Nun ja, Ken Rockwell schreibt sehr unterhaltsam, aber sein Gesamturteil über das Nikkor 2.8/45 "Pancake" halte ich für zu oberflächlich. Ich habe mal meine Beobachtungen zusammengestellt und hinzugefügt, was andere so sagen. Ich nutze das Objektiv sehr gerne.
Laut
http://www.photosynthesis.co.nz wurden von Nikon 23,556 Exemplare in Silber und 11,470 Exemplare in Schwarz hergestellt, damit handelt es sich um ein eher seltenes Objektiv.
Das Objektiv ist sehr kompakt, 17mm dünn und nur 120g schwer und damit das leichteste und kompakteste der modernen Nikkor-Objektive. Dennoch ist es eine sehr solide Konstruktion und wirkt wie aus einem Metallblock gefräst. Es ist kompatibel mit sämtlichen ab 1977 gebauten Nikon-Kameras und dank seiner eingebauten Elektronik (CPU) sollte es an allen digitalen Nikons volle Automatik, Belichtungsmessung und Darstellung der EXIF-Daten bieten. Die Blende kann über das Einstellrad der Kamera angewählt werden. Die Blendenkonstruktion besteht aus sieben gerundeten Lamellen.
Die manchmal geäußerte Kritik, man könne aufgrund der kurzen Bauweise leicht den Fokussierring mit dem Blendenring verwechseln, kann ich nicht teilen. Der Fokussierring ist vom Durchmesser her kleiner und lässt sich leichter bewegen als der Blendenring. Wer also in den Fingerspitzen nicht völlig taub ist, kann mit etwas Fingerspitzengefühl hier kaum Probleme bekommen.
Das Objektiv bildet nahezu verzeichnungsfrei ab und auch CAs spielen keine Rolle. Der Fokussierweg ist sehr kurz, so dass das Fokussieren sehr schnell und leicht von Unendlich bis zur Naheinstellungsgrenze von 45 cm gelingt. Diese Eigenschaft und seine Unauffälligkeit prädestinieren dieses Objektiv für den Reportageeinsatz. Da die Frontlinse beim Fokussieren nicht rotiert, lässt sich ein Polarisationsfilter problemlos einsetzen.
Die zugehörige Streulichtblende H-35 ist so konstruiert, dass die mitgelieferte Kappe sich problemlos auf die Streulichtblende aufsetzen lässt.
Das Nikon Super Integrated Coating bietet laut Nikon eine gleichermaßen effektive Reduzierung der Reflexe über einen großen Bereich des Spektrums, eine hervorragende Farbneutralität und somit eine erstklassige Abbildungsleistung.
http://www.nikon.de/de_DE/product/nikkor-lenses/glossary
Nikon-Guru Ken Rockwell
http://www.kenrockwell.com/nikon/45.htm kann mit diesem Objektiv nicht viel anfangen, obwohl er an den optischen Leistungen nur wenig auszusetzen hat, scheint es für ihn eher ein Spielzeug zu sein. Bjørn Rørslett
http://www.naturfotograf.com/index2.html dagegen empfiehlt dieses Objektiv wegen seiner superben Farbwiedergabe, seinem hohen Kontrast und dem guten Bokeh. Er hält es auch für Infrarotfotografie hervorragend geeignet.
Der bekannte Fotograf Ming Thein empfiehlt das Nikkor 45/2,8 AI-P für die Verwendung an der Nikon D8XX mit 8/10 Punkten und bedauert lediglich, dass die Lichtstärke nicht höher ist, während er die Bildfeldwölbung als Teil der Persönlichkeit dieser Linse versteht, deren Zentrum stets scharf abbildet, während Abblenden auf 5.6 Schärfe über das ganze Bild liefert.
http://blog.mingthein.com/equipmentdatabase/
Im unteren Drittel der folgenden Seite lassen sich einige Bildbeispiele mit diesem Objektiv an einer D800 finden:
http://www.fredmiranda.com/forum/topic/929565/3388#11938600D800 with the 45/2.8P
Fotos mit diesem Objektiv an verschiedenen Kameras:
http://www.flickriver.com/lenses/nikon/45mmf28pais/
Viele Infos sind hier zu finden:
http://www.mir.com.my/rb/photography/companies/nikon/nikkoresources/50mmnikkor/index9.htm