Nikon Blitze

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MartinR

Guest
Hallo.

Heute war ich im Fotogeschäft und hab mir den SB 600 und den 800
angeschaut. Zuvor hatte ich den Nikon SB 28 bei meiner Fuji S2 und
bei meiner ehemaligen Nikon F5.
Nun wollte ich einen neuen Blitz kaufen, für meine D200 und hatte
ein paar Verständigungsprobleme mit dem Verkäufer.

Ich bin davon ausgegangen, dass man den SB 600 und garantiert
den SB 800 als Slave drahtlos nutzen kann, man das Blitz also
irgendwo aufstellt und dieser dann durch den internen Blitz der
D200 gezündet wird. Ich hatte das so in Erinnerung, weil ich glaubte,
es so mal mit einem Bekannten ausprobiert zu haben.
Der Verkäufer sagte es ginge nur dem Remote Set kabellos, sonst
bräuchte ich ein Kabel.
Also nix mit SB 600 oder 800 irgendwo aufstellen und dann drahtlos
als Slave nutzen.

Wenn ich den SB 600 oder 800 als Slave nutzen will, brauch
ich also entweder das Kabel um den SB 600 oder 800 mit der D200
zu verbinden, oder halt das Remote Ding.

Auf der Nikon Internetseite steht folgendes:
"Der SB-600 bietet eine vollautomatische Blitzbelichtung im Mulitblitzbetrieb mit weiteren SB-600 Geräten, wenn er über ein SB-800 Masterblitz oder die „Commander“-Funktion der neuen Nikon D70 gesteuert wird."

Diese Commander Funktion hat doch auch die D200, oder nicht?
D200 ist doch "über" der D70.

Ich sehe den Unterschied zwischen dem 600 und dem 800 darin,
dass der 600 eine geringere Leitzahl hat und nicht über diese
"Remote Steuerungsfunktion" des Sb 800 verfügt. Richtig?
Aber wenn die D200 doch diese Steuerfunktion (Commander Funktion)
hat, dann brauch ich es doch nicht beim SB 800, oder?

Gibt es sonst noch Unterschiede zwischen SB 600 und 800, bezüglich
der Blitzgenauigkeit, der Ergebnisse, der Differenzierung der Blitzmenge.
Unterschiede in Verarbeitung?

Ich bin kein großer Freund des Blitzens, werde auch nicht bei meinen
freien Arbeiten blitzen, kein einziges Foto auf meiner Seite ist geblitzt.
Ich brauche jetzt aber einen Blitz, bspw.
für kommerzielle Aufträge (Gesellschaftsfotografie, Porträt).
Abgesehen davon, sollte ein Fotograf schon einen Blitz haben.
Bislang hatte ich dann den SB 28 genutzt, aber der ist nun leider
kaputt.

Ich bin übrigens sehr enttäuscht, dass man zum drahtlosen
Slave blitzen dieses Remote Dings braucht.
Früher war doch in den Blitzen eine kleine Photozelle die mit
ausgelöst hat, wenn ein anderer Blitz ausgelöst wurde.
Wieso ist das jetzt nicht mehr so?

Achja, ich mag einfach kein Blitzen und mit diesen ganzen
Studiofotoequipment kann man mich jagen.

Also ... kann mir jemand Erhellung bringen?


ps.
Oder gibt es gar was von Metz dass besser (günstiger) ist als die original
Nikon Blitze?
 
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Die großen von Metz sind laut Bedienungsanleitung mit CLS kompatibel. Da ich leider nur eine D50 habe kann ich das aber nicht testen. Ich verwende den 58AF-1 N (wichtig, darauf achten dass er für Nikon ist) und glaube dass Du mit dem SB600 oder SB800 besser bedient bist, da die vergleichbaren Metze genauso viel kosten und nur dadurch hervorstechen, dass sie einen Frontreflektor haben. Der dürfte beim entfesselten Blitzen weniger spannend sein und die _eventuellen_ Kompatibilitätsprobleme ersparst Du Dir so.

Gut Licht (oder wenigstens genug Akkus)
benjamin
 
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Während ich bei Objektiven da kaum Hemmungen habe, rate ich bei Blitzen nur zu Original Nikon.

Der Sigma EF 500 DG Super zum Beispiel überrascht dann irgendwann damit, daß er zwar wireless iTTL beherrscht, aber nur im TTL-Mode. Man kann den remote nicht manuell einstellen. Außerdem ist die Bedienung eher fummelig, man kann die Betriebsarten nur wechseln während er im Blitzschuh steckt, und die Bedienungsanleitung ist ziemlich knapp gehalten. Alles in allem nicht so das, was man als remote slave haben will. Die Metz-Dinger kenne ich nicht.

