Hallo Leute,
ich bein kein großer Tester. Eigentlich hasse ich Tests. Doch manchmal ist man unzufrieden und möchte der Sache auf den Grund gehen.
thread 37887
Angefangen hat es mit einer Fotoserie, wo der Schärfepunkt selten da lag wo ich ihn haben wollte. Ich wollte herausfinden woran es lag, dass ich nicht exakt Scharf stellen konnte.
thread 37950
Dann habe ich das benutzte Objektiv an dreidimensionalen Objekten getestet. Jedes dreimal scharfgestellt und dann verglichen. Ergebniss scharfstellen ist wie Lottospielen.
Aufgrund der Antworten habe ich eine neue Testreihe gemacht mit allen meinen Objektiven MF und AF (sofern vorhanden). D2x mit Katzeyescheibe - Entfernung im Nahbereich - Stativ - Testobjekt waren Legomänchen. Es wurde eine Serie von je 5 Bildern gemacht um Wiederholbarkeit festzustellen.
Dabei stellte sich folgendes heraus. Die Lichtschwachen Objektive konnte man fast genau scharfstellen - AF 2,8/14, AF 2,8/20, AIS 2,8/55 und AIS 3,5/400 - besonders fiel das AIS 2,8/55 auf was im Abstand das Beste war. Alle Lichtriesen hatten eine Trefferquote von 20-40% - AI 1,4/50, AF 1,4/85, AI 2/200.
Das konnte es doch nicht sein. Objektive, bei denen es wichtig ist präziese scharfzustellen, lassen sich nicht präziese fokussieren?
Auf zu den Fachbüchern - Prof. Google gefragt - überlegt wie war das zu analogen Zeiten. Hmmmm ...
Fangen wir mal an bei der Großbildfotografie 9x12 - 18x24 da hatte ich immer mindestens eine 8fach Lupe auf der Mattscheibe um den Schärfepunkt zu finden. Mittelformat da war immer eine 4-fach Lupe im Sucher. Kleinbild hatte den großen hellen Sucher wo der Schärfepunkt einen ins Auge sprang. Und jetzt Digital - die D2x hat schon einen guten Sucher - die Katzeyescheibe ist eine zusätzliche Hilfe - warum diese Schwankungen beim fokussieren?
Neuer Test. Unter welchen Bedingungen liefert der Schnittbildmesser die besten Ergebnisse. Eine schwarze Fläche grenzt an einer weißen Fläche. Kamera und Objektive wie gehabt und los gehts. Je dreimal fokussiert.
AI 1,4/50 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 2,8 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 1,4 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AF 1,4/85 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 2,8 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 1,4 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AF 1 = drei gleiche Ergebnisse
AI 2/200 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 4 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 2 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AIS 3,5/400 mm
MF 1) mit Schnitbild = zwei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = zwei minimal verschiedene Ergebnisse
Ergebniss: Präzises fokussieren ist möglich wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Hat das Motiv eine Kontrastreiche senkrechte Linie, liefert der Schnittbildmesser und der AF Sensor exakte Ergebnisse. Nur leider ist das selten der Fall. In Grenzbereichen kann der AF nur versagen und der Schnittbidmesser wird zum Blindenstock.
EINES SOLLTEN WIR ABER NICHT VERGESSEN!!!
Zurück in die Analoge Zeit - im Fotolabor hatte ich eine 12-fach Einstellupe - das entspricht einem Format von 30x40 cm. Ein Bild aus der D2x bei 72 dpi hat ein Größe von 100x150 cm auf dem Bildschirm. Sowas habe ich mir im Labor nur einige male angetan und die Matsche sogleich entsorgt. Wenn man sich die Bilder auf den Bildschim bei 25% anschaut und nicht auf 100% kann man die Fokusunterschiede gar nicht mehr sehen.
Mit anderen Worten klasse Kamera und klasse Objektive. Lieber fotografiern als testen.
So jetzt zum Grill und Samstag zum Baseball.
