Paris La Madeleine letzter Schliff vor Druck

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Ich erlaube mir mal das Bild von [MENTION=56307]Toplander[/MENTION] in der Originalansicht einzustellen. So wird deutlich über was wir hier reden und vor Allem was Manche hier noch heraus zaubern.

picture.php
 
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:eek:...o.k. .....wie war das noch mit den ASA freien Sensoren........dafür ist sein Rauschen sehr gering! :fahne:

Grüße,
Jan
 
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Hier mal mein Versuch. Ist vielleicht noch ein wenig zu hell, da ich das Bild am Notebook und nicht am (kalibirierten) Monitor entwickelt habe. Entwicklung nur mit LR 5.7.

picture.php


An die Wand würde ich mir dies Bild aber auch nicht. Hier ist einfach zu viel drauf und zu wenig strukturiert.
 
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und hier noch ein zweiter Versuch: Radialfilter (aufhellen) auf die zentrale Wolke und dann abmildern mit Reparaturmaske. Aufwand jeweils einige Minuten. Geht also noch besser mit mehr Sorgfalt (und etwas kälterem Weißabgleich)

picture.php
 
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Oh Mann, hab ich noch einen weiten Weg zu gehen.

[MENTION=62159]Pixelkarl[/MENTION]: in Post #15 hab ich schon den Link zur RAW Datei. Sry, hier am iPad bekomm ich den nicht so schnell nochmal kopiert.

Ich mach mich mal an's nachbelichten.

[MENTION=63867]Wuxi[/MENTION]: Dein Vorschlag war auch mein Plan. Heute gibt es bei Whitewall ja noch Prozente, da werde ich mir eine kleine Version bestellen und sehen, wie gut das Teil kommt.

Zielort für das Bild ist übrigens nicht unser Wohnzimmer sondern mein Büro, da hab ich noch weiße Wand und kann mit dem Bild eine Aussage machen.

So, ... Bin ich mal gespannt, ob ich das Bild nun auch so hin bekomme.

LG aus dem heute mal wieder frisch verschneiten Allgäu.
Gerhard
 
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Schon interessant, was man alles aus einem Bild herausbekommen kann, wenn man praktisch mit einer schwarzen Leinwand anfängt. ;)

Mit einer realistischen Wiedergabe wird es naturgemäß schwer, zumal, wenn man nicht der Fotograf ist und das Motiv gesehen hat.

Davon ab, habe ich mich auch mal daran probiert.
Die Hauptschwierigkeit sehe ich darin, einen gangbaren Mittelweg zwischen einem HDR-Effekt und den hohen Kontrasten im Bild zu finden.
Und etwas retouchiert habe ich auch, wer findet es?


picture.php


Es würde mich sehr interessieren, wie die Mitleser und natürlich der Fotograf (Toplander) die bisherigen Versionen beurteilt.

MfG Jürgen
 
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Und sowas soll nun der Vorteil der "neuen" Sensoren sein?
Auf den hellsten Punkt belichten und danach die Schatten aufziehen bis sowas
entsteht (eine Mischung aus HDR und Mickey Mouse).

Sowas würde ich nie als Grundlage für ein Poster nehmen. Auser man verknüpft spezielle Emotionen mit dem Bild.

In meinen Augen ist sowas kein Foto mehr. Es ist ein EBV Bild und da kann man ja seiner Kunst freien Lauf lassen.:)

Gruss Martin
 
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Oh Mann, hab ich noch einen weiten Weg zu gehen.

So, ... Bin ich mal gespannt, ob ich das Bild nun auch so hin bekomme.

LG aus dem heute mal wieder frisch verschneiten Allgäu.
Gerhard


Hallo Gerhard,

Paris ist im Mai besonders schön, vielleicht fährst Du nochmal hin :fahne:

Gruß
Stephan
 
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Und etwas retouchiert habe ich auch, wer findet es?


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Es würde mich sehr interessieren, wie die Mitleser und natürlich der Fotograf (Toplander) die bisherigen Versionen beurteilt.

MfG Jürgen

Gefunden! Du hast Leuts weg gezaubert... ;)

Die Ausarbeitung gefällt mir im Übrigen neben der von dmachaon mit am Besten.
Aber das soll ja der Themenstarter klären...
Ich muss aber gestehen, ich lese hier begeistert mit und staune über die Möglichkeiten, vor allem wenn ich mir das Ausgangsmaterial ansehe.
Ich muss da ob meiner Software leider die Segel streichen... :frown1:
 
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Hallo,

Ich muss aber gestehen, ich lese hier begeistert mit und staune über die Möglichkeiten, vor allem wenn ich mir das Ausgangsmaterial ansehe.
Ich muss da ob meiner Software leider die Segel streichen... :frown1:

der Motivkontrast ist sehr hoch und die gewählte Belichtung derart knapp, dass ein Großteil der Häuserfassaden über -11 EV unter der Sättigungsgrenze des Sensors zu liegen kommen.
Das ist auch für den annähernd "isoless" Exmor-Sensor der D800 eine deutliche Unterbelichtung.
Dementsprechend schwierig wird das Retten dieser Bildbereiche, was nicht mehr vorhanden ist (bzw. im Rauschen untergeht), ist nur schwer zu rekonstruieren.

