LennyL

NF Mitglied
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Hallo zusammen,
ich stehe vor einer kleinen „Luxus-Entscheidung“, bei der ich euren Rat gebrauchen könnte.

Ich habe aus einem Nachlass drei Nikon-Objektive in einem absolut neuwertigen Top-Zustand geerbt (scheint fast so, als ob sie nie benutzt wurden):
  • Nikkor 28mm 1:2.8 D
  • Nikkor 50mm 1:1.8 D
  • Nikkor 85mm 1:1.8 D
Ich hatte schon immer großes Interesse daran, tiefer in die Fotografie einzusteigen und mir eine richtige Spiegelreflexkamera zuzulegen, bin aber irgendwie nie den letzten Schritt gegangen. Jetzt liegen diese drei Schätze bei mir im Schrank.

Nun stehe ich vor der großen Frage: Verkaufen oder behalten?

Nach meinen ersten Recherchen weiß ich, dass diese AF-D Linsen einen mechanischen Autofokus-Motor im Gehäuse brauchen (Stangenantrieb glaube ich...).

Ich bin hin- und hergerissen zwischen zwei Wegen:
  1. Weg 1 (Behalten & Einsteigen): Ich kaufe mir einen gebrauchten Body mit Motor (D7200/D750) und lerne das Fotografieren direkt mit diesen hochwertigen Festbrennweiten.
  2. Weg 2 (Verkaufen & Modern starten): Ich verkaufe das Set und investiere das Geld komplett neu in ein modernes, spiegelloses System mit einer modernen Kit-Linse.
Meine Fotomotive wären vor allem die Familie (Kinder), aber auch mal Dokumentation in der Werkstatt oder Landschaft.

Macht der Einstieg über das alte „D-Glas“ heute noch Spaß und Sinn, oder holt mich da die Frustration ein.

Ich freue mich über eure Einschätzungen und Erfahrungen!

Gruß Lenny
 
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Den Verkauf würde ich über ebay einzeln versuchen.

Wenn man darauf keine Lust hat, wäre es eine Alternative, bei MPB.COM nach einer gebrauchten Kamera und/oder Objektiv zu schauen und ein Angebot für die Inzahlungnahme der drei Linsen einzuholen.

Ein Händler gibt Dir auf gebrauchte Ware eine Gewährleistung, da muss man schauen, ob das den eventuellen Mehrpreis wert ist.
Im Gegenzug kauft ein Händler Deine gebrauchte Ware so an, dass er zum geschätzten Verkaufspreis noch genug Marge hat.
 
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Raus mit dem alten Kram und eine solide moderne Digitalkamera kaufen. Der Spruch "früher war alles besser!" gilt zumindest für Fototechnik nicht. Ich hatte auch mal so eine vintage-Macke und mir Altglas, Filmkameras, Entwicklungsequipment usw. zusammengesucht. Völliger Humbug. Die alten Objektive waren zum Teil verharzt, kämpften mit Abbildungsfehlern (CA großes Thema) und die analoge Strecke ist.. nunja, nicht meine Welt.
Sehe das absolut keinen Vorteil, besonders dann nicht, wenn man digital scannt. Das sind doch workarounds für ein Bild, die kein Mensch mehr machen muss.
 
1 Kommentar
1
1bildermacher1 kommentierte
Du sprichst mir aus dem Herzen ....
 
Raus mit dem alten Kram und eine solide moderne Digitalkamera kaufen. Der Spruch "früher war alles besser!" gilt zumindest für Fototechnik nicht. Ich hatte auch mal so eine vintage-Macke und mir Altglas, Filmkameras, Entwicklungsequipment usw. zusammengesucht. Völliger Humbug. Die alten Objektive waren zum Teil verharzt, kämpften mit Abbildungsfehlern (CA großes Thema) und die analoge Strecke ist.. nunja, nicht meine Welt.
Sehe das absolut keinen Vorteil, besonders dann nicht, wenn man digital scannt. Das sind doch workarounds für ein Bild, die kein Mensch mehr machen muss.
Was ist daran Humbug, wenn man Optionen für kleines Geld aufzeigt. Tipps für viel Geld kann wirklich jeder Depp geben, aber dafür braucht man dann auch kein Forum. Es ging aber um einen Einstieg für jemanden als Anfänger.
Wieso Sie jetzt Analogfotografie als Vintage-Macke abtun, erschließt sich mir nicht. Die Lösung, die bei Ihnen passt, muss ja nicht automatisch für andere genauso passen.
 
