Leidensthema Brille - Fluch oder Segen

svantevit

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Ein nicht ganz ernst zunehmender Thread aber vielleicht auch doch........

Mir gehts oft so,
beim Fotografieren vergesse ich sehr oft die Brille abzusetzen. Danach ist sie jedesmal durch den Okularring verschmiert.
Nervt !
Brillenputztücher sind mit. Ständig in Gebrauch. Regen wird gebraucht, doch nicht auf dem Glas.
Setze ich die Brille ab bzw. schiebe sie hoch auf die Stirn, knallt sie manchmal runter oder ich vergesse,
sie auf dem Kopf gelagert zu haben.
Auch schon gesucht.
Dabei habe ich ohne Brille null Probleme durch die Dioptrieneinstellung. Komme sehr gut zurecht.
Brillenbügelbänder für diese Situationen hatte ich mal. Muss ich nachsehen.

Für die Bildbearbeitung am Monitor habe ich mir eine extra Brille auf die kurze Entfernung anfertigen lassen.
Jetzt kommts.....auch die vergesse ich oft zu wechseln. Tagesbrille hat Gleitsicht und ist leicht blau getönt.
Ungünstig und verfälscht die Farbbeurteilung.

Brillen können schick sein. Brillen sind auch hinderlich.
Vergesslichkeit setzt nochmal eins drauf. Dussel eben. :ROFLMAO:
Kontaktlinsen sind nicht meine Option.

Wie ergeht es Euch?​
 
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Mein Tipp nach dem Tunnelgang mit diversen Lesebrillen:
Gleitsichtbrille mit dem maximalen Sichtbereich ( ist das teuerste) und gut is.
Die Gewöhnungsphase muss man halt geduldig hinter sich bringen

Im Prinzip ja ... aber manchmal braucht's noch eine Ergänzung, so wie bei mir. Hier die Geschichte:

Seit Schülertagen trage ich wegen Kurzsichtigkeit eine Brille und es gab mit den Einstärkenbrillen nie Probleme. Die Umstellung auf Gleitsichtbrille war aber zunächst eine Qual, die Gewöhnung auch nach vielen Wochen kaum möglich.

Wir haben dann glücklicherweise die Ursache und Lösung gefunden: ein leichtes Höhenschielen, was zuvor nie aufgefallen war und was mit Einstärkenbrillen nie Probleme machte. Einziger Effekt beim Sehtest, wo die Augen nacheinander abgedeckt werden: nach Rücksprung auf beide Augen hatte ich kurz ein Doppelbild mit Höhenunterschied, bis das Gehirn das nach wenigen Sekunden wieder zu einem Bild zusammenfügt. Beim Sehtest bemerkbar aber im Alltag bei Einstärkenbrille bei mir nicht relevant.

Das zu berücksichtigen war aber der Schlüssel bei mir, um eine passende Gleitsichtbrille zu finden: Ausgleich des höhenverschobenen Doppelbildes durch ein (kleines) Prisma im Glas. Ohne Korrektur dieses Fehler sehen linkes und rechtes Auge durch unterschiedliche Zonen der Gleitsicht, das war die Ursache für die hartnäckige Unverträglichkeit bei mir. Prisma hinzugefügt und Gleitsicht funktionierte auf Anhieb gut.
 
2 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
So ein leichtes Schielen hat der Optiker - frisch von der Meisterschule und mit Zusatzausbildungen als beinahe Augenarzt - während eineinhalb Stunden Messen, Probieren, Testen an Optiker-Geräten und beim Blick durch ein offenes Fenster in die Ferne bei mir auch festgestellt.
Dafür gibt es auch medizinische Begriffe, die ich mir leider nicht gemerkt habe.
Eine Korrektur durch so ein Prisma würde aber noch teurere Spezialgläser bedeuten... :rolleyes:
 
volkerm
volkerm kommentierte
Michael, bei mir gab's in diesem Jahr unerwartet 200€ Zuschuss von der Krankenkasse, weil das Prisma auf der Verordnung vom Augenarzt dokumentiert war. Diese Regelung gibt's wohl seit wenigen Jahren, früher musste man alles selbst zahlen.
 
Seit Moped-Führerschein Brille, gestartet mit -1,5, dann runter bis auf -4,5, seit Jahren nun Gleitsicht. Ohne Brille geht nix.
Analogkameras (FE/FM) waren suboptimal, Sucherbild nur teilweise zu sehen. Erst der HP-Sucher brachte vollflächige Erleuchtung.
Heute nutze ich zu bestimmt 95% den Klappmonitor (nie mehr ohne!), ganz selten den Sucher.
 
