Abschnitt zu bewegen.
Da es dort kaum Ausweichmöglichkeiten gibt, warte ich einfach am Einstieg, bis der Letzte von ihnen hier angekommen ist. Sicher eine halbe Stunde.
Was solls, der Tag ist schön, die Sonne scheint, die Aussicht ist prima.




Aussicht auf den See mit dem Umgehungsweg



Rückblick von der anderen Seite



Als der Letzte bei mir angekommen ist, steige ich also los.
Mir macht es wirklich Spaß, könnte gerne auch länger sein, ich finde es nicht schwierig, aber Höhenangst sollte man besser nicht haben, denn schön steil runter geht es schon.

Auf der anderen Seite ist es nicht weit bis zur Refuge Arremoulit.
Nun kommen die beiden Pässe, deretwegen diese Etappe die erste im Guide von Ton Joosten ist, die mit einem E für Extrem anstrengend/schwierig bewertet ist.

Sieht noch etwas winterlich aus am See vor der Hütte.



Ich hatte von anderen Wanderern schon gehört, dass es im vergangenen Frühling noch sehr spät sehr viel geschneit hat. Und dass die Verhältnisse jetzt im Juli eher denen im durchschnittlichen späten Mai ähneln.
Ich frage in der Refuge (2250m) nach den Verhältnissen an den Pässen.
Sehr viel Schnee, sehr steil, ob ich Steigeisen und Pickel habe.
Naja, ich habe Microspikes und Trekkingstöcke ...
Ich solle seeehr vorsichtig sein.
Einige Leute wären wieder umgedreht und zurück gekommen.

Ah. Hm.

Ich mache mich auf den Weg zum ersten, noch harmlosen Pass, Col du Palas (2500m).

Rückblick auf den See.


Schon kurz nach Verlassen des Sees und der Hütte sehe ich jedoch vor mir nur noch Schnee. Ein riesiges Schneefeld zieht sich hoch bis zum Pass. Das ist so nicht vorgesehen. Der im Guide beschriebene Weg ist hier natürlich nicht mehr zu sehen. Es soll durch ein langes Geröllfeld gehen. Da ist Schnee nicht unbedingt die schlechtere Alternative. Per GPS finde ich die Route, wo es etwa entlang gehen müsste. Durch den immer steiler werdenden Schnee muss ich mir natürlich meinen Weg selbst bahnen. Ich habe hier nicht so besonders viel Erfahrung, denke aber, ich kann erkennen, wo der Schnee nicht gut aussieht, evtl. ein Bach drunter entlang fließt. Der Schnee ist ziemlich soft, selbst mit den angelegten Spikes sinke ich ein und die Zacken haben wenig Griff, rutschen sogar durch den weichen Schnee weg. Der Schnee stollt heftig unter den Spikes. Bald jedoch habe ich die beste Art der Fortbewegung heraus und komme ganz gut hoch. Mich wundert, dass vor mir hier niemand Spuren hinterlassen hat. Meine ist die Einzige.
So gelange ich am Ende ohne ernsthafte Schwierigkeiten zum Pass. Als ich zurück blicke, denke ich mir, ein Abstieg in dem hier oben doch recht steilen Gelände in dem weichen, rutschigen Schnee wäre weniger lustig.

Nach den ersten 100 Hm.



Genau das würde mich jedoch beim Abstieg vom 2. Pass, der Port de Lavedan (2600m), zu der ich von hier hinüber queren soll, erwarten. Bis hier herauf sollte laut Guide eigentlich noch gar kein Schnee liegen und es sollte nicht allzu steil sein. Die Crux käme erst hinter dem nächsten Pass, wo es sehr steil hinunter ginge und wo oft noch Schneefelder lägen.