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schneemann
schneemann kommentierte
Ob die Analogfotografie eine Vintage-Macke ist, das sei mal dahingestellt.

Ganz sicher ist es keine sinnvolle Option für kleines Geld.

Und am wenigsten ist es eine Empfehlung für einen Anfänger oder Einsteiger, der nicht ganz speziell danach fragt.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Filme kosten heute so viel, dass das einfach ein spezielles Nischen-Sujet ist, und am Ende landet man selbst bei aufwändiger Digitalisierung qualitativ nicht dort, wo die native Digitaltechnik heute steht. Warum genau dieser aufwändige Weg das Passende für Einsteiger sein soll, bleibt unklar. Man kann Fahranfängern heute auch empfehlen, sich ein altes Auto mit nicht synchronisiertem Getriebe zu kaufen, aber wirklich Sinn ergibt das nicht.
 
Zu analoger Fotografie kann weder jemandem raten noch dies als sinnvollste Weiternutzung der geerbten Objektive sehen. Analog fotografiert man entweder weil man alter Sack ist und mal wieder Old School unterwegs sein will. Oder weil man im positiven bekloppt ist, und die analoge Fotografie als Stilmittel, Kunstform und / oder Entschleunigung betreibt. Ehrlich gesagt machen genau das junge Leute sehr viel konsequenter als wir alten Säcke bei denen sich die Regalbretter mit altem Plunder türmen, aber bei allem guten Willen zuwenig Zeit mit verbracht wird.
Die Entscheidung des TO finde ich schade aber nachvollziehbar. DSLR & Vollformat & leicht beisst sich tatsächlich etwas.
 
Kommentar
Analoge Fotografie ist ein wunderbares Genre aber es ist keine Lösung für kleines Geld. Mit einer DSLR+Speicherkarte mit halbwegs modernem Sensor ist man mit 300-400.- sofort dabei. Damit kommt man analog auch bei Zurückhaltung kein halbes Jahr aus.
…genau das steckt hinter meinem Vorschlag einer D750. Zum Lernen ist digital natürlich praktischer, da man die Bilder sofort sieht.
Bei ernsthafterer digitaler Fotografie braucht man allerdings dann auch einen brauchbaren PC, guter Monitor, Software (Lightroom & Co).
 
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
Eben
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das Thema hat sich sowieso entschärft. Ich bin ja selbst großer Eizo-Fan und habe verschiedenste Modelle im Einsatz. Die haben viele Vorzüge, die über die Farbtreue weit hinaus gehen. Aber man kriegt von denen gebrauchte Büro-Monitore um 23 oder 24 Zoll, die schon ein richtig gutes Bild machen. Das ganze Kalibrieren klappt eh nur richtig, wenn man druckt bzw. eine genau definierte Kette hat. Bei der reinen Bildschirmsdarstellung weiß man eh nicht, was der Monitor beim Empfänger darstellt. Dem kann man nur mit neutralen Einstellungen begegnen, aber ob sich letzte Feinheiten nachvollziehen lassen... da bin ich skeptisch.
 