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Ich trage seit ca. 40 Jahren eine Fernbrille. Vor ca. 10 Jahren ist eine Lesebrille (ab 2020 als Bildschirmbrille = 0,4-3m) hinzugekommen. Beim Fotografieren nutze ich die Fernbrille. Zum einen aus Gewohnheit: Die Minolta SR-T100x und X700 hatten keinen Dioptrienabgleich, zum anderen ist es praktischer, wenn ich zum Fotografieren nicht die Brille wechseln muss. Den Monitor von D5 und Z9 kann ich damit zwar nicht perfekt sehen, bei der Z9 kann ich aber das fertige Bild im Sucher betrachten. Bei der D5 muss ich dazu die Brille wechseln.

Mit einer Gleitsichtbrille jenseits der Bildschirmbrille habe ich bisher keine Erfahrung.
 
Kommentar
Ich wollte es nicht unerwähnt lassen....
Für die Reinigung von Brillen und Objektiven verwendete ich immer Flüssigkeit von Zeiss. Oder halt Microfasertuch.
Oft bemerkte ich aber das Feuchtigkeitsflecken nach dem verdunsten zurückblieben.

Die feuchten Brillenputztücher soll man ja nicht nehmen aber....
Neuerdings hat R....nn ein neues Produkt. Oder es wurde der Anbieter gewechselt oder die Rezeptur verändert.
Ich bin total begeistert. Null Rückstände. Schlieren ebenfalls nicht feststellbar. Keine Kratzer durch verwendetes Papier.
Würde mich interessieren ob ihr das auch so seht nach einer Probeanwendung.
Vielleicht kann ein oder anderer das bestätigen oder halt nicht.
Das Produkt nennt sich b......w Brillenputztücher.

Nein. Ich arbeite nicht bei R. Kaufe mir nur meine Kernseife zum Duschen und Knoblauchwasser zum Gurgeln.
 
schneemann
schneemann kommentierte
Ich reinige die Brille mit den Fingern unter fließendem Wasser mit Geschirrspülmittel. Auf Empfehlung der Optikerin meines Vertrauens. Danach dann Trocknen mit dem Mikrofasertuch.
 
svantevit
svantevit kommentierte
Mach ich auch.
Den letzten sachten Strahl ganz leicht vom Brillenrand vertikal gehalten über die Glasfläche längs fliessen.
Dann bleiben oft keine Tropfen hängen und man braucht nicht trockenwischen. Klare trockene Brillenglasfläche.
Was für eine Wissenschaft ;)
Mal so, mal mit Feucht-Reinigungstuch. Und in Abständen im richtig großen Ultraschallbad.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Wie bei den Objektiven:
Idealerweise wenig bis nie reinigen.
Nur wenn es gar nicht anders geht.

Dann Zeiss-Spray.
 
MartinA
MartinA kommentierte
"Behandeln Sie Ihre Brille wie ein gutes Rotweinglas" sagte meine Optikerin zu mir. So mache ich das auch

Leider passt in so ein Brille viel zu wenig von einem exquisiten Tröpfchen. ;)
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
.
Nun, etwas Flüssigseife, danach viel Wasser und simples Klopapier …
Entspricht in etwa dem Rotweinglas-Tipp, halt nur ohne Leinentuch.

.
 
Eine allgemeine Frage dazu:

Wer von euch schaut denn durch was? Kunststoff oder Glas?

Hatte bei meinen ersten Brillen (nur für Fernsicht) mit Kunststoff keine Probleme. Dann kam Gleitsicht.....trotzt richtig viel Geld, das ich für zwei Brillen und Kunststoffgläser von Markenherstellern ausgegeben habe, haben diese Gläser nur kurze Zeit gehalten, dann waren sie Spinnennetzartig "gemustert". Jetzt habe ich seit gut drei Jahren wieder richtiges Glas in der Brille. Und was soll ich sagen....nicht ein einziger Kratzer. Ok, das Bruchrisiko ist natürlich deutlich größer. Und gegen die immer noch weitergehende Fehlsichtigkeit helfen sie auch nicht. Demnächst ist trotz guter Erhaltung eine neue Brille nötig.

Und zum Thema: Ich habe mit Gleitsicht weder durch den Sucher, noch beim Blick auf das Klappdisplay irgendwelche Probleme.

