Nikon d3200 - Bühnenfotografie/Lichtfotografie

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sarah1409

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Liebe User,

ich bin noch ziemlich unerfahren im Bereich mit meiner Nikon d3200.
Folgendes Problem:

ich fotografiere für eine Rockband und möchte super Fotos dafür machen. Das Problem ist, dass ich die Lichteffekte nicht richtig hinbekomme und es alles immer sehr "verraucht" aussieht.

Durch welche Einstellung bzw.Objektiv bekomme ich die Lichteffekte auf der Bühne gut hin, damit die Fotos professionell aussehen?

Ich würde mich sehr über Antworten freuen :)

lg Sarah
 
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Hai :)

Welche Lichteffekte meinst du da?
Am besten ist es du veroeffentlichst mal ein oder zwei Bilder mit Exifdaten.
Dann koennen wir besser helfen ohne raten zu muessen.

lg redy
 
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Das

ich bin noch ziemlich unerfahren im Bereich mit meiner Nikon d3200.

und das

damit die Fotos professionell aussehen?

sind schon einmal keine guten Voraussetzungen. Wie redy schon erwähnte, zeige mal bitte ein oder zwei Fotos.

Ich tippe, dass Du mit "verraucht" bestimmt "verrauscht" meinst. Dieses liegt zumeist an sehr hohen ISO-Einstellungen bei dunkler Umgebung. Welches Objektiv verwendest Du? Ich gehe mal davon aus, dass Du ein Kit-Objektiv mit einer Lichtstärke schlechter als f/2.8 besitzt?
 
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Du hast bei beiden leider nicht die Upload-Regeln eingehalten. Lade sie bitte noch einmal hoch.
 
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Hallo Sarah,

willkommen im Forum – hier wird Dich geholfen … :p

Ich starte mal mit etwas Lektüre für Dich:

http://www.nikon-fotografie.de/vbul...otografie/160340-konzertfotografie-tipps.html

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/nikon-d300/147417-konzertfotografie.html

http://www.nikon-fotografie.de/vbul...ine-band-begleiten-komplett-ohne-blitz-2.html



picture.php



Kommt Dir dieses Bild irgendwie bekannt vor?

Überraschung. Es ist Deines, nur drastisch
per Gradationskurve korrigiert. :cool:
Könnte man nun noch farblich optimieren …

Bitte jetzt o.g. Lektüre genießen und erst
danach konkrete Fragen stellen!

Nützlich wäre schon jetzt zu wissen, welche
Objektive Du besitzt bzw. zur Verfügung hast.



 
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Moin Sarah,
ohne zu wissen, welche/s Objektiv/e Du an der D3200 nutzt, und wie die Lichtverhältnisse vor Ort sind, ist es etwas schwierig verlässliche Tipps zu geben, aber ich will es trotzdem mal probieren.
So wie Du die Situation schilderst, gehe ich davon aus, dass Du die Band bzw. die Musiker gut kennst. In dem Fall könntest Du evtl. schon vor dem Gig ein paar Probeschüsse beim Soundcheck – vorausgesetzt die Lichtverhältnisse sind gleich - machen.
Aber jetzt zur Kamera: (ich hoffe Du kennst Dich gut mit der Kamera aus, ansonsten solltest Du die BA bereithalten)
Das Aufnahmeformat im Menü unter QUAL von FINE oder NORM auf RAW stellen. Das Funktionswählrad auf M für manuelle Belichtung stellen. Im Kameramenü unter Aufnahmemenü die ISO-Empfindlichkeit vorwählen. Zum Probieren würde ich mit ISO 800 anfangen.
Dann um Bewegungsunschärfe zu vermeiden, eine relativ kurze Belichtungszeit einstellen. Hier würde ich mit einer 1/100 Sek anfangen. Bei den ersten Probeaufnahmen mit der kleinesten Blende beginnen. Im Sucher ist mittig unterhalb des Bildes eine Lichtwaage. Da solltest Du versuchen die Belichtung so einzustellen, dass die Waage ca. 4-5 Striche im Minusbereich anzeigt.
Ist die Anzeige total im Minus ISO auf den nächsthöheren Wert einstellen und mit der Belichtungszeit auf 1/80 oder 1/60 Sek gehen. Auf diesem Wege immer ein paar Probeschüsse machen und immer die Bilder im Display anschauen und so an die Ideale Belichtung herantasten. Auf dem Display sollten die Bilder immer dunkler sein, als Du sie Dir eigentlich erhoffst, denn ein wichtiger Part ist die Nachbearbeitung der Fotos am PC. Da hast Du dann die Möglichkeit, die dunklen Bereiche aufzuhellen, ohne die Wirkung des Back-Light (das hast Du wahrscheinlich mit Lichteffekten gemeint) zu zerstören.
Den Autofokus kannst Du auf AF-C oder AF-S stellen. Ich nutze bei Konzertfotos eigentlich immer AF-S und Einzelfeldfokus, also AF-S S und fokussiere meist auf das Gesicht eines Musikers.
Ein wichtiger Aspekt ist die Aufnahmeposition. Bist Du beispielsweise sehr nah an der Bühne, kann es sein, dass aus der Perspektive – Du fotografierst ja nach oben gerichtet – das Back-Light sich unterhalb der Köpfe der Musiker befindet. Das ist besonders bei relativ kleinen Bühnen mit geringer lichter Höhe der Fall. Stehst Du weiter entfernt, sind die Strahler wieder oberhalb der Köpfe.
Bei seitlich offenen Bühnen sollte man auch auf den Hintergrund achten, wenn man etwas aus seitlicher Position - also schräg – fotografiert. Fotos sind unerbittlich und man sieht dann alles was wirklich stört. Da gibt’s vom beleuchteten Toilettenschild über abgestellte Cases bis hin zum gelangweilten Roady mit Bierbuddel am Hals alles Mögliche was hinterher nervt.
Ach ja, noch ein Wort zu den Lichteffekten. Falls die Band Flower-Effekte verwendet, sei hinterher nicht enttäuscht. Die Flower-Effekte sind ja für das menschliche (träge) Auge ein sehr raumgreifender aus vielen Lichtstrahlen bestehender Effekt. Auf dem Foto sieht man dann dank der kurzen Belichtungszeit höchstens nur 5-6 Strahlen und es ist nix mit bombastisch.
Tja, dann viel Spaß.
Grüße aus HB
Heiner
 