S
sbfineart kommentierte
Dazu kann ich auch eine Story beisteuern, habe vor einigen Jahren für eine Künstlerin Reproaufnahmen ihrer Bilder angefertigt. Kontrolliertes Licht, durchgehendes Farbprofil usw. Wir schauen uns die Originale und die Fotos auf dem kalibrierten Monitor an, sie sagt: zuwenig Rot. Ich sage, zuviel Rot. Piratenmove und abwechselnd ein Auge zugehalten, wieder anderer Farbeindruck. In der Druckerei: Wieder anders. Fünf Leute, zehn Augen. Und die Papiersorten sind nochmals ein Kapitel für sich.
Wir haben dann ein paar Male nachjustiert, bis der Druck halbwegs in range lag. Man muss da schon sehr viel Aufwand treiben, wenn man etwa naturgetreu hinkommen möchte.
Seitdem "lass ich laufen". sRGB trotz des limitierten Gamuts für den Großteil der ausgegebenen Fotos und gut ist es, selbst das schaut auf jedem Endgerät bei Weitem nicht gleich aus. Ja, schade um meine schönen Blautöne.
In der analogen Farbfotografie kenne ich mich nicht aus. Aber sobald das Ding durch den scanner geht, sind wir wieder in digitalen Farbräumen mit all den vermeintlichen Limitierungen.
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Für wirklich kontrollierbare Farbtreue nutzt der Profi
sowohl ein Farbprofil als auch einen Graukeil, die
zusammen mit dem Bild fotografiert werden!

Funktionierte weiland perfekt mit analogem Material,
funktioniert auch heute bei digitalen Fotos …

.
 
S
sbfineart kommentierte
Natürlich wurden Graustufen mitfotografiert. Für die Beurteilung/Kompensation von Hue-shifts ist das allerdings nicht wirklich ausschlaggebend.
 
Zu analoger Fotografie kann weder jemandem raten noch dies als sinnvollste Weiternutzung der geerbten Objektive sehen. Analog fotografiert man entweder weil man alter Sack ist und mal wieder Old School unterwegs sein will. Oder weil man im positiven bekloppt ist, und die analoge Fotografie als Stilmittel, Kunstform und / oder Entschleunigung betreibt. Ehrlich gesagt machen genau das junge Leute sehr viel konsequenter als wir alten Säcke bei denen sich die Regalbretter mit altem Plunder türmen, aber bei allem guten Willen zuwenig Zeit mit verbracht wird.
Die Entscheidung des TO finde ich schade aber nachvollziehbar. DSLR & Vollformat & leicht beisst sich tatsächlich etwas.
Das jüngste Mitglied meines Fotoclubs ist 21 und kam beim ersten Mal mit einer analogen Großformatkamera an. Auch seine Buddies kamen zur letzten Jahresausstellung des genannten Clubs allesamt mit analogen Bodies. Keiner war über 30 Jahre alt. Das stellt für mich keine Wertung da, beides hat seine Berechtigung.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Ich finde es absolut cool. Der Antrieb der jungen Leute ist künstlerisch weit ernster zu nehmen, als unserer, der eher aus Nostalgie und inkonsequent gelegentlich analog knipst.
 
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
Geht mir auch so. Unser „Junior“ im Fotoclub experimentiert mit abgelaufenen Filmen, Röntgenfilmen (!), selbst beschichteten Glasplatten, etc.
 
Ausnahmen bestätigen die Regel, bei uns ist das Durchschnittsalter 60, und da hat der letzte vor 10 Jahren seine analoge Ausrüstung und das Labor eingemottet. Für junge Leute die das Prozedere von früher nicht kennen hat das Analoge ja seinen Reiz, oder wenn man sich mehr mit der Technik der Fotografie beschäftigen möchte, aber klar ist, wenn man brillante Bilder herstellen will ist Digital allemal günstiger, schneller und besser.
Von daher sind Empfehlungen für Analog Fotografie eher dem Zeitgeist und der Nostalgie geschuldet.
 
Kommentar
T
Tom.S kommentierte
Wenn es an hochwertige Prints geht, hängt die Rechnung sehr von der Anzahl der Prints/Zeit ab.