Gruß
Jürgen
 
W
W.W. kommentierte
@Jürgen B.: Könnte das an der Art liegen, wie Du die Brille reinigst? Die Kunststoffgläser mögen z.B. kein zu warmes/heißes Wasser. Da löst sich die Vergütung. Habe ich früher gemacht, weil ich dachte, mit sehr warmem Wasser (wie zum Spülen) löst sich das Fett leicht und ohne großes Reiben von der Brille. War keine gute Idee.
 
Jürgen B.
Jürgen B. kommentierte
Hmmm.....beim Reinigen eher immer nur lauwarmes Wasser und Spülmittel verwendet. Hatte beim letzten Satz Gläser meinen Optiker sogar danach gefragt, ob es denn gefährlich sein, die Brille z.B. beim Abgiessen von Nudelwasser oder Kartoffeln aufzubehalten. Er hat das verneint, meinte solche Temperaturen würden auch die Kunststoffgläser vertragen.
Ich konnte das ganze dann nicht mehr nachvollziehen. Nur das ich zu blöd zum Brille putzen bin, wollte ich auch nicht glauben. Denn ich glaube, in einem sind wir uns hier alle einig.... nämlich wie empfindlich hochwertige Gläser sind und wie kostspielig sich eine schlampige Pflege ausgeht.
Deshalb seit drei Jahren wieder Glas und siehe da....bisher trotz handwerklicher Arbeiten rund ums Haus und ständiger Kamera am Gesicht bisher noch nicht ein einziger Kratzer.

Gruß
Jürgen
 
shovelhead
shovelhead kommentierte
Kunststoff (Hoya) - die Brille sollte schon leicht sein
 
MartinA
MartinA kommentierte
Im Augenblick nutze ich für meinen Alltag eine Ersatzbrille mit Kunststoffgläser. Die Art der Fassung hat kein Glas erlaubt.

Meine primäre Brille von 2008 ist gerade in Reparatur bzw. Wartung: neben eine freudebringenden Titan-Fassung von Freudenhaus (die heißen so), ist die eingebaute Optik aus Glas. Diese Gläser wurden bereits von zwei identischen Vorgängerbrillen übernommen und konnten neu eingeschliffen werden, da die aktuelle Fassung ziemlich klein ist. D.h. ich kann mich nicht erinnern, wie alt die Gläser inzwischen tatsächlich sind.

Warum nun ist die Brille in Reparatur: Ursache ist mein äußerst unprofessionelles öffnen einer Champusflasche. D.h. das linke Glas hat den mein Auge gerettet. Natürlich hätte das ganz schön in's Auge gehen können.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Ich habe nachgesehen:
Meine letzten 4 Brillen waren alle aus dem Zeiss-System und mit Kunststoffgläsern.
Alle Gleitsicht mit bis zu drei Zonen individuell angemessen.

Die Gläser sind sehr teuer, aber die Sicht ist genial.

(20 Jahre alte Story:)
Ein Kollege trug immer zwei Brillen übereinander auf der Nase und sprache dass er nur so einigermaßen sehen könne da seine Augen so sehlecht seien mit sprärischen Fehlern und auch höheren Fehlern in allen Richtungen.
Ich empfahl meinen Zeiss Optiker.
Wochen später kam er dankbar zu mir zurück.
Die erste Brille, mit der er wirklich gut sehen konnte.
 
5 Kommentare
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
.
Nun ja, bei meinen Werten erwies sich Kunststoff auf Dauer
denn doch kommoder als Glas – aus Gewichtsgründen und
trotz aller Skepsis …
.
 
W
W.W. kommentierte
Kenne ich von meinem Vater. Beide Augen (bis zur Star-Operation) -1x,x Dioptrien auf beiden Augen. Er nannte die Gläser daher gerne "Glasbausteine". Ohne Kunststoffgläser war das auch nicht mehr angenehm zu tragen.
 
peterkdos
peterkdos kommentierte
Bei mir optischer Kunststoff, weil Glas bei mir keinen wirklichen Vorteil bringt.
 
G
Gianty kommentierte
Glas.
Kunststoff verkratzt mir viel zu schnell.
Bruchgefahr: Mir sind schon einige runtergefallen. Nie ist dabei ein Glas kaputt gegangen. Habe den Eindruck, dass dieses Argument ähnlich den Argumenten von Versicherungsvertretern gerne ins Feld geführt wird, um den Leuten Angst zu machen. Mit der Angst der Menschen lässt sich hervorragend Geld verdienen. Natürlich kann mal eins zu Bruch gehen. Natürlich könnte ein Auge verletzt werden. Wenn dieser Fall Eintritt, würde sehr wahrscheinlich auch alles andere nicht schützen können.