Vorteile des SB-800 gegenüber SB-600 sind außer der schieren Lichtleistung und der Master-Funktion: der SU-4 Modus, die bessere Bedienbarkeit (grafisches Display), schnellere Recycle-Zeit, die mitgelieferten sowie zusätzlich erhältlichen Farbfilter (Nikon SJ-1) und der größere Reflektor-Zoombereich.

Meine Meinung: wenn schon nur einen Blitz, dann den SB-800.

Maik
 
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Maik Musall schrieb:
Meine Meinung: wenn schon nur einen Blitz, dann den SB-800.

Möchte ich unterstreichen.

Und wenn es komplexere Aufgaben sind, die mehrfache oder zusätzliche Beleuchtung erfordern, kann es ein weiterer oder noch ein weiterer SB-600 sein, der/die wunderbar zusammen harmonisieren.
 
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Nun gut, da muss ich zu so später Stunde noch mal einen für Metz heben: wie die vom Sigma beschriebenen Probleme hatte ich nie. Die Kompatibilität ist sehr gut, wenn der Blitz immer auf der Kamera steckt würde ich dem 58-AF-1 N wegen dem Frontreflektor gegenüber dem SB800 den Vortritt geben. Meine Empfehlung für den SB800 bezieht sich auf entfesseltes Blitzen.

Viele Grüße
benjamin
 
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Wenn ich einen SB-800 nicht zu weit entfernt von der Kamera auslösen will verwende ich lieber das SC-17 TTL-Kabel, da

a. nicht vor jedem Foto ein Blitzlichtgewitter wie in der Disco zum Auslösen des entfesselten Blitzgeräts losgeht
b. keine Auslöseverzögerung wegen des o.g. Blitzlichtgewitters entsteht
c. bei sehr weit geöffneter Blende die Steuerungsblitze der D200 zu sehen sind (stört z.B. bei Porträts)
d. bei Tageslichtaufhellung wenn es sehr hell das Kabel zuverlässiger ist.

Bei zwei entfesselten SB-800 ist die drahtlose Steuerung natürlich schon praktisch.

Wenn ich nicht meistens mit einer "richtigen" Blitzanlage fotografieren würde hätte ich schon längst das Steuergerät gekauft, da man damit immer die Einstellung der entfesselten Blitzgerät sieht und nicht erst das Kameradisplay aktivieren muss und die Lichtimpulse unsichtbar sind.
 
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kriechstrom schrieb:
Nun gut, da muss ich zu so später Stunde noch mal einen für Metz heben

Musst Du nicht wirklich; Metz Blitzgeräte sind fantastisch, nach wie vor.

In Bezug auf die Verwendung mit Nikon digitalen Spiegelreflexkameras sind sie auch gut, aber halt nicht so gut und vor allen Dingen nicht so flexibel und genau in der Lichtmessung, wie das Original.
 
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smep schrieb:
a. nicht vor jedem Foto ein Blitzlichtgewitter wie in der Disco zum Auslösen des entfesselten Blitzgeräts losgeht
b. keine Auslöseverzögerung wegen des o.g. Blitzlichtgewitters entsteht
c. bei sehr weit geöffneter Blende die Steuerungsblitze der D200 zu sehen sind (stört z.B. bei Porträts)
d. bei Tageslichtaufhellung wenn es sehr hell das Kabel zuverlässiger ist.

Mache ich auch, und wenn der Blitz zu weit weg steht um ein Kabel zu nehmen, benutze ich oft auch mit dem SB-800 lieber einen billigen Funkauslöser als iTTL und stelle das manuell ein. Hat dieselben Vorteile.

Maik
 
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Klaus Harms schrieb:
Ob und inwieweit Canons Blitztechnologie hier mithalten kann, entzieht sich meiner Kenntnis.

Fakt ist, und das wird auch von ambitionierten Canon-Fotografen neidvoll zugegeben, dass das Nikon Blitzsystem das umfassendste und beste Lighting-System am Markt ist.

Mag schon sein, aber wenn man etwas komplexere Lichtsetups abstrebt, dann ist die Grenze des Möglichen ganz ganz schnell erreicht. Dann baut es mich nicht auf, dass das Canon Blitzzeug noch schlechter ist. :down:

Dieser ganze optische Steuerkram ist doch veralteter Mist. Was wirklich für die Praxis relevant wäre, ist ein funkbasiertes CLS System von Nikon.