Ein guter Fotodrucker, der A2 drucken kann, wie z.B der Epson P900 oder Canon 1100 kostet rd. 1000.-. Ein kompletter Tintensatz für Epson rd. 350 und für Canon rd.500. Das reicht für rd. 250 A2 Prints. Hochwertiges Papier z.B. Hahnemühle Baryt 3.- pro Blatt. Verbrauchsmaterialkosten also rd. 5-6.-/Print.
Die Anschaffungskosten für ein DuKa sind sehr schwer seriös zu berechenen. Man müsste vorweg wissen, welches Format der Vergrößerer verarbeiten kann und welche Objektive man wählt. KB auf 60x40 aufzublasen ist schon eine Herausforderung. Da würde ich MF wählen. Ob man dann noch für Baryt eine Trockenpresse braucht, ist Gegenstand langer Diskussionen. Fakt ist aber, dass die Preise für DuKa-Ausrüstung in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen sind. Vor 20 Jahren, waren die Leute froh wenn man das Zeug gratis wenigstens abholen gekommen ist.
Papier 60x40 in Baryt kostet zwischen 7-15/Blatt je nach Hersteller.

Ich habe mich daher eindeutig entschieden - ich mache beides :D

P.S: Aktuell aber wegen Umbau seit einiger auf hold.
 
calc
calc kommentierte

Fomapan 100 in 4x5: 1 Euro pro Blatt
Fomapan 100/200/400: 3 Euro pro Film (von der 100' Rolle)
Ilford FP4/HP5: 7 Euro pro Film (von der 100' Rolle, vor der diesjährigen Preiserhöhung, jetzt um die 9 Euro)
Eine Entwicklung: zwischen 0.50-1 Euro pro Film (6 Blätter 4x5)
Ein Blatt Foma 50x60 Fiber: 5 Euro + Chemie (der LPL 7452 hat sich schon lange amortisiert ...)

Kauft ihr die Filme in der Apotheke? Idem Chemie. Kann man in der Apotheke kaufen oder direkt bei Foma in der Fabrik.

Wenn man etwas auf Vorrat kauft, kann man Lieferengpässe abfedern und von den günstigeren Preisen aus der Vergangenheit profitieren. Ich betreibe deshalb 3 Tiefkühler/Kühlschränke. Dort lagern um die 10.000 "Schuss". Stromkosten pro Jahr: 2 Dia-Kleinbildfilm-Aequivalent ... .

Und ich behaupte jetzt einfach noch, dass Analog-S/W nie so billig war, wie heute. Man könnte sicher ewig diskutieren. Wenn man jedoch zu 95% auf analog setzt, kann man Wege finden, das Hobby ohne wesentliche Einschnitte auszuleben.

Würde ich jetzt voll auf digital (ohne Kompromisse!) umsteigen, bräuchte ich:
  • Kamera und Objektive (5.000 - 10.000 Euro)
  • Computer, kalibrierter Monitor (3.000 - 5.000 Euro)
  • Speicherlösung (NAS) (ab 1.000 ?)
  • Abo für diverse Software
  • Kalibrierter Drucker in A2 (mehrere Tausend? keine Ahnung)
  • oder ich lasse die Bilder beim Profi drucken (reichen da 100 Euro pro Abzug in 50x60 in Museum-Qualität?)
  • sehr viel Zeit, um mich darin einzuarbeiten
Ich kann aber auch einfach weiter mit dem Material arbeiten, das ich berherrsche und teilweise im letzten Jahrtausend angeschafft habe.
 
calc
calc kommentierte

Fomapan 100 in 4x5: 1 Euro pro Blatt
Fomapan 100/200/400: 3 Euro pro Film (von der 100' Rolle)
Ilford FP4/HP5: 7 Euro pro Film (von der 100' Rolle, vor der diesjährigen Preiserhöhung, jetzt um die 9 Euro)
Eine Entwicklung: zwischen 0.50-1 Euro pro Film (6 Blätter 4x5)
Ein Blatt Foma 50x60 Fiber: 5 Euro + Chemie (der LPL 7452 hat sich schon lange amortisiert ...)

Kauft ihr die Filme in der Apotheke? Idem Chemie. Kann man in der Apotheke kaufen oder direkt bei Foma in der Fabrik.