Und das, obwohl ich nur 1 funktionierendes Auge habe.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Je nach Glasstärke ist das Gewicht relevant, und die Kunststoffgläser wiegen bei gleichem Brechungsindex nur etwa die Hälfte. Mir ist das den Mehrpreis wert.

Verkratzen? Ja, geht bei Kunststoff, wenn man damit grob umgeht. Mir ist auch schon beim Flexen mal ein heisser Splitter in's Glas (bzw. Kunststoff) geflogen und sich hat eingebrannt als kleine Störstelle. Für sowas ist Glas unkritischer. Wenn ich in der Schlosserei arbeiten würde, so wäre meine Wahl eine Glaslinse. Aber ich mag das Gewicht von Glaslinsen nicht auf der Nase tragen, deshalb Kunststoff.
 
… Dann kam Gleitsicht.....trotzt richtig viel Geld, das ich für zwei Brillen und Kunststoffgläser von Markenherstellern ausgegeben habe, haben diese Gläser nur kurze Zeit gehalten, dann waren sie Spinnennetzartig "gemustert"…
Meine Kunststoffgläser wurden leider auch mal intensiv gemustert, war besonders nachts beim Autofahren durch Reflexe aufgefallen.
Ich war davor einen ganzen Tag in Hockenheim fotografieren, da muss sich der Staub schön auf dem weichen Okulargummi gesammelt und wie eine kleine Schleifscheibe das Glas malträtiert haben. Seither wie schon geschrieben fast nur noch Displaybetrieb :fenster-putzen:
 
Kommentar
Ich habe Probleme mit dem bewußten räumlichen Sehen. Bei einem Optiker mit sehr gutem überregionalem Ruf habe ich mich dann vermessen lassen (3 mal zu unterschiedleichen Zeit) und dann hat er mir eine Gleitsichtbrille gebaut, die alle Sehfehler korrigieren. Mit der Brille habe ich nicht aus dem Laden gefunden und mir wurde schwindelig. Alles am Auge und an der Brille nachgemessen - alles richtig.

Er kam dann irgendwann auf die Idee, mir ganz billige sphärische Gläser in die Brille zu bauen und es hat geklappt.

Jetzt habe ich 2 Brillen: eine für Arbeitsabstände und eine zum Lesen und für den Bildschirm. Mit der Lesebrille kann ich auch halbwegs was im Sucher sehen. Zum Glück reicht die Dioptrin-Korrektur meiner genutzten Kameras gerade so aus und ich kann auf die Brille verzichten. Scharfstellen mit einer vom Maulesel traktierten Brille mit Mattglas ist auch schwer möglich.
 
Kommentar
Moin. Mit meiner Gleitsichtbrille komme ich an der D750 ganz gut zurecht.
Schwieriger ist es an der kleinen G5x.
Früher habe ich allerdings sofort alle eingeblendeten Werte und Symbole gesehen, heute ist da eher ein bisschen tunnelblick.
Letztens habe ich irgendwo gelesen, dass es für Brillenträger mit den außen angeordneten Suchern z.B. Xe5 etc deutlich schwieriger sein soll.
Kann das jemand bestätigen?
Vermutet hätte ich eigentlich das Gegenteil.
 
2 Kommentare
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Nein, kann ich für die gehabten Modelle X-E2, E2s & E3 aus den letzten 10 Jahren nicht bestätigen. Suchereinblick prima übersichtlich für meine 6,5 bis aktuell 5,5 minus beidseitig. Wie bei Nikon, keine Einschränkungen...
 
Martin F.
Martin F. kommentierte
Bei der X-E5 werden als Brillenträger tatsächlich die Sucherecken gekappt, erinnert an die seligen FE/FM, was ich aber nicht ganz verstehen will. Bei der X-T1 konnte man das Sucherbild umschalten, d.h. von voller Größe auf eine etwas reduzierte Größe, quasi ein HP Modus. Damit war trotz Brille alles im Blick. Wundern tut mich das deshalb, weil ja gerade sehr viele Japaner/Asiaten selbst Brille tragen und das bei neueren Kameramodellen nicht mehr realisiert wurde. Ist ja nur ein softwareseitiger Punkt, benötigt keine zusätzlichen Bauteile ö.ä.
 
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