Frage Nikkor 14 - 24 f2.8 Randunschärfen

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ruegenfotos

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Hallo zusammen,
habe grade festgestellt, das bei meinem 14-24mm an FX (D750) an den Rändern links und rechts bei Blende f4 bis f5.6 es zu recht starken Unschärfen kommt. Ab f8 bis f13 ist es wieder ok. Normal haben die Objektive doch zwischen f4 und 5.6 die beste Abbildungsleistung und den kleinsten Schärfeverfall zum Rand. Habt jemand eine Erklärung zu den Testbildern (200% Ausschnitt)? Kann es sein, das das Objektiv defekt ist?

Herzlichen Dank für alle Anworten

Bilder: http://ruegenfotos.de/kunden/14-24_Test/Fotos/

01_F2-8_bei_14mm.jpg
f 2.8, 1/1000 sek.

02_F4_bei_14mm.jpg
f4, 1/500 sek.

03_F5-6_bei_14mm.jpg
f5.6, 1/250sek

04_F8_bei_14mm.jpg
f8, 1/125 sek

05_F11_bei_14mm.jpg
f11, 1/60 sek

06_F13_bei_14mm.jpg
f13, 1/125 sek (iso etwas höher)

Das Bild wurde verlinkt, weil es entsprechend der NF-Regeln für die Bildpräsentation in Foren zu groß ist. Erlaubt sind 545 kb maximal. (1689 kB)
 
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Hallo,

worauf wurde denn fokussiert?
Wie sieht es denn in der Bildfeldmitte aus?
Meinst Du nicht, dass 200% etwas zu stark vergrößert ist?
Normalerweise beurteilt man die schärfe bei 100%, mehr macht keinen Sinn.

Bernd
 
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Fokussiert wurde die Mitte der Skyline. Mir gehts jetzt nur darum zu erfahren ob es eine Erklärung gibt, warum F8 bis f13 bessere Ergebnisse liefern, als f4 zum Bsp. Normal beginnt doch ab f11 schon die Beugungsunschärfe.

[MENTION=5458]knurri[/MENTION] - was meinst Du damit? Wenn ich Dich mit meiner Frage genervt habe, kein Problem, ich kann den Post auch wieder löschen...
 
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Erfreu dich an diesem tollen Objektiv und stochere nicht in den Bildecken herum.
Diese Extremanforderung am äußersten Rand eines Superweitwinkelzooms macht keinen Sinn.

Dein Objektiv ist in Ordnung
 
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Mögliche Ursachen:
- nicht vom Stativ fotografiert
- Windböe
- Wellen gegen den Steg
 
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70% der Bildmitte sind scharf und ok, nur etwa 15% rechts links sind unscharf. Bei einer 1/1000 sek. bis zu 1/500 sek Belichtung sollte aus der Hand schon ein stehendes Motiv scharf werden, von daher kein Stativ verwendet.



Mögliche Ursachen:
- nicht vom Stativ fotografiert
- Windböe
- Wellen gegen den Steg
 
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Danke Dir, der erste der meine Frage beantworten konnte :)
Wobei der Unterschied der Messung von 3430 (f5.6) zu 3510 bei f8 nicht sehr groß ist, der sichtbare Unterschied schon einiges ausmacht.
HG
Mirko



http://www.photozone.de/nikon_ff/447-nikkor_afs_1424_28_ff

Hier sieht man schon, dass die maximale Schärfe im Randbereich eher bei Blende 8 ist.

Wenn nun Deine Schärfeebene nicht dort lag, wo die liegen sollte, ist die größere Schärfe bei kleinerer Blende logisch.

Hinzu kommt häufig die Bildfeldwölbung bei SWW.
 
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24MP decken halt viele Objektivfehler auf, insbesondere in der Vergrößerung. Auch wird die Schärfentiefe oft überschätzt.

Ich würde mir erst Gedanken machen, wenn das Bild auf der einen Seite des Randes unschärfer ist, als auf der anderen.
 