Wenn man etwas auf Vorrat kauft, kann man Lieferengpässe abfedern und von den günstigeren Preisen aus der Vergangenheit profitieren. Ich betreibe deshalb 3 Tiefkühler/Kühlschränke. Dort lagern um die 10.000 "Schuss". Stromkosten pro Jahr: 2 Dia-Kleinbildfilm-Aequivalent ... .

Und ich behaupte jetzt einfach noch, dass Analog-S/W nie so billig war, wie heute. Man könnte sicher ewig diskutieren. Wenn man jedoch zu 95% auf analog setzt, kann man Wege finden, das Hobby ohne wesentliche Einschnitte auszuleben.

Würde ich jetzt voll auf digital (ohne Kompromisse!) umsteigen, bräuchte ich:
  • Kamera und Objektive (5.000 - 10.000 Euro)
  • Computer, kalibrierter Monitor (3.000 - 5.000 Euro)
  • Speicherlösung (NAS) (ab 1.000 ?)
  • Abo für diverse Software
  • Kalibrierter Drucker in A2 (mehrere Tausend? keine Ahnung)
  • oder ich lasse die Bilder beim Profi drucken (reichen da 100 Euro pro Abzug in 50x60 in Museum-Qualität?)
  • sehr viel Zeit, um mich darin einzuarbeiten
Ich kann aber auch einfach weiter mit dem Material arbeiten, das ich berherrsche und teilweise im letzten Jahrtausend angeschafft habe. Genug hier geschrieben, ab in die Dunkelkammer.
 
T
Tom.S kommentierte


Diese Rechnung mag gerne auf dich zutreffen. Für einen Neueinsteiger zum Vergleich ist sie abwegig.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Diese Diskussion ist ohne Sinn und komplett am Thema vorbei.
Man kann sich alles schön rechnen oder reden, es ist zwar menschlich, aber dem TO wird das ganze auch schon zu viel sein.
Am Ende läuft alles auf Rechthaberei hinaus.
 

Eine interessante Sichtweise zum Thema Film.
 
2 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
"Its the product people, not the process...."

Und das ist natürlich der wesentliche Unterschied zwischen einem Pro (der abliefern muss) und einem Hobbyisten, der Spaß haben will - da gehört der Prozess zum Spaß dazu:

1) Selbst habe ich zwei Hochleistungs-Sonys, die alles können, Top-AF, Speed, Belichtung, Weißabgleich und gute Farben... damit mach ich rund 65% meiner Aufnahmen,

2) an der älteren Sony und der Fuji GFX nutze ich ausschließlich manuelle, vintage Objektive, da geht es um die langsamere, bewusste Fotografie, dazu muss ich allerdings in der richtigen Stimmung sein...

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3) Dazu haben sich einige analoge Film-Kameras angesammelt. Damit mache ich dann 5% der Aufnahmen. Gerne etwas experimenteller, z.B. mit lang-abgelaufenen Farbfilmen...

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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Mich würde noch eine Mamiya 6 interessieren. Aber die sind mir alle noch zu teuer. Generell sind Rangefinder-Kameras hoch bewertet.
 
Fassen wir mal die Fakten zusammen:

  • Der mechanische Kurbelantrieb bei den Objektiven ist niemals so präzise wie bei neueren Objektiven mit eingebauten Motoren.
  • Die genannten Objektive waren auch damals schon keine Spitzenobjektive.
  • Der Verkauf der Objektive wird wenig bringen, das wird sich nicht wirklich lohnen.
  • Kauft man eine alte D3 für wenig Geld dazu, kann man trotzdem sehr schöne Fotos machen und hat extrem günstig ein schönes System.
  • Die Schärfe ist natürlich nicht so hoch wie bei neueren Objektive, allerdings kann man die Objektive bei Nikon auf die Kamera kalibrieren lassen.
  • Mitunter haben alte Objektive einen gewissen Charme bei den Fotos, die die neuen Objektive nicht haben. Ich liebe z.B. mein 16mm fisheye, obwohl es nicht das schärfste Objektiv meiner Sammlung ist, die Farben sind aber, besonders bei Tageslicht, für mich sensationell.
Wie immer ist alles Geschmackssache, man muß für sich selbst entscheiden, was einem wichtig ist.
 