Um so beachtlicher, was inzwischen mit einigen Programmen möglich ist, ich hatte eine Kombination aus DXO v8, PS und den Nik Filtern eingesetzt.

Du verwendest vermutlich Software von Nikon (ViewNX2, CNX2)?
Deren geringer Belichtungskorrekturspielraum (+/- 2 EV) ist einer der Hauptkritikpunkte, wenn man mit anderen Programmen vergleicht.
Nikon hat(te) da leider die eigene Sensorentwicklung verschlafen.

MfG Jürgen
 
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Hallo,



der Motivkontrast ist sehr hoch und die gewählte Belichtung derart knapp, dass ein Großteil der Häuserfassaden über -11 EV unter der Sättigungsgrenze des Sensors zu liegen kommen.
Das ist auch für den annähernd "isoless" Exmor-Sensor der D800 eine deutliche Unterbelichtung.
Dementsprechend schwierig wird das Retten dieser Bildbereiche, was nicht mehr vorhanden ist (bzw. im Rauschen untergeht), ist nur schwer zu rekonstruieren.

Um so beachtlicher, was inzwischen mit einigen Programmen möglich ist, ich hatte eine Kombination aus DXO v8, PS und den Nik Filtern eingesetzt.

Du verwendest vermutlich Software von Nikon (ViewNX2, CNX2)?
Deren geringer Belichtungskorrekturspielraum (+/- 2 EV) ist einer der Hauptkritikpunkte, wenn man mit anderen Programmen vergleicht.
Nikon hat(te) da leider die eigene Sensorentwicklung verschlafen.

MfG Jürgen

Das ist korrekt; ich habe View-NX (98%), Capture-NX-D (fürs Kennenlernen; kein Capture-NX2) und DxO 8.5 Pro (2% für Objektiv und Perspektivenkorrektur), wobei ich in DxO nicht wirklich konfirm bin, schon gar nicht in PS oder Nik-Filter, von denen ich keine Ahnung habe.

Nur, ich hätte so ein Bild nie und nimmer mit einer Belichtung gemacht; mir kamen schon die Belichtungseinstellungen im Original reichlich seltsam vor, was mich ja zu Recht zu meiner Vermutung veranlasste, die Schatten sind vollkommen abgesoffen.

Reichlich überrascht bin ich aber trotzdem, was noch daraus zu machen ist, nicht dass ich in Zukunft solche Möglichkeiten ausreizen wollte, ich bin da eher auf dem Stand, es muss beim Klick passen, trotzdem, Hut ab, was möglich ist!!
 
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Kannst Du mir noch schreiben, wie Du das Bild verändert hast?

Hallo und sorry für die späte Rückmeldung. In groben Umrissen bin ich folgendermaßen vorgegangen:

- 5 Kopien des NEF erstellen
- #1 um 1EV unterbelichten, die anderen 5 Bilder sukzessive um 1EV überbelichten
- automatisches Objektivprofil aktivieren, (grüne) CA überkorrigieren
- Blending mittels Luminanzmasken
- Entrauschen in Dfine
- Schärfen mittels Schwellenwert und im LAB-Modus und selektiv, um Halos zu vermeiden
- etwas Sättigung und Tonwertkorrektur mittels Luminanzmasken (Stichwort "magic midtones")


Und sowas soll nun der Vorteil der "neuen" Sensoren sein?

Das ist doch klar geworden?
Es geht nicht darum, ein Bonbon-Bild zu erzeugen, sondern gezielt unterzubelichten und später zu pushen, wenn es nicht anders geht.


...dass ein Großteil der Häuserfassaden über -11 EV unter der Sättigungsgrenze des Sensors zu liegen kommen.

Interessanter Aspekt! Von einer "Sättigungsgrenze" habe ich noch nie gehört, aber dieses Verhalten kann man ja bei High-ISO- oder stark gepushten Bildern oft beobachten: sie wirken entsättigt oder mit seltsamer Farbwiedergabe. Das lässt sich auch im Nachhinein nur unzureichend korrigieren.


Nur, ich hätte so ein Bild nie und nimmer mit einer Belichtung gemacht ... ich bin da eher auf dem Stand, es muss beim Klick passen...

Genau, das steht außer Frage. Eine Anständige Belichtungsreihe ist immer noch das A und O in solchen Kontrastsituationen und wäre hier auch möglich gewesen. Aber es gibt Motive, da ist nur eine Aufnahme möglich - insofern ein gutes Beispiel dafür, was überhaupt möglich ist.

Mir gefallen Johannes' und Jürgens Versionen übrigens sehr gut!
 
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Hallo Daniel,

Interessanter Aspekt! Von einer "Sättigungsgrenze" habe ich noch nie gehört, aber dieses Verhalten kann man ja bei High-ISO- oder stark gepushten Bildern oft beobachten: sie wirken entsättigt oder mit seltsamer Farbwiedergabe. Das lässt sich auch im Nachhinein nur unzureichend korrigieren.

