Olympus Blitz F280 abgeraucht

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johannes.hromadka

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Hallo:

Ich bin/war auf der Suche nach dem Blitz F280 für die OM4 Ti.

Ich konnte 2 sehr schöne Exemplare auftreiben, beide sind aber beim ersten aufladen "abgeraucht". Es höhrte sich an als würden Funken im Kondensator überspringen bzw. der Kondnesator durchschlagen, dann hat es gestunken.

Beim ersten Blitz gab es einen deutlichen Knall und dann noch kleinere Durchschläge.
Den Zweiten Blitz habe ich abgeschaltet sobald es zu knistern begonnen hat. Er war beim IR Empfänger sehr warm und stinkt auch.

Jetzt meine Fragen:

Ist der F280 dafür bekannt daß sein Kondensator langes Lagern nicht übersteht und dadurch kaputt wird?

Wer kann und mag den Blitz reparieren?
Angeblich ist ein Rubycon 260v 1850µf Kondensator verbaut. Länge 58mm, Durchmesser 30mm.

Keiner meiner anderen, auch sehr lange unbenutzten Blitze ist mir noch abgeraucht.
Darunter sind no Name geräte, Olympus T20 und T32, diverse Nikon SB und Vitiar 283.

Gruß aus Wien Umgebung.

Hannes
 
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Hannes, unser Mitglied Michael [MENTION=52101]Beuteltier[/MENTION] kann sich den Blitz vielleicht einmal ansehen.
 
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Hallo Hannes,

wenn der Blitzelko da drin wirklich nur 260 Volt Betriebsspannung hat, ist klar, dass er knistert und knallt. :D
Blitzgeräte haben üblicherweise 300 bis 350 Volt Betriebsspannung. :)
Auch erscheint mir eine Kapazität von 1.850 µF recht hoch, ich kenne keine Systemblitzgeräte, die mehr als 1.000 µF haben...
 
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Hallo Michael

Ich hab die Daten zum Elko aus einem der wenigen Suchergebnis im Internet. Selber habe ich den Blitz nicht geöffnet. Ich habe auch keine Ahnung wie ich das machen könnte ohne bleibende Schäden zu erzeugen.

Ich hab zwar das F-280_service.pdf Repair Manual. Daraus kann ich aber auch nicht aulesen wie man ihn öffnet. Nur daß das was ich gemacht hätte falsch ist 8-(

Und jetzt zur wichtigen Frage: Siehst Du eine Erfolgschance zumindest einen der beiden wieder zum Leben zu erwecken?

Ich hätte noch einen weiteren Kandidaten für ein Service, damit sich das Porto für den Versand A->D->A auszahlt

Meiin AF Nikkor 24-120mm 1:3.5-5.6D

Es funktioniert auf den ersten Blick tadellos, pumpt aber beim AF in den mittleren Brennweiten. (zw. 60 und 110mm)
In den EXIF Daten habe ich gefunden, daß die eingestellte Brennweite falsch an die Kamera übertragen wird.
Bei 120mm steht 102mm in den EXIF Daten bei allen anderen Brennweiten 38mm.

lG Hannes
 
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Hallo Hannes!
Meiin AF Nikkor 24-120mm 1:3.5-5.6 D funktioniert auf den ersten Blick tadellos, pumpt aber beim AF in den mittleren Brennweiten. (zw. 60 und 110mm)
In den EXIF Daten habe ich gefunden, dass die eingestellte Brennweite falsch an die Kamera übertragen wird: Bei 120mm steht 102mm in den EXIF Daten bei allen anderen Brennweiten 38mm.
Ein häufiger Fehler, wenn das Objektiv schon alt und häufig gezoomt worden ist.
Kann ich natürlich reparieren, kostet aber mindestens 50, maximal 100 €.
Bei den Blitzgeräten kann ich nur sinnvoll vorgehen, wenn du mir beide schickst und die PDF-Datei dazu legst.
Soll ich dir einen "DHL-Rückversand-Aufkleber" zusenden?
 
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Hallo Michael

Ein häufiger Fehler, wenn das Objektiv schon alt und häufig gezoomt worden ist.
Kann ich natürlich reparieren, kostet aber mindestens 50, maximal 100 €.

Ist ok, darum bekomme ich max. ein gebrauchtes Schnäppchen das dann eventeull den gleichen Fehler hat.

Bei den Blitzgeräten kann ich nur sinnvoll vorgehen, wenn du mir beide schickst und die PDF-Datei dazu legst.
Soll ich dir einen "DHL-Rückversand-Aufkleber" zusenden?

