Nachtfotografie

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nikio

NF Mitglied
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Hey,
hab grad eben dieses Unterforum endeckt und dachte da kann ich mir grade mal Rat einholen. :D

Ich Versuch seit ein paar Wochen immer wenn ich mal dazu komme, den Sternenhimmel zu fotografieren, Problem es kalppt nich so wie ich es will.
Wie man auf dem Foto sieht, sieht man fast nichts :/

Mir ist klar, dass man dank Luftverschmutzung so bequem von Zuhause aus selten den Sternenhimmel in seiner Pracht fotografieren kann, ich erwarte aber auch nicht die Milchstraße zu sehen, ich würde wenns irgendwie geht einfach gern mehr sehen, wenns auch nur ein bisschen ist.
Das Foto hier hab ich ca.60 sek. belichtet, bei Iso100 und offener Blende(~4).

picture.php


Wenn ich es nun länger belichtet bekommt man die tollen Streifen, die aber erst bei ner Stunde aufwärts gut ausehen, bis dahin ist mein Vordergrund aber nichtmehr erkennbar, da überbelichtet.
Wenn ich den Iso-Wert hochschraube, gehen die Sterne im rauschen unter.
Irgendwelche Anfängertipps?
Ich fotografiere auch erst seit 2 Monaten mit ner Spiegelreflex vlt. gibts ja auch irgendwelche Einstellungen die ich beachten muss, irgendwelche Automatiken (D3200) ?
 
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Das größere Problem ist die Lichtverschmutzung, nicht die Luftverschmutzung. In Stadtgebieten ist es meist zu hell um viel von den Sternen zu sehen. Deshalb gehen Astrofotografen auch meist an entlegene und dunkele Orte.

Wenn man extrem starke Weitwinkel benutzt, kann man auch über Stadthimmeln (meist im Oberen Bildbereich) ein paar Sterne sehen, aber nie so viele wie an dunkelen Orten.

Ich habe mal an einem Strand in Dänemark die Milchstraße fotografiert. Das war eigentlich nicht besonders schwer. Alles manuell einstellen. Auf unendlich fokussiert, die Blende maximal geöffnet (in meinem Fall f2.8) und 15 Sekunden belichtet. Die maximale Belichtungszeit ergibt sich aus der verwendeten Brennweite (bei mir ein 21mm Objektiv). Je länger die Brennweite, desto kürzer muß die Belichtungszeit sein, damit die Sterne keine Streifen bilden. Da findest Du bei den Astrofotografen recht gute Anhaltswerte. 60 Sekunden wären definitiv zu lang... wenn Du genau hinschaust, hast Du da auch schon streifenförmige Sterne. Für längere Belichtungszeiten braucht es eine Nachführeinrichtung, aber das ist eher was für fortgeschrittene. Man kann auch ohne spezielles Equipment schöne Aufnahmen machen. Und dann geht man mit der Empfindlichkeit so hoch wie nötig, um ausreichend Sterne zu sehen. Ich habe mit 1600ASA und 3200ASA Aufnahmen gemacht. Aber die 3200ASA waren mir dann auch zu rauschig. Auf die Mondphasen sollte man noch achten. Am besten ist es natürlich, wenn er schon untergegangen ist. Ideal für diese Art Aufnahmen wäre also ein möglichst lichtstarkes Weitwinkelobjektiv und ein möglichst rauscharmer Kamera-Sensor.

Ich habe bei meinem Bild den Vordergrund noch zusätzlich mit einer Taschenlampe beleuchtet, sonnst wäre er schwarz geworden. Aber selbst da waren die Bedingungen nicht optmal. In der ferne war noch ein Leuchtturm außerhalb des Bildausschnittes und ich mußte abpassen, wann er weggedreht war.

Hier mal mein Bild als Beispiel:

picture.php

Brennweite 21mm 15 Sekunden Blende f2.8 1600ASA


VG
 
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Das größere Problem ist die Lichtverschmutzung, nicht die Luftverschmutzung. In Stadtgebieten ist es meist zu hell um viel von den Sternen zu sehen. Deshalb gehen Astrofotografen auch meist an entlegene und dunkele Orte.