Vollbremsung. Wenn das hier schon so aussieht, dann will ich das da drüben gar nicht sehen, geschweige denn runter müssen.
Meine Microspikes sind halt doch keine Steigeisen, meine Trekkingstöcke keine Pickel.
Was jetzt?
Ich sitze lange oben am Pass und überlege meine Möglichkeiten. Soll ich es versuchen? Soll ich meine Route ändern? Deshalb ist hier im Schnee wohl noch keine Spur - es geht da halt niemand lang zur Zeit ...
Ich konsultiere meine Karten. Jetzt bin ich froh, doch auch die 1:100.000 Übersichtskarte mitgenommen zu haben, auf der dennoch ziemlich alle Wege abgebildet sind, zumindest die für mich relevanten.
Schließlich entscheide ich mich schweren Herzens dafür, nicht zur Port de Lavedan zu queren und dort den Abstieg zu versuchen, sondern von hier ein paar hundert Meter durch grobes Blockgelände irgendwie abzusteigen, um dann an einen See zu gelangen, an dessen fernem Ufer ich auf eine Variante der HRP treffe und schließlich auf den GR11, der, ähnlich wie der GR10, auf spanischer Seite von Meer zu Meer führt.
Dabei soll es über den Col de la Fache gehen, der als problemlos beschrieben wird, obwohl auch er 2600m hoch ist.

Schon fast unten am Embalse d´Arriel Alto



Da oben links komme ich her.



Wo der Schnee gerade weggetaut ist, wachsen arktische Blümchen.



Durch wilde, wunderschöne Landschaft suche ich mir den Weg zum Weg.



Hier ist der GR11 toll ausgebaut, aber das Schneefeld gibt ihn gerade erst frei.



Landschaftlich ist es wunderschön hier!



Schließlich erreiche ich die Respomuso-Hütte.




Ich versuche mich nach den Verhältnissen am Col de la Fache zu erkundigen. Es ist schon erstaunlich, dass hier auf diesen doch international besuchten Berghütten kein Englisch gesprochen wird. Mein Spanisch geht gegen Null. Und wieder merke ich sofort, dass ich in Spanien bin, denn im Gegensatz zu den französischen Hütten werde ich hier wieder ziemlich unfreundlich empfangen, fühle mich lästig und nicht willkommen. Keine Ahnung, ob ich was falsch mache. :nixweiss:
Dennoch erfahre ich, dass die Verhältnisse am Col de la Fache sehr winterlich seien und ohne Hochtouren-Ausrüstung dort nichts zu machen sei. :frown1:

Ebenso am Col de Combales, an dem ich wieder auf meine Hauptroute käme. :heul:
Mist, hier auch! Und jetzt!?
Jetzt geht es gerade los, so richtig mit Gebirge, und ich komme nicht weiter.
Tour abbrechen, es im nächsten Jahr von hier aus erneut versuchen.
Statt dessen irgendwo auf halber Höhe niederlassen und dort Tagestouren unternehmen.
Oder vielleicht statt dessen auf den GR10 ausweichen und auf dem Weg weiter das Ziel Mittelmeer ansteuern?
Ich bin mächtig frustriert, meine Moral ist im Keller, ich hatte mich so auf diesen Teil gefreut, und jetzt stecke ich in einer Sackgasse.
Ich laufe noch ein Stückchen weiter in eine große Ebene, durch die ein paar Bäche mäandern, Campo Plano passend genannt. Hier will ich meine Situation und meine Möglichkeiten erst einmal überschlafen.
Auf dem Weg dorthin kommen mir einige Wanderer entgegen, es ist Wochenende. Sie waren am Col oder gar auf dem nahen Gipfel. Ich frage alle nach den Verhältnissen. Alle sind mit Steigeisen und Pickel, Seil und Helm unterwegs. Alle raten dringend davon ab, die Strecke ohne entsprechende Ausrüstung zu machen. So vielen Stimmen glaube ich dann doch noch mehr als einem Hüttenwirt, der vielleicht auch nur auf der sicheren Seite bleiben will mir seinen Empfehlungen.

Blick vom Zelt auf dem Campo Plano Richtung Col de la Fache. Es ginge links in das Tal mit dem Schnee rein.



Campo Plano. Schön ist es hier, aber ich kann es nicht genießen.