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T
Tom.S kommentierte
Ich würde aber bei Objektiven, die nicht so toll auflösen, mind. 24MP empfehlen, um wenigstens sensorseitig noch was rauszuholen.
 
S
sbfineart kommentierte
Ultrascharfe Fotos sind nicht immer das oberste Ziel. Es ist nur selten vorteilhaft, wenn ich mit meinem gnadenlosen Summicron auf eine eitle bestager-Lady halte...
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Der Anteil der punktscharfen (auf der Pupille) Aufnahmen bei manuellen Objektiven und Blende 2.8, oder offener, liegt eher bei 1/3, man bekommt also 2/3 der Aufnahmen (quasi automatisch) sowieso "weicher".
 
Ich kann mich mal wieder nur wundern. „Ich hab einen Satz Winterreifen auf Alufelgen geschenkt bekommen. Was mache ich sinnvollerweise damit?“ Wenn ich als Anfänger erwäge, ein Auto zu kaufen, würde ich einen passenden, älteren Gebrauchtwagen dazu kaufen.

Hier enden die Ratschläge immer mit „Nur ein neues Elektroauto ist die Zukunft“ oder mit „Am besten Achtzylinder-BMW, der der fährt 250 Sachen und kann die Max 160 der Reifen souveränsten erreichen“. Oder aber: Alles Mist, geh weiter zu Fuß. Irgendwie verfällt man zu gerne ins Extreme, anstatt das Naheliegendste, den goldenen Mittelweg des gesunden Menschenverstandes zu wählen.

Für die These, mit einem besonders hochauflösenden Sensor aus mittelmäßige Linsen den letzten Rest herauszuholen, hätte ich gerne mal untermauernde Quellen. Umgekehrt klappt das vermutlich, aber wir haben schon vor langer Zeit, mit Erscheinen der D800, das Thema durchgekaut und diesen Denkansatz nicht bestätigt.

Abgesehen davon lesen sich die Kommentare als wäre das Sowjet-Linsen der 60er Jahre. Dabei ist nur das 28er eher schlecht am digitalen Sensor. Die beiden anderen sind völlig ok.
 