Wenn man extrem starke Weitwinkel benutzt, kann man auch über Stadthimmeln (meist im Oberen Bildbereich) ein paar Sterne sehen, aber nie so viele wie an dunkelen Orten.

Ich habe mal an einem Strand in Dänemark die Milchstraße fotografiert. Das war eigentlich nicht besonders schwer. Alles manuell einstellen. Auf unendlich fokussiert, die Blende maximal geöffnet (in meinem Fall f2.8) und 15 Sekunden belichtet. Die maximale Belichtungszeit ergibt sich aus der verwendeten Brennweite (bei mir ein 21mm Objektiv). Je länger die Brennweite, desto kürzer muß die Belichtungszeit sein, damit die Sterne keine Streifen bilden. Da findest Du bei den Astrofotografen recht gute Anhaltswerte. 60 Sekunden wären definitiv zu lang... wenn Du genau hinschaust, hast Du da auch schon streifenförmige Sterne. Für längere Belichtungszeiten braucht es eine Nachführeinrichtung, aber das ist eher was für fortgeschrittene. Man kann auch ohne spezielles Equipment schöne Aufnahmen machen. Und dann geht man mit der Empfindlichkeit so hoch wie nötig, um ausreichend Sterne zu sehen. Ich habe mit 1600ASA und 3200ASA Aufnahmen gemacht. Aber die 3200ASA waren mir dann auch zu rauschig. Auf die Mondphasen sollte man noch achten. Am besten ist es natürlich, wenn er schon untergegangen ist. Ideal für diese Art Aufnahmen wäre also ein möglichst lichtstarkes Weitwinkelobjektiv und ein möglichst rauscharmer Kamera-Sensor.

Ich habe bei meinem Bild den Vordergrund noch zusätzlich mit einer Taschenlampe beleuchtet, sonnst wäre er schwarz geworden. Aber selbst da waren die Bedingungen nicht optmal. In der ferne war noch ein Leuchtturm außerhalb des Bildausschnittes und ich mußte abpassen, wann er weggedreht war.


VG

Ja Lichtverschmutzung, mein Fehler, meinte ich auch mit dem Faul von Zuhause aus, da ich hier in ner 80000 Einwohner Stadt dank hellem Industriegebiet, doch schon begrenzt schöne Aussicht hab.
In dem Fall werde ich mich wohl bewegen müssen, um so ein schönes Foto wie deins auf die Reihe zu bekommen^^
Das mit der Mondphase und der Brennweite werde ich mir aber aufjedenfall merken, hab ich damals garnicht drauf geachtet, vielen Dank.
 
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Dein Bild ist von den Parametern her recht stimmig (allerdings ist der Weißabgleich zu warm, und vielleicht 1 Blende satter belichten durch ISO-Anhebung), aber mehr Sterne wirst du kaum darstellen können - da musst du raus.
Wenn du Startrails aufnehmen möchtest, hilft nur Stacking von Einzelaufnahmen mit Photoshop oder Software wie StarStax oder Startrails und die Foren- bzw. Google-Suche. ;)
 
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Dein Bild ist von den Parametern her recht stimmig (allerdings ist der Weißabgleich zu warm, und vielleicht 1 Blende satter belichten durch ISO-Anhebung), aber mehr Sterne wirst du kaum darstellen können - da musst du raus.
Wenn du Startrails aufnehmen möchtest, hilft nur Stacking von Einzelaufnahmen mit Photoshop oder Software wie StarStax oder Startrails und die Foren- bzw. Google-Suche. ;)

Danke,
dass mit dem Weißabgleich viel mir hier aber auch echt schwer, da die Bäume tatsächlich so ähnlich wirkten, da darunter eine Straße mit sehr "warmen" Straßenbeleuchtung ist, (sieht man daran das der dunkle Baum im Vordergrund, leicht grünlich scheint). Der Himmel im Gegnsatz wirkt viel zu warm.
Aber das scheint ähnlich wie mit dem Stacking, auch in Richtung ausführlichere Bildbearbeitung zu gehen. Was Momentan noch nicht für mich ereichbar ist(ich stelle mich schon doof genug an, wenn es irgendwie über Kontrast und Helligkeit hinaus geht ^^).
 