Trotz Murmeltier und Gämsen (hier Isard) rundherum bin ich ziemlich unglücklich. Hätte ich nicht doch versuchen sollen ...?
Die erste Schwierigkeit, und ich kneife. Das mag mein Ego gar nicht!
Meine Vernunft dagegen ist überzeugt, dass die Entscheidung richtig war. Und ich sitze dazwischen.
Ich breite meine Übersichtskarte aus und vergleiche mit der OSM im Navi.
In wenigen Tagen bin ich mit einem Freund in Gavarnie auf der französischen Seite verabredet. Gerade hier ist ein wirklich einfacher, niedriger Pass nach Frankreich hinüber. Ich beschließe, erst einmal auf die französische Seite zu wechseln, weil es hier geht.
Dann bis zum GR10 hinunter zu steigen und dem bis Gavarnie zu folgen.
Und dann mal sehen, wie es weitergeht.
 
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Ich bin begeistert von deinem Bericht und den tollen Fotos. Danke dafür.

Do., 19.7.2018 (11. Tag)
Cabana Grossa -> Lac Gentau
gut 10 Std. unterwegs
24 km /2200 \1900


Das ist gewaltig, Hut ab. Ich habe solche Strecken auch mal gemacht aber nur mit höchstens 1000 Hm.

Und ich staune über deine "Wandertrittchen". Warst du damit auch in der Felspassage?
 
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Das klingt natürlich irgendwie sehr schade und deinen Frust kann ich total nachvollziehen. Aber vernünftiger ist es allemal. Einerseits: wenn der Schnee schön soft ist, kann man ja gut querlaufen? Andererseits: So ein Bein ist schnell gebrochen, und so extrem viel Betrieb war ja nicht? War sicher die richtige Entscheidung. :)

Und so bleibt dir etwas für's nächste Jahr!
 
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Hallo zusammen!

Ich danke euch allen und freue mich, dass der Bericht euch gefällt!


Und ich staune über deine "Wandertrittchen". Warst du damit auch in der Felspassage?

Ja.
Und ich bin begeistert!
Früher dachte ich, für solche Touren muss ich mindestens bedingt steigeisenfeste Bergstiefel haben.
Man kann doch nicht einfach in Turnschuhen durch ein richtiges Gebirge laufen. Schon gar nicht mit Gepäck.

Bei meinen Recherchen für die HRP im letzten Jahr habe ich gesehen, dass die meisten Wanderer solche Trailrunner tragen. Fand ich auch mehr als bedenklich. Aber andererseits heißt es, jedes Gramm, das du an den Füßen trägst, wiegt 4x so viel wie das, was du im Rucksack trägst.

Ich musste das ausprobieren und habe mich lange über verschiedene "Turnschuhe" informiert und einige anprobiert.
Dann bin ich im ersten Test damit 200 km an der portugiesischen Küste (Fisherman´s Trail) entlang gelaufen, dann 300 km auf dem englischen South West Coast Path.
Es läuft sich soooo viel leichter und angenehmer!
Aber das war auch noch kein Gebirge.
Die Pyrenäentour war da jetzt der Ernstfall.
Fazit im Nachhinein:
Genial! Nie wieder anders. Das gilt natürlich nur für mich und ist keine allgemeingültige Aussage.
Die Schuhe laufen sich natürlich viel viel leichter. Aber auch im steilen Gelände, in Schotter, auf Felsen, im Blockgelände, ... war ich schnell überzeugt von den Schuhen.
Ich habe damit gefühlt deutlich mehr Grip und Halt auf trockenen und auch nassen Untergründen. Die Schuhe und die weichere Sohle krallen sich fast in den Fels und wickeln sich um Steine.
Ich bin nicht häufiger umgeknickt als ich das in Bergstiefeln wäre, und dabei ist nie weiter irgendwas passiert.
Natürlich sind die nicht für ernsthafte Steigeisen geeignet. Man kann damit auch kaum Tritte in festeren Schnee schlagen.
Für Hochtouren also völlig ungeeignet.
Für meine Tour jedoch, wo viele viele km gelaufen werden, auf Pfaden wie auch ohne, sind sie jedoch klasse!
Für Schottland-Touren, wo es ständig weglos steile, sumpfige Wiesen rauf und runter geht, würde ich nochmal drüber nachdenken, ob da nicht ein steifer Bergschuh geeigneter wäre.
Das Profil war bis zum Mittelmeer dann natürlich ein bisschen flacher geworden, gerade unter den Fußballen war es ziemlich abgelaufen. Die Haltbarkeit ist also nicht so hoch wie bei Bergschuhen.
Andererseits verlieren heutzutage ständig Leute die gesamte Sohle ihrer Wanderstiefel. Das habe ich noch von keinem Trailrunner gehört. Bei meinen ist auch sonst nach der gesamten Tour kein größerer Schaden als die abgelaufenen Sohle zu sehen.

