Produktfotografie im Food Bereich

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Tom#2

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Moin zusammen,
ich bin in der Firma gefragt worden ob ich mir vorstellen könnte für meinen Arbeitgeber die Produktfotgrafie zu übernehmen für die Internet Seite, Neukundenakquise, Produktkataloge usw.
Nun ist das ganze Thema Neuland für mich und ich bin auf der Suche nach Lesestoff um mich ins Thema ein zu arbeiten.
Das Ganze ist für den Lebensmittelsektor im Fleisch und Fleischwaren Bereich wie auch für unser Tochterunternehmen welches Dips & Saucen, Salate, Suppen, Eintöpfe usw. herstellt.

Hat jemand von euch Tips und evt. Links für mich wo ich mich einlesen kann?
Einen Link habe ich bisher hier im Forum gefunden
https://www.nikon-fotografie.de/vbu...ur-produktfotografie.html?270870=#post2463693
 
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irgendwie, sei dieses mal du mir nicht böse, kommt hier wieder das hohe Ross auf dem manche wohl Gedenken zu sitzen zum Vorschein. Auch wenn mein Vergleich vielleicht etwas humpelt, finde ich es trotzdem anmaßend einen Amateur so darzustellen ( ja ich weiß du hast es nicht direkt so gesagt) also ob er doch am besten gleich die Finger davon lassen soll.

So ich bin jetzt raus... sonst schreibe ich vielleicht noch Dinge die ich nicht meine oder so aufgefasst werden wie ich sie nicht meine. Ich wünsche mir dass Tom seine Entscheidung einfach nur für sich richtig trifft. Und bin ihm auch nicht böse bei dem ganzen Wind der ihm hier entgegen weht diese hier nicht mehr mitteilt. Denn es wird dann immer Nörgler, Besserwisser oder auch Neider geben.

Gruß
Wolfgang
 
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Ich finde es OK dass der TO auf Gefahren und Risiken hingewiesen wird, aber manchen packen hierzu ( vmtl um es zu untermauern) doch die ganz große Keule raus und veruschen es dem TO doch irgendwie madig zu machen.

Mir geht es ausschliesslich darum, den TO darauf hinzuweisen, dass die Sache Fallstricke haben kann, derer er sich in einer verständlichen anfänglichen Euphorie nicht bewusst ist. Ich will ihn ausdrücklich ermutigen, sich in dem Sujet auszuprobieren und zu lernen! Es sollten an die Anfänge nur nicht gleich möglicherweise unberechenbare externe Ansprüche angelegt werden.

Wenn mit dem Chef geklärt ist, dass bei den fotografischen Versuchen wahrscheinlich zunächst nichts Verwertbares herauskommt, und der Chef dem dennoch zustimmt, dann finde ich es schon eine Bereicherung des Arbeitsalltags, wenn man gelegentlich ein paar Stunden auf Firmenkosten experimentieren kann.
 
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Oder der Chef schaut sich zuerst die Ergebnisse an und bildet sich dann ein Urteil. Diese Reihenfolge hat sich schon oft bewährt.
 
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Na ja, die Meßlatte hängt ja auch wirklich niedrig Viel langweiliger als im Beispiel kann man eine Bratwurst ja auch kaum fotografieren.

Der Vergleich von Luckyshot ist schon ganz richtig. Es geht auch nicht darum, daß nur Meisterfotografen Bratwürste fotografieren sollen, oder die Fotografenmeister vom Himmel fallen. Nur lernt man das Fotografieren normalerweise nicht beim ersten Job den man bekommt, sondern vorher. Und genau das ist der Unterschied. Die meisten Quereinsteiger assistieren erfahrenen Fotografen und lernen dadurch das Handwerk. Sie dürfen dann teilweise auch selber Bilder machen, aber der Fotograf wird immer ein Auge darauf werfen und helfend einschreiten, falls der Assi völlig auf dem Holzweg ist.

