Nikkor VR 70 - 300 vs. Nikkor AFS 70 - 200 VR + TC 17

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Photonarr

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Ich habe eine ältere Festbrennweite, Sigma 4/300 D APO Tele Macro. Ich überlege nun auf Objektive mit Stabilisator "umzusteigen". Ist es klüger, ein neu zu kaufendes Nikkor VR 2,8/70 - 200mm mit dem Konverter TC 17 zu kombinieren oder statt des Konverters ein Nikkor VR 4,5-5,6/70 - 300mm zu erwerben? Dagegen würde weniger der Preisunterschied als das Gewicht sprechen.
Die Lichtstärke 2,8 dürfte ja zB bei Innenaufnahmen mit Tele trotz des Stabilisators durch nichts zu ersetzen sein.
Oder sollte ich besser bei der "alten" 300er-Festbrennweite bleiben, zumal ich die 300mm nicht oft brauche (= billigste Lösung).
Vielleicht hat jemand eine gute Idee
Gottfried, Wien
 
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Hallo Gottfried,

eine durchgehende Lichtstärke von 2,8 und die wunderschöne Bokeh-Charakteristik legen mMn viel Gewicht in die Waagschale zugunsten des teuren 70-200 VR.
Ich mache viele Aufnahmen unter "weichen" Lichtbedingungen, da wäre mir das 70-300 mit einer Anfangsblende um 5 schon etwas zu schwach und in der Kreativität zu beschränkend. Am langen Ende schwächelt es mir auch zu sehr.

Im Sababurg-Tierpark habe ich einen direkten Vergleich mit geliehenem 70-300 VR und eigenem 70-200 + TC-14E (quick and dirty) gemacht und der ging klar zugunsten der teuren Konverterkombination aus.
Da sich der TC-17E und das 70-200 sehr gut vertragen (vielleicht ist an den Gerüchten etwas dran, daß der TC-17E für das 70-200 konstruiert wurde) und mir selbst bisher auch keine gravierenden Nachteile aus den Kombinationen 70-200 VR mit TC-14 oder TC-17 aufgefallen sind, halte ich die Investition in das teure Glas für sinnvoller weil vielseitiger.

Ich hoffe, mein Beitrag stiftet bei Dir keine Verwirrung, sonst einfach nachfragen.

Viel Spaß hier im Forum,
Thomas
 
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Sehe ich auch so wie thobe. Mit 70-200 und TC-17E hat man Offenblende f/4.8, immer noch besser als das 70-300 VR obenrum. Und die ist bis kurz vor Maximalbrennweite durchaus verwendbar. Dieses Bild ist auch so entstanden: netto 300mm mit f/4.8 (und 1/500 und ISO 450 an der D200), und dazu noch ein recht starker Ausschnitt (ca. 30-40% Bildfläche). Freilich wäre mit einer 300er Festbrennweite qualitativ noch mehr gegangen, aber die wollte ich bei der Tour einfach nicht mitschleppen. Ich bezweifle aber, dass das 70-300VR mit f/5.6 Offenblende und dann ISO 640 qualitativ genauso gut wäre. Das Objektiv müßte ja quasi die höhere ISO durch noch bessere Optik wieder wettmachen, und das kann ich mir schlicht nicht vorstellen (ohne die beiden Alternativen je systematisch verglichen zu haben).

Man sollte beim 70-200 den Zoomring bei Verwendung von Offenblende möglichst nur bis zu dem Punkt drehen, wo die rechte "0" von der 200-Markierung gerade links von der Markierung steht. Dann umgeht man den schwachen Bereich des Objektivs, und dann geht das auch gut mit Konverter.

Und für die meisten Zwecke verwendet man das Objektiv ja sowieso ohne Konverter, und da sind knapp zwei Blenden Unterschied in der Lichtstärke einfach eine Menge Holz. Die möglichen Auswirkungen von Lichtstärke auf die Bildqualität isind ja vielfältig: schnellere Verschlusszeiten und/oder niedrigere ISO, bessere Freistellung, Konvertertauglichkeit (und damit die flexiblere Wahl zwischen Lichtstärke und Abbildungsmaßstab), helleres Sucherbild, geringere Schärfentiefe im Sucher (und damit bessere Beurteilbarkeit des Fokus).

Maik
 
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