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Irgendwelche Anfängertipps?
Ich fotografiere auch erst seit 2 Monaten mit ner Spiegelreflex vlt. gibts ja auch irgendwelche Einstellungen die ich beachten muss, irgendwelche Automatiken (D3200) ?

Ich glaube, deine wichtigste Baustelle ist hier zunächst mal der Weißabgleich. Diesen solltest du manuell machen.
Selbst in der EBV kann man hier viel rausholen. Mit RAW ginge sicher noch mehr.

Wenn du möchtest, nehm ich meinen Bearbeitungsversuch wieder raus.
user118534_pic479310_144363429.jpg
 
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Ich glaube, deine wichtigste Baustelle ist hier zunächst mal der Weißabgleich. Diesen solltest du manuell machen.
Selbst in der EBV kann man hier viel rausholen. Mit RAW ginge sicher noch mehr.

Wenn du möchtest, nehm ich meinen Bearbeitungsversuch wieder raus.

Ok gut, dass Bild hab ich auch in Raw geschossen, somit werd ich mich später mal dran machen, danke :)
(Bild kann ruhig drin bleiben)

Edit:
Hab das alte nichtmehr gefunden, zum testen jetzt ein anderes genommen, ich verlier dabei aber irgendwie Sterne, deshalb trau ich mich ans Nachbearbeiten nicht so dran :/

Voher:
picture.php


Nacher:
picture.php
 
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Hallo Nikonfreunde,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Nachtfotografie. Meine Kamera ist eine D5200 und ein 18/55 Objektiv. Ich wohne in Potsdam und habe, ich sags mal so, recht düstere Ecken um der Lichtverschmutzung aus dem Wege zu gehen. Ein ernsthaftes Problem ist bei mir die manuelle Scharfstellung. Durch den Sucher sieht man zwar gaaanz schwar ein paar Sterne, aber leider nicht so, das man richtig gut scharf bekommt, weils einfach nur winzigste einzelne Pünktchen sind. Und die Liveview kann ich total vergessen. Da sieht man nichts ausser das Grundleuchten der Screenbeleuchtung.

Hier mal ein Testbild. Leider hat mir auch noch der aufgehende Mond ein Strich durch die Rechnung gemacht.
https://dl.dropboxusercontent.com/u/68434042/DSC_0161_DxO.jpg
 
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Du hättest aus der Not eine Tugend machen und den aufgehenden Mond als Fokuspunkt nutzen können... ;)
 
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Nunja, schlussendlich hatte ich den Mond fotografiert. Der war ja so hell, das nix mehrr von Sternchen zu sehen war:) Das war schon für mich recht zufriedenstellend.
Aber ich mag nochmal bei wenig bis gar kein Mond losfahren und es erneut versuchen. Auf dem Objektiv ist ja nun kein "Unendlichzeichen" drauf.
 
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Focussieren klappt am besten wie folgt:

Am Himmel einen möglichst hell leuchtenden Stern -wenn möglich einen der Planeten- suchen.

Kamera darauf ausrichten, den Stern in die Mitte des Suchers und manuell so gut es geht scharf stellen.

ISO rauf auf min 1600

Dann auf LV und kräftig vergrössern, damit dann fertig focussieren.

Vorsicht bei den einfachen Zooms, die haben einen so kurzen Focus-Weg, das man nur sehr sanft drehen sollte.

Wichtig ist einen wirklich hellen Stern/Planeten/Mond zu nehmen, bei den Dunkelzooms kommt sonst zu wenig Licht auf den Sensor, um scharfzustellen.
 
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Danke Stefan für die Tipps. Ich war gestern abend noch einmal rausgefahren und habs versucht, ohne Erfolg. Es hat es einfach nicht funktioniert. Ich hab mir den hellsten Stern duch den Sucher ausgesucht. Doch der war so schwach im Sucher, das ich den so gut wie gar nicht gesehen habe. Im LV mit starker Vergrößerung war er nicht gar nicht zu sehen. Und dann gabs noch das Problem Berlin :) Bei 40 sekunden Belichtung sah man schon die Lichtverschmutzung.
 
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