Nachtaufnahmen von beleuchteten Industriedenkmälern

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panthine

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hallo

habe seit einigen Wochen meine D80 und benutze sie vorwiegend mit dem Sigma 18-55 mm. Auch ich kämpfe mit dem Eindruck von unscharfen Fotos. Habe vorher mit der Olympus 5060 fotografiert.
Nun steht nächste Woche ein Ausflug zum Landschaftspark Duisburg an. Dort möchte ich das beleuchtetet Stahlwerk bei Nacht fotografieren. Ich möchte möglichst alles richtig machen damit sich der Ausflug auch lohnt. Hat hier jemand schon Erfahrung mit diesem Motiv? Welche Einstellungen benutzt ihr ?
Ich habe eigentlich den Ehrgeiz im Modus M zu fotografieren. Wenn Ihr jedoch andere erfahrungen habt auch gut

herzlichen Dank

Lg Panthine
 
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Such mal hier im Forum nach "LaPaDu" ;)

Das wichtigste sind nicht die Einstellungen, sondern ein gutes Stativ und ein Fernauslöser
 
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Ich versuche mal, meine Fehler von diversen LaPaDu Fotoaktionen zusammenzufassen :D

Du brauchst ein Stativ. Ein solides Stativ. Und das Stativ muß dann auf einem soliden Untergrund stehen. Einige der typischen Fotopositionen sind auf einer Metallbrücke und dort schwingt der Untergrund wenn sich andere Personen bewegen. Such dir also eine Position mit festen Untergrund. Schwierig wird es bei viel Wind, wenn der Wind am Stativ zerrt. In dem Fall kannst du versuchen, etwas Gewicht (z.B. Fototasche) an das Stativ zu hängen und es so zu beschweren.

In dem Bild oben kannst du sehen, daß die Lichter einen "Heiligenschein" haben, besonders am Bildrand. Das ist ein Objektivfehler, der bei offener Blende besonders sichtbar wird. Tipp: die Blende etwas schliessen, bei deinem 18-55 auf etwa f/5.6 ... f/8 in Weitwinkelstellung. Die einzige Ausnahme ist, wenn es so windig ist, daß dann wegen der langen Belichtungszeiten das Bild verwackelt. Aber ansonsten ... keine Angst vor 30s Belichtungszeit. ISO dabei auf Minimum und die Menüeinstellung "Langzeitbelichtung" einschalten.

Sonstige Tipps: Taschenlampe nicht vergessen, es wird während der Lichtshow zwischenduch auch das Licht komplett ausgeschaltet. Wenn man dann gerade oben auf dem Hochofen ist, dann sieht man wirklich gar nichts und das Einpacken der Ausrüstung wird ohne Taschenlampe schwierig.
 
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hallo
danke schon mal für die Antworten. Klar Stativ und Fernauslöser und eine Kopflampe sind eh dabei. Trotzdem würden mich noch mal die Einstellungen interessieren.
Matrixmessung oder nicht
Autofokus oder manuell
Bezgl der Blende hatte ich eigentlich kleinere Blende geplant.
Ich wäre dankbar für mehr Tipps die sich vielleicht auch spezifisch auf die D80 beziehen.
Herzlichen Dank

lg panthine
 
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hallo
danke schon mal für die Antworten. Klar Stativ und Fernauslöser und eine Kopflampe sind eh dabei. Trotzdem würden mich noch mal die Einstellungen interessieren.
Matrixmessung oder nicht
Autofokus oder manuell
Bezgl der Blende hatte ich eigentlich kleinere Blende geplant.
Ich wäre dankbar für mehr Tipps die sich vielleicht auch spezifisch auf die D80 beziehen.
Herzlichen Dank

lg panthine

da gibts gar nicht sooo viel spezifisches zu sagen ;)

matrixmessung? öhm...ich kann nur aus eigener erfahrung berichten: ja, ich nutze für die "erste" aufnahme vor ort tatsächlich die belichtungsmessung der cam in verbindung mit zeitautomatik. dann sehe ich auf dem monitor, wie weit in etwa die automatik von der realität entfernt ist *g*, sprich ob ich kürzer oder länger belichten muß (und fote dann entsprechend ohne automatik weiter), ob sich böse lansflares zeigen...etc.