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Nein, ich entschuldige nicht! Und ich finde es sehr befremdlich, wenn man relativ neue Mitglieder, die sachlich, zudem mit Bildbeispielen - das wollen wir doch in diesen Fällen immer haben - ein Problem schildern oder eine Frage stellen, mit Polemik und Müll bewirft!

Muss man denn immer den Mund auftun, auch wenn man nichts zu sagen hat? Ich denke nein!


Entschuldige bitte ! Ich fands nur befremdlich
 
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Normal haben die Objektive doch zwischen f4 und 5.6 die beste Abbildungsleistung und den kleinsten Schärfeverfall zum Rand.

Aber nur in der Bildmitte!
Zum Rand hin profitieren die allermeisten Objektive bis ca. f8 oder f11 (oder sogar darüber hinaus, v.a. Superweitwinkel). Hier gilt es den Kompromiss aus bester Abbildungsleistung und geringster Beugungsunschärfe zu finden, das nennt sich Förderliche Blende.

Ich halte die gezeigte Schärfe für normal, ohne das Objektiv allerdings selbst zu kennen.
 
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Aber nur in der Bildmitte!
Zum Rand hin profitieren die allermeisten Objektive bis ca. f8 oder f11 (oder sogar darüber hinaus, v.a. Superweitwinkel). Hier gilt es den Kompromiss aus bester Abbildungsleistung und geringster Beugungsunschärfe zu finden, das nennt sich Förderliche Blende.

Ich halte die gezeigte Schärfe für normal, ohne das Objektiv allerdings selbst zu kennen.

Vielen Dank [MENTION=59447]dmachaon[/MENTION] - das werde ich bei der nächsten Runde beachten.

LG von der Insel Rügen
Mirko :)
 
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Normal haben die Objektive doch zwischen f4 und 5.6 die beste Abbildungsleistung und den kleinsten Schärfeverfall zum Rand.
Den Beitrag, den eine Kombination aus Kamera A und Objektiv B zur beim Betrachten einer Fotografie wahrgenommenen Konturenschärfe leistet, misst, berechnet und veröffentlicht DxOMark für eine Vielzahl von Kombinationen unterschiedlichster Kameras mit unterschiedlichsten Objektiven, so zum Beispiel auch für die Kombination einer Nikon D750 mit einem AF-S NIKKOR 14-24mm f/2.8G ED: http://www.dxomark.com/Lenses/Nikon...-ED-mounted-on-Nikon-D750---Measurements__975

Wenn man nun in dem vorstehend verlinkten Menü zunächst "Sharpness" und dann „Profiles“ auswählt, erscheinen die von DxOMark veröffentlichten Acutance-Profile. Dort sieht man im Einzelnen:

Links an der vertikalen Achse stehen die von DxO Mark ermittelten Acutance-Werte in %, und zwar für den „use case“ der Betrachtung eines hochqualitativen Ausdrucks im Format 1 m x 1,5 m aus einer Betrachtungsentfernung von 1 m (oder allgemeiner: Betrachtungsentfernung = kurze Seite eines Ausdrucks im Format 2:3). Unten an der horizontalen Achse stehen die Positionen im Bildfeld in %. Die Bildfeldposition 0% entspricht dabei der Bildmitte, die Bildfeldposition 100% den Bildecken. Die durchgezogenen Linien zeigen die Konturenschärfe für horizontale Motivstrukturen, die gestrichelten Linien für vertikale Motivstrukturen. Die Acutance-Werte für die Konturenschärfe vertikaler und horizontaler Motivstrukturen können nämlich unterschiedlich ausfallen, zum Beispiel weil ein Objektiv einen Abbildungsfehler aufweist, den man Astigmatismus nennt, oder zum Beispiel auch, weil der Tiefpassfilter einer Kamera die Konturenschärfe horizontaler und vertikaler Strukturen in einem etwas unterschiedlichen Ausmaß beeinflussen kann.