Das sage ich als Bestitzer eines SB-600, 2 SB-800 und bald eines SU-800. Aber ich möchte den Kram manchmal echt zum Fenster rausschmeißen. Jetzt geb ich nochmal rund 600€ für PocketWizards aus, wo dann auch nur alles manuell geht, und ich auch gleich mit meinen Ebay- Uraltblitzen für 20€ arbeiten kann tzzzz.

Also, wer Zuverlässigkeit will (könnte mir vorstellen, dass der Opener das für seine Arbeit braucht), der sollte die teuersten Funkauslöser und die billigsten Blitze kaufen und auf Nikon CLS pfeifen.

Viele Grüße
Christoph
 
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CeeEmWaiKay schrieb:
Mag schon sein, aber wenn man etwas komplexere Lichtsetups abstrebt, dann ist die Grenze des Möglichen ganz ganz schnell erreicht.

Sorry, wer glaubt, alle Beleuchtungsaufgaben mit ein, zwei oder drei Kompaktblitzgeräten abfackeln zu können, ist in meinen Augen nicht nur etwas naiv; was ich Dir jetzt nicht unterstellen möchte.

Ich denke, dafür gibt es entsprechende Lösungen.
 
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Christoph, kannst Du bitte Deinen Post etwas genauer ausführen? Ich verstehe leider nicht ganz den Zusammenhang zwischen der Empfehlung für Zuverlässigkeit billige Blitze mit teuren Auslösern zu verwenden und der gleichzeitigen Aussage dass Du dein Nikon CLS-Equipment weiter ausbauen willst.

Viele Grüße
benjamin
 
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Für solche Zwecke gibt es auch Studioblitzanlagen.
Aufsteckblitze wie die von Nikon sind nämlich dazu gedacht,
unterwegs mobil schnell und zuverlässig zu blitzen.
Und nicht um ein hochkomplexes Blitznetzwerk aufzubauen.
 
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Klaus Harms schrieb:
Sorry, wer glaubt, alle Beleuchtungsaufgaben mit ein, zwei oder drei Kompaktblitzgeräten abfackeln zu können, ist in meinen Augen nicht nur etwas naiv; was ich Dir jetzt nicht unterstellen möchte.

Danke :)

OK, ich rede ja gar nicht von 1-2 Blitzen. Ich hab jetzt, äh... 6 Kompaktblitze, 3 davon CLS tauglich.

Klaus Harms schrieb:

Ja, ist eine Option für mich, aber zur Zeit einfach nicht wirtschaftlich genug. Ich habe mir gerade dieses Teil bestellt: :D

http://www.innovatronix.de/

Da bekommt man schon eine ganze Menge Leistung fürs Geld. Bei Hensel & Co. ist dieses Verhältnis WESENTLICH schlechter.

Dazu kommen demnächst 2 Elinchrom 500 Classic, 2 Elinchrom D-Lites 400ws. Stative hab ich, SOBOS auch. Danach wird mein Bedarf immer noch nicht gedeckt sein. Man braucht ständig Kleinteile wie Clamps, Bolzen, Autopole, Schirmhalter ....

Na ja, ich überleg mir schon genau was ich so brauche, keine Angst.

Ich erwarte auch keine Wunder von dem kleinen, leichten Nikon Blitzsystem. Aber man kann damit immer wieder wunderbare Sachen zaubern. Genau da habe ich manchmal das Gefühl, verstehen viele nicht, was man mit den kleinen Blitzen eigentlich schon alles anstellen kann, wozu diese kleinen Blitze in der Lage sind. Ich wende Techniken an, die das Optimum aus den Blitzen rausholen, und es mir erlauben noch dort mobil und leicht zu arbeiten, wo die Konkurrenz schon längst nach einer mobilen Studioanlage schreien würde:

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=31231

Gerade wenn man also die Relevanz und Universalität der kleinen Blitze erkannt hat, wird man sich über die lästigen Grenzen des Systems ärgern (was ja sonst nicht schlecht ist).

Ich bin im übrigen ein großer Fan der Nikon CLS Idee. Also zentrale Steuerung, Einteilung in Gruppen, ITTL Messung... das funktioniert ja auch in kleinen Räumen sehr gut. Aber immer dann, wenns um die Wurst geht, bei Presseterminen im Freien, bei einer verspulten Lichtidee klappt es NATÜRLICH NICHT, weil wieder mal kein Sichtkontakt besteht oder die Sensitivität nicht ausreicht.

@kriechstrom
Daher muss ich einerseits in Zuverlässigkeit investieren, abdererseits sehe ich mich gezwungen weiterhin in das Nikon System zu investieren um wenigstens unter optimalen Bedinungen auch von dessen Features profitieren zu können.