Ich würde sie bei ähnlichen Touren auf jeden Fall wieder nehmen!

Viele Grüße, leichte Füße,
Sylvia
 
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Montag, 23.7.2018 (14. Tag)
Campoplano -> Estaing
16 km /800 \1450
+ 10 km im Auto



Als ich morgens aufwache, bin ich bereit wieder Blümchen zu sehen.
Die Wiesen und Hänge sind voller Blumen, auf den Fotos sieht man die gar nicht recht.
Mein Entschluss ist gefasst: Ich steige nach Frankreich ab und sehe zu, dass ich über den GR10 nach Gavarnie gelange, wo ich verabredet bin. Dabei werde ich unter dem Vignemale auch wieder auf die HRP treffen, die dann bis Gavarnie mit dem GR10 gleich ist.

Zwischen Alpenrosen, Murmeltieren und 4 Isards, den Pyrenäen-Gämsen, steige ich über einen guten Weg leicht auf den Col Peyre-Saint-Martin hinauf.

Rückblick: An den dicken Steinen am Bach habe ich gezeltet.



Am Col. Rechts rauf ginge es zum Col de Cambalès (sieht von dieser Seite nicht so Furcht einflößend aus). Geradeaus runter gehe ich. Eigentlich wäre ich in Gegenrichtung von der Ref. de Larribet herauf gekommen.




Ich treffe hier einen jungen Franzosen, dem es ähnlich geht wie mir. Er kommt aus dem Tal herauf, hat dort die hohen Pässe umgangen, hat ebenfalls gehört, dass der Cambalès jetzt nicht zu empfehlen ist, und will es auf spanischer Seite über den GR11 und Col de la Fache versuchen. Ich erzähle ihm, was man mir auf der Respomuso gesagt hat. Viel Glück!

Mein Weg ist leicht, er zieht sich schier endlos an der Bergflanke das Tal hinunter.




Über dem Bach unten reicht das Schneefeld bis unter 2000m hinunter und endet erst kurz vor diesem türkisen See.

Hier wäre ich von der Ref. Larribet herunter gekommen.


Ich denke mir, hier wäre ein guter Einstieg, die ausgelassenen Pässe im kommenden Jahr nachzuholen.

Links von der Mitte, die Schneerinne, hat mich heute morgen begleitet.



Hier ist einiges los. Die Seen hier oben scheinen ein beliebtes Ausflugsziel zu sein.
Wenig später erreiche ich einen großen Parkplatz.
Ein paar Schilder verraten mir u.a., dass die Straße bis ins Tal, wo der GR10 verläuft, über 10km lang ist. Ohne Wanderweg.
Ich denke nicht lange nach und halte beim nächsten Auto meinen Daumen raus. Straße latschen ist nun wirklich nicht meine Freude.
Ein älteres Ehepaar nimmt mich mit. Wir versuchen uns mit meinem französischen und ihrem englischen Vokabular zu unterhalten und schwubs bin ich in Chapelle de Pouey-Laun und auf dem



Vielen vielen Dank, ihr Zwei!