Wann man nun mit der Maus über die durchgezogenen und/oder gestrichelten Acutance-Profile fährt, dann erscheinen an den Bildfeldpositionen 0% (Bildmitte), 33% (1/3 Bildkreis), 66% (2/3 Bildkreis) und 100% (Bildecken) die konkreten Zahlenwerte für die jeweiligen Bildfeldpositionen und für die oben bei „Focal“ und „Aperture“ jeweils ausgewählte Brennweite und Blende.

Beispiel:

Wählt man zum Beispiel die Brennweite 18 mm sowie die Blende 5,6 und fährt dann mit der Maus über die durchgezogenen Acutance-Profile für horizontale Motivstrukturen, so erscheinen folgende Acutance-Werte:
  • Bildfeldposition 0% (Bildmitte): Acutance-Wert 79,7%
  • Bildfeldposition 33% (1/3 Bildkreis): Acutance-Wert 75,1%
  • Bildfeldposition 66% (2/3 Bildkreis): Acutance-Wert 73,2%
  • Bildfeldposition 100% (Bildecken): Acutance-Wert 72,9%
Entsprechend kann man also vom Grundsatz her für alle Brennweiten, Blenden und Bildfeldpositionen den jeweiligen Acutance-Wert ermitteln und somit auch für jede Brennweite diejenige Blende, bei welcher die Acutance-Werte im Bildfeld so verteilt sind, wie man es für das jeweilige Bildergebnis anstrebt (besonders hoch in der Bildmitte, besonders hoch in den Bildecken, besonders ausgeglichen im gesamten Bildfeld etc.).

Man kann bei Interesse auch noch einen Schritt weitergehen, und anhand der nachstehend verlinkten Kurve ("Figure 2.2" auf Seite 39) ablesen, welcher Qualitätsstufe in Bezug auf die Konturenschärfe diese Acutance-Werte jeweils entsprechen: https://books.google.de/books?id=QJ...#v=onepage&q=SQS quality vs. acutance&f=false

Beispiel:
  • Der Acutance-Wert für horizontale Strukturen und die Bildmitte ist bei der Brennweite 18 mm und die Blende 5,6 = 79,7% (0,797). Damit entspricht er laut der vorstehend verlinkten Kurve einem SQS-Wert (Wert auf der "Standard Quality Scale" der ISO 20462) von etwa 31.
  • Der Acutance-Wert für horizontale Strukturen und die Bildecken ist bei der Brennweite 18 mm und die Blende 5,6 = 72,9% (0,729). Damit entspricht er laut der vorstehenden verlinkten Kurve einem SQS-Wert von etwa 29.
Die Differenz zwischen dem SQS-Wert für die Bildmitte und dem SQS-Wert für die Bildecken beträgt also 31 - 29 = 2. Und eine Differenz von 2 Einheiten auf der SQS-Scala entspricht laut ISO 20462 einem Qualitätsunterschied in Bezug auf die Konturenschärfe, den die Mehrzahl aller Betrachter mit durchschnittlicher Sehleistung wahrnehmen kann. Ein Unterschied von 1 Einheit auf der SQS-Scala kann hingegen laut ISO 20462 nur von etwa der Hälfte aller Betrachter wahrgenommen werden. Und ein Unterschied von 3 Einheiten auf der SQS-Scala kann laut ISO 20462 von nahezu allen Betrachtern mit durchschnittlicher Sehleistung völlig eindeutig wahrgenommen werden.