@MartinR
Eben nicht! Wenn ich Presseleute beobachte, dann scheinen diese nur den Aufsteckblitz zu kennen. Das Ding ist doch, das die kleinen Blitze zu wesentlich mehr in der Lage sind. Das hat jetzt nichts mit einer "Notlage" zu tun, nach dem Motto "ich kann mir keine mobile Anlage leisten", nö das ist durchaus eine bewusste Entscheidung für die kleinen Blitze.

Ach, ich zeig einfach mal ein paar Beispiele, alles mit kleinen Blitzen gemacht, wer hätte es gedacht?:











Also wer glaubt, man bräuchte für alles gleich eine fette Lichtanlage, sollte vielleicht auch mal sein fotografisches Weltbild revidieren. Hat man das dann vollzogen, wirds vielleicht verständlich, warum sich jemand ein funkbasiertes CLS wünscht. Das wäre einfach das Optimum für sehr sehr sehr viele Jobs, glaubt es mir. ;)

Viele Grüße
Christoph
 
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Maik Musall schrieb:
Der Sigma EF 500 DG Super zum Beispiel überrascht dann irgendwann damit, daß er zwar wireless iTTL beherrscht, aber nur im TTL-Mode. Man kann den remote nicht manuell einstellen. Außerdem ist die Bedienung eher fummelig, man kann die Betriebsarten nur wechseln während er im Blitzschuh steckt, und die Bedienungsanleitung ist ziemlich knapp gehalten. Alles in allem nicht so das, was man als remote slave haben will. Die Metz-Dinger kenne ich nicht.

Maik

Also Man kann den Blitz Manuell via Kameramenü einstellen, dafür muss er nicht auf dem Blitzschuh sein und die Betriebsarten kannst du auch umstellen...also bei mir geht das jedenfalls. Das einzige wo ich den Blitz aufstecken muss ist am anfang die einstellung für den Kanal und die gruppe.


gruss Edi
 
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boxershorts schrieb:
Nun ja, als ich einmal einen Verkäufer im Media Markt fragte, wie weit dender Laser im Scanner hinaufreicht, ob man auch 3-Dimensionale (also unebene) Objekte hineinstellen kann, hat er geantwortet "ja ich weiss nicht wie weit der laser reicht...natürlich können sie jetzt damit keine fotos machen, aber.."

nun ja, ich war sehr entäuscht dass ich solch ein kopmaktes ding nicht als Kamera brauchen kann...;-)
ist aber nicht wahr, dass DU dich ernsthaft im Media-Markt beraten lassen wolltest. Die kennen nicht mal Ihr eigenes Sortiment, ausserdem ist das Zeugs, und ich sprech natürlich von Nikon, sauteuer. Wenn dann schon im Internet bestellen ...
 
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RiffRaff schrieb:
ist aber nicht wahr, dass DU dich ernsthaft im Media-Markt beraten lassen wolltest. Die kennen nicht mal Ihr eigenes Sortiment, ausserdem ist das Zeugs, und ich sprech natürlich von Nikon, sauteuer. Wenn dann schon im Internet bestellen ...


Das ist laaaaange her, und es war ein Normaler Fotoscanner von HP, kein Nikon zubehör...deshalb habe ich optimistischer weise versucht mich beraten zu lassen ;-) Ich bestelle sowieso immer im Internet, ist einiges günstiger... :)

gruss Edi
 
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Nochmal, ich denke dass wenn wirklich jemand professionell mit
Licht arbeiten muss, im Studio, Porträts, komplexe Ausleuchtung und
Steuerung, dann ist er mit einer Studioblitzanlage besser bedient,
also mit Aufsteckblitzen. Weil dafür sind sie einfach nicht
entwickelt worden.
 
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MartinR schrieb:
Nochmal, ich denke dass wenn wirklich jemand professionell mit
Licht arbeiten muss, im Studio, Porträts, komplexe Ausleuchtung und
Steuerung, dann ist er mit einer Studioblitzanlage besser bedient,
also mit Aufsteckblitzen. Weil dafür sind sie einfach nicht
entwickelt worden.

Klar.

Aber wenn Du alles in einer Fototasche mitnehmen musst, um auf irgendeinem Berg, während einer Zugfahrt oder sonstwo das bestmögliche Licht zu haben, dann gehen nur Kompaktblitze. Und sehr sehr viele Dinge bekommst Du auch nicht besser mit einer Profoto oder Hensel Anlage hin. Das Licht zu formen und es zu führen ist immer das gleiche Prinzip. Der limitierende Faktor ist nur die Blitzpower. Und die reicht eben schon für verdammt vieles aus.