Genau das ist bei Tom nicht der Fall und deshalb wird der Lernprozess vermutlich auch länger und etwas steiniger sein, als vorab vermutet. Darauf hinzuweisen ist schon legitim und hat nichts mit Neid zu tun.

VG
 
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Oder sie pfeifen sich ein paar Folgen Licht mit Karl Taylor, die
180 Videos von Dedo Weigert oder sonstwas auf Youtube rein,
haben Talent und eine gute Auffassungsgabe.... und machen
das in drei Wochen.

Als ich in den frühen 80ern angefangen habe gab es kein Internet,
Händler wie Bremaphot oder Kleffel&Aye verstanden sich als
Hüter der reinen Lehre und Mittler zwischen Gott und dem
gemeinen Volk, Literatur war teuer und kaum einer liess einen
kleinen Punk wie mich in sein Studio zum Gucken. Prospekte
oder gar Preislisten zu Studiogerät bekam man nur zugeteilt
wenn man eine Hermesbürgschaft vorweisen konnte.

Das was ich mir damals so mühsam erkämpfen musste, könnte
ich heute um mindestens einen Faktor 20 schneller einpfeifen.
Es gibt keine Geheimnisse mehr, jede beliebige Technik ist mit
kurzer Recherche auf Youtube oder Vimeo zu finden.

Also ja - möglich ist das. Ich hab aber wie Gerd auch die Billigheimer
erlebt, und die Kunden die daran fast oder tatsächlich Pleite gegangen
sind. Andererseits gibt es die Kunden, die unter standardisierten
Bedingungen alle paar Tage mal ein einzelnes Produkt ablichten
müssen. Katalogqualität, keine Kampagnenqualität.

Da ist die Alternative nicht für jede einzelne Wurst alle drei Tage mal
einen Profi kommen zu lassen, und man kann es typisch auch nicht
wochenlang sammeln für einen kompletten Tag - die Alternative ist
ein Smartphone draufzuhalten.

Von solchen Kandidaten werde ich gebucht um ihnen zu helfen ein
Inhouse-Studio einzurichten, Mitarbeiter zu schulen, Arbeitsanweisungen
zu schreiben.

Kunden, die danach für die alltäglichen Routine-Fotojobs verloren
sind, die aber auch verloren wären wenn ich das verweigern würde.
Die kommen dafür mit Jobs wieder, für die Kampagnenqualität
gefordert ist, weil sie meine Kompetenz spätestens jetzt zu schätzen
wissen. Und natürlich wird das Consulting bezahlt.

Die Frage ist nun wieviel Freizeit, eigene Ausrüstung und eigenes
Geld der TO da reinstecken will, und ob das in höherer Zufriedenheit,
mehr Spaß an der Arbeit, ggf mehr Geld aufgewogen wird.
Oder ob das innerbetrieblich soviel Streß gibt daß man sich
anschliessend ärgert sich so selbst in den Fuß geschossen zu haben.

Das muss der TO sich selbst beantworten, weil keiner seinen Laden kennt.

Ich würde mir vor allem Gedanken machen ob sein Arbeitgeber für
ein paar tausend Euro Licht&Zubehör anschaffen würde oder ob ich
mir mit Provisorien einen abbrechen müsste.

Und was passiert, wenn das am Ende nicht funktioniert, aus was
für Gründen auch immer? Beide Seiten gehen da ein Risiko ein.

Das heisst nicht "Finger weg", aber es sollte gut durchdacht sein.
 
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Zehn Millionen Seiten Diskussion und Gezeter über drumherum, nix über den Inhalt....
 
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Mmh, ich empfehle einfach mal einen Blick
auf die Fleisch- und Wurst-Seiten in dem
aktuellen Real-Prospekt

Genau für solcher Dinger werden nahezu
alle Produktfotos gemacht.

