Nikon Service und Ersatzteillage

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Geschrieben wird ja viel, hat denn überhaupt schon jemand eine D700, D3 etc. nicht mehr repariert bekommen?

Moin
nur weil z.B. D700 und D3 aus dem Service sind, heißt das nicht automatisch das sie
nicht mehr repariert werden können.
Es bedeutet "nur" das nicht mehr alle Ersatz/-Verschleißteile auf Dauer zur Verfügung stehen weil sie nicht mehr produziert werden, solange der Vorrat reicht dürfte es kein Problem sein, wobei dann wie immer noch die Frage ist rechnet sich eine Reparatur wirtschaftlich.
Und wenn du bei diversen großen Fotofachgeschäften vorbeischaust werden dort z.B. einige D3 mit wenigen Auslösungen und 12Monate Gewährleistung angeboten.
Wenn es wirklich so düster aussehen würde, würde kein Händler ein 12-Monats-Risiko eingehen.
 
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Hallo Kurt!
Wenn es wirklich so düster aussehen würde, würde kein Händler ein 12-Monats-Risiko eingehen.
Das habe ich anders erlebt.
Eine gebrauchte D700 beim Händler gekauft: Alles funktionierte, nur der Blitzschuh hatte einen massiven Wackelkontakt.
Ich schickte sie zur Reparatur auf Gewährleistung zurück und bekam postwendend meinen Kaufpreis erstattet mit der Begründung, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sei. :fahne:
 
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Hallo Kurt!


Ich schickte sie zur Reparatur auf Gewährleistung zurück und bekam postwendend meinen Kaufpreis erstattet mit der Begründung, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sei. :fahne:

hallo Michael
wäre nur die Frage kam "Reparatur nicht mehr möglich" direkt vom Händler weil er vielleicht keine Lust hatte die Kosten zu übernehmen und dem Nächsten die Kamera vertickert oder sagte "Nikon" Reparatur nicht möglich
 
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Geschrieben wird ja viel, hat denn überhaupt schon jemand eine D700, D3 etc. nicht mehr repariert bekommen?
Wäre interessant zu wissen was die Service Points dazu sagen.
Ich behalte meine D700, wird ja dann quasi zum unverkäuflichen Sammlerstück.
Inwieweit 20 Jahre alte Objektive davon betroffen sind weiß man auch nicht. Es hat noch niemand kundgetan dass seine Objektive nicht repariert wurden.

Hat er doch.
Für mein 600 Ende Baujahr 1996 (lt. Seriennummer) ist nichts mehr zu bekommen, also nicht mehr zu reparieren.
Ich hatte ja geschrieben, dass "Beuteltier" eine Reparatur durchgeführt hat. Nikon in Düsseldorf war zwar sehr bemüht und kulant. Konnte aber wegen fehlender Ersatzteile keine Reparatur durchführen.


Für mein 300er f2.8 AF-S IF EDII Ende Baujahr 2004 ist eine weitere Ersatzteillieferung nicht mehr gewährleistet. Lt. Nikon Düsseldorf !!!


HaWe
 
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Hallo Kurt!

Das habe ich anders erlebt.
Eine gebrauchte D700 beim Händler gekauft: Alles funktionierte, nur der Blitzschuh hatte einen massiven Wackelkontakt.
Ich schickte sie zur Reparatur auf Gewährleistung zurück und bekam postwendend meinen Kaufpreis erstattet mit der Begründung, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sei. :fahne:


Das könnte für einen Händler zum Problem werden, wenn er ein gebrauchtes Objektiv, nehmen wir mal an es ist meins (von 2004).... mit einen halben jahr Garantie anbietet.
Das kann zu einem recht großen finanziellen Verlust für den Händler enden, wenn es innerhalb dieser Zeit in die Wicken geht.
Das würde bedeuten, das jedes gebrauchte ältere Top Objektiv wie die Reihen ab 200 f20, 300 f2.8, 400 f2.8, etc. unverkäuflich sind, da nicht mehr reparabel.
Das ruiniert die Preise für den Gebrauchtmart erheblich.

HaWe
 
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>>> audiomac : Ich gebe auf. Diese Art Diskussion ist mir zu mühselig. Natürlich gibt es Lagerkosten. Aber für die Kosten des Rückrufes z.B. der D600 kann Nikon wahrscheinlich Jahrzehnte alle Teile lagern. Und es ist grundsätzlich so, dass zur Gewinnmaximierung jedwede Kosten vermeiden werden sollen. Das ist nun mal im Kapitalismus (pöses Wort) so .Deshalb werden ja unter den bekannten Bedingungen z.B. Billig-Klamotten (auch "Markenhersteller" lassen dort produzieren) in Pakistan etc. produziert.

