Nachrichtenagentur steigt auf Nikon-D3-Ausrüstung um

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digitalkamera.de schrieb:
... Da kommt der Fotograf schnell einmal auf maximal 5.000 Auslösungen am Tag etwa bei einem Bundestag-Einsatz. Auch bei einem Fußballspiel werden bis zu 5.000 Auslösungen erreicht. Im Durchschnitt kann man für jede einzelne Ausrüstung von mindestens 1.000 Auslösungen pro Tag ausgehen. ...

Wäre es nicht sinnvoller gewesen die ddp hätte gleich auf Videokameras umgestellt?

Beim Fussballspiel kann ich 5000 Auslösungen gerade noch verstehen. Aber im Bundestag??? Mit dieser Schrottflinten-Mentalität kommt man nicht unbedingt zu besseren Bildern, für mich ist das nur ein Ausdruck von Unsicherheit des Fotografen.
 
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Hi,

danke für den Link. Interessant finde ich den Ausdruck Trüffelschwein in dem gebrauchten Zusammenhang. Leider habe ich kein solches....

Gruß

Magda
 
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Wäre es nicht sinnvoller gewesen die ddp hätte gleich auf Videokameras umgestellt?

Diese gibt es noch nicht. Es wird sie aber geben, Bewegtbildkameras, die eine ausreichende Druckqualität aufgrund hoher Auflösung liefern. Also echte "Filmstills".
 
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Diese gibt es noch nicht. Es wird sie aber geben, Bewegtbildkameras, die eine ausreichende Druckqualität aufgrund hoher Auflösung liefern. Also echte "Filmstills".

Ein Filmstill erreicht nie die gestalterische Qualität eines Fotos.

Schau Dir mal bewusst einen Film über den Liveauftritt einer Musikgruppe an und Du wirst feststellen, dass kaum Einstellungen dabei sind, die als Live-Foto bestehen würden.
 
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... Mit dieser Schrottflinten-Mentalität kommt man nicht unbedingt zu besseren Bildern, ...
Das nicht unbedingt, aber es klingt wahrscheinlich professioneller.
Als Hobbyknipser denke ich mir auch oft, wenn ich mal fernsehe, dass das meiste Material als Bild nicht geeignet ist.
 
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Eine Filmstill erreicht nie die gestalterische Qualität eines Fotos.
Wenn überhaupt dann:

Ein Still eines schlechten Films erreicht nie die gestalterische Qualität eins guten! Photos.
"Digiknipserei erreicht nie die Qualität des analogen Films"
"Hummeln dürften gar nicht fliegen"


Es geht um Wirtschaftlichkeit und Effizienz, der Weg ist bereits eingeschlagen (Hochauflösend glotzen), der printfähige Screenshot macht unter diesen Umständen nun einmal sinn.

Bei einem 1-stündigen Konzert könnten etwa 90000 (25F/sec) Bilder erzeugt werden... vielleicht wäre da doch ein gutes bei:)
 
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Als Hobbyknipser denke ich mir auch oft, wenn ich mal fernsehe, dass das meiste Material als Bild nicht geeignet ist.

Das ist wohl richtig, ausgenommen wären aber die hervorragend "fotografierten" Bewegtbildprodukte.

Es gab zur WM 06 unter dem "künstlerischen Leiter" Andre Heller den Plan, ein Spiel von einem renommierten Regisseur in Szene zu setzen. Also mit der Technik des ganz großen Kinos. Dieses Spiel sollte parallel auf Arte übertragen werden.
Heller ist der FIFA auf der Zielgeraden dann zu teuer geworden.

Wäre es dazu gekommen und wäre die Technik soweit gewesen Screenshots zu drucken, dann dürfte man von einigen guten Bildern dieses Spiels ausgehen.

Der Zweck wird die Mittel heiligen.
 
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...
Beim Fussballspiel kann ich 5000 Auslösungen gerade noch verstehen. Aber im Bundestag??? Mit dieser Schrottflinten-Mentalität kommt man nicht unbedingt zu besseren Bildern, für mich ist das nur ein Ausdruck von Unsicherheit des Fotografen.

Vermute ich richtig, dass Du nicht mit Fotografie Dein Geld verdienst?

Dann würdest Du nämlich nicht "Unsicherheit" schreiben, sondern "Erfolgsdruck". Natürlich kommen keine 8 besseren Bilder heraus, wenn man die D3 mit 9 fps durchlaufen lässt, statt sich auf dem "moment decisive" zu verlassen. Aber man erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass von den in die Redaktion gefunkten Bildern eines dem Bildredakteur genau in den Kram passt. Lass mal das Video eines redenden Politikers Bild für Bild durchlaufen - da siehst Du, was 1/10 Sekunde in der Mimik ausmachen kann.
Was sagst Du dem Bildredakteur, wenn er Dich fragt "Hast Du keine Varianten". Sorry, aber das mit der Unsicherheit ist Hobbyisten-Geplapper.

Um den Vergleich mit der Schrotflinte zu bedienen: Wenn Deine Familie abends einen Hasen oder ein Rebhuhn auf dem Tisch haben will - das Großwild äst woanders- nimmst Du dann die Schrottflinte oder den Einzellader?

Grüße
Christian
 
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Diese gibt es noch nicht. Es wird sie aber geben, Bewegtbildkameras, die eine ausreichende Druckqualität aufgrund hoher Auflösung liefern. Also echte "Filmstills".