Das verlinkte Bratwurst-Beispielfoto fiele
dort gnadenlos durch – welche Folgen das
für den Hersteller hat, dürfte klar sein …



 
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Mmh, ich empfehle einfach mal einen Blick
auf die Fleisch- und Wurst-Seiten in dem
aktuellen Real-Prospekt

Moin Seven
sehe ich auch so...
und im Rahmen der Ausgeglichenheit gibt es noch EDEKA REWE usw.
Man bekommt jedes Wochenende kostenfrei jede Menge Anschauungsmaterial


Das verlinkte Bratwurst-Beispielfoto fiele
dort gnadenlos durch – welche Folgen das
für den Hersteller hat, dürfte klar sein …

wenn ich den TO richtig verstanden habe ist dieses Bratwurst-Beispielfoto ( welches soweit ich weiss nicht vom TO ist) durchgefallen und war Anlass das der TO gefragt wurde ob er....

und ja in diesem Fall hatte es Folgen für den Hersteller... aber nicht für den Hersteller
der Bratwurst sondern für den "Hersteller" des Fotos
 
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Bücher und Video-Tutorials wurden ja schon genannt. Ich würde noch empfehlen zumindest für den Einstieg zu schauen ob irgendwo in der näheren Umgebung gute Workshops zu dem Thema angeboten werden. Wenn das gut gemacht wurde, von jemand der Ahnung davon hat, dann lernt man zumindest die gröbsten Fehler zu vermeiden und spart damit einiges an Zeit und Ärger.
 
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Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen hier erst mal nichts mehr zu schreiben aber, es ist immer wieder bemerkenswert welche Reaktionen man doch mit einer einfachen Frage erzielen kann
6 Tage online, gut1450 Klicks und 50 Antworten (mit meiner jetzt 51), das nenne ich mal ein aktives Forum :up: so soll es sein.

DANKESCHÖN

Nur mal nebenher zur Info
ich habe vor ca.ner halben Stunde einen VHS Kurs für kommenden Samstag zum Thema Licht & Blitzfotografie gebucht wo mir gewiß noch einige Grundlagen mit auf den Weg gegeben werden auch wenn es explizit darin nicht um das Kernthema geht.

Ja ich weiß jetzt kommen wieder einige ums Eck, runzel mit der Stirn und sagen bzw. denken: " Was willst du denn in der VHS?"
Das steht doch oben einen Absatz höher.

Schönen Sonntag euch allen
 
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Ja ich weiß jetzt kommen wieder einige ums Eck, runzel mit der Stirn und sagen bzw. denken: " Was willst du denn in der VHS?"

Warum nicht VHS? Bei uns an der VHS hat der ehemalige Landesinnungsmeister nachdem er nach 35 Jahren sein Studio an den Sohn übergeben hat, immer wieder Kurse zu verschiedenen fotografischen Anwendungen gehalten. Die waren gut.
 
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… ich habe vor ca.ner halben Stunde einen VHS Kurs für kommenden Samstag zum Thema Licht & Blitzfotografie gebucht wo mir gewiß noch einige Grundlagen mit auf den Weg gegeben werden …


… und wenn wider Erwarten doch nicht,
dann wußtest Du bereits so einiges.

Ich wünsche viel Vergnügen in der VHS! :cam:



.
 
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Ich hab in den späten 80ern/frühen 90ern auch VHS-Kurse gegeben, kann also
bestätigen daß da durchaus gute Dinge möglich sind - aber auch Katastrophen.

Tendentiell bin ich eher skeptisch, hielte Oliver Rausch, Oliver Feld, Eberhard Schuy,
Thilo Gockel für weit zielführender - aber das ist auch eine Frage der Verfügbarkeit
und des Geldes.

Der verlinkte Prospekt weiter oben zeigt jedem der Bilder lesen kann eigentlich
schon alles. Seite 6/7 (Heimat/Thüringen) - die Würste glänzen, besonders gut
sichtbar an den Plastik"därmen". Form und Verlauf der Glanzlichter beschreiben
das Setup ohne jeden Zweifel.