So ergibt sich also zum Beispiel in Bezug auf einen möglichst guten Kompromiss zwischen der Konturenschärfe in der Bildmitte und der Konturenschärfe in den Bildecken für die Brennweite 20 mm Folgendes:
  • Bei Blende 8 ist der Acutance-Wert für die Bildecken und horizontale Strukturen 71,6% (0,716) = 28 SQS
  • Bei Blende 8 ist der Acutance-Wert für die Bildmitte und horizontale Strukturen 76,6% (0,766) = 30 SQS
  • Bei Blende 5,6 ist der Acutance-Wert für die Bildecken und horizontale Strukturen 71,4% (0,714) = 28 SQS
  • Bei Blende 5,6 ist der Acutance-Wert für die Bildmitte und horizontale Strukturen 79,6% (0,796) = 31 SQS
Bei Blende 5,6 entspricht also die Differenz zwischen der Konturenschärfe in der Bildmitte und in den Bildecken 3 Einheiten auf der SQS-Scala und ist damit für nahezu alle Betrachter unter der Betrachtungsbedingung dieses „use case“ (Betrachtungsentfernung = kurze Seite eines hochqualitativen Ausdrucks im Format 2:3) völlig eindeutig wahrnehmbar.
Bei Blende 8 entspricht die Differenz zwischen Bildmitte und Bildecken hingegen 2 Einheiten auf der SQS-Scala und ist damit zwar bereits für die Mehrzahl aller Betrachter unter der Betrachtungsbedingung dieses „use case“ (Betrachtungsentfernung = kurze Seite eines hochqualitativen Ausdrucks im Format 2:3) wahrnehmbar, aber eben noch nicht für nahezu alle Betrachter völlig eindeutig.

Käme es also unter der Betrachtungsbedinung dieses „use-case“ zum Beispiel auf eine möglichst hohe Konturenschärfe in der Bildmitte an, und zwar ohne unter dieser Betrachtungsbedingung wahrnehmbare Einbußen in den Bildecken, so wäre wohl bei der Brennweite 20 mm die Blende 5,6 die aussichtsreichste Wahl. Denn der sich bei den Blenden 5,6 und 8 in den Bildecken ergebende Unterschied (28-28=0) liegt noch unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle (Wahrnehmbarkeitsschwelle = 1 SQS-Einheit). Der sich bei den Blenden 5,6 und 8 in der Bildmitte ergebende Unterschied (31-30=1) ist jedoch bereits von etwa der Hälfte aller Betrachter mit durchschnittlicher Sehleistung wahrnehmbar, da er bereits 1 SQS-Einheit entspricht.

Käme es hingegen auf eine zwar insgesamt hohe aber etwas ausgeglichenere Konturenschärfe an, so wäre bei der Brennweite 20 mm unter Umständen die Blende 8 die aussichtsreichste Wahl. Denn der sich bei den Blenden 5,6 und 8 in den Bildecken ergebende Unterschied liegt auch bei Blende 8 noch unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle (Wahrnehmbarkeitsschwelle = 1 SQS-Einheit). Der sich bei den Blenden 5,6 und 8 in der Bildmitte ergebende Unterschied ist jedoch von etwa der Hälfte aller Betrachter mit durchschnittlicher Sehleistung noch nicht wahrnehmbar, da er nur 1 SQS-Einheit entspricht. Bei der Blende 8 ergäbe sich also zwischen Bildecken und Bildmitte ein etwas weniger auffälliger Unterschied in der Konturenschärfe (30-28=2 anstatt 31-28=3), und zwar ohne dass dabei die Konturenschärfe in der Bildmitte so deutlich leiden würde, dass diese Qualitästminderung in der Bildmitte von mehr als der Hälfte der Betrachter wahrgenommen würde.

Soll hingegen ein zwischen Bildmitte und Bildecken möglichst geringer Unterschied in Bezug auf die von Betrachtern wahrgenommene Konturenschärfe bestehen, damit zum Beispiel ihr Abfall zu den Bildecken hin den Betrachtern so gut wie gar nicht ins Auge springt, so wäre also die Blende zu wählen, bei welcher die Differenzen der Acutance-Werte und der diesen entsprechenden SQS-Werte im gesamten Bildfeld möglichst gering ausfallen.

etc.
 
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