Dass der AF einer SL2-S nicht auf der Höhe der Zeit liegt ist bekannt. Mit der SL3/SL3-S gibt es ein Nachfolgemodell und wer totale AF-Performance möchte, muss sich bei anderen Herstellern umschauen.
Nun hatte ich einige Erfahrungsberichte gesehen und gelesen und war teilweise ein wenig irritiert. Vor allem der harte YouTube "LEICA SL2 Performance Test beim Bundesliga Shooting" hatte mich verwirrt. Der Titel klang vielversprechend, die Aufnahmen bzw. das Shooting entsprachen dann ganz und gar nicht dem was ich erwartet hatte. Einen Ball in die Luft zu werfen kann doch kein Bundesliga-Shooting sein......
Nach meinen eigenen Erfahrungen mit dem Z Noct ( welches lt. den ganzen Testern nicht aus der Hand und erst recht nicht bei bewegten Motiven zu verwenden ist, was völliger Käse ist ), wollte ich dann doch mal selbst herausfinden, ob der AF bei meinen sonst üblichen Motiven wirklich so schlecht ist wie oftmals dargestellt.
Dies soll nur ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht sein. Es ging mir überhaupt nicht darum Grenzen einer Kamera oder eines Objektives, sondern einfach die Praxis aus Sicht eines Freizeitfotografen darzustellen.
Verwendet wurden ausschließlich folgende AF-Einstellungen:
AF Betriebart: AF-C
Bildstabilisierung: "Normal" und "Horizontal"
AF Messmethode: FELD ( alles andere hat überhaupt nicht funktioniert )
AF-Profil: Läufer ( die zugrunde liegenden Parameter "Entfernungsänderung", "seitliche Bewegung" und "Richtungsänderung" habe ich nach einiger Zeit angepasst. In diesen Einstellungen steckt einiges Potential. Es gab definitiv Verbesserungen, die ich aber aus Zeitgründen noch nicht alle final optimieren konnte. Da bleibe ich aber dran ).
Batterielaufzeit: Die MTB-Aufnahmen entstanden in einem Zeitraum von ca. 4h. Verwendet wurde ausschließlich das LEICA Vario Elmarit 2,8/70-200m. Die Akkuanzeige stand danach noch bei 50%. Einen Ersatzakku sollte man auf jeden Fall einplanen. Bisher hatte ich nur 1x einen Ersatzakku gebraucht.
Dabei habe ich wie üblich Aufnahmen im Vogelpark sowie ein paar Sportfotos gemacht. Egal ob das Motiv im Bild sehr klein oder sehr formatfüllend war, Zäune im Vordergrund, ein Motorradfahrer aus dem Nichts hinter dem Sprung auftauchte....der Ausschuss war sehr gering - wenn auch vorhanden. Das passiert mir mit meiner Z9 aber genauso. Auch Serienaufnahmen, die ich sonst nie mache, zeigten keinerlei Auffälligkeiten oder Ausfälle. Nun waren die Lichtverhältnisse auch sehr gut. Wie es im dunklen Wald aussieht, werde ich dieses Jahr bei unserem MTB-Rennen ausprobieren. Da bin ich auch mit anderen Kameras ab und an an Grenzen gestoßen....
Hier nun eine kleine Bildauswahl. In den Alben sind noch viele weitere zu finden.
Unterm Strich kann ich für mich selbst sagen, dass die ganzen neuen technischen Gimmicks zwar hilfreich und sinnvoll, allerdings nicht für jedes Motiv oder jede Situation wirklich notwendig sind. Meine Erfahrungen sind alle selbst und mit eigenem Equipment gemacht. Man sollte einfach mal mit der vorhandenen Ausrüstung arbeiten anstatt sich in der Theorie zu verzetteln, Meinungen als Tatsachen darzustellen und zu verbreiten bzw. sich nicht mit dem Equipment zu beschäftigen um dann der Enttäuschung freien Lauf zu lassen.
Nun ein bunter Mix an Aufnahmen. In den jeweiligen Alben sind noch viele weitere Aufnahmen zu finden:
L1050329 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050141 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050259 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050249 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050297 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050359 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050399 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
L1050364 by
Gianty Mudracer, auf Flickr
Habe von einem freundlichen Forenkollegen eine nette Nachricht bekommen. Davon erhoffe ich mir ein gutes Feedback.
Trotzdem darf gerne jeder über seine Erfahrungen berichten.