Neonlicht Interferenzen beim Filmen

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Filmheld

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Hallo! Ich habe seit kurzem die D300s neben meiner D700, hauptsächlich weil sie neben Fotos eben auch Filme in HD machen kann. Habe allerdings bei meinen ersten Clips festgestellt, dass es bei Aufnahmen unter Neonlichtbeleuchtung zu hässlichen Interferenzen kommt, weil die Röhren mit 60 Hz arbeiten und die D300s mit einer Bildrate von 24 Hz aufnimmt. Man sieht dann eine Lamellenförmige Interferenzwelle.

Frage: Wer kennt den Effekt, und was kann man dagegen machen?
 
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Je weniger Röhren für die Raumbeleuchtung da sind, desto schlimmer ist es.

Die Beleuchtung ist sicher auf drei Phasen aufgeteilt. Die Phasen sind jeweils um 120 Grad zueinander verschoben. Daraus ergibt sich 3x50Herz, aber um 1/3 Herz versetzt, was eine bessere Ausleuchtung ergibt (die wir aber nicht wahrnehmen). Wenn du jetzt die Beleuchtung nacheinander ausschaltest bleiben zum Schluß nur die Lampen an einer Phase übrig mit nur 1x50Herz.

daher: des so schlimmer ist es

Gruß OF
 
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entweder geh raus, oder nutze die Kamera wofür sie eigentlich konzipiert ist.;)

Super Hinweis, recht herzlichen Dank. Dafür sind Foren da - dass man immer kompetente und zielführende Hinweise und Tipps von echten Experten bekommt.

P.S. Für welche Anwendungen genau ist die D300s denn konzipiert??
 
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Die Beleuchtung ist sicher auf drei Phasen aufgeteilt. Die Phasen sind jeweils um 120 Grad zueinander verschoben. Daraus ergibt sich 3x50Herz, aber um 1/3 Herz versetzt, was eine bessere Ausleuchtung ergibt (die wir aber nicht wahrnehmen). Wenn du jetzt die Beleuchtung nacheinander ausschaltest bleiben zum Schluß nur die Lampen an einer Phase übrig mit nur 1x50Herz.

daher: des so schlimmer ist es

Gruß OF

Das ist ja nun so auch nicht richtig. Eine einzelne Lampe flackert nicht mit 50 Hertz, sondern mit 100 Hertz, weil sowohl in der positiven wie der negativen Halbwelle Strom fließt. Der Versatz um 120° zwischen den 3 Phasen eines Drehstromnetzes führt keineswegs zu einem Versatz um 1/3 Hertz. Wenn Leuchtstoffröhren im selben Raum an allen 3 Phasen angeschlossen sein sollten (ist das so?), würde ihr "gemeinsames" Licht mit 300 Hertz flackern. Und das ist dann wohl schnell genug, damit jedes der 24 Bilder pro Sekunde in etwa gleich viele "Flackerer" abbekommt.

Gruß, Matthias
 
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Das ist ja nun so auch nicht richtig. Eine einzelne Lampe flackert nicht mit 50 Hertz, sondern mit 100 Hertz, weil sowohl in der positiven wie der negativen Halbwelle Strom fließt. Der Versatz um 120° zwischen den 3 Phasen eines Drehstromnetzes führt keineswegs zu einem Versatz um 1/3 Hertz. Wenn Leuchtstoffröhren im selben Raum an allen 3 Phasen angeschlossen sein sollten (ist das so?), würde ihr "gemeinsames" Licht mit 300 Hertz flackern. Und das ist dann wohl schnell genug, damit jedes der 24 Bilder pro Sekunde in etwa gleich viele "Flackerer" abbekommt.

Gruß, Matthias

Ich gebe dir recht, da es zwei Halbwellen sind werdens 100 Flackereinheiten.

Der Phasenwinkel 120 Grad zwischen den einzelnen Phasen ist sehr wohl ein zeitlicher Versatz von 1/3 Wellenlänge.


24 Bilder pro Sekunde sagt noch nichts über die Belichtungszeitpunkt pro Bild aus.
Wenn ich also z.B. mit 1/100 sek. belichte, dann kann es durchaus sein das ich den Nulldurchlauf der Phase erwische. Und diese Möglichkeit ist bei Einphasenbetrieb natürlich am größten.

Gruß OF
 
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24 Bilder pro Sekunde sagt noch nichts über die Belichtungszeitpunkt pro Bild aus.

Das hab ich auch nicht behauptet.

Wenn ich also z.B. mit 1/100 sek. belichte, dann kann es durchaus sein das ich den Nulldurchlauf der Phase erwische. Und diese Möglichkeit ist bei Einphasenbetrieb natürlich am größten.

Gruß OF

Nicht die Phase hat einen Nulldurchgang, sondern Spannung und Strom (allerdings nicht exakt gleichzeitig, denn so eine Leuchtstofflampe ist ein kapazitiver Verbraucher, die Phase zwischen beiden ist konstant und nicht null). Außerdem haben sie eine gewisse Trägheit (sie leuchten nach), sind also nie vollkommen dunkel, aber sie flackern eben mit einer Frequenz von 100 Hertz.

So, und jetzt gehe ich durch den Schnee stapfen!