Nun geht es lange über Sträßchen (also doch noch) und Abkürzungen oder parallele Pfade nach Etaing.
Hier unten spüre ich richtig den Hochsommer. Es ist 31°C, sagt meine Wetter-App. Es wird Heu eingefahren.
Einige Parallel-Wege scheinen um jeden Preis ein paar Meter Straße umgehen zu wollen, auch wenn ich dafür einen halben Wald hochsteigen und wieder runter klettern muss, um 500m weiter wieder auf die eben verlaufende Straße zu treffen. Die Aussichten sind schön und ich genieße es durchaus, auch hier und da ein wenig Dorf, Landwirtschaft oder Kultur zu sehen. Davon bekomme ich oben in den Bergen natürlich sehr wenig mit, was manchmal tatsächlich schade ist. So viel Straße möchte ich auf Dauer aber nicht täglich laufen. Daher hoffe ich sehr, dass ich irgendwie doch auf der HRP weiterkomme.










So komme ich nachmittags auf dem Campingplatz in Etaing an.
Ich zahle als GR10-Wanderer 10,09€. Seltsamer Preis. Kurtaxe oder so wahrscheinlich.
Dann nutze ich die Zeit, die Sonne und die Wärme, um mal meine Garderobe zu waschen und zu trocknen, mich selbst ausgiebig zu duschen (die Sanitärräume sind top!), in der Sonne zu liegen. Lange kann ich das leider nicht, denn erstaunlich früh verschwindet die Sonne hinter einem Bergrücken, das Tal und ich liegen im Schatten und es wird frisch.
Zeit zu essen!
Bestellen und warten dauert ewig (zumindest für einen halb verhungerten Fernwanderer ;-) ), die Pizza ist - ok. Auf jeden Fall mal keine Tütensuppe mit Couscous/Pü.
Es gibt auch einen kleinen Laden auf dem CP, ich brauche aber nichts.

Ich versuche noch herauszufinden, wie die Verhältnisse am Pass Hourquette d´Ossau (2700m) am Vignemale sind, erfahre aber nur, dass das "eigentlich gehen müsste". Ich bin in den letzten Tagen misstrauisch geworden bei allem ab 2500m.
 
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Dienstag, 24.7.2018
Etaing -> Cauterets und weiter
22km /2000 \1300
+ 5km im Auto
ca. 11 Std. unterwegs


Gegen 8 Uhr breche ich vom Campingplatz auf. Sonst scheint hier noch niemand wach zu sein.
Ich muss über den GR10 einige km Straße laufen, kann z.T. auf Nebenpfade ausweichen, bis ich an einem großen Stausee ankomme, an dem schon einige Angler ihr Glück versuchen.
Ab hier geht es bergauf zum Col d´Ilheou. Erst steil durch Wald, dann geradeaus und erst mäßig, dann steil dem Pass zu.
Dunkle Wolken brauen sich zusammen, die Sonne findet immer wieder Lücken.




Aussicht nach rechts. Da muss ich nicht hin.






Am Col erwischt mich dann der Regen des Gewitters im nächsten Tal.
Als ich dahin absteige, ist das Gewitter glücklicherweise abgezogen, der Regen bleibt noch ein wenig.




Lac d´Ilheou, um die Ecke die gleichnamige Refuge.




Hier trinke ich einen Café au lait aus einer Glasschale und unterhalte mich eine Weile mit einem Belgier, der den GR10 in Barfuß-Schuhen läuft. Das wäre mir bei so viel Asphalt und Schotterstraße nichts, im Gelände trage ich die auch gerne.

Eine sehr lange Schotterstraße beginnt an der Hütte, der GR10 versucht sie durch Blockgelände und dornige Botanik zu vermeiden. Ich ziehe sie hier aber vor.