Wir sollten aber, das war der Ausgangspunkt meiner Beiträge, Nikon sagen, dass dies nicht nur eine rechnerische Angelegenheit ist, sondern Kundenzufriedenheit, (langfristige)-Bindung und auch die Schaffung eines entsprechenden Images auch einen Wert besitzt. Nikon wäre gut bedient, gerade bei nicht billigen Gerätschaften, entsprechende Lagerhaltung (wie ich sie bei Sigma in meinem Fall vorfand) vorzunehmen. Und Nikon hat, nach meinen Wahrnehmungen (auch dies wurde hier schon im Forum behauptet) ein eher höheres Preisniveau bei höherwertigen Objektiven. Dann sollte aber ein Teil dieses höheren Verkaufspreis auch in die Ersatzteilversorgung investiert werden.

Ansonsten, ich werde heute Abend mal wieder meine Fuji S5 in die Hand nehmen :)

Meddi

Hallo Meddi, ich antworte dir weil du mich direkt ansprichst.

Was sind deine Skills die dich zu kompetenten Aussagen bezüglich Lagerhaltung, Servicelevel und die daraus entstehenden Kosten für Elektronikkomponenten im Consumer Bereich befähigen?
Deine Aussagen sind allgemein gehaltene Unterstellungen an Nikon.

Ich bin Kunde der Firma Nikon seit 1977. Auch wenn der Service nicht mehr so fett ist wie in den frühen 80ern, bin ich mit Nikon's Service bisher zufrieden.
Freundlich, kompetent und um eine Lösung bemüht - hat nicht immer alles geklappt - war auch mal ärgerlich - aber zum Schluss reichte es immer für ein "gut".

Gruss
 
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Es sind ja nicht nur Lagerkosten, die sind im Vergleich wahrscheinlich eher gering, aber Nikon muss ja auch während der Produktionszeit des Produkts die entsprechenden Ersatzteile produzieren oder bei Lieferanten einkaufen mit dem Risiko, sie dann nicht mal verkaufen zu können, weil doch nicht genügen Bedarf aus Reparaturen anfällt.
 
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Ich wage mal einen Blick in die Zukunft, der gar nicht sooo unrealistisch ist.

Sicher entwirft Nikon die Komponenten aller Geräte mit irgendwelchen 3D-CAD-Programmen.
Theoretisch könnten die Service-Points mit 3D-Druckern ausgestattet werden und die CAD-Daten
aller 3D-Druck fähigen Teile in einer Datenbank gespeichert werden. Der Service-Point bräuchte
dann nur die Daten aus dem System abzurufen und vor Ort ausdrucken. Alles ohne Lagerhaltung
und Versand. Die Daten könnten über Jahrzehnte gespeichert werden.

Mittlerweile sind per 3D-Druck (die professionelle Bezeichnung ist AM … Additive Manufacturing)
schon sensationelle Dinge möglich. Es gibt sogar ein Verfahren, um optische Linsen zu drucken.

Im letzten Jahr benötigte ich eine kompliziert geformte Serviceklappe für einen ziemlich teuren
Moving Head (ein in mehrere Richtungen fernsteuerbarer Scheinwerfer). Das Teil war vom Hersteller
nicht zu bekommen.

Hatte mich an einen 3D-Druck Anbieter gewandt. Anhand der Klappe eines zweiten Moving Heads
wurde dort eine exakte Kopie in Form und Farbe gefertigt. Die Klappe wurde mit einem 3D Scanner
eingescannt und genau vermessen (zufälliger Weise wurde dort mit Nikon 3D-Scannern und
Nikon Präzisionsmessmaschinen gearbeitet) und die Daten mit einem CAD-Programm für den
3D-Druck aufbereitet.

Grüße aus HB
Heiner
 
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Es sind ja nicht nur Lagerkosten, die sind im Vergleich wahrscheinlich eher gering, aber Nikon muss ja auch während der Produktionszeit des Produkts die entsprechenden Ersatzteile produzieren oder bei Lieferanten einkaufen mit dem Risiko, sie dann nicht mal verkaufen zu können, weil doch nicht genügen Bedarf aus Reparaturen anfällt.