Ja bitte schick mir den Aufkleber und eine kurze Info wie ich alles verschicken soll.

Ich schick beide Blitze und eine kurze Notiz welchen der beiden ich beim ersten Gebrutzel abgeschaltet habe.

Das PDF ist von http://olympus.dementix.org
Eine sehr informative Seite für OLympus Liebhaber.

http://olympus.dementix.org/Hardware/PDFs/F-280_service.pdf

Hannes
 
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Hallo Hannes!
Ja bitte schick mir den Aufkleber und eine kurze Info wie ich alles verschicken soll.
Dazu bräuchte ich aber deine vollständige Adresse und eine direkte E-Mail-Adresse von dir, und du müsstest mir dazu schreiben, wie schwer das Paket sein wird und welche Abmessungen der Karton hat - also zuerst Objektiv und Blitzgeräte verpacken, und dann E-Mail an mich.

Im verlinkten PDF ist übrigens zu lesen, dass die Ladeelektronik dieser Blitzgeräte bei 265 Volt abschaltet.
Der Blitzelko muss also tatsächlich nur 265 Volt aushalten können...
Somit wird eine Ersatzteilbesorgung richtig schwierig bis unmöglich - handelsübliche Blitzelkos haben 350 Volt Nennspannung und sind dadurch bei gleicher Kapazität deutlich größer, würden also nicht ins Gehäuse passen. :rolleyes:

Wie alt sind denn diese Blitzgeräte, wann wurden sie hergestellt?
 
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Hallo Michael

Ich hab auch schon Tante Google nach passenden Elkos befragt.
Der da war der mit der geringsten Abweichung der Daten, aber leider um 5mm dicker und hält 15V weniger aus als das Original.

Elektrolyt-Kondensator SnapIn 1800 µF 250 V 20 % (Ø) 35 mm Panasonic EET-UQ2E182EA z.B. bei Conrad

Der F280 Blitz wurde für die OM4Ti und die OM 77 bzw. 707 entwickelt. Es war die erste Kamera Blitz Kombination die kurzzeit Blitzsynchronisation beherrscht hat.

Gebaut wurde der Blitz von 1986 bis 2002.

Am Wochenende werde ich Objektiv und Blitze verpacken.

Gruß, Hannes
 
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Hallo Michael:

So schaut der F280 mit abgenommener Rückwand aus.
Absolut kein Platz für einen größeren Kondensator.

Schaut ganz gut aus, wäre da nicht der penetrante Gestank nach verschmorter Elektronik.






Hannes

PS: PM mit den Daten für Versand ist unterwegs.
 
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Der Blitzelko hat also tatsächlich 1850 µF bei 260 V. :up:
Es erklärt aber noch nicht, wieso das Blitz-Gerät nach verbrannter Elektronik riecht - ein ausgelaufener Elko riecht eher nach Käse, außerdem sieht man auf diesem Bild kein Leck am Elko. :confused:

Ich befürchte, dass das Problem eher in der Regelelektronik liegt!
Laut Schaltplan schaltet diese den Aufladevorgang des Blitzelkos ab, sobald er 265 V Ladespannung erreicht hat. Wenn sie nun wegen eines internen Defekts nicht abgeschaltet hat, stieg die Ladespannung immer weiter, bis der Elko durch schlug.
Und dadurch könnte die Ladeelektronik weiter beschädigt worden sein. :fahne:
 
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Es erklärt aber noch nicht, wieso das Blitz-Gerät nach verbrannter Elektronik riecht - ein ausgelaufener Elko riecht eher nach Käse, außerdem sieht man auf diesem Bild kein Leck am Elko.

Stimmt, aber auf dieser Seite der Platine sind auch keine Teile die nach Leistungsendstufe aussehen. Die vermute ich auf der anderen Seite, der Vorderseite des Blitzes.

Ich befürchte, dass das Problem eher in der Regelelektronik liegt!
Laut Schaltplan schaltet diese den Aufladevorgang des Blitzelkos ab, sobald er 265 V Ladespannung erreicht hat. Wenn sie nun wegen eines internen Defekts nicht abgeschaltet hat, stieg die Ladespannung immer weiter, bis der Elko durch schlug.
Und dadurch könnte die Ladeelektronik weiter beschädigt worden sein. :fahne:

Das Brutzeln und Knistern hat aber schon begonnen bevor noch die Bereitschaftsanzeige aufgeleuchtet hat. Der Elko war vermutlich noch nicht auf 265V. geladen.