In einem Skigebiet gelange ich wieder an einen großen Parkplatz und unterhalte mich hier mit einem französischen Ehepaar, das gerade auch von der Hütte kommen.
Als ich dann beginne die Straße Richtung Cauterets runter zu laufen, halten die beiden neben mir an und fragen, ob ich nicht mitfahren wolle, die Straße sei 14 km lang bis in die Stadt.
Oh! Echt!? :eek: Na, dann steige ich natürlich sehr gerne ein! :grins:
Wir brauchen tatsächlich eine ganze Weile in steilen, engen Haarnadelkurven, um vom Berg zu kommen. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass die Straße 4 und nicht 14 km lang ist. Der GR10 hätte sogar die Serpentinen wieder abgekürzt. Egal. Ist mir dennoch ganz recht, denn ich will noch weiter und aus Cauterets wieder rauswandern.
Die beiden sprechen ganz gut Englisch und so ist es kein Problem ihnen zu erklären, dass ich ins Dorfzentrum möchte, zur Touri-Info.




Hier bekomme ich die Versicherung, dass die Hourquette d´Ossoue auf jeden Fall gehbar ist. Da bin ich beruhigt.
Nach einer Pause in dem sehr touristischen, dennoch netten Städtchen mache ich mich wieder auf den Weg.

Im Wald wird es schon langsam dämmrig und ein wirklich guter Zeltplatz ist hier nicht einfach zu finden am steilen Hang.
Meine Karte zeigt mir ein Stückchen Wiese mit einem Gebäude drauf, wenn ich ein Stück an meiner Abzweigung vorbei und in ein Seitental hinein laufe. Ich bin schon ganz schön platt, war ein anstrengender Tag über den Ilheou und im Tal 32°C. Ich hoffe also sehr, dass ich dort ein kleines Fleckchen für mein Zelt finde.




Ja, tatsächlich! An der verschlossenen Hütte baue ich im Vorgarten mein Zelt auf. Dann steige ich zu dem recht großen Fluss die Wiese hinunter um mich mit Wasser zu versorgen. Ich beeile mich, denn die Wolken sinken immer tiefer.
Vor dem Regen habe ich alles erledigt, was mich aus dem Zelt zwingt, und mache es mir gemütlich.
 
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Mittwoch, 25.7.2018 (16. Tag)
Vallee de Lutour -> Refuge Oulette de Gaube am Vignemale
14km /1350 \470
6:30 unterwegs


Der Tag beginnt nebelig.
Ich frühstücke, baue mein Zelt ab und ziehe los.
Zuerst steige ich über gute Waldwege schnell ins Tal hinunter.
Dabei überquere ich zweimal die Gave de Lutour, den Bach, aus dem ich gestern mein Wasser geschöpft habe.







Wasser bleibt das Element des Tages.
An den Thermes des Griffons beginnt der GR10 entlang der Gave du Marcadau in Richtung Vignemale hinaufzusteigen.
Die Sonne löst nun die letzten Nebel auf und vor mir liegt eine wunderschöne Waldwanderung auf gutem Weg, während sich die Marcadau neben mir immer wieder über Felsstufen in die Tiefe stürzt.




Schließlich gelange ich zur Pont d´Espagne. Hier ist ein ziemlicher Trubel, auf der anderen Seite der Schlucht führt eine Straße herauf. Ein großes Restaurant lädt zum Verweilen ein. Es ist allerdings noch fast leer.
Ich habe es heute nicht eilig, da ich nur bis zur Ref. Oulette de Gaube möchte. Als ich auf der Tafel Crepe mit Marronencreme sehen, läuft mir gleich das Wasser im Munde zusammen und ich setze mich. Leider bin ich eine Stunde zu früh, die Küche ist noch geschlossen. Einen Milchkaffee kann ich immerhin bekommen.







Länger mag ich nicht warten. Durch eine teilweise skurrile Felslandschaft steige ich weiter auf.




Am Lac de Gaube treffe ich dann erst recht auf einigen Rummel. Woher kommen die denn alle? Auf dem Weg herauf waren nur wenige Leute. Aha, von der Pont d´Espagne gibt es einen Sessellift!