NICHT auf die Schatten auf dem Untergrund achten, die sind in PS hinzugefügt.
Alle Produktfotos für solche Pamphlete unterliegen bestimmten Anforderungen
an Farbprofile, Auflösung, Farbtiefe, und alle müssen mit Beschneidungspfad
abgeliefert werden.

Man wird also kaum fotografieren (= geringster Teil des Jobs) sondern vor allem
vor dem Rechner sitzen und Pfade anlegen.
 
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Das sieht man deutlich, wenn man in das PDF bis zum Exzess reinzoomt. Ausgeschnittene Bilder vor einen Hintergrund montiert.
 
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Also da ich mich nun beruflich als Chirurg angesprochen fühle, muss ich da dann doch mal reingrätschen:
Auch bei einer Blinddarmoperation sind in der Regel 2 Ärzte verantwortlich, davon einer mit Facharztstatus, meistens ein Oberarzt, der die Operation sofort übernimmt, wenn es nötig ist. Je unerfahrener der Assistenzarzt ist, um so rascher muß er dann die Haken halten und sich zeigen lassen, wie es geht.
Hat sich so auch bewährt.
Beim Fotografieren ist es allerdings sicher etwas harmloser....
 
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Das sieht man deutlich, wenn man in das PDF bis zum Exzess reinzoomt. Ausgeschnittene Bilder vor einen Hintergrund montiert.

Moin
und verkauft dieses Unternehmen deswegen auch nur eine Wurst weniger ??
Diese Prospekte richten sich doch an den "Massen-Konsumenten"
und dieser interessiert es herzlich wenig wie die "Wurst" oder das "Hühnchen" fotografiert wurde, ob der Schatten passt oder nicht...
oder ob ein Hintergrund nachträglich eingesetzt wurde. Ihn interessiert nur was ist im Angebot zu welchem Preis.
Natürlich "isst" oder "kauft" das Auge mit, da reicht es wenn der Prospekt halbwegs optisch nett gestaltet ist.

Ganz anders sieht es aus wenn es um sehr hochwertige Produkte geht.
Von einem Objektiv- oder Kamerahersteller erwarte ich hochwertige Hochglanzprospekte. In diesem Fall wäre ich voll bei Sven [MENTION=2259]jazzmasterphoto[/MENTION],
da könnten minderwertige Fotos ganz böse nach hinten losgehen.

Und doch scheint die "Schmerzgrenze" was das betrifft bei den Konsumenten sehr
hoch zu sein. Wenn man sich auf divs. Onlineportalen die Bilder von einigen Maklern
ansieht bekomme zumindest ich das Grausen, und wunder mich das die überhaupt was verkauft kriegen.

Aber vielleicht sehen wir das als "Fotomenschen" zu kritisch, da wir jedes Foto was wir sehen erstmal analysieren müssen
 
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Moin
und verkauft dieses Unternehmen deswegen auch nur eine Wurst weniger ??

Anders herum: Würde das Unternehmen die Bilder nicht exakt
so anliefern, würde es nicht im Prospekt platziert und würde
garantiert weniger verkaufen.

Und da liegt für den TO dann auch das Risiko. Wenn das was
er abliefert in der Eingangsprüfung für den Prospekt durchfällt,
dann kann das schnell großen finanziellen Schaden anrichten.

Wie man mit einer solchen Situation umgeht, sollte man vorher
mit dem Arbeitgeber besprechen.
 
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Anders herum: Würde das Unternehmen die Bilder nicht exakt
so anliefern, würde es nicht im Prospekt platziert und würde
garantiert weniger verkaufen.

mit anderen Worten stört es dich auch nicht wenn mal eine Wurst im Prospekt glänzt,
(mich auch nicht)
hatte dann wohl deine Bemerkung zum dem von Sven verlinken Prospekt falsch
verstanden
 
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