
19. Juni 2026
Godox MF-T76 Macro Twin Flash

Godox hat den Nachfolger des beliebten MF 12, den Godox MF-T76 S Makro-Zwillingsblitz für Sony-Kameras vorgestellt. Das System richtet sich an Fotografen, die Insekten, Pflanzen, Schmuck, Lebensmittel oder andere Nahaufnahmemotive aus kurzer Distanz gezielt ausleuchten möchten. Im Unterschied zu klassischen Aufsteckblitzen sitzen die beiden Blitzköpfe direkt am Objektiv und können dadurch Schatten reduzieren, die durch größere Abstände zwischen Lichtquelle und Motiv entstehen.
Das System besteht aus einem Steuergerät für den Blitzschuh der Kamera sowie zwei separaten Blitzköpfen, die über einen Adapterring am Frontgewinde des Objektivs befestigt werden. Godox legt acht Adapterringe in den Größen 49, 52, 55, 58, 62, 67, 72 und 77 Millimetern bei, wodurch das System mit vielen gängigen Makroobjektiven kompatibel ist.

Die Blitzleistung beträgt 76 Wattsekunden, die Leitzahl liegt bei GN 22,4 (ISO 100, Meter). Der Leistungsbereich reicht von voller Leistung bis 1/256 und lässt sich in Drittelstufen einstellen. Laut Hersteller beträgt die Recyclingzeit bei voller Leistung rund 1,2 Sekunden. Der integrierte Lithium-Akku soll für etwa 550 Blitzauslösungen ausreichen.
Ein zentrales Merkmal des Zwillingsblitz-Designs ist die unabhängige Steuerung beider Blitzköpfe. Sie lassen sich in einem Bereich von 0 bis 150 Grad neigen und getrennt in ihrer Leistung regeln (10 Helligkeitsstufen). Dadurch können Motive gezielt mit unterschiedlich starkem Licht von beiden Seiten ausgeleuchtet werden.

Der MF-T76 hier an einer Sony a7lll mit manuellem 2.8/60mm 2x Makro-Objektiv auf Stativ und einem Novoflex Einstellschlitten.
Der Blitz unterstützt TTL (Through The Lens), HSS (High Speed Sync) sowie Erst- und Zweitvorhang-Synchronisation. TTL ermöglicht eine automatische Blitzbelichtungssteuerung über die Kamera, während HSS das Blitzen mit kurzen Verschlusszeiten jenseits der normalen Synchronzeit erlaubt. Das kann beispielsweise bei Makroaufnahmen im hellen Tageslicht hilfreich sein. Jeder Blitzkopf verfügt zusätzlich über ein integriertes Modellierlicht, dass das Fokussieren bei wenig Umgebungslicht erleichtert. Das System ist außerdem mit dem Godox-X-Funksystem kompatibel und kann mit anderen Godox-Blitzen kombiniert werden. Laut Händlerangaben ist auch die Verwendung mit Funksendern wie XPro oder X2T möglich.

F/11; 1/125s; ISO 100, MF-T76 im TTL-Modus
Wie bei vielen Ring- oder Zangenblitzen hängt die Bildwirkung stark von Motiv und intelligenter Lichtführung ab. Das Godox-System bietet dafür eine kompakte und mobile Lösung. Die Ergebnisse wirken nach einigen Übungen deutlich plastischer.

Anwendung am Reprogestell. Wenn der Blitz am Reprogestell eingesetzt wird, ist die Einstellung, z.B. für moduliertes Licht, durch das starre Bedienpanel des Blitzes leider etwas mühsam.

MF-T76, M-Modus Licht moduliert, hier mit mehr Licht von links.

Münze F 8.0 TTL-Modus, gleiche Lichtmenge links und rechts; Blume Modus M, mehr Licht von rechts.

Der mitgelieferte Akku wird per USB-C geladen. Zum Lieferumfang gehören neben den Adapterringen auch ein USB-C-Ladekabel mit Ladegerät, zwei Diffusoren, Adapterringe und eine Schutztasche. Optional bietet Godox weiteres Zubehör wie Farbfilterhalter und Filtersets für dentale Makrofotografie an.
Der Godox MF-T76 S ist die Sony-Version der MF-T76-Serie. Zusätzlich bietet Godox Varianten für Canon (MF-T76 C) und Nikon (MF-T76 N) an.
Fazit
Der neue Godox MF-T76 Makro (Twin-) Blitz bietet ein breites Anwendungsspektrum sowohl bei klassischen Makroaufnahmen in der Natur als auch für die Arbeit am Reprogestell. Auch für automatische Stackingserien sind die Leistungsreserven mehr als ausreichend. Da auch der Preis (ca. 250,00 €) sehr moderat ausfällt, lohnt sich Anschaffung allemal.
Adobe Creative Cloud: Neue KI-Funktionen für Lightroom, Photoshop und Premiere Pro