Du denkst jetzt bei Sättigung an die Farbsättigung?

Ich meine mit "Sättigungsgrenze" einen maximal gefüllten Ladungsspeicher (Kondensator), also den Zusand, wenn ein (Sub-)Pixel keine weiteren Photonen mehr detektieren kann, folglich die Überbelichtung anfängt.

Da die Farbkanäle eines Bildpunktes, häufig nicht gleichzeitig in die Sättigung gehen, kommt es beim Entwickeln der Rohdaten, dann tatsächlich zu Farbverschiebungen in diesen Bereichen, wenn der verwendete Algorithmus nicht versucht, solche Situationen zu erkennen und zu reparieren/interpolieren ("Highlights retten" o.ä.).
Das sieht man z.B. häufig bei Aufnahmen eines Sonnenuntergangs, als Farbabweichungen um die (überbelichtete) Sonne herum.

In die andere Richtung, also hin zu einer sehr starken Unterbelichtung, kommt es ebenfalls zu Verschiebungen bei der Farbreproduktion, da die RGB-Farbfilter der Bayer-Matrix etwas unterschiedliche Dichten besitzen und für Grün eine weit größere Sensorfläche (50% der Subpixel) zur Verfügung steht.
Hinzu kommt natürlich auch, dass die Farbauflösung förmlich im Rauschen untergeht, wenn man nur wenige Photonen auswerten kann.
Das merkt man auch bei der Bearbeitung dieses Bildes (vermehrt grünes Rauschen/Konturen in den Tiefen).

MfG Jürgen
 
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Hallo Ihr Lieben (Bildzauberer),

Ich hatte an diesem Tag kein Stativ mit, ich vermute mal, das war der Grund, weshalb ich auf ein zweites Bild verzichtet hatte. Wenn ich mich recht erinnere hatte ich da auch noch diese tolle Wolke gesehen , die unruhige Straße und wollte ursprünglich ein Silhouettenbild mit Wolke machen.

Es ist schon Wahnsinn, als ich mein Bild "eigentlich" fertig hatte, hat's schon gepasst, aber der letzte Schliff hat noch gefehlt. (Dachte ich )

Doch was dann hier mit meinem Bild noch passiert ist, lässt mir wirklich die Kinnlade runterfallen.

ich stelle meine Favoriten mal gegenüber:


Das Ausgangsbild:
picture.php


Meine ursprüngliche Interpretation,
picture.php


Die von Daniel (dmachaon):
Untitled1%20copy.jpg


die von Johannes (JoJoSchla):
picture.php


und abschließend die von Jürgen (Lilien):
picture.php

oder halt in s/w
picture.php

je häufiger ich das s/w Bild betrachte, desto ansprechender wirkt dies auf mich.

Insgesamt kann ich gar nicht sagen, welches Bild mich nun am meisten anspricht. Meines hat zwar den poppigen Effekt den ich ursprünglich schon im Kopf hatte, schwächelt jetzt in meinem Ranking aber böse ab.

Jürgens Interpretation hat für mich irgendwie etwas Märchenhaftes, und das kommt dem Gesamteindruck meines Kurztrips nach Paris dann auch noch sehr nahe.

Im übrigen greife ich, so denke ich, Stephans Empfehlung auch noch auf: „Paris ist im Mai besonders schön, …“

Daniel, danke für Deine Beschreibung, wie du zu dem Bildergebnis gekommen bist. Ich habe mir daraufhin die Sache mit den Luminazmasken mal genauer angesehen, ein paar Aktionen installiert und bin ja ganz begeistert.

Jürgen, könntest Du auch noch kurz beschreiben, wie Du diese tolle Bildanmutung hinbekommen hast. Das wäre klasse.

Derweil, vielen vielen Dank an Euch alle.

P.s.
Ich war vor ein paar Tagen am Berg um ein paar Sonnenuntergangsbilder zu machen und schon wieder ist mir der Vordergrund derart abgesoffen, … (Neben fehlenden Fachwissen habe ich wohl auch noch mit einer gewissen Veränderungsresistenz zu kämpfen.)
 
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Huift nix
RAW hab ich schon, aber so ne Sonne ist halt schon verflixt hell, verglichen mit einem Tannenwaldhang im Schatten.

Diesen Thread hier im Kopf habend, hab ich sogar auf den Wald in nem 2. Bild belichtet. Hat auch nichts gebracht. Es hat derart geblasen, dass auch mein Stativ überfordert war und so alle länger belichteten Bilder verwackelt wurden. Jetzt kann ich es mir aussuchen: Will ich den Vordergrund verrauscht oder verwackelt. :confused:

Dabei war es das erste mal, dass ich eine Wolke gesehen habe, die wie ein Regenbogen in allen Spektralfarben geleuchtet hat. Doch das gehört nicht hier her. Hier geht es um die Rettung abgesoffener Pariser Bilder.
 
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