3 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
Es gilt für optische Systeme, dass die Systemauflösung immer geringer ist die Auflösung der Einzelkomponenten. Und dass die Verbesserung des Augflösungsvermögens einer Komponente die Systemauflösung verbessert.
Dazu kannst du die div. Artikel zum Thema der Auflösung optischer System durchlesen in Netz (eher mühsam und nicht selbsterklärend). Oder einfach auf Optical Limits die Auflösung in lp/bh von eine und demselben Objektiv an verschiedenen Sensoren ansehen z.B. 24MP vs 45MP.. Dass es beim Erscheinen der D800 schon nicht allen verständlich war, stimmt aber die Zahlen lagen auch schon damals vor.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Diese These gilt nicht nur für optische Systeme sondern für verschiedenste Signalübertragungen. Allerdings werden diese Thesen stets sehr merkwürdig und übertrieben interpretiert. Optische Auflösung entspricht in etwa dem Frequenzumfang einer analogen Signalübertragung wie im Audio-Bereich. Hier ist aber jedem klar, dass die mit deutlichem Abstand niedrigste Bandbreite das Limit darstellt. Wenn ich ein 3Khz-Telefon-Ton über eine Hifi-Anlage übertrage, verbessert sich höchstens die Übertragung von Obertönen, die am Telefonhörer untergehen. Von einem Aufpeppen des Signals kann aber keine Rede sein. 3 kHz bleiben 3 kHz. Filter und KI können da am Ende weitaus ansprechendere Ergebnisse liefern als eine Weiterverarbeitung mit fetter Bandbreite.
In der Digitaltechnik und in der Optik kommt aber noch ein weiterer Faktor dazu: Die Abtastung läuft dann zum bestmöglichen Ergebnis auf, wen die Abtastfrequenz dem Basisband oder dem Vielfachen davon entspricht. Ich will das nicht zu theoretisch erklären, Flachbildschirme zeigen das sehr plastisch (selbst die rein analog angesteuerten!). Computer gibt native Display-Auflösung wieder = alles tutti. Will man größere Darstellung und dreht im Windows eine Stufe runter - Bild Vollkatastrophe. 1080p-Signal auf 4K-Bildschirm wiederum ist ganz ok.
Im Idealfall passen Auflösung von Sensor und Optik zusammen.
Interessanterweise hat DXOmark das AF-D 1,8/85mm mit zig Nikon DSLR aller Generationen getestet. Und dabei zeigt sich im Grunde nur: Die Abweichungen zwischen gemessener Leistung und Sensorauflösungen schwanken, ohne einen Trend ausmachen zu können. Aber bei hochauflösenden Kameras macht die Optik bis zu 25 Megapixeln, dann ist Schluss. An der ebenfalls genannten D750 kam DXOmark auf um die 19 Megapixel. Abgesehen davon, dass ich die Messwerte eh mit einer gewissen Skepsis sehe, hört sich der Unterschied weit gravierender an, als er in der Praxis sein dürfte.
Ich vermute, dass der praktische Eindruck daher kommt, dass wir viele ältere Linsen im Auflösungsvermögen einfach unterschätzen und etliche davon viel mehr können, als wir auf dem Schirm haben. Ausserdem dürften interne Korrekturen und Bildaufbereitung in der Kamera auch eine große Rolle spielen und die Messwerte verfälschen.
Übrigens: Ich habe Spaßeshalber mal nach dem 2,8/28mm geschaut. Da wurde eine AF-D-Version getestet, die sich zum einen beachtlich geschlagen hat und zum anderen möglicherweise optisch nix mit der alten Version zu tun hat. Hätte ich dann auch nicht gewusst, werde ich mal checken.
 
T
Tom.S kommentierte


DXO testet aber nicht die physikalische Auflösung sondern die wahrgenommene Schärfe (P-MPix). Das ist eine von ihnen erfundene Meßgröße zu der es Für und Wider gibt. Und sie unterliegt daher auch Limitierungen, die physikalische Messungen nicht zeigen. Für mich sind daher die Messungen von z.B. optical limits viel relevanter weil sie nichts Subjektives an sich haben. Und man kann ganz gut erkennen, dass um eine bestimmte Auflösung X zu erzielen, es mitunter preiswerter ist, in einen besseren Sensor als in ein besseres Objektiv zu investieren.

Im Idealfall haben haben Sensor und Objektiv jeweils eine möglichst hohe Auflösung.
 
Ich wundere mich mal wieder, in welche Bereiche der Elementarteilchenphysik wir hier wieder abgetaucht sind.

Mit einer D6x0 oder D7x0 oder D3 stünden für absolut moderate Mittel alle Wege für einen guten Einstieg offen....
Über den Rest kann ich mich nur wundern.
 
2 Kommentare
ni27fo
ni27fo kommentierte
und ich wundere mich mal wieder, wie hier munter drauflos weiterdiskutiert wird, obwohl die Entscheidung schon längst gefallen scheint:
siehe #33 - das heißt: vor mittlerweile 25 Beiträgen (Kommentare nicht eingeschlossen)!
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das kommt noch dazu. Trotzdem ist das beschriebene Foren-Phänomen immer wiederkehrend. Daher durchaus mal einen Kommentar wert! Ich glaube, das ist in vielen Fällen auch eine Frage der Projektion: Wir projizieren unsere eigenen Ansprüche - oder ehrlicherweise oft auch unsere unerfüllten Wünsche - auf den TO. Und das führt ständig zu völlig übertriebenen Empfehlungen. Zielsicher in jedem entsprechend gearteten Thread.
 
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