Der Artikel ist ja nun schon auch was älter bzw. greift ein älteres Thema auf.
Das Auge kann statisch nur ca. 6 EV Dynamik und 200 Abstufungen in der Luminanz wahrnehmen, mit Gamma 2.2 reichen 8 Bit sogar für ca. 12 EV Dynamikumfang. Daher reichen 8 Bit erst mal aus.
In dunklen Bereichen, wenn das Auge sich daran adaptiert, kann es dann Abstufungen (Tonwertabrisse) wahrnehmen, die bei 10 Bit nicht aufträten.
Nur ... diese Tonwertabrisse treten ja auch an anderen Monitoren und dem Druck auf, daher sieht man sie besser schon in der EBV. Hinzufügen von Rauschen (oder das natürlich vorhandene Bildrauschen) verhindert sie dann.
10 Bit ist also ein reines Consumer-Feature für den Genuss von Bluray-Filmen mit dunklen Passagen, aber viel Zeichnung (kann Bluray überhaupt 10Bit -- meine PS3 jedenfalls hat dafür eine Einstellung (deep color, macht wohl sogar 12Bit...)). Der Grafiker braucht das nicht. Einzige Ausnahme: der Colorgrader in der Movieendbearbeitung in Hollywood. Der benutzt aber wiederum eine Grafikworkstation noch jenseits des Mac Pro.