Lightroom, Capture NX - absolut unsicher :(

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soulseeker

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Hi@all,

ich nutze eine D50 und fotografiere derzeit zumeist in raw ... ich habe ne Zeitlang Capture NX verwendet, aber mehr als Helligkeitsjustage hab ich damit in der Regel nicht machen müssen, da Capture NX ja die Kameraeinstellungen als default verwendet ... dann habe ich mal Capture one getestet, fand das Tool aber zu kompliziert und nervig. Dann war ich ne Zeitlang sehr begeistert von Lightroom, weil man mit dem Programm augenscheinlich alle Feinheiten ändern kann und ich die Bedienung wirklich gelungen fand. Was mir aber immer spanisch vorkam ist die Eigenschaft von LR, erst alle Bilder "normal" zu öffnen, nach 2-3 Sekunden werden sie dann matt und dunkler ... scheinbar schmeisst LR alle Kamera-Defaults raus und setzt alles auf null. Soweit so gut, kann man ja alles nachregeln, jedoch ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, dass ich mit dem Ergebnis niemals dahin komme, wie es Capture NX macht und das ohne großes Gebastel. Bei LR muss ich erstmal die Helligkeit höher ziehen und die Farbsättigung ändern.

Jetzt meine Fragen - gibt's eine Einstellung in Lightroom, die die NEF-Einstellungen wie Capture NX übernimmt oder irgendein Preset? Ich könnte mit Capture NX ja auch leben, wenn die Bedienung nicht so nervig wäre und man nicht so einfach nachjustieren könnte wie bei LR. Derzeit überlege ich eher wieder, direkt als jpg zu fotografieren - Capture NX brauch ich nur zum Zuschneiden, sonst sind die Bilder für meinen Geschmack "out of the box" zumindest bei Nahaufnahmen fast perfekt.

Was meint ihr dazu? Übersehe ich was in LR oder ist der Qualitätsunterschied wirklich so krass? Diese Bilder hier stammen übrigens aus Capture NX: http://www.chondrowelt.de/img/nz2007_4/content/index.html ... wenn ich mit LR entwickle, sehen die roten Jungtiere braun aus, krieg ich auch nicht besser hin. Wäre schade wenn ich auf LR verzichten müsste, was mir sehr gut gefällt ist die Möglichkeit, aus total schrottigen Bildern noch was rauszuholen (z.B. wenn sie total unterbelichtet sind), da scheiter ich regelmäßig mit Capture NX.

So, danke fürs lesen und eure Meinungen,

Marcel
 
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Kurz: das was du willst, gibt es nicht. Entweder CNX oder Lr - eine Mischung gibt es nicht. Lr wird nie die Daten interpretieren können, die CNX aus der Kamera liest.
 
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CNX ist halt aus dem Haus Nikon- und die müssen die eigenen Sachen ja auch besser einlesen/interpretieren können sonst wäre da was oberfaul- Produkte aus einem Haus die nicht miteinander könnten ...

Aber wie ich es bei View NX immer wieder sehe und jedem (egal ob er es hören will oder nicht) zeige- die können bei Nikon kein ordentliches User Interface ! Hier in D ist man gewohnt (und es gibt auch Normen dazu) von oben nach unten zu sehen/lesen, den Kopf nach links geneigt erkennt man die am linken Monitorrand stehenden Schriftzüge der Buttons (soweit sogut)- aber was die verspielten Japaner aus der Software machen ist ein vermurkster Hampelmann- da geht von allen Seiten die Navigation zur Bildmitte auf.

DAS ist das schlagende Argument gegen NX, die Unfähigkeit, eine durchgehende Benutzung sicherzustellen.

Das von mir zur von Dir hinterfragten Meinung Dritter.

Zu der Gegenüberstellung NX zu anderen Applikationen- wenn unter LR die Bilder etwas farbstichiger herauskommen, dann sicher, weil DU einen Schritt unrichtig oder ungenügend oder gar nicht ausführst, der aber anscheinend in NX automatisch stattfindet. Ich tippe auf Weißabgleich oder generell den Umgang mit der Gradationskurve ...
Es gibt Ansatzpunkte, probier doch mal eines der Bilder unter LR nochmal, so daß man die Bearbeitung des Bildes unter NX und LR gegenüberstellen kann, vielleicht ergeben sich aus dem Vergleich bessere Möglichkeiten zur Hilfestellung.

Gruß

Jock-l
 
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LR bietet nicht die Möglichkeit, die in NEF-Dateien eingebetteten Einstellungen der Kamera zu übernehmen. LR "schmeißt" sie auch nicht heraus! Was du in den ersten Sekundenbruchteilen/ Sekunden (abhängig von der Leistungsfähigkeit des Rechners) nach dem öffnen siehst, ist ein "quick and dirty" gerendertes Vorschaubild.