Es gibt sie schon. Schaut mal auf www.red.com
12 MPx pro Frame. Die reinen Tagespresse-Fotografen sehen da eine starke Konkurrenz kommen. Für den ganzen Regenbogen - Yellow Press und Tagespresse-Kram reicht die Gestaltung eines Video-Frames lang und schmutzig aus.

Grüße
Christian
 
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Vermute ich richtig, dass Du nicht mit Fotografie Dein Geld verdienst?

Du irrst.

Dann würdest Du nämlich nicht "Unsicherheit" schreiben, sondern "Erfolgsdruck". Natürlich kommen keine 8 besseren Bilder heraus, wenn man die D3 mit 9 fps durchlaufen lässt, statt sich auf dem "moment decisive" zu verlassen. Aber man erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass von den in die Redaktion gefunkten Bildern eines dem Bildredakteur genau in den Kram passt. Lass mal das Video eines redenden Politikers Bild für Bild durchlaufen - da siehst Du, was 1/10 Sekunde in der Mimik ausmachen kann.
Was sagst Du dem Bildredakteur, wenn er Dich fragt "Hast Du keine Varianten". Sorry, aber das mit der Unsicherheit ist Hobbyisten-Geplapper.

Um den Vergleich mit der Schrotflinte zu bedienen: Wenn Deine Familie abends einen Hasen oder ein Rebhuhn auf dem Tisch haben will - das Großwild äst woanders- nimmst Du dann die Schrottflinte oder den Einzellader?

Grüße
Christian


Christian,

ich treffe mit wenigen Auslösungen den "decisive moment", ich habe als ich noch analog fotografiert habe, bei Konzerten meist ein Gehäuse und einen Film (= 36 Aufnahmen) gebraucht - o.k. bei den Rolling Stones habe ich auch mal beide F5 mit je einem Film geladen - und bei Portraits bin ich mit zwei Magazinen A12 (= 24 Aufnahmen) und der Hasselblad zu dem Bild gekommen, das die Persönlichkeit des Abgebildeten zeigt.

Deshalb schiesse auch auch jetzt digital nicht "wie ein Wilder".

Die Bildredakteure mit denen ich zusammenarbeiten schätzen das und würden einen Fotografen, der mit einer DVD auf der 1000 Fotos gebrannt sind aufkreuzt hochkant rausschmeissen.

Allerdings muss ich auch keine Fussballer oder Politiker fotografieren worüber ich sehr froh bin.
 
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Nicht zu vergessen, daß bei vielen Events ab 10 Bilder/sec die Videoraten der Verwertungsrechte gelten - viel Spaß wer die bezahlen möchte (und noch profitabel bleiben will).

LG, Andy
 
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KrischanDO, du hast völlig recht. ergänzend dazu sollte noch gesagt werden, dass bei einigen hundert aufnahmen eines motivs natürlich nicht einmal ein paar, sondern eher fast alle bilder einfach ausschuss sind (oder eben viel schlechter, als die 2-3 mimiken/ situation- oder blick-kombinationen, usw., die man dann nutzt). treffendes beispiel ist der gute bayern-MP beckstein. er hat so eine mimik, vom augenzwinkern bis zur mund-bewegung, dass man gezielt keinen vernünftigen ausdruck bekommt (ich meine hier nicht den blickwinkel, dafür ist der fotograf verantwortlich). und wenn man dann genau das bild will, wo er drohend die faust in gesichtshöhe hebt und dazu eine brauchbare mimik hat, dann wäre das bei ihm bei nur einem bild mehr als zufall. mit mehr bildern erhöht man also nur die wahrscheinlichkeit eines möglichst perfekten treffers aus der gewählten fotoposition. will man dann noch, dass merkel im hintergrund nicht aus dem bild oder zu boden blickt, erhöht sich der ausschuss noch weiter... und wenn es 17.00 uhr ist und man weiss, dass die zeitungen das nächste gute bild nehmen und ein gleichgutes um 17.30 sicher nicht austauschen, will man das motiv eben möglichst sicher haben, sobald sich die situation das erste mal ergibt.

und eines noch: ich habe noch keinen "profi-fotografen" gesehen, der einen sonnenuntergang, sonst ein gemütliches wetter-feature oder ein firmenhauptquartier o.ä. im dauerfeuer-modus ablichtet. außer vielleicht, wenn von pierer mit einem aktenkoffer aus selbigem rennt... (wär ein nettes motiv) :rolleyes:
 
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Die Bildredakteure mit denen ich zusammenarbeiten schätzen das und würden einen Fotografen, der mit einer DVD auf der 1000 Fotos gebrannt sind aufkreuzt hochkant rausschmeissen.

Ach. Das Gegenteil wurde bisher auch nicht behauptet. Ist ja auch unsinnig und es wird so nicht praktiziert.
Die digitalisierung hat eine völlig neue Disziplin hervorgebracht: Die zügige und souveräne Sichtung (10%), und davon mal abgesehen, eine Übergabe auf Datenträger?
Das kommt nicht besonders häufig vor...

Als Bildredakteur hätte ich einen richtigen Hals, wenn mir jemand 1000 Bilder in meinen Email-Account pumpen würde.:)


Wer bei einer PK nicht rattert, hat schlicht einen Wettbewerbsnachteil. Und wenn der Nachbar bereits mit 12Mpx auf dickem Sensor rattert, man selbst hingegen noch auf einem "Treppenwitz der Fotogeschichte-Crop-Sensor" mit 8Mpx, dann stellt sich auch ein Wettbewerbsnachteil ein. Mit "Unsicherheit" hat das nichts zu tun, eher was mit zwängen.
 
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