Kann man damit inzwischen eigentlich auch Emails verschicken oder staubsaugen?
Ja. eMails kann man damit hervorragend verschicken und empfangen - ganz ohne graphische Oberfläche. Das geht zunächst mal etwas knochig vonstatten, denn man muss ja für jede Mail den gesamten Header parametrieren; all das, was uns seit Jahren die Mail-Clients abnehmen... und der Abruf gestaltet sich durchaus noch schwieriger, denn hier müssen Server-Responses zeitkritisch gegeben werden.
Wenn du dein Mail-Konto auf deinem eigenen PC oder zumindest in deinem eigenen Netzwerk auf einem dns-Server hast, ist mit dem Emacs mailen durchaus OK und komfortabel - du must nicht jedes Mal in eine graphische Oberfläche wechseln, nur um eine Mail zu checken oder zu senden. Du kannst im Editor einfach einen neuen Buffer offnen, Teile deiner Arbeit hineinkopieren, und den ganzen Trödel absenden, ohne viele Programme zu öffnen.
Wenn es nur um Mail ohne GUI geht, ist der MUTT ein hervorragender Mail-Client für genau diesen Zweck. Er ist sozusagen der Mail-Client zur Df: hochmoderne Technik mit einem "traditionellen" User Interface. Der MUTT ist rein Textbasiert, erlaubt keine Maus, stellt keine Graphik dar und hat keine bunten Knöpfchen, aber er unterstützt mehr Protokolle als Thunderbird und Outlook zusammen, und seine Suchfunktionen sind - bei zB. 500.000 oder 5.000.000 Mails unarchiviert - ungeschlagen. Profi-Technik mit einer etwas altbackenen Bedienoberfläche.
BerNik schrieb:
wie geht denn dann das Formatieren?
(links, Bilder, Zitate, Zeichenformatierung (fett, farbig, ...))
http://forum.vbulletin-germany.com/misc.php?do=bbcode
Mit die Finga! ich kann auch [b]tippen[/b] ohne dass der Text
fett wird. Da ich NIE Farben oder Schriftgrössen editiere, sondern sich meine Hervorhebungen auf
fett,
kursiv und
unterstrichen beschränken, muss ich mir nur [b], [i] und [u] merken. Die eckigen Klammern zu tippen geht schneller, als die Hand von der Tastatur zur Maus zu führen, mit Derselben einmal auf dem Tisch herum zu rühren (Ja wo ist denn die Maus? Ja wo ist sie denn?), dann das Wort oder den Bereich zu markieren und schliesslich den Formatierungsknopf über dem Editor-Textfenster zu drücken. Bei längeren Texten öffne ich auch mal einen Buffer, in dem ich die gebräuchlichsten Tags drin habe, so dass ich per "copy and paste" Format-Tags setzen kann.
Ich bin halt nicht besonders mausaffin, verwende im Büro einen Trackball und zuhause oder auf Reisen nur das Touchpad (Ja, ich mache meine Bildbearbeitung zu 100% per Notebook-Touchpad - ohne Maus, Trackball oder Graphictablet).
Vorteil: Alle Foren bedienen sich quasi gleich, Hände bleiben auf der Tastatur und kippen nicht beim Griff nach der Kaffeetasse literweise Brühe über den Schreibtisch, hohe Übertragungssicherheit, gute Such- und Editierfunktionen für den bearbeiteten Text.
Nachteil: Kein Mäuschen zum Herumschubsen. Schüff.
Alternative: Man KANN den bearbeiteten Text ja noch im Foreneditor mit dem Mäuschen formatieren, bevor man ihn abschickt, aber das ist irgendwie sinnfrei...