Beim ersten Blitzgerät hat sie zu glimmen begonnen und ich konnte sogar ein paar schwachte Blitze mit dem Testknopf auslösen. Dann hats stärker gebrutzelt und geknallt.

Beim zweiten Blitz, von dem das Foto stammt, habe ich beim ersten Brutzeln sofort abgeschaltet. Er riecht aber auch bereits nach geschmorten Elektronikeintopf.

Ich vermute den Fehler in der Leistungstufe die den Elko laden soll. Aber nicht weil sie nicht abschaltet, sondern weil zu viel Strom fließt oder irgendein Bauteil nicht mehr hochspannungsfest ist.

Der Blitz wurde auf der Vorderseite warm, dort wo das IR-Empfängerauge ist.

Bin gespannt was du vorfindest wenn du weiter eindringst.

Sollte man Blitzgeräte, die lange unbenutzt waren, mit alten schwachen Alkaline Batterien anstarten anstatt mit kräftigen Eneloops?

Wie ich schon geschrieben habe ist mir das noch nie vorher passiert aber gleich bei zwei Olympus F280.

Hannes

PS: Das Paket geht am Montag per Österr. Post an deine Adresse
 
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Hallo Hannes!
Sollte man Blitzgeräte, die lange unbenutzt waren, mit alten schwachen Alkaline Batterien anstarten anstatt mit kräftigen Eneloops?
Wenn solche alten Blitzgeräte gebaut wurden für die Benutzung ausschließlich mit Batterien, ja.
Eneloops haben zwar eine niedrigere Leerlaufspannung als Alkali-Mangan-Batterien, sind aber viel niederohmiger und können somit einen höheren Strom liefern.
"Moderner" Ladeelektronik macht das nichts aus, weil die Strom-begrenzt ist.

Das Problem durchknallender Elkos bei lange nicht benutzten Blitzgeräten ist mir nur vom Hörensagen bekannt, da alle meine Blitzgeräte (sowohl moderne Geräte wie SB-600 und SB-800, als auch uralte, die ich gebraucht gekauft hatte, um sie im Studio als bezahlbaren Ersatz für eine unfinanzierbare Blitzanlage zu nutzen) keine solchen Defekte hatten.
Nur bei einem älteren Blitzgerät, das ich schon als defekt gekauft hatte, knallte der Elko durch - da war genau diese Regelelektronik defekt, die ein Ansteigen der Blitzelko-Spannung über den Sollwert verhindert...
 
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Hallo Hannes,

dein Objektiv ist wieder in Ordnung:
https://www.nikon-fotografie.de/vbu...-af-24-120-kontakt-kamm-und-folie-kaputt.html

Die Blitzgeräte habe ich mir jetzt angeschaut.

Das mit dem hellgrauen Elko:

picture.php




Das mit dem schwarzen Elko (mit Beule):

picture.php



Da ist alles zu spät. Irreparabel, sorry.
Aus Kulanz habe ich für beide Geräte zusammen nur eine Überprüfungs- und KVA-Pauschale berechnet. :)
 
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Hallo Michael,

Danke vielmals. Das Objektiv war rechtzeitig vor Weihnachten wieder bei mir. Wenn mich nicht eine Grippe niedergestreckt hätte, hättte ich das Weihnachtsfest damit bereits fotografieren können.

Die Blitze beweisen eine alte Elektronikerregel: Wenn man Strom riecht ist es bereits zu spät :frown1:

Aber, aller guten Dinge sind drei. Ich hab ein Set kaufen können. OM 77 AF mit 35-70 Standardzoom und F280, Samt Beschreibung, Bereitschaftstaschen in einer Hama Fototasche.

Mit nicht mehr ganz neuen Batterien und gribbeln im Bauch hab ich den Blitz in Betrieb genommen. Beim Laden pfeift er nur dezent und ist nach ca 30 Sekunden bereit. :)

Die Kamera funktioniert auch, nur der Blitz im Batteriegrif ist tot.

Die OM-77 / OM-707 schaltet automatisch zw. den Betriebsmodi normal Blitzen und Kurzzeitblitzen um. Bei der OM-4Ti muß man den Betriebsmodus am Blitz wählen.

Die OM 77 ist halt eine reine Anwenderkamera, nix für den verspielten Fotografen der an allen Paramtern drehen will. P Automatik und sonst nix, Immerhin P Shift, wie ich es bei den Nikons gerne verwende, hat sie.

Hannes



 
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