Gruß, Matthias
 
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1/3 Wellenlänge ist richtig, aber nicht 1/3 Hertz. Die Wellenlänge ist 1/50 Sekunde, der zeitliche Versatz also 1/150 Sekunde.


Gruß, Matthias

Wir sind sicherlich aus der selben Fachrichtung und uns einig geworden. Noch dazu jetzt nach einem guten Mittagessen.:)

Dem Themenstarter selbst hilft unser Fachgerede aber leider nicht.

@ Filmheld
Das wirst du unter diesen Bedingungen nicht in den Griff bekommen, zumal auch die Belichtungsautomatik Probleme haben wird. :nixweiss:

Bei Einzellaufnahmen längere Belichtungszeit, Automatiken aus.

Gruß OF
 
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...
P.S. Für welche Anwendungen genau ist die D300s denn konzipiert??

:confused:Fotos schiessen?

Für mich sind die Filmfunktion an einer DSLR genau so ein Kropf, wie die Foto-/Filmfunktion an einem Telefon, ein ins Internet gehender Kühlschrank oder ein nach Hause telefonierendes Windows.

PS: bin kein Experte, zum Filmen würde ich mir aber eine vernünftige HD-Videocam kaufen;)
 
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:confused:Fotos schiessen?

Für mich sind die Filmfunktion an einer DSLR genau so ein Kropf, wie die Foto-/Filmfunktion an einem Telefon, ein ins Internet gehender Kühlschrank oder ein nach Hause telefonierendes Windows.

PS: bin kein Experte, zum Filmen würde ich mir aber eine vernünftige HD-Videocam kaufen;)

Ist bei einer HD-Videocam der Interferenzeffekt unter den mittlerweile sehr detailliert und fachlich einwandfrei beschriebenen Gasentladungslampenbedingungen eigentlich weg oder tritt er da auch auf? Hab noch nie mit so einem Ding derartiges probiert.

P.S.: Meines Erachtens nach ist die D300s ebend gerade auch zum Filmen konzipiert worden - siehe Filmfunktion. Wenn man diese nicht nutzen will, kauft man sie sich nicht, denn darüber hinaus kann sie kaum mehr als die gute alte D300...
 
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Ist bei einer HD-Videocam der Interferenzeffekt... eigentlich weg oder tritt er da auch auf? ...
sollte er eigentlich. Bei meiner, allerdings keine HD, hab ich noch nichts derartiges festgestellt.

...
P.S.: Meines Erachtens nach ist die D300s ebend gerade auch zum Filmen konzipiert worden - siehe Filmfunktion. Wenn man diese nicht nutzen will, kauft man sie sich nicht, denn darüber hinaus kann sie kaum mehr als die gute alte D300...
Das sehe ich etwas anders, berichtigt mich, wenn das falsch ist.
M.E. hat das eher was mit Marketing zu tun. Warum sollte ein Hersteller nicht auf den Zug mit aufspringen, und "ohne großen" Aufwand an dem Kuchen mit verdienen? Mehr als etwas Programmierung scheint ja die Filmfunktion nicht zu sein?
 
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Die Aussage, dass die D300s zum Filmen konzipiert wurde, finde ich persönlich lustiger :)
Eigentlich ist sie in erster Linie schon immer noch eine Spiegelreflexkamera. ;)

Und das Problem welches du in Post#1 beschreibst wirst du so nicht ändern können.
 
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Hallo,

also ich schätze mal kaum das Licht 3-Phasig betrieben wird. Die paar Watt bekommt man locker einphasig raus. Die "Wellen" im Bild entstehen einfach durch ein nicht ganzzahliges Verhältnis zwischen der Bildfrequenz und der Lichtfrequenz. Es entsteht sozusagen eine "Wanderwelle" auf dem Bild.
 
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Die Aussage, dass die D300s zum Filmen konzipiert wurde, finde ich persönlich lustiger :)
Eigentlich ist sie in erster Linie schon immer noch eine Spiegelreflexkamera. ;)

Und das Problem welches du in Post#1 beschreibst wirst du so nicht ändern können.

Dann bin ich aber gespannt auf deine Begriffsdefinition zu "konzipieren". Wäre sie nicht u.a. zum Filmen konzipiert worden, hätte sie wohl keine Filmfunktion. Dass dies keine Aussage über ihren Wert als Filmkamera im Vergleich zu reinrassigen Filmkameras beinhaltet ist Nebensache. Tatsache ist und bleibt, dass bei der Entscheidung Nikons eine D300s auf den Markt zu bringen, es ein Teil des Konzeptes war, ein HD-Movie Funktion zu beinhalten. Demnach wurde sie u.a. zum Filmen konzipiert. Dass sich einige über diese Funktion amüsieren - so what? Sollen sie es halt bleiben lassen. Dass es immer wieder Intelligenzausscheider gibt, die den Effekt noch detaillierter und physikalisch korrekter begründen können - SUPER, GANZ GROSSES TENNIS! Bringt aber noch kein Licht in die Frage: Gibt es Wege, diesen Effekt zu kompensieren? Und welche wären das? Und tritt dieser Effekt nur bei der D300s auf? Oder bei jeder Kamera die unter diesen Bedingungen filmen muss?
 
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