Viele Grüße
Holger
ich bein kein großer Tester. Eigentlich hasse ich Tests. Doch manchmal ist man unzufrieden und möchte der Sache auf den Grund gehen.
thread 37887
Angefangen hat es mit einer Fotoserie, wo der Schärfepunkt selten da lag wo ich ihn haben wollte. Ich wollte herausfinden woran es lag, dass ich nicht exakt Scharf stellen konnte.
thread 37950
Dann habe ich das benutzte Objektiv an dreidimensionalen Objekten getestet. Jedes dreimal scharfgestellt und dann verglichen. Ergebniss scharfstellen ist wie Lottospielen.
Aufgrund der Antworten habe ich eine neue Testreihe gemacht mit allen meinen Objektiven MF und AF (sofern vorhanden). D2x mit Katzeyescheibe - Entfernung im Nahbereich - Stativ - Testobjekt waren Legomänchen. Es wurde eine Serie von je 5 Bildern gemacht um Wiederholbarkeit festzustellen.
Dabei stellte sich folgendes heraus. Die Lichtschwachen Objektive konnte man fast genau scharfstellen - AF 2,8/14, AF 2,8/20, AIS 2,8/55 und AIS 3,5/400 - besonders fiel das AIS 2,8/55 auf was im Abstand das Beste war. Alle Lichtriesen hatten eine Trefferquote von 20-40% - AI 1,4/50, AF 1,4/85, AI 2/200.
Das konnte es doch nicht sein. Objektive, bei denen es wichtig ist präziese scharfzustellen, lassen sich nicht präziese fokussieren?
Auf zu den Fachbüchern - Prof. Google gefragt - überlegt wie war das zu analogen Zeiten. Hmmmm ...
Fangen wir mal an bei der Großbildfotografie 9x12 - 18x24 da hatte ich immer mindestens eine 8fach Lupe auf der Mattscheibe um den Schärfepunkt zu finden. Mittelformat da war immer eine 4-fach Lupe im Sucher. Kleinbild hatte den großen hellen Sucher wo der Schärfepunkt einen ins Auge sprang. Und jetzt Digital - die D2x hat schon einen guten Sucher - die Katzeyescheibe ist eine zusätzliche Hilfe - warum diese Schwankungen beim fokussieren?
Neuer Test. Unter welchen Bedingungen liefert der Schnittbildmesser die besten Ergebnisse. Eine schwarze Fläche grenzt an einer weißen Fläche. Kamera und Objektive wie gehabt und los gehts. Je dreimal fokussiert.
AI 1,4/50 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 2,8 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 1,4 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AF 1,4/85 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 2,8 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 1,4 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AF 1 = drei gleiche Ergebnisse
AI 2/200 mm
MF 1) mit Schnitbild = drei verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = drei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 3) abgeblendet auf 4 - Abblendtaste getrückt - fokussiert mit Schnittbild - Blende wieder auf 2 = drei minimal verschiedene Ergebnisse
AIS 3,5/400 mm
MF 1) mit Schnitbild = zwei minimal verschiedene Ergebnisse
MF 2) mit dem grünen Punkt = zwei minimal verschiedene Ergebnisse
Ergebniss: Präzises fokussieren ist möglich wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Hat das Motiv eine Kontrastreiche senkrechte Linie, liefert der Schnittbildmesser und der AF Sensor exakte Ergebnisse. Nur leider ist das selten der Fall. In Grenzbereichen kann der AF nur versagen und der Schnittbidmesser wird zum Blindenstock.
EINES SOLLTEN WIR ABER NICHT VERGESSEN!!!
Zurück in die Analoge Zeit - im Fotolabor hatte ich eine 12-fach Einstellupe - das entspricht einem Format von 30x40 cm. Ein Bild aus der D2x bei 72 dpi hat ein Größe von 100x150 cm auf dem Bildschirm. Sowas habe ich mir im Labor nur einige male angetan und die Matsche sogleich entsorgt. Wenn man sich die Bilder auf den Bildschim bei 25% anschaut und nicht auf 100% kann man die Fokusunterschiede gar nicht mehr sehen.
Mit anderen Worten klasse Kamera und klasse Objektive. Lieber fotografiern als testen.
So jetzt zum Grill und Samstag zum Baseball.
Viele Grüße
Holger