Nikon 18-55mm AF P: "The autofocus performance is faster, quieter and more accurate".
ich ergänze: "... than the creepy dark predecessor version of that lens"
Ich weiß nicht, was sich Nikon bei solcher Produktpolitik denkt? Irgendwie sind das Schüsse, die nach hinten losgehen, weil viele Verbraucher unterstellen, dass diese Inkompatibilitäten der Raffgier geschuldet sind. Ich denke, dass gerade in Zeiten, in denen es einem Unternehmen nicht blendend geht, besonders auf die Befindlichkeit beim Kunden geschaut werden sollte.
Das denk ich auch. Vertrauenspunkte haben sie in den letzten Jahren genug eingebüßt ... D800-Fokusfelder, D600-Siffverschluss, Lichtlecks, Absturzproblematik D750 und so weiter. Eingeschränkte Rückwärtskompatibilität bei der E-Blende (wenn hier auch viel weniger betroffen sind, in erster Linie wohl D90-Besitzer und Analogfreunde), aber was jetzt bei den AF-P abgeht, lässt wenig Gutes befürchten. Mag sein, dass die teuren Profidinger nur mit richtigen USMs gebaut werden, aber auch da sind die Preise - siehe neues 2,8/70-200E - gepfefferter denn je. Und künftige interessante midprice-Optiken, vielleicht mal ein neues Vollformat-Fisheye 15/16 mm?, kann man sich dann auch abschminken, wenn man etwas ältere Kameras hat. Selbst wenn man damit den AF nutzen kann, wenn der dann alle halbe Nase von selbst auf unendlich fährt oder was da auch immer passiert mit diesem Standby-Zeit-Dingens...
Nix. Das gehorcht konstruktiv der Not. Sie haben es vor 30 Jahren
verpasst ebenfalls ein neues Bajonett aufzulegen und kauen seitdem
an den Altlasten. Mittlerweile gibt es sieben (acht?) Geschmacksrichtungen
des F-Mounts, mit einer ausufernden Matrix von (In-)Kompatibilitätslisten.
Wie sie das im Markt einführen ist allerdings ein Trauerspiel.
Das haben sie einfach nicht drauf.
Ich denke jetzt auch langsam, dass Canon klüger daran getan hat, einen radikalen Schritt zu machen und gleich die Technikvoraussetzungen für die Zukunft richtig umzusetzen, auch wenn damals viele mit den "alten" FDs gespuckt haben. Dafür haben sie jetzt eine funktionierende große Basis auf EF und keinen Stress wie Nikon, weil das einfach von Anfang an nur mit elektrischer Übertragung funktioniert.
Ich gönne mir jetzt noch ein 1,8/35 ED (mit mech. Blende und richtigem AF-S), weil ich mit dem Ding hier und da auch meine F100 wieder bestücken will. Vielleicht ist es, wenn die schleichende Abschaffung der Rückwärtskompatibilität so weiter geht, mein letztes AF-Nikon-Objektiv. Als digitale Alternative habe ich mein Fuji-X-System schätzen gelernt, das sicher so manch neues Leckerchen in den kommenden Jahren im Objektivprogramm bekommen wird, und das manuelle Altglas kümmert der Elektroscheiß sowieso nicht.

Schaun wir mal, was uns Onkel Niggon in den nächsten Jahren alles so beschert und wie das spiegellose Produkt gestaltet sein wird.
In Sachen Firmwareupdatepflege grade für ältere Modelle können sie noch ne ganze Menge von Fuji lernen. Da hat die X-T1 und X-E2 zB ein völlig neues AF-Modul per Software spendiert bekommen (technisch bedingt möglich und nicht direkt mit DSLR vergleichbar, aber es geht um die Bereitschaft zum Dienst am Bestandskunden hier!).