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Vielen Dank für diese detaillierte Erklärung.

Ich besitze noch kein Objektiv (außer das Starterobjektiv).

Ich werde diese Einstellungen ausprobieren und dann am Wochenende ausprobieren.
Könntest du mir ein Objektiv empfehlen, welches meine Fotos noch optimieren kann?

Lg Sarah :)
 
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Könntest du mir ein Objektiv empfehlen, welches meine Fotos noch optimieren kann?

Also wenn es in einem finanziell verträglichen Rahmen bleiben soll,
würde ich Dir diese Objektive mit Festbrennweite empfehlen:

AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G
AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G

Das sind zwei ziemlich lichtstake Objektive, haben aber leider keinen Stabilisator
und sind keine Zoomobjektive.
Preislich liegen die jeweils bei ca. 200 bis 230 EURO.

Bei Deinem Starterobjektiv handelt es sich wahrscheinlich um das
Nikon 18-105mm, oder? Ist natürlich nicht besonders lichtstark,
aber wenn das Frontlicht der Band nicht zu sparsam ist, müsste
es mit dem Objektiv auch klappen. Ich mag das Objektiv jedenfalls.

Wenn bei Dir Geld keine Rolle spielt, wäre ein lichtstarkes Zoomobjektiv
nicht schlecht. Da wäre dieses hier ganz OK:

AF-S DX NIKKOR 16–80 mm 1:2,8–4E ED VR (ca. 1200 EURO)

Oder alternativ von TAMRON das ‚SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD‘ (ca. 900 EURO)

Grüße
Heiner
 
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Ich besitze noch kein Objektiv (außer das Starterobjektiv).
Könntest du mir ein Objektiv empfehlen, welches meine Fotos noch optimieren kann?

Fuers erste brauchst du kein zusaetzlichen Objektiv (falls es nicht das 18-55er ist).
Lerne umzugehen mit dem was du hast, du wirst auch mit dem Kit so weit kommen, das du sehr ansprechende Bilder machen kannst. Mit der Zeit wirst du selber wissen was du brauchst.

lg redy

ps: falles es doch das 18-55er ist, waere es eine ueberlegung das zu verkaufen und dir ein 18-105er zu zulegen.
 
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falles es doch das 18-55er ist, waere es eine ueberlegung das zu verkaufen und dir ein 18-105er zu zulegen.

Das ist genauso lichtschwach wie das Erstgenannte und somit nicht zu empfehlen.
Wenn überhaupt sind für die Konzertfotografie Objektive >= f/2.8 sinnvoll. Ich habe allerdings den Eindruck, dass zuerst hier mal reingeschaut werden soll, um ein paar Grundlagen zu verstehen.
 
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Das ist genauso lichtschwach wie das Erstgenannte und somit nicht zu empfehlen.
Wenn überhaupt sind für die Konzertfotografie Objektive >= f/2.8 sinnvoll. Ich habe allerdings den Eindruck, dass zuerst hier mal reingeschaut werden soll, um ein paar Grundlagen zu verstehen.