Adobe hat kürzlich eine Reihe neuer Funktionen für Creative Cloud vorgestellt, die Kreativen dabei helfen sollen, wiederkehrende und zeitintensive Aufgaben schneller zu erledigen. Die Updates für Lightroom, Premiere Pro, After Effects, Photoshop und Illustrator kombinieren KI-gestützte Automatisierung mit präzisen Steuerungsmöglichkeiten und verschaffen Kreativschaffenden mehr Zeit für die eigentliche kreative Arbeit.
Im Mittelpunkt der Neuerungen steht die Optimierung zentraler Arbeitsschritte – von der Bildauswahl über Video-Editing und Compositing bis hin zur Bildbearbeitung und Vektorerstellung.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
Lightroom:- Die jetzt allgemein verfügbare Funktion Assisted Culling hilft Fotograf:innen dabei, ihre besten Bilder effizienter auszuwählen – mit neuen Tools wie der Gesichtsansicht und anpassbaren Filtern, die den Kreativen mehr Kontrolle geben.
- Photo to Video in Lightroom Desktop erweckt Bilder zum Leben und verwandelt jedes Foto in professionelles B-Roll-Material oder Reels mit KI-generierten Bewegungen, die von Firefly und Google Veo unterstützt werden.
- Die Funktion AI Sharpen bringt das Noise-Aware Sharpen-Modell von Topaz Labs direkt in Lightroom, ohne dass ein Export erforderlich ist, um feine Details wiederherzustellen.
- Alle Sony-RAW-Formate der kürzlich angekündigten Sony a7R VI werden nun in Lightroom, Lightroom Classic und Adobe Camera Raw unterstützt.
- Die neue Funktion Reflection Removal erkennt und entfernt automatisch Spiegelungen in Bildern, die durch Glas aufgenommen wurden.
- Das Entfernen-Werkzeug kann künftig auch offline auf ein lokal ausgeführtes generatives KI-Modell zugreifen.
Die neue Funktion Concept to Vector verwandelt Skizzen und einfache Ausgangsbilder in bearbeitbare Vektorgrafiken und erstellt auf Wunsch mehrere Stilvarianten direkt innerhalb von Illustrator.
Premiere Pro:
- Global Audio Mute schaltet den Ton in der gesamten Anwendung mit nur einem Klick stumm.
- Marker Search ermöglicht die Suche nach Markierungen anhand von Farbe oder Name über alle geöffneten Projekte hinweg.
- Die neue Funktion Single Word Captioning ermöglicht eine präzisere Bearbeitung von Untertiteln auf Wortebene, ohne den übergeordneten Untertitelblock zu beeinträchtigen.
- Mit den neuen Effekten Channel Blur, Gradient und Noise FX können Editor:innen präzise Compositings erstellen oder organische, animierte Texturen direkt in der Timeline hinzufügen.
- Die neuen 3D Spinback- und Slide-Transitions sorgen für dynamische Bewegungen mit professionellen Easing-Steuerungen, die direkt in den Bearbeitungsworkflow integriert sind.
- Die Integration von Adobe Stock und Firefly wird weiter ausgebaut, sodass Assets direkt innerhalb der Anwendung gefunden, lizenziert und in Projekte übernommen werden können
- Die Funktion Object Matte in After Effects revolutioniert das Rotoskopieren mit vier KI-gestützten Werkzeugen: Object Selection, Quick Selection, Selection Brush und Refine Edge. Damit ersetzt es den ausschließlich pinselbasierten Roto Brush durch die gleiche KI-Präzision, die bereits in Premiere verfügbar ist.
- Auch die 3D-Funktionen in After Effects erhalten ein umfangreiches Upgrade und bringen Motion-Design-Workflows näher an eine vollständige 3D-Produktion heran. Sie können nun mit Displacement Maps echte Oberflächentiefe erzeugen, filmische Depth-of-Field-Effekte auf Modelle, Meshes, Text- und Formebenen anwenden sowie über Scripting-APIs für parametrische Meshes komplexe Szenen noch präziser steuern.
Die neuen Creative Cloud-Funktionen werden ab sofort schrittweise ausgerollt. Gemeinsam schaffen sie einen effizienteren Workflow für Fotograf:innen, Designer:innen, Videoeditor:innen und Motion-Designer:innen – von der ersten Idee bis zum fertigen Projekt.
Weiterführende Informationen gibt es hier:
Von der Auswahl bis zur Bildkomposition: Neue Creative Cloud-Innovationen für jede Phase eures Workflows
Entdeckt die neuesten Innovationen in euren liebsten Creative Cloud-Anwendungen, darunter Lightroom, Premiere, After Effects, Photoshop und Illustrator.
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100 Jahre F.C. Gundlach in Düsseldorf

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