Klar nimmt kein Werbefotograf für ein Autoshooting in der Sahara (oder weiß ich wo) 20 SB-800 Blitze mit. Der hat so dermaßen große Lichtformer am Start, die müssen einfach von anderen Lichtquellen ausgepowert werden.

Ich rede hier von Themen wie Reportage, Feature, PR Terminen, mobilen Portraits oder Events. Evtl auch von kleineren Packshots. Das geht alles super mit den kleinen Blitzen. Da ist jede größere Anlage manchmal einfach zu unflexibel, auch wenn sich das Posen damit gut anfühlen mag...


Viele Grüße
Christoph
 
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Hallo Martin!

Als alter Blitzverächter habe ich heute beide SB600 und SB800, weil ich sie für die Arbeit brauche.

Der SB-800 gefällt mir besser, weil:

a) Batteriefachmechanik weniger anfällig für Störungen (mein SB-600 war schon 3 Mal deswegen in Reparatur).

b) Auch der kabellose Remote-Blitz lässt sich von Hand dosieren, nicht nur über CLS wie beim SB600.


Meine Erfahrung ist, dass CLS nur in Standardsituationen und da auch nicht mit allen Objektiven gleich gut funktioniert. Ich komme schneller zu den gewünschten Ergebnissen, wenn ich statt CLS sämtliche Werte per Hand eingebe. Mit der DSLR heißt das nicht rechnen, sondern gekonnt schätzen und dann im Testaufbau Probeschüsse, bis die richtige Einstellung gefunden ist.

Einfaches Beispiel für Versagen des Nikon-Blitzsystems: Personen auf einer Bank im Park vor dunkelgrüner Laubwand: Haut wird systematisch überbelichtet, auch bei AFD-Nikkoren, die gewöhnlich unproblematisch sind.

Beispiel für Objektivprobleme: Mit meinem Tokina-Zoom 4.0/12-24mm funktioniert weder die Matrixmessung noch das damit verbundene Blitzsystem an D70 und D70s. Ergebnisse sind nicht vorhersagbar, korrekte Belichtungen, Über- und Unterbelichtungen bunt gemischt in einer Serie.

Am besten und zwar technisch wie ästhetisch funktioniert die Dosierung von Hand, am liebsten mit dem NC-Auto/AI-Umbau 2.0/28mm

Herzlich

Frank

Letzter Tipp: In den USA sind die Blitze von Nikon sehr viel billiger, u.U. lohnt der Import.
 
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CeeEmWaiKay schrieb:
Der limitierende Faktor ist nur die Blitzpower.

Ich empfinde in der Praxis eher die Wiederaufladezeit als den limitierenden Faktor. Besonders wenn man Personen fotografiert, ist es lästig, mangels Ready-Piep immer erstmal wieder das Lämpchen an allen Blitzen kontrollieren zu müssen, das man oft von der Kameraposition aus nicht einsehen kann. Und bei 3-4 Blitzen ist während eines Shootings die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass irgendwann auch bei einem gerade die Batterien gewechselt werden müssen.

Das kostet Aufmerksamkeit, die ich gern fürs Motiv übrig hätte, und das stört mich wesentlich mehr als die Lichtleistungsbeschränkung. Die Lichtmenge reicht eigentlich immer aus, und wenn nicht, kann man auch mehrere SB-26 zusammenklemmen.

Maik
 
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FrankF schrieb:
Hallo Martin!

Einfaches Beispiel für Versagen des Nikon-Blitzsystems: Personen auf einer Bank im Park vor dunkelgrüner Laubwand: Haut wird systematisch überbelichtet, auch bei AFD-Nikkoren, die gewöhnlich unproblematisch sind.

Herzlich

Frank

Hi Frank,

nehm doch den Blitzbelichtungsspeicher. Ich meinte das Versagen im Sinne der Reichweite und der Ansprechbarkeit der Slaves in verdeckten Positionen.

@Maik
Wenn Du sowieso Blitze bündelst, dann lass doch einen SB 26 Klumpen auf 1/4 laufen und alles ist ok. Bei mir reicht die Zeit der Bildkontrolle am Display aus, sodass die Blitze wieder einsatzbereit sind. Kommt eben drauf an, was man so fotografiert... Ich würde übrigens auch 15sec auf einen Kompaktblitz warten, wenn er dann bis LZ90 hochfahren würde. Alles unter der Prämisse extremer Mobilität.

Viele Grüße
Christoph
 
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