Trotz der Volksfest-Stimmung ist das hier ein wunderschöner Platz!
Im Restaurant bekomme ich nun auch mein Crepe, mittlerweile war mir aber mehr nach Blaubeerfüllung.

Die Aussicht ist wirklich traumhaft!
Durch das Tal kann man im Hintergrund schon den Vignemale erahnen, die höchste Spitze, ziemlich in der Mitte.

Wieder geht es am Bach weiter hinauf.

Rückblick auf den Lac de Gaube.



Fast geschafft. Nur noch über diesen Felsriegel da vorne.
Leider bilden sich nun dort oben recht tief hängende Wolken.




Die Spitze in der Mitte ist der Vignemale. Ich finde ihn wirklich toll, daher müsst ihr euch davon nun ein paar mehr Bilder ansehen :)
Er ist mit 3298m der höchste Gipfel der französischen Pyrenäen und der höchste Grenzberg zwischen Spanien und Frankreich.




Ich habe auch den letzten Felsriegel überwunden.
Links sehe ich die Refuge Oulette de Gaube mit diesem herrlichen Blick auf die Nordseite den Vignemale und seinen Gletscher.
Dorthin gehe ich zuerst. Ich sehe noch kein Zelt auf der Wiese stehen, daher frage ich hier nach, wo ich mein Zelt aufbauen darf und ob ich es jetzt am Nachmittag schon hinstellen darf. Üblicherweise ist zelten erst ab 19 Uhr erlaubt. Es sieht aber nun sehr nach bald einsetzendem Regen aus.




Mit dem Bescheid, dass ich dort hinten zwischen den Steinen am Rand jetzt schon zelten dürfe, scheine ich so eine Art Startschuss gegeben zu haben. Oder ist es der beginnende Nieselregen? Plötzlich kommen von den Tischen all die anderen Camper, die schon hier saßen, schnappen sich ihre Rucksäcke und es beginnt fast eine Art Run auf die Zeltwiese.
Der wird allerdings beim Erreichen der Wiese vehement gebremst, denn große Teile der Wiese stehen unter Wasser oder sind so nass, dass beim Betreten das Wasser in die Schuhe quatscht. Ein paar Bäche müssen zudem gequert werden. Die Suche nach trockenen Zeltplätzen gestaltet sich als nicht ganz einfach. Man braucht eine Art Warft, die ein paar Zentimeter höher liegt als die Umgebung.
Und da muss man dann auch noch irgendwie hinkommen.




Schließlich finde ich so ein Fleckchen, das sogar schon ummauert ist. Dabei stelle ich fest, dass mein Zelt, so leicht und klein es vom Wohnraum ist, doch eine relativ große Stellfläche benötigt. Passt aber.
Fix ziehe ich ein, und schon beginnt der Regen.
Der Nachmittag bleibt wechselhaft. Immer wieder fotografiere ich den Berg, immer wieder zaubern Licht und Wolken unterschiedliche Stimmungen.







Ich treffe den jungen Franzosen vom Col Peyre-Saint-Martin hier wieder, der über den GR11 wandern wollte. Er erzählt, am Col del Inferno (?) sei kein Durchkommen gewesen. Aber er habe es dann über den Col de la Fache geschafft, von dem man mir an der Respomuso-Hütte so dringend abgeraten hatte. Wohl nicht ganz zu unrecht, denn er erzählt auch, nur kurz nach ihm sei dort eine Frau im Abstieg verunglückt ...

Ich genieße den Nachmittag und den Ausblick, unterhalte mich mit ein paar der anderen Camper, versuche zu planen, wie es von Gavarnie aus (mein Ziel für morgen) trotz der Schneesituation weitergehen kann.
 
Kommentar
Danke für die Bilder und Erzählungen, man reist "richtig" mit.
Mir schmerzen die Füße beim zuschauen.
Liebe Grüße Hartmut
 
Kommentar
Hallo Sylvia,

vielen Dank für Deinen schönen Bericht und die tollen Fotos. Ohne Gepäck würde ich glatt mitwandern. Obwohl - unter 10Kg geht ja noch ;).
 
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