Ich benutze LR und Capture NX. Mir wäre auch eine Kombination aus beiden Anwendungen sehr recht, sowas wird es aber auf absehbare Zeit sicher nicht geben. CNX liefert bei schwierigen Motiven, besonders aber bei hohen Empfindlichkeitseinstellungen die etwas besseren Ergebnisse. Bis ISO 400 geben sich aber LR und CNX nicht viel.

Ich habe generell keine Probleme, mit LR gute Ergebnisse zu erzielen. Es ist aber wichtig, die vielen Werkzeuge richtig einzusetzen. Ein Vorteil von LR ist aber, dass man sich eigentlich nur an die Reihenfolge halten muss, die das Entwicklungsmodul mit der Palettenreihenfolge "vorgibt".

1. Weissabgleich
2. Belichtung
3. Lichter und Schatten (Tonwerte)
4. Kontrast und Helligkeit
5. Farbsättigung und Lebendigkeit
6. ... alles weitere (Feinkorrekturen, Staub-/ Fleckentfernung usw.)
7. Rauschreduzierung und Schärfung

Ohne Handarbeit geht das natürlich nicht! Die RAW-Verarbeitung erfordert eine gewissenhafte Einarbeitung. Darum wirst du bei LR nicht herum kommen.

Die Entscheidung RAW oder JPG kann ich dir nicht abnehmen. Auf lange Sicht behält man mit RAW/ NEF aber alle Optionen für eine spätere Nachbearbeitung. Wenn du mit den automatischen Ergebnissen von CNX zufrieden bist, dann spricht eigentlich nichts dagegen, weiter NEFs zu machen und sie anschließend durch die Stapelverarbeitung von CNX zu schicken. Macht ja nichts, wenn du die vielen Möglichkeiten von CNX (noch) nichts nutzt. Vielleicht wird es später man interessant für dich.

Ich mache digital nur noch RAWs.

Das Benutzer-Interface von CNX ist tatsächlich nicht der Hit. Ich frage mich auch, warum immer wieder Hersteller auf die Idee kommen, sie könnten das besser, als die Betriebssystem-Entwickler. Ich nutze ausschließlich Macs, da ist man deutlich mehr gewohnt, als CNX bietet. Vermutlich geht es einfach um die Reduzierung des Entwicklungsaufwands. Die Macher von CNX (siehe nächster Absatz) wollen sich vermutlich individuelle Anpassungen an Windows XP, Vista und Mac OS ersparen.

Die Annahme, dass CNX sozusagen eine asiatische Software ist und bei Europäern/ Nordamerikanern deshalb nicht "ankommt" stimmt so nicht. CNX wird von der Firma NIK für Nikon entwickelt. NIK ist ein sehr bekanntes US-amerikanisches Digital-Imaging-Unternehmen, dass besonders bei Plug-ins für Photoshop einen sehr guten Ruf hat. Die U-Point-Technologie stammt übrigens von NIK und nicht von Nikon.
 
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Hallo,

besten Dank für die Tipps ... ich habe mich schon recht intensiv mit Lightroom beschäftigt, aber ich bekomme einfach nicht den Look hin, den mit NX direkt "out of the box" anbietet. Ich bin dabei die Palettenreihenfolge so durchgegangen wie es vorgegeben ist (nur der Weissabgleich steht auf "wie Aufnahme"), aber schaut's euch selber an.

Hier mal zwei Vergleiche

1. Capture NX:

mv_nx.jpg


2. Lightroom

mv_lr.jpg


Ich finde das "NX-Rot" einfach echter am Original und nicht so matt ... ist für außenstehende vielleicht etwas schwer nachzuvollziehen ;)
 
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Täuscht es oder nicht- ich denke, NX sättigt mehr ...

Vielleicht bin ich auch nur reif für's Bett-

Gute Nacht

Jock-l
 
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Danke für eure Beiträge ... dann muss ich wohl damit leben. NX scheint im direkten Vergleich in der Tat mehr zu sättigen, aber wenn ich die Sättigung mit Lightroom weiter anhebe, sieht das Bild irgendwann unnatürlich aus, ich kriege die NX-"Färbung" in Lightroom einfach nicht zu 100% nachgebaut.

Was ich auch nicht verstehen kann ist der Sinn dieses "Quick &Dirty"-Vorschaubildes, was für einige Sekundenbruchteile aufleuchtet und das Bild so zeigt, wie es in NX aussehen würde. Wenn ich diesen Preset auf das Bild übertragen könnte und es dann weiter bearbeiten könnte wäre es perfekt ... aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert *g*.
 