Darum hab ich's ja auch nicht empfohlen. Ich habe nur geschrieben, es waere eine Ueberlegung wert das 1855er mit dem 18105er zu tauschen.
Fuer Konzerte ist das 1855er definitiv zu kurz und da muesste man dann sowieso etwas zukaufen. Und solang die TO am Anfang steht, sind mal alle teureren Glaesern eher nicht zu empfehlen. Das Wissen kommt eh mit der Erfahrung und dann wird sie schon von selber draufkommen was sie braucht.

lg redy
 
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Leute, bleibt locker …

Ich habe vor 35 Jahren mit 135 / 3,5
und einem Vivitar 200 / 4,0 an Ricoh
mit auf 1600 gepushten HP5 begonnen.

Damit habe ich das Geld für die Nikons
nach und nach verdient.

Und ein gebrauchtes 80-200 / 2,8 ist
in der Tat ein Muß für jede Bühne.

[MENTION=122173]sarah1409[/MENTION]
Lies meine verlinkten Hinweise durch
und laß Dich nicht verrücktmachen!

Das allerwichtigste ist und bleibt, stets
richtig zu belichten. Und das lernt man
nur aktiv durch Fotografieren, Sarah.



 
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Hi,

ich weiß nicht, warum bei Fragen zur Konzertfotografie immer als allererstes ein Objektiv mit einer großen Anfangsblende empfohlen wird. Meiner (inzwischen langjährigen) Erfahrung in diesem Bereich, sind Blenden um die 4 bis 5,6 diejenigen Blenden, die zu 90% zum Einsatz kommen. Größere Blenden sind in manchen Situationen hilfreich, aber um das Genre zu erlernen sind sie nicht zwingend erforderlich.

Ich würde eine (zu oben) etwas abweichende Vorgehensweise vorschlagen:

(1) Suche Dir vor (!) dem Konzert einige interessante Standorte. Manchmal werden ohnehin Film- oder Tonaufnahmen gemacht und sorge dafür, dass Du als "zum Team" gehörig bekannt wirst. Merke Dir strategisch günstige Wege zwischen den einzelnen Standorten, wenn der Zuschauerraum voll ist.

(2) Deine Belichtungsautomatik führt dazu, das jedes Bild anders belichtet wird (je nachdem wie gerade die Bühnen-Scheinwerfer eingeschaltet sind) und das bedeutet, dass die Bühne selbst jedesmal eine (annähernd) gleiche mittlere Helligkeit bekommt bzw. die Anmutung (z. B. des Hintergrunds) jedesmal anders aussieht. Genau das braucht man nicht (!) in der Konzertfotografie. Die Bühne hat eine "Grundbeleuchtung", die je nach Scheinwerfereinsatz mal heller, mal dunkler auf dem Bild erscheinen soll. Nur so kannst Du die Atmosphäre des Konzerts transportieren. Und mir ist keine Automatik bekannt, die das beherrschen würde. Deshalb fotografiere ich solche Konzerte immer im manuellen Modus mit sehr geringen Veränderungen der Belichtungsdaten.

(3) Fange mit der Belichtungszeit an. 1/100s ist ein guter Anfangswert. Wenn die Akteure sehr herum zappeln, darf es etwa kürzer werden, bei Portraits und stillen Passagen auch etwas länger. Achte auf den Rhythmus der Musik und suche die Passagen, an denen sich die Künstler weniger bewegen. Als zweites wählst Du die Blende. Bei frontalen Aufnahmen kann sie groß sein, bei schrägen oder seitlichen Aufnahmen wirst Du oft auf Blende 5,6 oder noch kleiner abblenden müssen um alles scharf zu bekommen. Stelle als letztes den ISO-Wert so ein, dass die Anmutung des Bildes auf dem Display passt. Das ist in der Regel deutlich unterbelichtet als die Automatik vorschlägt. Ändere diese EInstellungen während des Konzerts nur sehr, sehr wenig (z. B. max. um 1 EV). Wenn Du das vor dem Konzert antestest, denke daran, dass während des Konzerts ein anderes Licht ist.

(4) Mache Deine Bilderserie interessant. Nur frontale / totale Aufnahmen (wie oben) sind auf Dauer langweilig. Zeige nicht nur "immer alles", sondern viele unterschiedliche Details. Gehe nahe heran, 200mm Brennweite sind nicht zu viel, zeige die Emotionen von Künstler und Zuseher. Zeige Interaktionen. Wenn ein Musikstück Wiederholungen hat, merke Dir die Bühnenshow und sei vorbereitet, wenn ein spektakulärer Augenblick wieder kommt. Ideal, wenn Du schon bei der Generalprobe anwesend sein kannst. Wenn der Sänger Rechtshänder ist, dann ist (aus Deiner Sicht) rechts vor ihm der bessere Platz, denn dann verdeckt seine Mikrofon-Hand nicht sein Gesicht.

Ciao
HaPe
 
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