apropos: falls du ein uv-filter/ schutzfilterbenutzer bist: runter damit! die dinger sind tötlich bei punktförmigen lichtquellen.

autofocus? auch der wird wahrscheinlich seinen dienst verwehren, ausprobieren. wenn die cam scharfstellen konnte, den af anschließend ausschalten, bevor er sichs anders überlegt ;) wenn man mit kleiner brennweite und abgeblendet fotet, kann man sich auch der sog. hyperfokalen distanz bedienen (und damit den af abschalten):
http://www.dofmaster.com/dofjs.html
beispiel: 18mm brennweite, blende 8, entfernung am objektiv auf 3 meter, schärfezone von 1,20 meter bis unendlich.

iso 100 wurde bereits gesagt, im kameramenü die option langzeitbelichtung an ebenso...stativ und fernauslöser dito....nen windstillen tag aussuchen. achso: fotografiere sinnvollerweise in raw, es bleiben einfach mehr reserven. wenn von hinten viel licht kommt, okularabdeckung nutzen (oder sich zumindest) hinter die cam stellen, damit das okular im "schatten" ist.

am rande bemerkt wirst du hinterher sehen, wie weit dein objektiv mit punktfömigen lichtquellen was anfangen kann in bezug auf lensflares (lichtreflexe) oder die vom volker angesprochenen "heiligenscheine" (koma, ein abbildungsfehler). nicht umsonst hat nikon vor über dreißig jahren das noct nikkor für nachtaufnahmen entwickelt.

kurzum: einfach hingehen und fotografieren :dizzy:

lg bütti
 
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Matrixmessung oder nicht

Matrixmessung kann eingeschaltet bleiben, aber manuelle Belichtung! Bei diesem Motiv mit wenigen Lampen in dunkler Umgebung liefert der Belichtungsmesser nur einen groben Startwert, von dem aus du per Bildkontrolle den richtigen Wert suchen musst.

Autofokus oder manuell

Manuell. Unbedingt manuell. Und zwar nicht nach Skala, sondern du misst zuerst mit eingeschaltetem AF ein helles Licht an und schaltest dann den AF aus.

Bezgl der Blende hatte ich eigentlich kleinere Blende geplant.

Du kannst ja verschiedene Blenden ausprobieren. Weit offene Blende wird, was die Darstellung der Lampen angeht, zu verschmierten Lichtern führen. Weit geschlossene Blende erzeugt sternförmige Lichter, das sieht vielleicht ganz schick aus.
 
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Du brauchst keine Belichtungsmessung. Mach einfach im M-Modus Belichtungsreihen, beginnend mit 1/2 Sekunde bis mehrere Minuten. Irgendein gut belichtetes Bild wird dann schon dabei sein.

Wichtig: Verlasse dich nicht auf das Monitorbild! Auch wenn das schon zu hell oder zu dunkel erscheint, mach noch ein zwei Bilder mit steigenden Werten in beide Richtungen. Ich habe mir schon oft Aufnahmeserien versaut, weil ich auf das Monitorbild zu sehr geachtet habe.

Die Beli-reihen haben auch den Vorteil, dass du später ggf. ein DRI daraus basteln kannst. Deshalb unbedingt absolut identische Reihen anfertigen!

Wenn du die Möglichkeit hast solltest du frühzeitig anreisen und schon bei Tag das Objekt erkunden und die beste Einstellung suchen. Die schönsten "Nachtaufnahmen" entstehen übrigens nicht bei Nacht, sondern in der Dämmerung, weil dann die Kontraste noch nicht zu stark sind.
 
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