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Das Quick&Dirty Bild stammt wohl vom eingebetteten JPG.
Jedes NEF-Bild hat auch ein JPG zur Ansicht eingebettet.
Dieses stammt entweder direkt aus der Kamera oder wird von CNX nach der Bearbeitung neu generiert.

Es gibt viele Fotografen, die nicht gerne mit RAW fotografieren, da die Bearbeitung meist komplizierter ist, als bei JPG.
Genau aus diesem Grund verwende ich CNX, da ich hier bei NEF nur Vorteile zum JPG habe, und keinen einzigen Nachteil.

Das User-Interface ist sogar wesentlich einfacher als in PS, da ich keine Ebenen händisch anlegen muß, und trotzdem jeden Bearbeitungsschritt ändern kann. Nur die Stempel- und Perspektive-Werkzeuge gehen mir bei CNX stark ab.

Walter
 
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Hallo,

Das kurze Preview Bild ist das eingebettete JPG das bei jedem RAW erzeugt wird. Dieses wird, sobald in LR komplett geladen, aber verworfen.
Ich habe LR und CNX, und die beiden liefern halt unterschiedliche Ergebnisse. Manchmal in CNX besser, manchmal in LR.
Riesenvorteil von CNX ist das maskierte Bearbeiten in RAW. Da ist Adobe noch nicht dran, leider.
Ansonsten ist es einfach verschiedene Software mit verschiedenen Ergebnissen.
Durch die vielen Presets die es online gibt kannst du sehr nah an das Nikon Original ... wenn denn dieses Original wirklich das Zenit aller Bearbeitung sein soll.

lG alex
 
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Für mich sieht es nach einem WB-Problem aus. Da ich nicht weiß, wie gut du dich schon in LR auskennst, noch folgenden Tipp: Wenn die Abweichungen von LR zu CNX immer die gleichen sind, bietet sich die Erstellung eines eigenen Presets an. Hast du herausgefunden, wie du die Farben angleichst und auch alle anderen gewünschten Einstellungen an einem Musterbild vorgenommen, kannst du diese Einstellungen als Preset speichern und bei jedem Import automatisch auf die Aufnahmen anwenden lassen. Das erspart eine Menge Arbeit! Eventuell erhälst du dann schon nach dem Import die Bilder so wie du es wünschst.
 
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Bezüglich der Weißabgleichs in LR habe ich nochmal eine Frage - nehme ich den am besten über die Kamera vor oder reicht es auch, einfach ein weißes Blatt zu fotografieren, in LR zu importieren und dann den Weißabgleich vorzunehmen?

Nach den Presets schau ich mal, besten Dank!
 
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Ich würde sagen, dass ein Referenzfoto von einer reinweissen oder neutralgrauen Fläche ausreicht. Da ja ohnehin jeder Raw-Konverter die Kameraeinstellungen etwas unterschiedlich interpretiert (siehe deinen Vergleich von NX und LR), nützt es dir wenig, wenn du nachher am Rechner keine Vergleichsmöglichkeit hast. Besser ist es daher, eine Graukarte aufzunehmen, die du anschließend am Monitor als Referenz heranziehen kannst. Hier lasse ich mich aber gerne von den Meinungen anderer beser belehren.

Ein weisses Blatt Papier ist dabei als Referenz aber eher ungeeignet, da in jedem Papier Weichmacher enthalten sind, die zu einer für das Auge regelmäßig nicht sichtbaren Tönung führen. Beispiel: Eine weisse Wand wirkt auf das Auge gerade bei schummrigem Licht zunächst einmal weiss. Bei anderem Licht und genauem Hinsehen ist sie aber vielleicht schon vergilbt von Nikotinablagerungen, Staub etc. und wirkt tatsächlich eher gelb. Papiere neigen regelmäßig zu einem leichten Blauton. Wenn es dir also auf absolute Farbtreue ankommt, um die Farben der Tierchen möglichst naturgetreu wiederzugeben, solltest du auf eine genormte Graukarte mit Farbfeldern zurückgreifen. Das davon gemachte Bild stellst du dann im Raw-Konverter so ein, dass es mit dem Original übereinstimmt. Wenn du diese Kelvinwerte auf die anderen Bilder überträgst, die in gleichen Lichtverhältnissen gemacht wurden, solltest du möglichst authentische Farben erhalten.

Das ganze setzt natürlich voraus, dass auch dein Monitor kalibriert ist! Das ist die Grundvoraussetzung für jegliches Farbmanagement!
 
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Besten Dank für die ausführliche Antwort ... dann schaue ich mal nach einer Graukarte und versuche mich weiter daran, die Farben der Jungtiere möglichst originalgetreu einzufangen ;).
 
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