Und die Teile altern. Das FlexBand ist nach 10 oder xx Jahren Lagerung nicht mehr so flexibel.
Ich bin nicht mal sicher, ob die Produkte von Einführung bis Schluss gleichbleibend produziert werden.
Heute werden ja oft Produktionsanpassungen vorgenommen.

Gruss

PS Natürlich, wünsche ich mir, dass all meine liebgewonnen Dinge a) nicht kaputt gehen, und wenn doch, b) immer repariert werden können, auch nach 30 Jahren noch!
 
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Hallo Kurt!
wäre nur die Frage kam "Reparatur nicht mehr möglich" direkt vom Händler weil er vielleicht keine Lust hatte die Kosten zu übernehmen und dem Nächsten die Kamera vertickert oder sagte "Nikon" Reparatur nicht möglich
Da der Blitzschuh m.W. bei der D700 der gleiche ist wie bei der D800, würde ein Nikon Service Point ihn wohl noch ersetzen können.
Auch ich selbst hätte genügend solche Teile auf Lager.
Der Händler hatte aber meinen Vorschlag auf Preisnachlass, für den ich den defekten Blitzschuh selbst repariert hätte, abgelehnt und auch keine andere fehlerlose D700 statt dessen angeboten.
Ob der Händler diese D700 wieder angeboten hat, weiß ich nicht - ich habe mich damals sofort für eine D610 entschieden...
 
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....Dabei ist die Aussage von Nikon doch klar und unmissverständlich:

"Es sind nicht mehr alle Ersatzteile verfügbar" ....

Das war ja von Anfang an klar, dass keine Ersatzteile mehr verfügbar sein werden. Das hatte ich auch geschrieben.

Meine Frage war sinngemäß eigentlich nur....ob es Erfahrungen und/oder Richtwerte gibt wie viele Jahre der Support durch Nikon vorgehalten wird.
Dass Nikons Hinweis bezüglich einer Einstellung eines Supports meine Befindlichkeit trübt mag ja unter Umständen nicht nur mich treffen, sondern evtl. auch andere Nutzer.
Ich mache aber auch keinem einen Vorwurf, der 13 Jahre als korrekt empfindet.

Nach heutigem Stand (habe mein Nikon nebst neuem Bajonett abgeholt) bezieht Nikon seine Ersatzteile über einen zentralen Europäischen Standort. Die einzelnen "Filialen" wie Düsseldorf haben keinerlei Einfluss auf die Verteilung. Da wird auch schon mal gewartet bis sich eine Sammelbestellung lohnt und dann erst erhält man, wie in meinem Fall Düsseldorf, nach 14 Tagen ein Ersatzteil.
Dass Düsseldorf einen TOP JOB liefert erwähne ich hier gerne noch ein Mal.

Es scheint keine Regeln oder feste Zyklen zu geben nach denen über den Nachschub an Ersatzteilen verfahren wird.
Das ist nicht unbedingt dienlich für einen Kunden (ich beziehe das jetzt nur auf mich), aber scheinbar hat Nikon mit dieser Vorgehensweise bisher keine Probleme.
Und für mich hat sich meine Frage hier erledigt.
Danke für alle Kommentare.

HaWe
 
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Die werden sich Gedanken machen wie lange sie Service anbieten wollen, sie werden nach ersten Produkttests *schätzen* wie hoch der Ersatzteilbedarf sein wird, und welche Teile typisch kaputt gehen werden. Diese Menge plus ein bißchen Reserve wird hergestellt und eingelagert. Da jedoch jedermann weiss daß keine Planung den ersten Feindkontakt überlebt, ist der Rest dann auch klar.

Leica fertigt auf Bestellung übrigens jedes mechanische Ersatzteil bis runter zur Ur-Leica in Einzelanfertigung an. Zu obszönen Preisen, aber immerhin. Nur bei den Elektronikteilen der Minolta XD-5/XD-7..... ähhhhh, der Leica R4/R5 müssen sie passen, die Chips sind nicht mehr verfügbar. Wie das mit den neueren Panasonic-Eingeweiden und anderem elektronischem Kram ist weiss ich nicht.
 
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Leica fertigt auf Bestellung übrigens jedes mechanische Ersatzteil bis runter zur Ur-Leica in Einzelanfertigung an. Zu obszönen Preisen, aber immerhin.

klar für Geld bekommt man immer alles ..Leica ist da ein bisschen wie Rolls Royce :)
und wenn man gewillt ist die Preise zu zahlen ist es doch 100% in Ordnung.
jeder wie er möchte
 
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